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Die Tympana der Westportale an der Kathedrale von Amiens
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 2
1) GESCHICHTLICHES ZUR KATHEDRALE VON AMIENS 3
2) BESONDERHEITEN DER KATHEDRALE UND DER PORTALE 3
3) DIE PORTALE UND IHRE TYMPANA. 4
3.1) DAS WELTGERICHTSPORTAL 5
3.2) DAS MARIENPORTAL 10
3.3) DAS FIRMINPORTAL 12
• Abbildung 1:
Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930, Abb.5
• Abbildung 2:
Meyer P., Gotische Kathedralen in Frankreich, 5. Auflage, Zürich 1960, Abb.99
• Abbildung 3:
Meyer P., Gotische Kathedralen in Frankreich, 5. Auflage, Zürich 1960, Abb.101
• Abbildung 4 u. 5:
Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930, Abb.8 bzw. 9
• Abbildung 6:
Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930, Abb.10
• Abbildung 7:
Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930, Abb.13
• Abbildung 8:
Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930, Abb.18
1) Geschichtliches zur Kathedrale von Amiens
Die alte romanische Kathedrale von Amiens fiel 1218 den Flammen zum Opfer. Doch bereits zwei Jahre später, 1220, wurde durch den Erzbischof Evrard de Fouilloy der Grundstein für den Neubau gelegt. Geldmangel und ein erneuter großer Brand im Jahre 1258 verzögerten jedoch die Arbeiten. 1
1236 hatte man die Festfassade einschließlich der drei Portale weitestgehend vollendet. Im Jahre 1280 schließlich, konnte die Fertigstellung der Kathedrale gefeiert werden. 2
Die Zeit hat jedoch auch an dieser Kathedrale ihre Spuren hinterlassen, so dass die Fassade von 1843 bis 1847 von Caudron (Portale des Jüngsten Gerichtes und des heiligen Firmin) und den Brüdern Duthoit ( Marienportal) mit „Geschick und Zurückhaltung“ 3 restauriert werden musste.
Heute stelle die Kathedrale, die mit Reims in einem Atem genannt wird, eines der „vollendetsten Werke mittelalterlicher Baukunst dar. Sie bildet die höchste Summe gotischen Geistes.“ 4
2) Besonderheiten der Kathedrale und der Portale
Die Kathedrale von Amiens weißt einige Besonderheiten auf, die man an früheren gotischen Bauten bisher noch nicht hat beobachten können.
So ist die Westfassade von einem architektonischen Vertikaltrieb, also einem dynamischen Höhendrang gekennzeichnet, der die Portale gleichsam mit emporgerissen hat.
Die Größe und Dimension der Fassade sowie der Statuen sind ungewöhnlich
1 Vgl. Swaan, W., Die großen Kathedralen, Köln 1969, S. 140.
2 Vgl. Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930,
S. 17.
3 Vgl. Aubert, M., Gotische Kathedralen und Kunstschätze in Frankreich, Wiesbaden, S. 163.
4 Vgl. Aubert, M., Gotische Kathedralen und Kunstschätze in Frankreich, Wiesbaden, S. 163.
ausgeprägt, und die Portale an sich gehen außergewöhnlich in die Tiefe. 5
Eine weitere Besonderheit ist die sog. Relieftechnik im Tympanon. In einem verhältnismäßig flachen Relief stellten die Künstler die Vorderen kleiner und die Hinteren dementsprechend größer dar. 6 Auf diese Weise verschaffte man den Szenen Dynamik und Dimension, was den Eindruck von Lebendigkeit und Bewegung noch verstärkte.
Das Tympanon ist die Krönung und das eigentliche Zentrum des gesamten Portals, auf dessen Aussage alles was am Portal dargestellt ist, hin zielt. 7 Es ist Sinnbild des Himmels; man sagt in ihm „verkörpert sich die Idee der Ewigkeit.“ 8 Bezogen auf die Kathedrale von Amiens spricht man bei den Tympana und den Archievoltenfiguren von der „Bibel von Amiens“. 9
„Es gibt kein Werk der gotischen Kunst in Frankreich, das so einheitlich in Gedanken wie in der Gestaltung, so ganz aus einem Guss und in einem einzigen Ansturm ausgeführt ist.“ 10
5 Vgl. Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930,
S. 18 u. 19.
6 Vgl. Medding, W., Die Westportale der Kathedrale von Amiens und ihre Meister, Augsburg 1930,
S. 58.
7 Vgl. Tetzlaff, I., Romanische Portale in Frankreich, 4. Auflage, Berlin 1985, S.80.
8 Vgl. Tetzlaff, I., Romanische Portale in Frankreich, 4. Auflage, Berlin 1985, S.111.
9 Vgl. Meyer P., Gotische Kathedralen in Frankreich, 5. Auflage, Zürich 1960, S. 26.
10 Vgl. Meyer. P., Gotische Kathedralen in Frankreich, 5. Auflage, Zürich 1960, S.25.
Arbeit zitieren:
Ralf Zimmermann, 2003, Die Tympana der Westportale an der Kathedrale von Amiens, München, GRIN Verlag GmbH
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