Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
1 Einleitung 1
2 Räumliche Abgrenzung des Westens der USA 1
3 Die Lage des Gebiets innerhalb der planetarischen Zirkulation 3
4 Das Klima und die agrarwirtschaftliche Landnutzung in den Teilräumen des Westens
der USA 3
4.1 Pazifikküste und Küstengebirge 3
4.2 Die Senkungszonen. 6
4.3 Kaskadengebirge und Sierra Nevada 8
4.4 Die intramontanen Plateaus 9
5 Weitere Gunst- und Ungunstfaktoren des Klimas des Westens der USA 14
6 Schlussbetrachtung 16
Literatur 18
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Naturräumlich-ökologische Gliederung des Westens der USA 2
Abbildung 2: Klimadiagramme von Seattle, San Francisco und Los Angeles. 5
Abbildung 3: Klimadiagramme von Salt Lake City und Phoenix 12
Abbildung 4: Klimagebiete und Niederschläge im Westen der USA 13
Abbildung 5: Wassermangelgebiete in den USA 15
I
1 Einführung
Der Westen Der USA erstreckt sich von der pazifischen Küste im Westen bis zum Gebirge der Rocky Mountains im Osten. Die Nord-Süd Ausdehnung dieses Gebietes erreicht somit etwa 2.000 und die West-Ost-Ausdehnung über 1.500 Km.
Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung und Erklärung der klimatischen Verhältnisse dieses Teilraums der USA, unter besonderer Berücksichtigung der Gunst- und Ungunstfaktoren für die Landnutzung durch den Menschen.
Zunächst erfolgt in Kapitel 2 eine räumliche Abgrenzung des Raums sowie eine grobe Darstellung der Relief-Gliederung.
Kapitel 3 wird die Lage der westlichen USA innerhalb der planetarischen Zirkulation aufzeigen. Im vierten Kapitel wird das Klima in den einzelnen Teilräumen des Westens der USA dargestellt. Des weiteren wird auch auf die landwirtschaftliche Nutzung der jeweiligen Gebiete eingegangen. Die räumliche Gliederung erfolgt dabei analog zu jener des zweiten Kapitels. In Kapitel 5 wird zunächst das Problem der Wasserversorgung des Westens der USA vertieft. Dann erfolgt ein kurzer Überblick über Auswirkungen der Klimagunst auf den Kulturraum. Kapitel 6 fasst schließlich die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen.
2 Räumliche Abgrenzung des Westens der USA
Zum Westen der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) gehören die Bundesstaaten Arizona, Colorado, Idaho, Kalifornien, Montana, Nevada, New Mexico, Oregon, Utah, Washington und Wyoming (HAHN 2002, 283 f.). Das Relief verläuft dabei von der Pazifikküste im Westen und den Rocky Mountains im Osten wie folgt: Auf die pazifischen Küstenbereiche folgen die Küstengebirge, die bis zu 1.300 m hoch reichen. (HAHN 1990, 324). Östlich davon schließt sich eine Graben- oder Senkungszone an, die südlich des Pugetsundes beginnt und in Washington und Oregon das Cowlitz- und Willamette-Tal und in Kalifornien das kalifornische Längstal bildet (BLUME 1988, 146, 151) . Im östlichen Anschluss an die Senken erheben sich die Gebirgsketten des Kaskadengebirges (Washington und Oregon) sowie der Sierra Nevada, die jeweils bis über 4.000 m Höhe reichen. Höchste Erhebungen dieser Gebirgszüge sind der Mount Rainier (südöstlich von Seattle gelegen) mit 4.392 m und der Mount Whitney (östlich von Fresno gelegen) mit 4.418 m.
1
(HAHN 2002, 384). Im intramontanen Bereich, zwischen der Sierra Nevada bzw. dem Kaskadengebirge im Westen und den Rocky Mountains im Osten, liegen unterschiedliche Plateaus bzw. Beckenlandschaften. Den Norden bildet das sogenannte "Inland Empire", an dem die Staaten Washington, Oregon und Idaho Anteil haben. Dort erstrecken sich in Höhen von etwa 500 bis 1.000 m die Becken der Flüsse Snake River und Columbia River. (BLUME 1988, 262; HAHN 2002, 388). Südlich daran schließt das Große Becken an. Dessen Relief wird durch eine Basin und Range Struktur gebildet. Die verschiedenen Gebirgsketten, die das 1.000 - 1.500 m hoch gelegene Becken in Nord-Süd-Richtung durchziehen, erreichen Höhen von bis zu 3.000 m. (BLUME 1988, 266 f.). Das Colorado-Plateau weiter östlich erreicht eine mittlere Höhe von ca. 1.500 m. Diese Landschaft wird von Canyons des Colorado Flusses (Grand Canyon) sowie seiner Nebenflüsse durchschnitten. (HAHN 2002, 386).
Die folgende Abbildung zeigt eine naturräumlich-ökologische Gliederung des Westens der USA.
312).
2
3 Die Lage des Gebiets innerhalb der planetarischen Zirkulation
Das Klima des Westens der USA wird vom Nordpazifikhoch, der Westwinddrift und dem kalten Kalifornienstrom gesteuert. Im Winter befindet sich das Pazifikhoch in südlicher Lage, so dass Zyklonen (Tiefdruckwirbel) der Westwinddrift vorherrschen. Sie erreichen, von Nordwesten kommend, die gesamte Pazifikküste und bringen Niederschläge (Winterregen), da in den Zyklonen Luftmassen unterschiedlicher Herkunftsgebiete einbezogen werden und sich an deren Grenzflächen (Fronten) durch Abkühlung und Wasserdampfkondensation Wolken bilden und abregnen. Dabei sind das Kaskadengebirge und die Sierra Nevada Gebirgsbarrieren, in deren östlichem Lee, in den intramontanen Becken, die Niederschläge geringer sind. Im Sommer liegt das Nordpazifikhoch weiter nördlich, so dass der Einfluss der Westwinddrift zurückweicht. Dieses Hoch beschert der Region ein sommertrockenes Klima, da absinkende Luftmassen für Wolkenauflösung sorgen. (LAUER 1995, 170 f.; HENDL 1997, 366). Der kalte Kalifornienstrom, der entlang der pazifischen Küste von British-Columbia (Kanada) bis Niederkalifornien (Mexiko) reicht, bedingt, dass kaltes Tiefenwasser vor der Küste aufquellen kann. Daraus resultiert eine Abkühlung der Luft und häufige Nebelbildung im Küstenbereich. Die Jahrestemperaturmaxima werden dort auch erst im Spätsommer oder frühen Herbst erreicht. (WEISCHET 1996, 20; LAUER 1995, 174).
4 Das Klima und die agrarwirtschaftliche Landnutzung in den Teilräumen des Westens der USA
4.1 Pazifikküste und Küstengebirge
Das ganze Gebiet ist von ozeanischem Klima geprägt. Die Winter sind mild und feucht und frostfrei. Die Sommer sind trockener und warm. Die Niederschläge fallen von Washington bis Nordkalifornien überwiegend, südlich davon fast ausschließlich (80 % des Jahresniederschlags; WEISCHET 1996, 49) im Winter. Die jahreszeitlichen Temperaturunterschiede sind relativ gering. (HAHN 2002, 378 f.). So betrug z.B. in San Francisco im Messzeitraum von 1961 bis 1990 die Monatsdurchschnittstemperatur des kältesten Monats (Januar) 9,7 °C, die des wärmsten (September) 18,1 °C (SCHRÖDER 2000, 218).
Weischet sieht zwischen dem 40. und 42. Breitengrad eine Zone rascher Abnahme der Niederschläge. Dort befindet sich sich die Grenze zwischen dem ganzjährig humiden Westwindklima im Nordteil und dem subtropischen Winterregenklima im Südteil, der im
3
Einflussbereich des Pazifikhochs liegt und nur noch in den Wintermonaten von den oft Niederschläge bringenden Westwinden erreicht wird. Beträgt die durchschnittliche Jahresniederschlagssumme an der Küste Oregons noch 2.000 - 2.200 mm, so geht sie in der genannten Zone rasch auf ca. 1.200 mm zurück, um dann bis Südkalifornien allmählich auf 400-600 mm abzusinken. Nördlich dieser Zone hat der Januar die meisten Regentage (19-22 Tage), südlich davon fallen die meisten Regentage auf den Februar (6-11 Tage). Im Frühjahr verlagert sich das pazifische Hoch polwärts, der Einfluss der Westwinde schwächt ab und die monatlichen Niederschlagstage sinken bspw. im südlichen Oregon auf etwa 12 im April. (WEISCHET 1996, 28 ff. und 118). Im Sommer kommt das gesamte Gebiet der Pazifikküste in den Einflussbereich des Pazifikhochs. Im Hochdruckgebiet erfolgt ein Absinken der Luftmassen, was Wolkenauflösung und Lufttemperaturerhöhung und somit Trockenheit zur Folge hat. (HAHN 2002, 379). Die sommerlichen Durchschnittstemperaturen sind kühl bis mild: wegen des kalten Kalifornienstroms betragen sie von Washington bis Nordkalifornien relativ konstante und kühle 12 - 14 °C. Südlich davon werden mittlere Sommertemperaturen von 16 - 17 °C im Juli/August und 19 °C im September erreicht. (WEISCHET 1996, 160).
Im Küstennahen Bereich kommt es zur Ausbildung von Land-Seewind-Systemen, die insbesondere in San Francisco in den Morgenstunden zur Nebelbildung führen. (HAHN 2002, 380). Ein Land-Seewind-System beruht auf der unterschiedlichen Erwärmung des Meeres und der Landoberfläche. Tagsüber wird das Land durch die Sonneneinstrahlung wesentlich stärker erwärmt als das Meer, da Letzteres einen Teil der Sonnenstrahlen reflektiert, Teile der Strahlung sehr tief ins Meer eindringen und sich die Wärme durch Turbulenz verteilen kann. Außerdem ist die Wärmekapazität des Wassers ca. zwei mal so groß wie der Landoberfläche. Nachts kommt es im Meer und somit auch in der darüber liegenden Luftschicht zu einer weitaus schwächeren Abkühlung als an Land. Folge dieser Erscheinungen ist, dass der Wind nachts vom Land her und tagsüber vom Meer her weht. Der auflandige Wind beginnt in den Morgenstunden und bringt kühle und feuchte Luftmassen mit, was zur Wolken- oder Nebelbildung führen kann. (LAUER 1995, 103). Weischet zeigt, dass die kühle Seeluft nur auf einen dünnen Küstenstreifen begrenzt ist. So kommt es im südkalifornischen, direkt am Pazifik gelegenen, Santa Barbara zu mittleren sommerlichen Höchsttemperaturen von 17 - 19 °C, wohingegen in Santa Maria, welches nur einige Kilometer weiter landeinwärts liegt, die Durchschnitts-Maxima im Sommer zwischen 19 und 22 °C liegen. (WEISCHET 1996, 174).
In unmittelbarer Küstennähe kann es durch das kalte Meerwasser (Kalifornienstrom) zu Inversionswetterlagen kommen. Dabei nimmt innerhalb einer einige hundert Meter hohen Luftschicht die Lufttemperatur mit der Höhe nicht ab, sondern zu, weil die Luft über dem Meer
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Arbeit zitieren:
Daniel Gromotka, 2005, Der Westen der USA: Klimatische Differenzierung - Ursachen und Erscheinungsformen, Gunst- und Ungunstfaktoren, München, GRIN Verlag GmbH
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