Inhalt.......................................................................................................... 1
1.Einleitung................................................................................................ 3 3
2. Mobilitätschancen der Frauen im Vergleich zu den Eltern 4
3. Mobilitätschancen von Männern und Frauen im Vergleich 7
4. Einflussfaktoren für die Mobilitätschancen der Frau 10
5. Unterbrechungen in der kontinuierlichen Erwerbstätigkeit der Frauen 14
6. Zusammenfassung 16
7. Literaturverzeichnis 18
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1.Einleitung
Trotz der verbesserten Bildungschancen für die Frauen und der Tatsache, dass die Frauen sich dem Leistungsniveau der Männer immer mehr anpassen, sind die Frauen häufiger in den unteren Berufspositionen der Berufshierarchie zu finden. Beschäftigt sind sie auf dem sekundären Arbeitsmarkt, haben ein niedrigeres Einkommen als die Männer und die Aufstiegschancen sind auch nicht so gut, wie die der Männer (vgl. HALL 2001, S. 213). Mit einem Anteil von 50 Prozent ist der Anteil der Frauenerwerbstätigkeit in Deutschland stabil. Stark differenziert wird zur Zeit nach dem Familienstand. Die Erwerbsquote der verheirateten Frauen steigt wieder an, denn nach der meist familiären Erwerbsunterbrechung fangen die Frauen wieder in Teilzeit an zu arbeiten.
Wie sehen die Mobilitätschancen der Frauen jetzt genau aus? Welche Differenzen gibt es im Vergleich zu den Eltern und zu den Männern? Mit diesen beiden Punkten beschäftigt sich der erste Teil dieser Hausarbeit. Bildung, soziale Herkunft und der Status sind alles Einflussfaktoren, die für die berufliche Mobilität eine Rolle spielen. Gerade bei Frauen fallen diese Einflussfaktoren mehr ins Gewicht als bei den Männern, deshalb beschäftige ich mich damit im nächsten Punkt, bevor ich im letzen Punkt auf die Unterbrechung in der kontinuierlichen Erwerbstätigkeit der Frauen eingehe und herausarbeite, wie die Frau es schafft, den parallelen Prozessen von Karrierewünschen und Familienplanung nachzukommen. In der Schlussbemerkung werden die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst. Abschließend ist noch anzumerken, dass die Ergebnisse nur auf die absoluten Chancen zurückzuführen sind.
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2. Mobilitätschancen der Frauen im Vergleich zu den Eltern
Durch die Veränderungen in der Berufsstruktur ist auch das Phänomen der „Berufsvererbung“, gerade bei Frauen gesunken. Heute ist es so, dass der erste Berufsstatus der Frau höher liegt als der Berufsstatus der Eltern. In den letzten Jahrzehnten sind ungefähr 80 Prozent der Frauen im Vergleich zur Berufsposition des Vaters auf- oder abgestiegen (vgl. HRADIL 2001, S. 391). In früheren Jahren haben meist die Väter einen Beruf ausgeführt, während die Mütter als Hausfrauen, unentgeltlich, tätig waren. Im Verlauf der letzen Jahre ist zu beobachten, dass der Berufsstatus der Mütter und auch des Vaters wieder ansteigt und dass die Unterschiede dazwischen immer geringer werden (vgl. KORUPP, GANZEBOOM, SANDERS 2002, S. 9ff.). Besonders der Anteil der Hausfrauen bei den Müttern fällt stetig.
Durch die Schulbildung in Deutschland wird der Einfluss der Mutter sehr stark vermindert und der Zusammenhang zwischen dem Beruf der Tochter und dem des Vaters wird fast halbiert (vgl. ebd., S. 15). Trotzdem überwiegt der Einfluss des Vaters immer noch eher als der, der Mutter.
Quelle: LVS
Die Tochter wird in der Wahl ihres ersten Berufs stärker durch den beruflichen Status des Vaters beeinflusst. Im weiteren Karriereverlauf erlangt die Mutter jedoch immer mehr Einfluss und der Einfluss des Vaters nimmt ab. Der Prozess der beruflichen
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Statusvererbung zwischen Mutter und Tochter ist auf der individuellen und gesellschaftlichen Ebene von einander getrennt, weil man annehmen kann, dass sich die Tochter im weiteren Karriereverlauf bewusst an der Mutter orientiert, hat doch diese gute Erfahrungen in familiären Verantwortungen und Orientierungen (vgl. ebd., S. 21). Durch die Orientierung an dem Beruf der Mutter nehmen Frauen durchaus in Kauf einen typischen Frauenberuf auszuüben und damit in einem schlechteren beruflichen Status zu stehen.
Die gestiegene Mobilität ist nicht nur mit der Familiengründung zu erklären. Einen großen Einfluss hat auch die Verschiebung der Berufstrukturen. Die Töchter finden mehr Jobs in den Dienstleistungssektoren als ihre Eltern vor und arbeiten zum größten Teil in diesen Berufen (vgl. HRADIL 2001, S. 391).
Im weiteren Verlauf gehe ich auf die einzelnen Berufgruppen ein.
In der Berufssparte der Facharbeiter und Selbständigen findet bei den Töchtern eine geringe Berufsvererbung statt. Die beginnende Expansion der Angestellten und Beamten in den 60er Jahren wirkte sich für die Töchter durchaus nicht positiv aus. Während die Söhne problemlos in die hohen sozialen Gruppierungen gelangten, hatten die Töchter diese Chancen nicht. Der Übergang vom un- oder angelernten Arbeiter hin zum Facharbeiter läuft bei den Töchtern ähnlich ab. In der Kohortenfolge steigt das „Defizit im Zugang“ (HANDL 1991, S. 708) auf 38 Prozent. Ganz anders sieht es in der Berufsgruppe der Bauern aus.
„Zwar ist für die Bauerntöchter im Vergleich mit Bauernsöhnen eine Verringerung ihrer Chancen zur „Berufvererbung“ und im Zugang zur Facharbeiterschaft festzustellen, gleichzeitig erhöhen sich jedoch ihre Zugangschancen zu einfachen und mittleren Angestellten- und Beamtenpositionen, die für die Bauernsöhne [...] sinken.“ (ebd., S. 710) In der folgenden Tabelle sieht man, dass auch die Töchter von Arbeitern eine Tendenz zum Aufstieg haben.
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Quelle: HANDL 1991, S. 711
So steigen die Töchter von un- und angelernten Arbeiter bis hin zu einfachen und mittleren Angestellten auf und die Facharbeitertöchter schaffen einen Aufstieg zu höheren und gehobenen Beamten und Angestellten. Auch die Chancen der Töchter in die mittleren und einfachen white- collar Berufen aufzusteigen, erhöht sich und so verringert sich bei Frauen die soziale Schließung der Spitzengruppen (vgl. ebd., S.712).
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Alexandra Strathmann, 2005, Mobilitätschancen von Frauen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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