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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 6
2.1 Bevölkerungsentwicklungen von Entwicklungsstaaten 6
2.1.1 Aktuelle Bevölkerungssituation 7
2.1.2 Land-Stadt-Migration: Verstädterung 8
2.1.3 Bevölkerungspolitik 9
2.1.4 Künftige Bevölkerungsentwicklungen der Entwicklungsländer 11
2.2 Bevölkerungsentwicklungen von Industriestaaten 12
2.2.1 Aktuelle Bevölkerungssituation 12
2.2.2 Migration 14
2.2.3 Bevölkerungspolitik 15
3. Fazit: Bevölkerungsentwicklungen von Industrie- und Entwicklungsländern im
Vergleich 18
Literaturverzeichnis 22
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1. Einleitung
Mit über 6 Mrd. Menschen ist die Weltbevölkerung größer als jemals zuvor. Davon leben 75 % in den Entwicklungsländern und 5 % in den Industrieländern. Während der Bevölkerungsstand der Industrieländer bis 2050 konstant bei 1 Mrd. bleiben wird, wird der Bestand der Entwicklungsländer auf 8 Mrd. Menschen angestiegen sein (vgl. Schulz 2001: S. 4).
Zur Beurteilung des Entwicklungsstandes eines Landes werden zunächst wirtschaftliche Kriterien, vor allem das Bruttoinlandsprodukt (BIP), herangezogen. Das BIP ist der in Preisen angegebene Wert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Land während eines Jahres erzeugt oder bereitgestellt werden, wobei die sog. Vorleistung (z.B. für die Produktion verwendete Rohstoffe) abgezogen werden. Damit ergibt sich eine Einteilung der Welt in arme und reiche Länder: Bei einem BIP von weniger als 1000 US$ pro Kopf wird ein Land in der Regel als Entwicklungsland klassifiziert, Industrieländer hingegen weisen ein BIP von mindestens 25.000 US$ auf. Aber nicht nur an wirtschaftlichen Kriterien lässt sich der Entwicklungsstand eines Landes messen, hinzu kommen Kriterien wie natürliche Voraussetzungen, Lebenserwartung, Analphabetenquote, Kalo-rienversorgung usw.
Die Demographie untersucht Bevölkerungswachstum und Entwicklung. Die wichtigsten Größen sind die natürliche Wachstumsrate, die sich aus dem Saldo der Geburten- und Sterberate ergibt, sowie die Wanderungsbilanz, die sich aus den Zu- und Fortzügen errechnet.
Anhand der Beobachtung der Bevölkerungstransformationsprozesse während der vergangenen 150 Jahre wurde das demographische Übergangsmodell erstellt. Es beschreibt die Transformationsprozesse durch eine Unterteilung in fünf Phasen.
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In der posttransformativen Phase (V) verlaufen die Geburten- und Sterberate parallel und nah beieinander. Teilweise sinkt die Geburtenrate sogar unter die Sterberate. Phase V ist somit eine Phase der Stagnation bzw. des negativen Wachstums der Bevölkerung. Als Gründe für die rückläufige Entwicklung sind u.a. soziale und wirtschaftliche Unsicherheit sowie die emanzipatorische Lebensgestaltung auf individueller Ebene zu nennen.
Das demographische Übergangsmodell geht von einer analog-globalen Entwicklung aus, d.h. es besitzt keine Allgemeingültigkeit. Es eignet sich jedoch gut für die Darstellung von bevölkerungsgeographischen Unterschieden zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Im folgenden werden wir die unterschiedlichen Entwicklungsmerkmale der Bevölkerungen von Entwicklungs- und Industrieländern untersuchen. Im Anschluss daran wer- den die Ergebnisse einem Vergleich unterzogen.
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2. Hauptteil
2.1 Bevölkerungsentwicklungen von Entwicklungsstaaten
Um die Bevölkerungsentwicklung in Entwicklungsstaaten darzustellen, lässt sich das Land Mali als ein geeignetes Beispiel heranziehen. Mali Landkarte
Mali ist ein Staat in Nordwestafrika und grenzt an Algerien, Niger, Burkina Faso, an die Côte d’Ivoire und Guinea sowie an Senegal und Mauretanien. Länder ohne Zugang zum Meer werden als „landlocked countries“ bezeichnet, zu denen auch Mali zählt. Die Amtssprache ist französisch. Die Fläche des Landes beträgt 1, 24 Millionen Quadratkilometer. Mali besteht größtenteils aus weiten Ebenen, die nur von einzelnen Bergen überragt werden. Mali hat im Norden Anteil an der Sahara und nach Süden und Westen an der Sahelzone. Der wichtigste Fluss ist der Niger, der Mali in einem Bogen durchfließt. Der größte Teil der Bevölkerung gehört der islamischen Religion an. Da Mali zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, ist die Wirtschaft auf die Landwirtschaft ausge- richtet. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im Jahre 2001 840 US-Dollar. Das
Arbeit zitieren:
2002, Bevölkerungsgeographische Entwicklungen in Industrie- und Entwicklungsländern im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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