Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Atmung (Friderike Lange) 3
2.1 Atemtypen 4
2.1.1 Bauchatmung (Abdominalatmung) 4
2.1.2 Bauch-Zwerchfell Flankenatmung (kostoabdominale
Atmung) 4
2.1.3 Brust oder Rippenatmung (Thorakal oder Kostalatmung)5
2.1.4 Klavikularatmung (Schulter oder Schlüsselbeinatmung) 5
2.2 Atmungsarten 5
2.2.1 Stumme Atmung Respiratio muta 6
2.2.2 Stimmatmung Respiratio phonatoria 6
2.3 Stützvorgang 7
3. Haltung (Sophie Koch) 7
3.1 Wirbelsäule 8
3.2 Haltungsformen 8
3.3 Physiologische Haltung im Stehen und Sitzen 9
3.4 Haltungsschäden 10
4. Schlussbetrachtung 12
Literaturverzeichnis 12
Sachbücher 12
1. Einleitung
Wir befassen uns in dieser Arbeit mit den Themen Atmung und Haltung. In di e- sem Rahmen entschieden wir uns für eine schlichte und übersichtliche Darstel- lung, ohne auf mögliche Probleme und Widersprüche in der Fachliteratur einzu- gehen.
Im ersten Teil geht es um Atmung und verschiedene Formen von Atmung. Zu- sätzlich wird der Stützvorgang als ein speziell die Sprechatmung betreffendes Problem knapp erläutert.
Im Kapitel Haltung soll neben dem physiologischen Anteil und den Haltungs- formen im Stehen und Sitzen besonders auf Haltungsschäden und deren Ursa- chen und Behandlung eingegangen werden.
In der Schlussbetrachtung soll noch einmal der Zusammenhang zwischen Hal- tung und Atmung betont werden.
2. Atmung (Friderike Lange)
Atmung ist „ [...] die Aufnahme von Sauerstoff aus der Umgebung zur Energie- gewinnung für die Verbrennung von Nahrungs- oder Körperstoffen und die Ab- gabe des bei diesen Stoffwechseln entstehenden Kohlendioxids.“ (Brockhaus 1993, Bd1 166). Dieser Gasaustausch ist ein reflektorisch gesteuerter Vorgang und gleichzeitig die Primärfunktion der Atmung: die Lebenserhaltung. (vgl. Wirth 1991, 21) Beim Menschen wird die innere Atmung (Zellatmung) von der äußeren Atmung (Lungenatmung) unterschieden.
In diesem Rahmen soll ausschließlich die äußere Atmung, d.h. der Gasaus- tausch zwischen den Lungen und der äußeren Umgebung betrachtet werden. Der Atmungsablauf findet bei jedem Menschen abhängig von Situation und kör- perlicher Belastung anders statt. Im Folgenden sollen verschiedene Atemtypen sowie verschiedene Formen der Atmung vorgestellt werden.
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2.1 Atemtypen
Wendler und Seidner unterscheiden grundsätzlich die Abdominal- (Bauch-) von der Thorakalatmung (Brust-). Wirth schlägt dafür die Bezeichnungen Hoch- und Tiefatmung vor. Er differenziert vier Atemtypen, von denen jeweils zwei in eine der beiden Untergruppen einzuordnen sind. Zur Tiefatmung gehören die beiden zuerst aufgeführten Atemtypen Bauch- und Zwerchfell-Flankenatmung; zur Hochatmung zählen Brust- und Schulteratmung. (vgl. Wirth 1991, 31)
2.1.1 Bauchatmung (Abdominalatmung)
Die Einatmung wird durch Kontraktion des Zwerchfells ausgelöst. D.h. der kup- pelartig nach oben gewölbte Muskel wird abgeflacht. Das bewirkt ein Auswei- chen der Baucheingeweide nach vorn (sichtbar durch das Hervortreten der Bauchdecke) und eine Erweiterung der unteren Lungenlappen. Die Ausatmung setzt mit der Beendigung der Zwerchfellkontraktion ein, wobei das Zwerchfell passiv wieder in seine Ausgangslage zurückbefördert wird. Dafür sind die elas- tischen Rückstellkräfte verantwortlich. Wirth versteht darunter die Oberflächen- spannung der gedehnten Lunge sowie der Brustwand, die mit Aussetzen des Zwerchfellimpulses wieder abnimmt. (vgl. ebd., 29)
2.1.2 Bauch-Zwerchfell-Flankenatmung (kostoabdominale Atmung)
Die Erweiterung des Brustraums erfolgt bei dieser kombinierten Atmungsform sowohl durch Kontraktion des Zwerchfells als auch durch Hebung der Rippen. Dieser Atemtyp gilt nach Wirth als physiologisch. (vgl. ebd., 31) Neben der ökonomischen Bereitstellung der benötigten Atemvolumina wird außerdem die Tiefstellung des Kehlkopfes begünstigt. Für das Sprechen und Singen gilt diese Form von Atmung deshalb als optimal und anstrebenswert. (vgl. Wendler/Seidner 1996, 46)
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Sophie Koch, 2002, Atmung und Haltung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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