Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 1
2 Allgemein
2.1 Definition Selbsthilfe/Selbsthilfegruppe 2
2.2 Ziel und Zweck 2
2.3 Historie/Entwicklung der Selbsthilfe 3
2.4 Wirksamkeit von Selbsthilfegruppen 3
3 Drogen und Selbsthilfe
3.1 Was sind Drogen? 4
3.2 Der Weg aus der Drogensucht 4
3.3 Geschichte der Selbsthilfe in der Suchtkrankenhilfe (Deutschland) 5
3.4 Ziel, Prinzip und Funktion der Sucht-Selbsthilfe 5
3.5 Selbsthilfe von Drogenabhängigen - Das Beispiel PAUKE. 6
3.6 Auszug aus einem Interview mit der Selbsthilfegruppe PAUKE 7
4 Schlussbetrachtung 9
Literaturverzeichnis 10
1 Einleitung
Selbsthilfegruppen sind ein elementarer Bestandteil unserer Gesellschaft und somit in ein komplexes Hilfesystem integriert. Selbsthilfe als Grundgedanke steht für die Bewältigung von Problemen unter Betroffenen (Krankheit, Verlust einer nahestehenden Person, Drogen- oder Alkoholsucht u.ä.). Die Mitglieder von Selbsthilfegruppen reden über ihre Geschichte, über ihre Erlebnisse, über ihre Probleme und Gefühle. Sie sehen, dass es anderen ähnlich geht und dass sie nicht alleine sind. In der heutigen Zeit werden Fachkräfte (z.B. SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen) nicht mehr zwingend aus einer Selbsthilfegruppe ausgeschlossen, Selbsthilfegruppen sind also zu einem Arbeitsfeld im Sozialwesen geworden.
Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Definition von Selbsthilfe, mit der geschichtlichen Entwicklung von Selbsthilfegruppen und ihren Wirkungen. Im Speziellen geht es in der Ausarbeitung um den Zusammenhang „Selbsthilfe in der Drogensucht“ und an welchen Stellen/Zeitpunkten Selbsthilfe hier sinnvoll sein kann. Ein konkretes Beispiel soll die Praxis von Selbsthilfe(gruppen) verdeutlichen.
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2 Allgemein
2.1 Definition Selbsthilfe/Selbsthilfegruppe
Selbsthilfe heißt, bestimmte Probleme gemeinschaftlich angehen. Nicht alle Bedürfnisse lassen sich durch staatliche Institutionen, also durch Dritte befriedigen. In vielen Bereichen des alltäglichen Lebens nehmen Personen bzw. Betroffene ihre Interessenvertretung selbst in die Hand (vgl. Koch 1986, S. 13ff). Grundsätzlich sind professionelle HelferInnen bzw. Fachkräfte nicht beteiligt.
Eine Selbsthilfegruppe ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich zur Vorbeugung, Besserung und/oder Bewältigung körperlicher, seelischer und auch sozialer Probleme bildet (vgl. Flyer sekis) Die GruppenteilnehmerInnen (Betroffene oder Angehörige) treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Die TeilnehmerInnen kommen in die Gruppe wegen eigener Schwierigkeiten und Betroffenheit. In einer Selbsthilfegruppe sind alle Mitglieder gleichgestellt, es gibt keine Hierarchie. Das, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe und wird nicht nach außen getragen. Selbsthilfegruppen sind nicht nur Gesprächsgruppen, Selbsthilfegruppen können Gruppen sein, die handlungsorientiert arbeiten.
Selbsthilfegruppen sind informelle Gruppen. Ein Selbsthilfe-Verein hingegen ist gemeinnützig anerkannt (Eintrag im Vereinsregister beim Amtsgericht) (vgl. Flyer NAKOS). Beide Zusammenschlüsse verfolgen aber das gleiche Ziel: Selbsthilfe unter Betroffenen.
2.2 Ziel und Zweck
In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die gleiche oder ähnliche Probleme haben (vgl. Broschüre DHS). Ziel ist die Veränderung: Alle TeilnehmerInnen einer Selbsthilfegruppe verfolgen als Ziel zum einen die Selbstveränderung, zum anderen aber auch oft die Veränderung sozialer Bedingungen (vgl. Flyer sekis).
Selbsthilfe heißt: Durch intensive Ausprache, durch Reden über persönliche Probleme oder durch Auseinandersetzung mit aufkommenden Gefühlen sich selbst und dadurch anderen zu helfen, sich selbst zu helfen (vgl. http://www.diabetiker-hannover.de und Flyer NAKOS).
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2.3 Historie/Entwicklung der Selbsthilfe
Um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert haben sich Menschen in Not zusammengeschlossen (England). Sie haben versucht, sich durch gemeinsames Handeln eine bessere Ernährungsbasis und gemeinsame Versorgungsstrukturen zu schaffen. Sie alle waren Betroffene (vgl. http://www.diabetiker-hannover.de). Parallel ist die Arbeiterbewegung in Deutschland mit ihren Zusammenschlüssen zu sehen (vgl. Lambert/Althammer 2001, S. 51, S. 120). Ziel war es, politische Mitwirkungsrechte zu erhalten bzw. als Arbeiter-Zusammenschluss in Gewerkschaften die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mitglieder zu erlangen. „Die soziale Frage wurde ausschließlich auf die Frage: ‚Staatshilfe oder Selbsthilfe’ zugespitzt.“ (Widmaier, zit. n. Tonnies 1913). Die erste eingetragene Selbsthilfe nach dem klassischen Selbsthilfegedanken waren die Anonymen Alkoholiker in den USA (1935). Zwei Jahrzehnte später kam es auch in Deutschland zu den ersten Gründungen von Selbsthilfegruppen (vgl. http://www.diabetikerhannover.de).
2.4 Wirksamkeit von Selbsthilfegruppen
„Die Behandlungserfolge von Selbsthilfegruppen sind nachgewiesen. Bei einer Teilnahme von über einem Jahr kommt es zu eindeutigen therapeutischen Wirkungen, die von Teilnehmern positiv beurteilt werden. Sie bestehen zusammengefasst in:
- einer deutlichen Abnahme der Depressivität
- einem Rückgang von körperlichen und seelischen Beschwerden
- einer Zunahme von Initiative und Autonomie
- einer verbesserten Kontaktfähigkeit
- einer vermehrten Aufnahme intensiver Beziehungen zu anderen
- einer Zunahme der Bindungsfähigkeit
- einer erhöhten Bereitschaft und Fähigkeit, sich selbst und anderen zu helfen, das heißt: in einer erhöhten psychosozialen Kompetenz zur Konfliktlösung.“ (Flyer NAKOS)
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Arbeit zitieren:
Alexandra Schmidt, 2004, Selbsthilfe in der Drogensucht, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Sporttherapie als Suchtprävention
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Projektarbeit, 14 Seiten
Landwirtschaft und Siedlungsgeschichte im Mittelalter
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Seminararbeit, 13 Seiten
Alexandra Schmidt hat den Text Selbsthilfe in der Drogensucht veröffentlicht
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