1 EINLEITUNG. 2
2 GESUNDHEITS- UND WELLNESSTOURISMUS. 2
2.1 Gesundheitstourismus 2
2.1.1 Definition. 2
2.1.2 Abgrenzung des Gesundheitstourismus vom Kur- und Rehabilitations-
tourismus 3
2.1.3 Zielgruppe der Gesundheitstouristen. 5
2.2 Wellness-Tourismus 6
2.2.1 Definition. 6
2.2.2 Komponenten des Wellness 6
2.2.3 Entwicklung des Wellnesstourismus 7
2.2.4 Abgrenzung des Wellnesstourismus aus Nachfrage- und Angebotssicht 8
2.2.5 Zielgruppe des Wellnesstourismus 10
2.3 Marktpotential des Gesundheits- und Wellnesstourismus 11
3 MÖGLICHKEITEN UND PROBLEME FÜR DAS DESTINATIONS-
MANAGEMENT 13
4 ZUSAMMENFASSUNG 15
5 LITERATURVERZEICHNIS. 16
1
1 Einleitung
Wellness und Gesundheit sind im letzten Jahrzehnt immer häufiger in aller Munde. Kein Tag vergeht, an dem nicht in den einschlägigen Medien darüber berichtet wird. Dabei handelt es sich nach Einschätzung des Soziologen Matthias Horx (vgl FOCUS 2002, S 1) nicht um eine kurzfristige Modeerscheinung, sondern um eine neue Lebenseinstellung. Verantwortlich hierfür sind beispielsweise Faktoren wie die neue Langlebigkeit der Gesellschaft, der Trend zur Individualisierung (immer mehr Single-Haushalte) und nicht zuletzt die Flexibilisierung der Arbeit, sowie die zunehmende Technisierung und Bürokratisierung der Lebenswelt, was wiederum zu vermehrten Stresspotentialen führt. Zur Bewältigung dieser Symptome wird der Wunsch vieler Menschen nach Entspannung und Ausgleich von Körper und Geist immer größer. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Wellness-Produkten immer mehr zunimmt, weil die meisten Menschen mit dem Begriff Wellness wohlfühlen, entspannen und genießen verbinden. Das führt wiederum dazu, dass die Zahl der Wellness-Produkte unaufhaltsam steigt, weil die Hersteller mit dem Begriff Wellness ein Erfolg versprechendes Vermarktungskonzept verbinden. Deshalb hat der neue Wohlfühl- Trend viele Branchen erfasst, insbesondere auch den Tourismus.
Diese Arbeit soll nun einen Überblick über diese Entwicklung geben, den Ge-sundheits- und Wellnesstourismus als neue touristische Erscheinungsform darstellen und einordnen und mögliche Potentiale für die Tourismusindustrie (insbesondere für das Destinationsmanagement) aufdecken.
2 Gesundheits- und Wellnesstourismus
2.1 Gesundheitstourismus
2.1.1 Definition
Der Gesundheitstourismus als Tourismusform ist nicht leicht einzuordnen. In der Literatur gibt es eine Vielzahl von Definitionen darüber. RICHTER (1993, S. 68) bezeichnet den Gesundheitstourismus als „Kombination von Urlaubsvergnügen
2
und individuellen, fachkundig betreuten und wissenschaftlich fundierten Gesundheitsprogrammen“. NAHRSTEDT (1997, S.149) bezeichnet diesen als den „Besuch der Heilbäder und Kurorte durch Gäste aus dem In- und Ausland, die die Angebote der Gesundheitsförderung aufgrund eigener Entscheidungen nutzen und in der Regel auch privat bezahlen.“ Die in der Literatur am häufigsten herangezogene und auch umfassendste Definition in diesem Kontext ist die von KASPAR (1996, S. 56). Dieser bezeichnet den Gesundheitstourismus als „Gesamtheit der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus der Ortsveränderung und dem Aufenthalt von Personen zur Förderung, Stabilisierung und gegebenenfalls Wiederherstellung des Körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens unter der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen ergeben, für die der Aufenthaltsort weder hauptsächlicher noch dauernder Wohn- und Arbeitsort ist.“
2.1.2 Abgrenzung des Gesundheitstourismus vom Kur- und Rehabilitationstourismus
Der Gesundheitstourismus umfasst längst nicht mehr nur die klassischen Kur- und Klinikaufenthalte. Die Gesundheit kann auf vielerlei Arten gefördert werden. Im weitesten Sinne gehören „Wohlfühlwochen“ ebenso zum Gesundheitstourismus wie der Fitness- oder Kururlaub. Ein Gesundheitsurlaub wird mit positiven Assoziationen wie z.B. Gesundheit, Spaß, Schönheit, Fitness, Lebensfreude etc. in Verbindung gebracht, wobei der Aufenthalt selbst finanziert wird. (vgl BRITT-NER 1999, S. 15f)
Kur- und Rehaaufenthalte werden hauptsächlich durch Kranke in Anspruch genommen. Prävention spielt hierbei zwar eine Rolle, sie tritt aber erst nach dem Einsetzen einer Krankheit oder Behinderung ein. Kur und Reha betreiben also nur sekundäre (Früherkennung und -behandlung) und tertiäre (Verhütung des Fortschreitens einer Krankheit) Prävention. Außerdem erfolgt ein Kur- bzw. Rehaaufentha lt immer nach einem ärztlichen Plan, dessen Ziel die Prophylaxe, Therapie und Rehabilitation krankhafter Zustände ist, unter gleichzeitigem Einbezug orts-gebundener und zusätzlicher Kurmittel. (vgl. KAUFMANN 1999, S.60f) Einen Überblick über die verschiedenen Arten des Gesundheitstourismus gibt IL-LING (1999, S5ff) in seiner Studie „Der neue Gesundheitstourismus“. In seiner Definition dazu sind Wesen und Abgrenzung enthalten: „Jene Reiseform, in der der Tourist aus eigener Entscheidung für ein oder mehrere Ta ge seine gewohnte
3
Umwelt verlässt, um einen wesentlichen Zeitteil seiner Reise damit zu verbringen, seinen Körper zu pflegen. Gesundheit wird als ganzheitliche Körperpflege ver-standen, in der sowohl dem äußerlichen, als auch dem innerlichen Aspekt des Menschen Aufmerksamkeit geschenkt wird, und zwar zumindest zeitweise unter professioneller therapeutischer Anleitung. Die Komponenten Erlebnis, Freizeitqualität, Genießen sowie das Teilhaben an „trendigen“ Aktivitäten gehören ebenso dazu wie die Abgrenzung zum Leidensdruck des Kranken.“ Laut ILLING basiert also der „Neue Gesundheitstourismus“ auf Freiwilligkeit und ist in der Regel nicht krankheitsmotiviert und lässt sich somit vom Kur- und Klinikaufenthalt klar abgrenzen. Der medizinisch therapeutische Aspekt beinhaltet eine Abgrenzung zu Reiseformen, die lediglich Ansätze des „Neuen Gesundheitstourismus“ beinhalten. Allerdings reichen Merkmale wie „viel Wandern“ oder „gesund ernähren“ nicht aus. In diesem Ansatz steckt also die Forderung nach einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung.
„Neuer Gesundheitstourismus“ und Kur- bzw. Klinikaufenthalte bilden den „Ge-sundheitstourismus im engeren Sinn“. ILLING (1999, S. 7) gebraucht diesen Be griff für „Reisen bzw. Reisende, deren Motiv ganz überwiegend darin besteht, ge-sundheitsorientierte Aktivitäten zu unternehmen.“ Von „Gesundheitstourismus im weiteren Sinn“ ist dann die Rede, wenn Urlauber „zumindest selten“ an gesund-heitsorientierten Angeboten teilnehmen wollen. Entsprechend der vorherigen Überlegungen gehören in diesen Bereich Urlaubsformen, die in irgendeiner Weise der Gesundheitsförderung dienen können. Hierin wäre also ein Wanderurlaub durchaus enthalten. Folgende Abbildung soll die Begriffe um den „Gesundheitstourismus“ noch einmal verdeutlichen:
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Arbeit zitieren:
Mike Eimer, 2005, Gesundheits- und Wellnesstourismus, München, GRIN Verlag GmbH
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