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3.1. Ler nen an St at ionen
3.2. Fr eiar beit und Wochenplan
3.3. Pr oj ekt e im Er dkundeunt er r icht 3UREOHPHRIIHQHQ8QWHUULFKWV
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Of f ener Unt er r icht ist ein "Sammelbegr if f f ür unt er schiedliche Ref or mansät ze in vielf ält igen For men inhalt licher , met hodischer und or ganisat or ischer Öf f nung mit dem Ziel eines ver änder t en Umgangs mit dem Kind auf der Gr undlage eines ver änder t en Ler nbegr if f s" 1 .
I n der pädagogischen Pr axis ist der Begr if f inzwischen zu einer spezif ischer en Bedeut ung gelangt und f asst als eine Ar t “Dachbegr if f “ vor nehmlich sämt liche Unt er r icht smet hoden zusammen, die einen Ver änder ungspr ozess im Unt er r icht in Richt ung Of f enheit f or der n. Element e sind Fr eiar beit , Wer kst at t unt er r icht , Ler nzir kel, Pr oj ekt e, Wochen- und Tagespläne. "I hr gemeinsamer Ker n ist die eigent ät ige, viele Sinne umf assende Auseinander set zung und akt ive Aneignung eines Ler ngegenst andes." 2
Die Öf f nung des Unt er r icht s umf asst dem Ur spr ung nach ein weit es Feld. Viele unt er schiedliche Aspekt e kommen gleichzeit ig zum Tr agen. So wir kt sich die Öf f nung von Unt er r icht meist nicht nur auf das dir ekt e Unt er r icht sgeschehen aus, sonder n auf das gesamt e Schulleben. Ziel ist es nämlich, "den Kinder n inner halb des schulischen Lebens- und Ler nf eldes )UHLUlXPH zu geben, ohne die sie nicht ler nen können, damit sie ler nen, selbst gest euer t und
selbst ver ant wor t lich die Gr enzen ihr es Könnens und Wissens auszudehnen und dur ch Regeln ver einbar t e Gr enzen einhalt en" 3 . Die (LJHQYHUDQWZRUWXQJ XQG WlWLJNHLW GHU 6FKOHU und ihr e Per sönlichkeit sbildung wer den somit in den Mit t elpunkt des Schulgeschehens ger ückt .
Auch die Beziehungen der Lehr er unt er einander und die zwischen Kollegium und Schulleit ung st ehen unt er dem unmit t elbar en Einf luss dieser Ent wicklung. Ein HUK|KWHU .RRSHUDWLRQVJUDG ist hier zu ver zeichnen und die st eigende
1 Wallrabenstein, S.54
2 Gudj ons, S. 7
3 Faust -Siehl, S. 33
3
Ber eit schaf t , von- und mit einander zu ler nen. Öf f nung des Unt er r icht s meint demnach auch "Öf f nung der Schule" und umf asst somit sämt liche Bet eiligt en und ihr e ver änder t en Beziehungen zueinander .
Angelehnt an Wulf Wallr abenst ein lassen sich zwei Ar t en von Öf f nung unt er scheiden, die sich wechselseit ig bedingen und er gänzen: die inner e und die äußer e Öf f nung.
• Die LQQHUH gIIQXQJ bezieht sich auf die Ver änder ungen bezüglich des konkr et en Unt er r icht sgeschehens, z.B. I nhalt e und Er f ahr ungen an der /HEHQVZLUNOLFKNHLW GHU 6FKOHU und der en I nt er essen or ient ier en;
0LWJHVWDOWXQJV XQG 0LWEHVWLPPXQJVP|JOLFKNHLWHQ f ür die Schüler anbiet en, um die individuellen (Eigen- )Ar t en des Ler nens zu ber ücksicht igen; 9HUlQGHUXQJHQ GHU 8QWHUULFKWVDEOlXIH XQG ²IRUPHQ, z. B. Wochen- und Tagespläne, Fr eiar beit , Wer kst at t unt er r icht , Ler nzir kel, Pr oj ekt e,
Gr uppenar beit en und Gespr ächskr eise. 4
Mit den Mit t eln der inner en Dif f er enzier ung wir d ein individualisier t er Unt er r icht angest r ebt , der die unt er schiedlichen Bedür f nisse, Begabungen, Neigungen, Abneigungen, Ler nt empi et c. eines j eden Schüler s zu ber ücksicht igen ver sucht .
• Die lXHUHgIIQXQJ umf asst Pr ozesse, in denen die Rahmenbedingungen von Schule geänder t wer den, indem diese Kont akt e zu ihr er Umwelt auf nimmt , um den Unt er r icht zu er weit er n und die Dist anz zwischen ihr und der Wir klichkeit abzubauen. I n diesem Zusammenhang wer den ver mehr t DXHUVFKXOLVFKH /HUQRUWH auf gesucht , )DFKOHXWH LQ GLH 6FKXOH eingeholt , (OWHUQ in den Unt er r icht HLQJHEXQGHQ et c. Die Ver knüpf ung mit unt er schiedlichen gesellschaf t lichen Pr axisber eichen wir d angest r ebt .
4 vgl. Wallrabenstein, S.54 ff
4
Als Zent r um all dieser Ver änder ungen ist j edoch t at sächlich das konkr et e Unt er r icht sgeschehen anzusehen, da sich hier f ür j eden einzelnen Lehr er zahlr eiche geeignet e Ansat zpunkt e f inden lassen, (er st e) Ver änder ungen zu bewir ken.
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Mit dem Schlagwor t ÅYHUlQGHUWH .LQGKHLW kann auf die zukünf t ig wachsende Bedeut ung von of f enen Unt er r icht sf or men hingewiesen wer den: J ugendliche wachsen in einer Zeit auf , die gepr ägt ist von I ndividualit ät ,
Leist ungsor ient ier ung, Angst vor Misser f olgen, Schnelllebigkeit , Unmengen von I nf or mat ionen über viele ver schiedene Medien und der damit ver bundenen Über r eizung, Gleichgült igkeit und Ohnmächt igkeit . Unt er solchen Umst änden ver kümmer t die nat ür liche Neugier de, gehen Engagement , Kr eat ivit ät , Phant asie und Sensibilit ät der Sinne ver lor en; eine dr ohende "Ver kopf ung" der Gesellschaf t ist zu ver zeichnen.
Auch der soziale Umgang mit einander ger ät mehr und mehr in den Hint er gr und. Die Kinder in unser en Schulen, die diesen Einf lüssen gegenüber sehr anf ällig und ausgelief er t sind, wer den zu Einzelkämpf er n, sind dadur ch of t auch selbst bewusst er und über wiegend „selbst - or ient ier t “. Gleichzeit ig sind sie häuf ig unkonzent r ier t , zappelig, ner vös und schwer an eine Sache zu f esseln. "I mmer müssen Spaß und ein Unt er halt ungswer t im Vor der gr und st ehen" 5 , gezeichnet dur ch ver mehr t en Umgang mit den neuen Medien er war t en Schüler of t einen Höhepunkt nach dem ander en, 3ULPlUHUIDKUXQJHQIHKOHQ. Vor er f ahr ungen der Schüler sind häuf ig spezif izier t und in hohem Maße voneinander abweichend. I n den let zt en J ahr zehnt en wur de zunehmend deut lich, dass Er ziehung und Bildung neue Wege einschlagen müssen, um auf diese Ver änder ungen r eagier en und den akt uellen Bedür f nissen der Kinder heut e
5 Kr ebs, H./ Faust -Siehl, G.: Ler nzir kel im Unt er r icht der Gr undschule, S. 10
5
Arbeit zitieren:
Yvonne Laas, 2001, Offene Unterrichtsformen im Erdkundeunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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