Thema 11 „ Strategien und Entwicklungstendenzen in der Luftverkehrsbranche“
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung und Gang der Arbeit 1
2. Branchenanalyse - Porters „Five Forces“ 1
2.1. Produktbeschreibung und Marktabgrenzung. 1
2.2. Die Verhandlungsmacht der Abnehmer 2
2.3. Die Verhandlungsstärke der Zulieferer 3
2.4. Die Bedrohung durch Substitute 3
2.5. Die Gefahr des Markteintrittes potentieller Konkurrenten. 4
2.6. Der Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern. 4
3. Branchenentwicklungen und -aussichten 5
3.1. Die Bedeutung strategischer Allianzen 5
3.2. Strategie und Entwicklung der Low-Cost-Carrier. 6
3.3. Perspektiven und Herausforderungen für die Luftfahrt. 8
4. Fazit 10
Literaturverzeichnis 12
Katy Bauer WS 04/05 II
Thema 11 „ Strategien und Entwicklungstendenzen in der Luftverkehrsbranche“
Abkürzungsverzeichnis
AEA Association of European Airlines bzw. Beziehungsweise CRS Computerreservierungssystem ELFAA European Low Fares Airline Association IATA International Air Transport Association z.B. zum Beispiel
Katy Bauer WS 04/05 Seite III
Thema 11 „ Strategien und Entwicklungstendenzen in der Luftverkehrsbranche“
1. Einleitung und Gang der Arbeit
Der europäische Luftverkehr weist nach Schätzungen der Europäische Kommission ein jährliches Wachstum von ca. 7% (gemessen in Personenkilometern) seit 1980 auf und es wird von einer Verdopplung des derzeitigen Verkehrsaufkommens bis zum Jahre 2010 ausgegangen (vgl. Europäische Kommission 2001, 42). Gerade die Entwicklung der Low-Cost-Carrier beweist die Dynamik und Attraktivität dieser Branche, welche folgend näher untersucht werden soll. Dabei wird die Branchenstruktur auf Basis des Modells der Five-Forces von Porter analysiert (vgl. Porter 1990), wonach das Zusammenspiel fünf zentraler Einflussfaktoren den Wettbewerb und die Rentabilität der Branche definiert. Dem Analyseraster entsprechend erfolgt im zweiten Kapitel die Betrachtung dieser fünf
Komponenten (vgl. Porter 1990, 26). 1 Der Focus dieser Arbeit richtet sich auf den Linienverkehr im Bereich des Personentransports innerhalb des europäischen Luftraumes, wobei im dritten Kapitel die Wettbewerbswirkung strategischer Allianzen sowie das
Phänomen der Low-Cost-Carrier 2 untersucht werden. Im weiteren Verlauf wird versucht, zukünftige Entwicklungstendenzen der Branche aus den Branchenstrukturmerkmalen abzuleiten. Das vierte Kapitel soll die zuvor gewonnenen Erkenntnisse noch einmal kurz zusammenfassen.
2. Branchenanalyse - Porters „Five Forces“
2.1. Produktbeschreibung und Marktabgrenzung
Die Dienstleistung Fliegen setzt sich nach Aberle (2000, 24) aus 3 komplementären Elementen zusammen: Flughafenleistung (Passagierabfertigung, Gepäck- transport, Polizeikontrollen etc.), Lufttransportleistung (Passagier- und Frachttransport kann dabei auch gekoppelt erfolgen,) und Luftverkehrsüberwachung bzw. Flugsicherung. Weitere Merkmale der Dienstleistung Fliegen sind die geringe technische Differenzierbarkeit und die Notwendigkeit langfristiger Planung von Streckennetzerweiterungen, da kurzfristige Kapazitäts- bzw. Produktionsausweitung sich als schwer realisierbar erweisen (vgl. Schmitt 2003, 21). Der Einsatz von Ressourcen ist wenig flexibel gestaltbar aufgrund vielfältiger (Rechts-) Vorschriften und Unternehmensleitlinien, z.B. in Bezug auf Maschinen oder Personal (so sind beispielsweise die Zulassungen der Piloten auf einen bzw. wenige Flugzeugtypen begrenzt).
1 Die Anwendungsrestriktionen des Modells werden hier aus Kapazitätsgründen nicht näher erläutert, diesbezüglich wird auf
Hungenberg (2000, 89) verwiesen.
2 Im weiteren Verlauf werden die Begriffe Low-Cost-Carrier, No-Frills und Low-Fare-Airlines synonym gebraucht Katy Bauer WS 04/05 Seite 1
Thema 11 „ Strategien und Entwicklungstendenzen in der Luftverkehrsbranche“ Der Luftverkehr lässt sich in die Segmente Passagier- und Cargoverkehr aufteilen (vgl. Schmitt 2003, 24), wobei der Passagierverkehr weiter in Linien- und Charterverkehr unterteilt wird. Die Definition des europäischen Luftverkehrsmarktes ergibt sich nach Schmitt (2003, S. 30) durch Streckenlänge, Distanz zu alternativen Abflugs-/Ankunftsorten, der angebotenen Frequenz, der Reisealternativen anderer Verkehrsträger sowie durch Einbezug der Nachfragerseite (im Gegensatz zur gängigen Methode in den USA). Wird als relevanter Markt jeweils eine Städteverbindung angesehen, so konkurrieren innerhalb der Branche die Unternehmen auf vielen Märkten miteinander (vgl. Schmitt 2003, 19). Die Nachfrage nach Flugleistung unterliegt saisonalen, tages- und zeitabhängigen Schwankungen, d.h. sie ist z.B. größer während der Ferienzeiten oder der frühen Morgenstunden (Aberle 2000, 243). Die Airlines versuchen, diesen Schwankungen durch Preisdifferenzierung auszugleichend zu begegnen.
2.2. Die Verhandlungsmacht der Abnehmer
Im Linienverkehr lassen sich die Kundensegmente in Privat- und Geschäftsreisende unterteilen, wobei ihnen unterschiedliche Präferenzen bzgl. Reisezeit und -komfort sowie unterschiedliche Preiselastizitäten zugeordnet werden (vgl. Schmitt, 2003, 24). Geschäftsreisende zeigen tendenziell eine höher Zahlungsbereitschaft und Zeit- bzw. Geschwindigkeitspräferenz, für Privatreisende ist dagegen der Preis das dominierende Entscheidungskriterium. Viele Merkmale der Luftverkehrsbranche deuten auf eine eher geringe Marktmacht der Abnehmer. Denn obwohl sie angesichts der steigenden Marktpräsenz von Low-Cost-Carriern vermehrt Preissenkungen verlangen und Bereitschaft zum Verzicht auf bestimmte Servicedetails zeigen, belegt der geringe (technische) Differenzierungsgrad der Dienstleistung Fliegen, die geringe Konzentration der Abnehmer sowie ihr eher geringes Abnahmevolumen (abgesehen von Großkunden wie ganze Unternehmen o. ä.) die im Vergleich zu den Anbietern geringe Verhandlungsmacht der Kunden. Weiterhin kann mit Rückwärtsintegration nicht glaubhaft gedroht werden, ein vollkommener Verzicht erscheint unmöglich (insbesondere für Geschäftsreisende internationaler Unternehmen) und der Informationstand der Kunden ist eher als niedrig einzustufen. Die Nachfrage nach Flugleistung zeigt sich empfindlich gegenüber externen Schocks, wie ihre Rückgänge infolge von Terroranschlägen, Krisen bzw. Kriege und Krankheiten der letzten Jahre beweisen. Als ein Zeichen für zunehmende Verhandlungsmacht kann die steigende Nachfrage von Geschäftskunden nach No-Frills-Flügen gedeutet werden.
Katy Bauer WS 04/05 Seite 2
Arbeit zitieren:
Katy Bauer, 2004, Entwicklungstendenzen und Strategien in der Luftverkehrsbranche, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Weltsystemtheorie von Immanuel Wallerstein - Mit einem Exkurs zum ...
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Wallersteins Konzept des modernen Welt-Systems
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Seminararbeit, 18 Seiten
Zirkularitätsprobleme in der Unternehmensbewertung
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Das Low Cost Carrier Phänomen in Europa: Fallbeispiel Ryanair
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 87 Seiten
Strategische Allianzen im Luftverkehr - Dargestellt am Beispiel der St...
Diplomarbeit, 85 Seiten
Case Study: Einflussfaktoren auf die Aktienentwicklung der Luftfahrtin...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Projektarbeit, 51 Seiten
L'homme et la femme - deux modes d'expression?
Romanistik - Französisch - Linguistik
Seminararbeit, 21 Seiten
Unternehmenswertsteigerung durch Desinvestitionen, eine investitionsth...
BWL - Investition und Finanzierung
Diplomarbeit, 56 Seiten
The “No Frills” Strategy of Low-Cost Carriers
And their Impact on the Region...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Magisterarbeit, 90 Seiten
Entwicklung von Unternehmensnetzwerken, Wodurch zeichnen sich qualitat...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 28 Seiten
Die Preispolitik der traditionellen Fluggesellschaften und sich ergebe...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 39 Seiten
Internationale Kooperationen und Netzwerke dargestellt am Beispiel der...
Seminararbeit, 33 Seiten
Partnerzentrierte Gesprächsführung
Eine kurze Darstellung der Bem...
Theologie - Praktische Theologie
Seminararbeit, 32 Seiten
Bewertung von Infrastrukturunternehmen am Fallbeispiel des Flughafens ...
Unter Berücksichtigung der Unt...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 99 Seiten
Historie und zukünftige Entwicklung in der internationalen Luftverkehr...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 19 Seiten
Eine Unternehmens- und Branchenanalyse am Beispiel des Unternehmens Ai...
Studienarbeit, 10 Seiten
Die Zahnarztpraxis der Zukunft: Im Spannungsdreieck Patient, Gesetzli...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 110 Seiten
Strategische Allianzen in der Luftfahrtindustrie - Übersicht, Konfigur...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 21 Seiten
Katy Bauer hat den Text Entwicklungstendenzen und Strategien in der Luftverkehrsbranche veröffentlicht
Katy Bauer hat einen neuen Text hochgeladen
Sprachliche Individuation in mehrsprachigen Regionen Osteuropas II
Ukraine
Klaus Bochmann, Vasile Dumbrava
Identitätsbildung: Implikationen für globale Unternehmen und Regionen
Dt. /Franz.
Christian Scholz
Reading Seminar XI: Lacan's Four Fundamental Concepts of Psychoanalysi...
Richard Feldstein, Maire Jaanus, Bruce Fink
International Seminar on Nuclear War and Planetary Emergencies - 32nd ...
R. Ragaini, A. Zichichi
How to Develop and Promote Successful Seminars and Workshops: The Defi...
Howard L. Shenson, Shenson
0 Kommentare