II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1 Grundl agen der Prozesskostenrechnung 1
1.1 Entstehung 1
1.2 Begriff und grundlegende Charakteristika 2
1.3 Ziele und Aufgaben der Prozesskostenrechnung 3
1.4 Einsatzbereiche der Prozesskostenrechnung 4
2 Die Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung 6
2.1 Strukturelemente 6
2.1.1 Prozessebenen 6
2.1.2 Maßgrößen und Kostentreiber 7
2.2 Das Schema der Prozesskostenrechnung 8
2.2.1 Überblick über die Einführungs- und Ablaufschritte 8
2.2.2 Festlegung der Unternehmensbereiche und Zielsetzungen 9
2.2.3 Ermittlung hypothetischer Hauptprozesse 9
2.2.4 Tätigkeitsanalyse und Teilprozessbildung 9
2.2.5 Prozesskostenstellenrechnung 10
2.2.6 Verdichtung zu Hauptprozessen 11
3 Kritische Beurteilung der Prozesskostenrechnung 13
Literaturverzeichnis 16
Anlagen 23
III
Abbildungsverzeichnis
Abb 1: Aufgabenfelder und Ziele der Prozesskostenrechnung 3
Abb 2: Einsatzgebiet und Tätigkeitskategorien 4
Abb 3: Abgrenzung des Einsatzgebietes der Prozesskostenrechnung 5
Abb 4: Ablaufschritte der Prozesskostenrechnung 8
Abb 5: Prozesshierarchie (Beispiel) 12
Abb 6: Grundprinzip der prozessorientierten Kalkulation 13
Abb 7: Beispiel Kostenstelle 5501 Fertigungsplanung 23
Abb 8: Beispiel Kostenstelle 5504 Qualitätssicherung 23
Abb 9: Teilprozesse und Kostensätze der Kostenstelle 5501
Fertigungsplanung 24
Abb 10: Teilprozesse und Kostensätze der Kostenstelle 5504
Qualitätssicherung 24
Abb 11: Beispiel Hauptprozessverdichtung 25
Abb 12: Beispiel Kostensätze für Hauptprozesse 25
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
ABC Activity-Based Costing
AG Aktiengesellschaft
bzw. beziehungsweise
dt. deutsch
DV Datenverarbeitung
EDV elektronische Datenverarbeitung
f. folgende (Seite)
ff. folgende (Seiten)
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Hrsg. Herausgeber
i.e.S. im engeren Sinne
Kap. Kapitel
lmn leistungsmengenneutral
lmi leistungsmengeninduziert
PKR Prozesskostenrechnung
pua prozessunabhängig
S. Seite
TP Teilprozess
u.a. unter anderem
USA Vereinigte Staaten von Amerika
Vgl. Vergleiche
z.B. zum Beispiel
z.T. zum Teil
1 Grundlagen der Prozesskostenrechnung – Seite 1
1 Grundlagen der Prozesskostenrechnung
1.1 Entstehung
Die Grundidee für eine Neuerung des Verrechnungssystems entstand schon vor mehr als 25 Jahren, wobei die ersten Ansätze, welche die betrieblichen
Erst 1985 gelang Miller und Vollmann mit dem Artikel „The hidden factory“ der gewünschte Anstoß der wirtschaftlichen Denkwei-
Dort wird die große Bedeutung und kostenrechnerische Relevanz der indirekten Leistungsbereiche erstmals in
Allerdings kann man die Prozesskostenrechnung in diesem frühen Stadium nicht als neuartiges Kos- tenrechnungssystem bezeichnen. Weiterentwickelt wurde dieser Ansatz von den Amerikanern Cooper, Johnson und Kaplan, welche durch eine Vielzahl individueller und gemeinsamer, zum Teil sehr grundlegender Veröffentli-
Auch wenn die wissenschaftliche „Wiege“ der Prozesskostenrechnung in den USA steht, sollte dennoch hevorgehoben werden, dass zeitgleich in Deutschland vor allem auf Seiten der Praxis pozessorientierte Kostenrech-
Horváth und Mayer modifizierten Ende der 80er Jahre das amerikanische Konzept für deutsche Kostenrechnungszwecke und nannten es Prozesskos-
Als Hauptgrund für die Entwicklung der Prozesskostenrechnung ist zu nen- nen, dass sich die bekannten Verfahren der Kostenrechnung nicht den be-
Insbesondere die durch den technologischen Wandel verursachte Änderung der Gemeinkostenstruktur lasse die Beibehaltung der herkömmlichen Methoden der Kostenverrech- nung fragwürdig erscheinen. Besonders stark sind die Gemeinkosten in den indirekten Leistungsbereichen gestiegen, in den überwiegend vorbereitende,
10
Vgl. Fröhling, O./Krause, H. (1992), S. 385
Vgl. Horváth, P./Mayer, R. (1989), S. 216
Vgl. Miller, J.G./Vollmann T.E. (1985), S. 142ff. Zur Übersetzung des Originalartikels vgl. auch Miller,
J.G./Vollmann, T.E. (1986), S. 84ff.
Vgl. Pfohl, H.-C./Stölzle, W. (1991), S. 1283
Als wichtige Veröffentlichungen seien hier nur beispielhaft genannt: Cooper, R. (1988a), (1988b),
(1989a), (1989b), Cooper, R./Kaplan R.S. (1991a), Cooper, R./Kaplan R.S. (1991b), Johnson,
H.T./Kaplan R.S. (1987).
Vgl. Siemens AG (1985) und (1986), Wäscher, D. (1987), S. 297ff., worauf insbesondere bei Franz, K.-
P. (1990), S. 113, und Pfohl, H.-C./Stölzle, W. (1991), S. 1283, hingewiesen wird.
Vgl. Braun, S. (1999), S. 7ff.
Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich jedoch nicht näher darauf eingehen, sondern auf folgende
Literatur verweisen. Vgl. Friedl, B. (1993), S. 38, Horváth, P. et al. (1993), S. 610ff., Gaiser, B. (1998),
S. 65ff. Vgl. im Gegensatz dazu Reckenfeldbäumer, M. (1998), S. 20f. Er erkennt die Problematik der
Begriffe Prozesskostenrechnung und Activity-Based Costing und auch die Unterschiede, ist aber der
Meinung, dass diese „eher gradueller Art“ sind und nimmt deshalb keine Unterscheidung vor.
Vgl. ausführlich Reckenfeldbäumer, M. (1998), S. 3-18, Coenenberg, A.G./Fischer T.M. (1991), S. 22ff.
1 Grundlagen der Prozesskostenrechnung – Seite 2
1.2 Begriff und grundl egende Charakteristika
Der Inhalt des Begriffs der Prozesskostenrechnung hat sich in den letzten Jahren verändert. Zunächst als Instrument zur kostenrechnerischen Abbil- dung indirekter Bereiche von Produktionsunternehmen konzipiert, hat sich die Prozesskostenrechnung weiterentwickelt zu einem „Verfahren zur Pla-
Sie ist ein Ansatz zur Beherrschung des immer weiter steigenden betrieblichen Gemeinkostenblocks.
Für den Begriff „Prozesskostenrechnung“ gibt es viele Äquivalente, wobei
.
Die Möglichkeit, den Kostenträgern entsprechend ihrer tatsächlichen Inan- spruchnahme von betrieblichen Prozessen die Gemeinkosten über prozess- bezogene Bezugsgrößen zuzurechnen, ist der Kerngedanke der Prozesskos- tenrechnung. Sie ist eine Vollkostenrechnung und liefert die Informations- grundlage der strategischen Entscheidungsfindung. Die Ausgestaltung der Prozesskostenrechnung als Teilkostenrechnung wird von einigen Autoren diskutiert, hat aber für die Unternehmenspraxis nur sehr geringe Bedeu-
Die Prozesskostenrechnung stellt insofern kein neues Kostenrech- nungssystem dar, als sie sich in ihrem Aufbau der Kostenarten-, Kostenstel-
Einigkeit herrscht unter den ver- schiedenen Autoren darüber, dass die Prozesskostenrechnung die bestehen- den Kostenrechnungssysteme nicht ersetzen, sondern nur sinnvoll ergänzen kann, indem sie deren Mängel bei der Analyse und Verrechnung der Ge- meinkosten kompensiert. Einer simultanen Anwendung verschiedener Kos- tenrechnungssysteme und der Prozesskostenrechnung steht grundsätzlich
22
Vgl. Mayer, R. (1998), S. 5
Vgl. Raubach, C. (1996), S. 75, Coenenberg, A.G./Fischer T.M. (1991), S. 21f., Biel, A. (1991), S. 85
Vgl. Romano, P.L. (1988), S.73-74
Vgl. Cooper, R. (1988a), S. 53
Vgl. Cooper, R./Kaplan R.S. (1988), S. 96-103
Vgl. Berlant, D./Browning, R./Foster, G. (1990), S. 178-183
Vgl. Fröhling, O. (1989), S. 67-69
Vgl. Siemens (1986c), S. 2
Vgl. Schulte, C. (1989), S. 60-66
Vgl. Fröhling, O. (1992), S. 109f., Landwehr, A. (1989), S. 98
Vgl. Mayer (1990), S. 75, Biel, A. (1991), S. 85, Horváth, P./Mayer, R. (1989), S. 216, Pfohl, H.-
C./Stölzle, W. (1991), S. 1284, Reichling P./Köberle, G. (1992), S. 492. Das gilt zumindest für die
„deutsche Variante“ des Verfahrens.
1 Grundlagen der Prozesskostenrechnung – Seite 3
1.3 Ziele und Aufgaben der Prozesskostenrechnung
Die Planung, Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Gemeinkosten so-
stellen den Bezugspunkt der Ziele und Aufgaben der Prozesskostenrechnung dar. Mithin darf die Prozesskostenrechnung nicht zuletzt als strategisches Kontroll- und Ent-
Die konkreten Ziele und die sich daraus ergebenden Aufgaben werden in der Literatur zwar unterschiedlich dargestellt, doch die Trennung der beiden Hauptbereiche Kalkulationsaufga-
Aus diesen beiden Hauptaufgabengebieten ergeben sich eine Fülle von mögli- chen Unteraufgaben und Unterzielen. Diese nachfolgend aufgeführten Ziele können von einem Unternehmen nicht in ihrer Gesamtheit angestrebt und gleichze itig realisiert werden. Vielmehr muss eine unternehmensspezifische
26
27
Vgl. Mayer, R. (1991), S. 75
Vgl. Cooper, R. (1992), S. 371, Glaser, H. (1991a), S. 224
Vgl. z.B. Braun, S. (1999), S. 33ff., Franz, K.-P. (1990), S. 201f., Glaser, H. (1991b), S. 299,
Horváth, P. (1990), S. 183, Mayer, R. (1990c), S. 308, Mayer, R. (1992), S. 114, Pfohl H.-C./
Stölzle, W. (1991), S. 1286ff., Witt, F.-J. (1991), S.4 ff.
Vgl. Remer, D. (1998), S. 61
1 Grundlagen der Prozesskostenrechnung – Seite 4
Die möglichst verursachungsgerechte Gemeinkostenverrechnung auf die Kostenträger gilt als das Hauptziel im Rahmen der Kalkulation. Außerdem will die Prozesskostenrechnung auch zu einer Optimierung des Produktions- und Absatzprogramms beitragen. So ist es für die Unternehmensführung von großer Bedeutung Informationen über den Ergebnisbeitrag von Produkten oder Produktionsverfahren zu erhalten, um deren Wirtschaftlichkeit zu über- prüfen. Die Unterstützung der Preispolitik gilt ebenfalls als Einsatzgebiet der
Im Rahmen der Managementaufgaben soll die Prozesskostenrechnung die Kostentransparenz der Abläufe in den betrieblichen Gemeinkostenbereichen steigern und zu einem effektiveren Gemeinkostenmanagement beitragen. Eine kostenstellenübergreifende kontinuierliche Wirtschaftlichkeitskontrolle kann als weiterer Baustein implementiert werden. Durch die genaue Erfas- sung der in den Kostenstellen für die diversen Tätigkeiten anfallenden Kos- ten bietet sich ferner die Möglichkeit einer genaueren Überwachung und Steuerung der Kapazitätsauslastung. Als weitere wichtige Aufgaben der Prozesskostenrechnung gelten die Aufdeckung betrieblicher Wettbewerbs- vorteile oder auch -nachteile und die Überwindung von Schnittstellen zw i-
29
1.4 Einsatzbereiche der Prozesskostenrechnung
30
Vgl. ausführlich Fischer, T.M. (1993), S. 190ff.
Vgl. Reckenfeldbäumer, M. (1998), S. 28-33
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Bianca Bauer, 2003, Die Prozesskostenrechnung, München, GRIN Verlag GmbH
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