Inhalt
Inhalt ................................................................................................................................2
Einführung 3
Macht 3
Definition 3
Max Weber 4
Susanne Strange 4
Hannah Arendt 4
Wie erhält ein Politiker in Deutschland seine Macht 5
Politik Definitionen 5
Legitimation von politischer Macht 6
Politiker und Macht 7
Sucht nach Macht in der Politik 12
Jürgen W Möllemann 14
Lebenslauf 14
Der Medienjongleur 15
Der Machtmensch 16
Sein politisches und weltliches Ende 17
Fazit 19
Kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit 20
Quellen 21
2
Einführung
In der vorliegenden Hausarbeit befasse ich mich mit dem Thema Macht, mit besonderem Hinblick auf die Politik, und wie Politiker mit Macht umgehen. Grundlegende Untersuchungen sollen dabei erfolgen in den Bereichen was Macht überhaupt ist, wie Macht entsteht, und wie damit umgegangen wird. Dabei wird insbesondere die These untersucht, dass Macht die Menschen verändert, und sich dies in der Politik auswirkt. Zitieren möchte ich in diesem Zusammenhang Jacob Burckhardt der sagte: „Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen. “ 1 Ob diese sehr negative Anschauung der Macht tatsächlich so zutreffend ist, insbesondere die beschriebene Auswirkung auf Personen soll Bestandteil dieser Arbeit sein. Ein weiterer Schwerpunkt soll auf die fortschreitende Medialisierung von Politik gelegt werden, und deren Auswirkungen auf die Macht. Speziell werde ich dies am Beispiel des verstorbenen Bundestagsabgeordneten Jürgen W. Möllemann erläutern, der sich im Zusammenhang mit diesem Thema immer wieder hervorgehoben hat.
Vorneweg möchte ich betonen, dass ich mich nicht an den Steuerungstheorien, eingebettet in die Systemtheorie, zur Funktion von Politik und Regierung orientiert habe, auch wenn sie teilweise als Basis dienen. Eindeutig soll der Schwerpunkt der Untersuchung auf den Politiker als einzelne Person gerichtet werden, sowie auf den Begriff der Macht an sich. Ich werde mich dabei i m Grundgedanken an der ökonomischen Theorie politischer Rationalität orientieren, die ein Interesse der Akteure am Erhalt der Macht unterstellt 2 , und darauf aufbauend meine Untersuchungen treffen.
Macht
Definition
Der Begriff der Macht wird ganz unterschiedlich definiert, was auf seine Herkunft zurück zuschließen ist. Bereits bei den Griechen und Römern in der Antike fand dieser Begriff Verwendung, und wurde dort von Platon, Aristoteles und Cicero im Kontext 2 vgl. „Ökonomische Theorie der Politik“, Guy Kirsch, Mohr-Verlag, Tübingen 1974
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der politischen Macht verwendet. 3 Bei den Römern fand der Begriff der potestas für die rechtliche Verfügungsgewalt, sowie potentia für Machtmittel Verwendung. 4 Bereits hier zeichnet sich ab, dass Macht nicht näher spezifizierbar scheint. Ansätze werden von verschiedenen Seiten geliefert, unterscheiden sich jedoch. Zu den Vertretern gehören etwa:
Max Weber
Weber definiert Macht als: "jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht." 5 Er definiert Macht dabei sehr allgemein, und übertragbar, bezeichnet aber die potentia, also die Machtmittel, sowie die Legitimation einer Macht, nach meiner Meinung im Zusammenhang mit politischer äußerst wichtig, nicht näher. Dennoch gehört seine Definition eben aufgrund dieser Allgemeinheit zu der am häufigsten benutzten.
Für besonders geeignet für die Beschreibung von Macht im Zusammenhang mit Politik halte ich die nun folgenden Modelle:
Susanne Strange 6
Strange legt besonderen Wert auf die Strukturen der Macht. Mächtig ist nur derjenige, der Kontrolle über die Strukturen hat, was nicht zwangsläufig ein Besitz von Machtmitteln und Legitimatio n erfordert, sondern Macht über den Grad der möglichen Modulation von Strukturen sieht. Sie ist dabei sehr sozialwissenschaftlich geprägt, ein Ansatz der in der Politik meiner Meinung nach sehr wichtig ist.
Hannah Arendt 7
Arendts große Unterscheidung zu a nderen Machttheorien liegt in der Nichtspeicherbarkeit von Macht. Dies findet seine Begründung darin, dass Sie Macht eindeutig von Machtmitteln unterscheidet, und damit einen Schritt weiter als Strange geht.
3 Vgl. „Wörterbuch Staat und Politik“, Dieter Nohlen (Hrsg.), Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991 , S. 351 4 ebd.
5 http://de.wikipedia.org/wiki/Macht, 26.9.2005; Vgl. „Wörterbuch Staat und Politik“, Dieter Nohlen (Hrsg.), Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991 , S. 352 6 ebd.
7 Ebd.
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Ergänzend in Bezug auf das Ziel dieser Arbeit möchte ich drei weitere Machttheorien anbringen, die sich mit den Begebenheiten beschäftigen, wenn Macht vorhanden ist. Machiavelli, Hobbes und Spinoza, in denen zum einen die Macht als eine mit dem Drang sich selbst zu erhalten beschrieben wird, und zum anderen bei Spinoza und Hobbes als eine legitimierte dargestellt wird aus ihrer puren Existenz heraus. 8 Dies sehe ich für die politische Macht als treffend an, möchte aber auf die psychologischen Hintergründe der sich selbst erhaltenden Macht, siehe d. Kapitel: Legitimation der politischen Macht, verweisen.
Wie erhält ein Politiker in Deutschland seine Macht?
Die Bundesrepublik Deutschland ist demokratisch, demnach erhält ein Politiker also seine Macht vom Volke. 9 Eine denkbar einfache Formel, die dem komplizierten System der Politik aber nicht gerecht wird. Daher ist zuerst einmal der Begriff Politiker und Politik zu definieren:
Politik – Definitionen
Eine grundlegende Unterscheidung ist dabei zu treffen, was Politik überhaupt ist. Die englische Sprache differenziert dabei näher, was wie folgt unterschieden werden kann 10 :
Politische Macht möchte i ch aber noch näher beschreiben, da sie in unterschiedlicher Weise auftreten kann, als da wären:
- Herrschaftsmacht, im Sinne einer Regierung 8 Vgl. „Wörterbuch Staat und Politik“, Dieter Nohlen (Hrsg.), Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991 , S. 352 9 Vgl. Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland § 38 (1), sowie zu Parteien § 21 10 „Mythen der Mediengesellschaft – The Media Society and its Myths“, Patrik Rössler u. Friedrich Krotz (Hrsg.), UVK, Konstanz 2005 S. 331
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- Parteienmacht, im Sinne einer Funktion innerhalb einer Partei
- Funktionärsmacht, im Sinne einer Funktion innerhalb einer Interessengruppe Neben diesen Mächten aus einer gewählten Funktion heraus, einer Entscheidungsmacht durch ein Amt, gibt es auch noch die indirekte Macht:
- Finanzielle Macht, Einflussnahme durch Steuerung von Geldströmen
- Meinungsmacht, Einflussnahme durch Steuerung der öffentlichen, sowie innerpolitischen Meinung
- Reputationsmacht, Einflussnahme durch persönliche Einwirkung auf Personen Eine Wertung möchte ich bewusst nicht vornehmen, da die externen und internen Umstände dies ausschließen, da die Wertung Situationsbedingt vorgenommen werden muss. Festzuhalten bleibt aber, dass es nur in den seltensten Fällen möglich ist [Ähnlich dem Krieg, der nicht nur in der Luft gewonnen werden kann] nur über einen dieser Wege zum Ziel zu gelangen.
Gleichwohl ist festzuhalten, dass sich politische Macht in und auf alle beschriebenen Typen auswirkt. Max Weber beschreibt diese Auswirkungen der Macht auf politische Entscheidungen näher: „»Politik« würde für uns also heißen: Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es zwischen Staaten, sei es innerhalb eines Staates zwischen den Menschengruppen, die er umschließt.
Das entspricht im wesentlichem ja auch dem Sprachgebrauch. Wenn man von einer Frage sagt: sie sei eine »politische« Frage, von einem Minister oder Beamten: er sei ein »politischer« Beamter, von einem Entschluss: er sei »politisch« bedingt, so ist damit immer gemeint: Machtverteilungs-, Machterhaltungs- oder Machtverschiebungs- interessen sind maßgebend für die Antwort auf jene Frage o der bedingen diesen Entschluss oder bestimmen die Tätigkeitssphäre des betreffenden Beamten. – Wer Politik treibt, erstrebt Macht: Macht entweder als Mittel im Dienst anderer Ziele (idealer oder egoistischer), – oder Macht »um ihrer selbst willen«: um das Prestigegefühl, das sie gibt, zu genießen. [vgl.a. Politiker und Macht]“ 11
Legitimation von politischer Macht
Max Weber beschreibt folgende Legitimationsmöglichkeiten einer Macht: „Es gibt der inneren Rechtfertigungen, also: der Legitimitätsgründe einer Herrschaft – um mit ihne n zu beginnen – im Prinzip drei. Einmal die Autorität des »ewig Gestrigen«: der durch unvordenkliche Geltung und gewohnheitsmäßige Einstellung auf ihre Innehaltung 11 Text online verfügbar: http://www.textlog.de/2281.html , 27.9.2005
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Quote paper:
Matthias Lindner, 2005, (Ohn)Macht - Wenn Politiker in den Sog der Macht geraten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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