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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
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2 Epidemiologie der koronaren Herzkrankheit (KHK) 3
2.1 Definition der koronaren Herzkrankheit 3
2.2 Weitere Begriffsdefinitionen 4
2.3 Typischer Verlauf der koronaren Herzkrankheit 4
2.4 Ätiologie und Risikofaktoren 5
2.5 Mortalitätsentwicklung, -stand der Herz-Kreislauf-
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Erkrankungen /KHK
3 Aspekte der Versorgungssituation in Deutschland 11
3.1 Diagnostische Herzkatheteruntersuchung 11
3.2 Therapie 12
3.2.1 Allgemeine Maßnahmen und Medikamente 12
3.2.2 Koronarinterventionen 13
3.3 Primär-, Sekundärprävention und Rehabilitation 15
4 Ökonomische Aspekte der koronaren Herzerkrankung 17
5 Fazit, Fragen und zukünftige Anforderungen 20
Literaturverzeichnis 21
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1 Einleitung
Weltweit waren bisher Infektionskrankheiten die Haupttodesursache. Nach Prognosen ist aber davon auszugehen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zukunft international die Erkrankungs- und Sterblichkeitsstatistiken anführen werden (vgl. LOPEZ/MURRAY 1996 nach BREITHARDT u. a. 2001, S. 13). Es scheint so, dass erhebliche Fortschritte in Diagnostik und Therapie im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen wohl dieser Entwicklung nicht gegenhalten können (vgl. ERDMANN u. a. 2000, S. 296).
Eine große gesundheitliche Bedeutung unter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat vor allem die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit all ihren Folgen in Deutschland und anderen westlichen Ländern.
In dieser Arbeit werden Aspekte wie z. B. Krankheitsursache, Risikofaktoren, Stand und Entwicklung der Sterblichkeit, die Versorgungssituation in Deutschland und ökonomische Gesichtspunkte der KHK dargestellt.
2 Epidemiologie der koronaren Herzkrankheit (KHK)
2.1 Definition der koronaren Herzkrankheit (KHK)
Die koronare Herzkrankheit (ischämische Herzkrankheit) ist die Manifestation der Atherosklerose an den Koronararterien (Herzarterien). Es gibt eine „latente“ KHK (Asymptomatik/ stummer klinischer Verlauf) und eine „manifeste“ KHK (Symptomatik).
Die manifeste KHK kann als ein multifaktorieller Prozess, der zur Myokardischämie führt, als Angina pectoris (Herzschmerz), Myokardinfarkt, Herzrhythmusstörungen, plötzlicher Herztod, oder als Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) auftreten (vgl. ERDMANN u. a. 2000, S. 294).
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2.2 Weitere Begriffsdefinitionen
Die Atherosklerose ist ein langjähriger Prozess der Arteriosklerose. Bei der Arteriosklerose wird die innere Gefäßschicht durch Kalk- und Lipidablagerungen und Entzündungen degenerativ nekrotisierend verändert (Atheromatose) und bewirkt eine Verengung, Verstopfung sowie ein Nachlassen der Elastizität der Gefäße (vgl. DER BROCKHAUS MULTIMEDIAL 2002).
Eine Einschränkung oder „… Unterbrechung der Durchblutung eines Organs“…“infolge verminderter arterieller Blutzufuhr“ wird als Ischämie bezeichnet“ (PSCHYREMBEL 1994, S. 739).
Leitsymptom der koronaren Herzerkrankung ist der Herzschmerz, der in einer großen Variationsbreite auftreten kann (vgl. Gerlach u. a. 1989, S. 223). Die Angina pectoris (Druckgefühl, Brustenge, Brennen) ist die stärkere Form des Herzschmerzes. Lokalisiert werden die Schmerzen, die auch in andere Körperregionen ausstrahlen können, meist retrosternal und in der Regel maximal 20 Minuten dauern. Ausgelöst wird der Schmerz durch erhöhten O 2 -Verbrauch oder vermindertes O 2 -Angebot infolge körperlicher oder emotionaler Belastung, Kälte, sowie opulenten Essens, was maßgebliche Faktoren für die Entstehung einer Ischämie sind (vgl. DIETZ/RAUCH 2003, S. 504).
Der Myokardinfarkt (Herzinfarkt) „ist eine umschriebene Herzmuskelnekrose infolge unzureichender Sauerstoffversorgung durch die Herzkranzarterien“ (GERLACH u. a. 1989, S. 226).
Die Herzinsuffizienz ist beschrieben als „unzureichende Funktion des Herzens; es besteht ein Missverhältnis zwischen der Förderleistung des Herzens und dem Bedarf des Organismus“ (DER BROCKHAUS Multimedial 2002).
2.3 Typischer Verlauf der koronaren Herzkrankheit (KHK)
Anfangs ist der Verlauf der koronaren Herzkrankheit über mehrere Jahre asymptomatisch. In ca. 50 % der Fälle wird erst infolge eines akuten Myokardinfarkt die Krankheit erkannt. Die 28-Tage Sterblichkeit beträgt
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zwischen 13 % und 27 % (vgl. TASK FORCE ON THE MANAGEMENT OF ACUTE MYOCARDIAL INFARCTION OF THE EUROPEAN SOCIETY OF CARDIOLOGY 1996 nach KNOGLINGER/SCHUBMANN 2003, S. 7).
Man schätzt, dass „.. innerhalb von 6 Jahren nach einem diagnostizierten koronaren Ereignis 18 % der Männer und 35 % der Frauen ein weiteres koronares Ereignis erleben, 7 % der Männer und 6 % der Frauen am plötzlichen Herztod versterben und ungefähr 22 % der Männer und 46 % der Frauen durch eine Herzinsuffizienz beeinträchtigt sein werden“ (American Heart Association 1999, zit. n. ebd., S. 7).
2.4 Ätiologie und Risikofaktoren
Tabelle 2.1 zeigt eine Gegenüberstellung von Risikofaktoren (RF), die Ursache und Progredienz (Verschlimmerung) der Atherosklerose sowie der koronaren Herzerkrankung sein können.
Tab. 2.1: Gegenüberstellung von Risikofaktoren (RF) (vgl. WALDENBERGER 2003 / ERDMANN u. a. 2000, S. 280)
Die Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämien) sind ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Atherosklerose. Bei den Framingham-Studien wurde eindeutig belegt, dass die Fettstoffwechselstörung der
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Hypercholesterinämie für die Entstehung der koronaren Herzerkrankung ein wichtiger Risikofaktor ist. In den USA wurde vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg eine ungesunde Ernährungsweise (hoher Cholesterinanteil) für die steigende KHK-Sterblichkeit verantwortlich gemacht. Verschiedene Interventionsstudien, z.B. die Framingham-Studie, die MRFIT (Multiple Risk Factor Intervention Trail) oder die 4S-Studie (Scandinavian Simvastatin Survival Study) zeigten bei einer Normalisierung oder weiteren Senkung des Cholesterinspiegels eine Reduktion des koronaren Risikos. Sekundäre Hyperlipidproteinämien werden durch andere Grunderkrankungen ausgelöst. Als typische Erkrankungen wären zu nennen: Alkoholabusus, Adipositas (Übergewicht), Schilddrüsenüberfunktion, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Diabetes mellitus usw.
Kurz zu erwähnen ist noch die familiäre Hypercholesterinämie, deren Ursache genetisch bedingt ist (vgl. ERDMANN u. a. 2000, S. 239 ff.).
Adipositas (Übergewicht) wird definiert als „übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe“ (Pschyrembel 1994, S. 465). Da Adipositas eng mit arterieller Hypertonie (Bluthochdruck), erhöhtem Blutzucker- und
Blutlipidwerten und mangelnder körperlicher Aktivität verbunden ist, kann man sie als einen übergeordneten Risikofaktor der koronaren Herzkrankheit betrachten, der somit auch für die Entstehung von anderen Erkrankungen verantwortlich ist (z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck). Um Über-, Normal- oder Untergewicht ermitteln zu können, dient als Berechnungsgrundlage der Körpermassenindex (Body-Mass-Index, BMI):
Bei einem BMI von > 25 kg/m 2 liegt ein Übergewicht vor.
Eine weitere Berechnungsgrundlage für das Körpergewicht ist nach „Broca“ > @ > @ > @
möglich: lg 100 kg ewicht Norma cm cm e Körpergröß
In der Nurses Health Study konnte ermittelt werden, dass sich bei Frauen bei einer Gewichtszunahme um mehr als 10kg das KHK-Risiko schon in mittleren Lebensjahren verdoppelt. Durch eine Reduzierung des Körpergewichts verringert sich die Mortalität (Sterblichkeit) und KHK-Neuerkrankungen (vgl. ebd., S. 247).
Arbeit zitieren:
Andreas Draxinger, 2004, Zur Epidemiologie und Versorgungssituation von Herz- Kreislauferkrankungen, München, GRIN Verlag GmbH
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Zusammenfassende Bewertung von Dr. Inge Kirchberger.
Die Zusammenfassende Bewertung der Hausarbeit von Dr. Inge Kirchberger wird direkt zitiert:
"Da gibt es kaum etwas zu kritisieren!! Sie haben es geschafft, das Thema inhaltlich sehr tiefgehend und trotzdem kurz und prägnant zu bearbeiten, dazu sehr gute Abb. u. Tab.
Gute Auswahl der Literatur. Die Mühe hat sich gelohnt: eine sehr gute Arbeit"!
(Dr. Inge Kirchberger, Gersthofen - 01.03.04)
am Wednesday, March 07, 2007-