Das Konzept lebenslangen Lernens
Der Lebenslauf als Bezug der Weiterbildung
Vorgelegt am 25. 3. 2002 von Matthias Rischer
9. Semester/ Magister
HF: Soziologie
1. NF: Rechtswissenschaft
2. NF: Neue Geschichte
Gliederung:
1. Einleitung
1.1. Entstehung des Konzepts
1.2. Gegenwärtige Situation
1.2.1. Das Konzept Lebenslangen Lernens-
Persönliche Chance oder gesellschaftliche Zumutung
1.2.2. Lebenslanges Lernen unter organisatorischen Aspekten
1.2.3. Risiken in der neuen Lebensführung
2. Konzeptioneller Wandel
3. Lebenslanges Lernen aus Adressaten- und Aneignungsperspektive
4. Analytische Horizonte Lebenslangen Lernens
4.1. Selbstgesteuerte Bildung/ Selbstgesteuertes Lernen
4.2. Neue Medien- Neue Möglichkeiten
4.2.1. Medienkompetenz
5. Ergebnisse/ Aussichten
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Lernen ist eine allgemeine Lebensfunktion.
Ihre Bedeutung nimmt in dem Maße zu, in dem Lebens-, Arbeits- und Mediensituation komplexer, unbeständiger und undurchschaubarer werden. Die Entwicklung unseres Verstehens muß Schritt halten mit diesem Wandel. Eine allgemeine Einsicht hat sich etabliert, daß wir am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts quasi in "beschleunigten Zeiten" leben. In Anbetracht der schnellen technologischen Entwicklungen und der immensen Wissensakkumulation stellt sich in Bezug auf Bildung und Bildungssystem die Frage, welches Lernen das Leben heute braucht.
Das Konzept "Lebenslanges Lernen" ist inzwischen zu einer popularisierten Formel geworden, das auf die umfassende Bildungsreform im Übergang der 60er zu den 70er Jahre zurückgeht. Beim lebenslangen Lernen wird die gesamte Lebensspanne als ein Möglichkeitsraum für Bildungsprozesse erkannt. In der heutigen Bildungspolitik spielt lebenslanges Lernen insofern eine große Rolle, als es die permanente Anpassung der Qualifikation der arbeitenden Menschen an neue Techniken und Anforderungen verspricht und dem interkontinentalen Konkurrenzdruck Rechnung trägt.
In den folgenden Ausführungen soll das Konzept lebenslangen Lernens vorgestellt werden. Dargestellt werden soll, welche bildungspolitischen Überlegungen maßgeblich zu seiner Entwicklung beitrugen, wofür das Konzept ursprünglich stand (1.1) und wie es sich gegenwärtig durch einen Wandel in der eigenen Konzeption darstellt (1.2). Ferner soll auf die Fragen eingegangen werden, wie lebenslanges Lernen organisiert ist oder in naher Zukunft sein sollte und an welchen Lernorten es stattfindet (1.2.2). Es werden außerdem der Wandel in den Biographien und daraus resultierende Risiken thematisiert (1.2.3).
Unter Punkt 3 sollen tendenzielle Sichtweisen und Einstellungen der Bildungssubjekte in Bezug auf das Konzept dargestellt werden.
Im Anschluß werden Zukunftsaussichten analysiert: Zum einen wird hierbei im Rahmen von Individualisierung und Pluralisierung der bereits begonnene Trend zum "selbstgesteuerten Lernen" (4.1), einem dem lebenslangen Lernen inhärenten Konzept, thematisiert. Zum anderen wird der Einfluß neuer Medien auf das gesamte Bildungssystem und mithin auf die sich für den Einzelnen ergebenden Umstellungen im Lernverhalten in groben Zügen diskutiert.
Abschließend wird der Begriff "Medienkompetenz" als Schlüsselbegriff der Informationsgesellschaft (4.2.1) auf seinen heutigen und zukünftigen Gehalt hin untersucht.
Unter Punkt 5 sollen Ergebnisse dargestellt und Aussichten diskutiert werden.
1.1 Entstehung des Konzepts
[...]
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Matthias Rischer, 2002, Das Konzept lebenslangen Lernens / Der Lebenslauf als Bezug der Weiterbildung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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