Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Caesars Euergetismus 4
2.1. Euergetismus als Sprungbrett für die politische Karriere. 4
2.2. Politischer Euergetismus 7
2.3. Euergetismus als Staatspolitik 9
2.3.1. Die Triumphalfeiern 9
2.3.2. Der Diktator 12
2.3.3. Das Testament 13
3. Zusammenfassung 14
4. Literaturverzeichnis 15
4.1. Quellen. 15
4.2. Sekundärliteratur. 15
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1. Einleitung
Der Euergetismus war ein zentrales Phänomen innerhalb der griechischen und römischen Gesellschaft. Ziel war es auf eine Wohltat Dank folgen zu lassen, der an verschiedene Erwartungen geknüpft war 1 . Es gibt zum Teil große Unterschiede zwischen dem griechischen und dem römischen Euergetismus. Doch auch der römische Euergetismus selbst ist in verschiedene Entwicklungsstufen zu unterteilen.
Zu der Spätzeit der Römischen Republik hatten sich die Motive des euergetischen Handelns der herrschenden Schicht geändert. Oberflächlich gesehen waren sie Euergeten, indem sie für das Volk Spiele veranstalteten. Genau genommen veranstalteten sie diese allerdings nur aus politischen Gründen oder aus Rücksicht auf Wahlkämpfe 2 .
Da Caesars politische Karriere in diese Zeit fiel, war auch sein euergetisches Wirken der Veränderung unterworfen. Diesem soll in dieser Hausarbeit ebenso nachgegangen werden, wie auch der Frage nach dem Einsatz und der daraus resultierenden Wirkung seiner Euergesien. Zur Ausführung werden dabei hauptsächlich die Wohltaten zu Gunsten der Bevölkerung Roms herangezogen. Auf die Situation der Soldaten als auch auf die, der übrigen Städte wird hierbei nicht eingegangen. Außerdem soll zum Teil versucht werden, die Herkunft der finanziellen Mittel zu klären.
Zur Beantwortung der Fragestellung wurden sowohl Quellen lateinischer- als auch griechischsprachiger Schriftsteller verwendet. Dies führte teilweise zu verschiedenen Ansichtsweisen der Geschehnisse, je nach Intention des Schreibers. Sallust beispielsweise steht der Republik sehr kritisch gegenüber. Das Hauptproblem, das es bei ihm jedoch gibt, ist die umstrittene Echtheit seiner Briefe 3 . Der Offizier Velleius Paterculus hingegen gibt eine ebenso kurze, wenig kritische Sicht auf Caesars Leben wie auch Sueton. Ansonsten
1 Gehrke, H.-J.: (1998). S.228f.
2 Veyne, P.: (1988). S.313f.
3 Das Echtheitsproblem wird ausführlich behandelt in Eisenhuts und Lindauers Ausgabe der Werke Suetons auf S.362ff.
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erfahren wir von diesem jede noch so kleine Einzelheit, vor allem wenn er sie als skandalträchtig erachtet.
Unter den griechischen Schriftstellern spielten besonders Plutarch und Cassius Dio eine Rolle. Ersterer verglich in seinen Doppelbiographien das Leben Caesars mit dem des Alexanders. Dabei erzählt er recht detailreich, geht jedoch weniger auf die historischen Beziehungen als auf das Image Caesars ein. Cassius Dio hingegen ist wie Sallust ein Kritiker, wobei seine Hauptquelle Livius gewesen zu sein scheint 4 .
Bis Mitte der 70er Jahre wurde der Euergetismus weitestgehend in der Forschung vernachlässigt. So fanden bis dato nur Teilbereiche hin und wieder Beachtung. Erst mit dem Erscheinen von Veynes „Le Pain et le Cirque“ wurden auch eine Reihe von Fachartikeln publiziert, die jedoch nur einzelne Aspekte dieses Gebietes abdeckten 5 . Daher ist es schwierig speziell zu Caesars Euergetismus entsprechende Literatur zu finden. Vor allem die Autoren, die sich mit dem Leben Caesars beschäftigen, geben meist die Quellen nur wieder, ohne diese zu klären.
2. Caesars Euergetismus
2.1. Euergetismus als Sprungbrett für die politische Karriere
Bereits von Anfang an bemühte sich Caesar die Römer durch seine übermäßige Großzügigkeit 6 für sich zu gewinnen. Dabei spielte bereits seine Kuratorenstelle eine wichtige Rolle. Denn das Amt war beliebt. Man konnte sich nicht nur durch eine geschickte Geschäftsführung viel Dank erwerben 7 , sondern auch durch angebrachte Meilensteine und andere Bauwerke auf die erbrachten Verdienste hinweisen, was wohl vor allem vor den Wahlen einen positiven Eindruck auf die Reisenden machte 8 . Auch Caesar soll sich in
4 Grant, M.: (1970). S.261ff.
5 Goffin, B.: (2002). S.7ff.
6 Vell. Pat. 41.
7 Gelzer, M. : (1983). S.29.
8 Meier, C.: (1982). S.188.
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diesem Sinne mit viel Eigenkapital engagiert haben. Letztlich führte dies dazu, dass sich seine Schulden auf 1.300 Talente beliefen, bevor er überhaupt ein Amt bekleidete 9 .
Bevor er nach Spanien ging um seine Quästur anzutreten, veranstaltete er für seine verstorbene Frau und für seine Tante prachtvolle Leichenbegräbnisse. Neben den öffentlichen Leichenreden, mit denen er seine göttliche Herkunft unterstrich, gab es wahrscheinlich auch die üblichen Festessen und Leichenspiele. Dabei kann man sehen, dass Caesar jede Gelegenheit nutze um die Öffentlichkeit für sich zu gewinnen 10 .
Als Caesar schließlich im Jahre 65 kurulischer Ädil wurde, nahmen seine Euergesien ungewohnte Ausmaße an.
Es gehörte bei der Veranstaltung der Spiele zum guten Ton 11 , diese durch das Privatvermögen zu finanzieren, wenn die zur Verfügung gestellten Mittel aus der Staatskasse aufgebraucht waren 12 . Dies war nicht nur nötig, damit das Fest zum Erfolg wurde, sondern auch, dass die Spielgeber auf diese Weise an Ruhm gewinnen konnten 13 .
Caesar ließ für die Spiele 320 Fechterpaare auftreten und führte öffentliche Speisungen, Aufführungen sowie Festzüge mit solchem Aufwand durch, dass die von seinen Vorgängern nicht mehr mithalten konnten 14 . Was die Anzahl der Fechterpaare anging, so waren dies wohl weit weniger Gladiatoren, wie er zu Beginn hatte auftreten lassen wollen. Doch da dem Senat die große Zahl der Kämpfer zu gefährlich erschien, wurde ihre Höchstzahl festgesetzt 15 . Trotzdem erwies er sich nicht nur bei den Tierhetzen und den Gladiatorenspielen als äußerst großzügig. Er ließ ferner neben dem Comitium, dem Forum, den Basiliken auch den Tempel auf dem Kapitol mit
9 Plut. Caes. 5,9.
10 Plut. Caes. 5,1ff; cf. hierzu Jehne, M.: (1997). S.24.
11 Zu diesen Spielen gehörten die Ludi Megalenses zu Ehren der Kybele (4. bis 10. April) und die Ludi Romani (im September). cf. hierzu Cass. Dio 37,8,1; cf. hierzu auch Freyburger, G.: (1999). S.484.
12 Jehne, M.: (1997). S.25.
13 Veyne, P.: (1988). S.326.
14 Plut. Caes. 5,9.
15 Suet. Div. Iul. 10,2; cf. hierzu Schneider, K.: (1918). 763.
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Arbeit zitieren:
Ines Roman, 2005, Caesars Euergetismus - Einsatz und Wirkung, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Mittel zum Sieg? Caesars Clementia-Politik während des Bürgerkrieges
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Seminararbeit, 11 Seiten
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Hausarbeit, 17 Seiten
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