Hausarbeit Logistik-Controlling Thema Nr. 11 Benjamin Hoog
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
2. Prozesskostenrechnung 5
2.1 Historie und Entwicklung der Prozesskostenrechnung 6
2.2 Merkmale der Prozesskostenrechnung. 7
2.3 Ziele und Einsatzgebiete der Prozesskostenrechnung 8
2.4 Vorgehen in der Prozesskostenrechnung 9
2.5 Beurteilung der Prozesskostenrechnung. 12
3. Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung. 14
3.1 Vorgehen bei der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung 15
3.2 Beurteilung der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung. 17
4. Prozesskostenrechnung und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung im
Vergleich. 18
4.1 Gemeinsamkeiten der Prozesskostenrechnung und der mehrstufigen
Deckungsbeitragsrechnung 18
4.2 Unterschiede der Prozesskostenrechnung und der mehrstufigen
Deckungsbeitragsrechnung 19
5. Bedeutung der beiden Kostenrechnungssysteme für die Planung eines
Logistik -Dienstleistungsunternehmens 21
6. Schlussbetrachtung. 22
Literatur - und Quellenverzeichnis 23
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Merkmale der Prozesskostenrechnung......................................................7
Abbildung 2: Bildung des Hauptprozesses Material beschaffen aus verschiedenen
Teilprozessen .............................................................................................................10
Abbildung 3: Einführung und Aufbau einer Prozesskostenrechnung...........................12
Abbildung 4: Beispiel einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung........................16
Abbildung 5: Schema einer prozessorientierten, stufenweisen
Deckungsbeitragsrechnung ......................................................................................20
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Abkürzungsverzeichnis
ABC Activity-based Costing bzw. beziehungsweise d.h. das heißt etc. et cetera ´und so weiter´ ff. folgende (Seiten) Hrsg. Herausgeber lmi leistungsmengeninduziert lmn leistungsmengenneutral S. Seite oder Seiten u.a. und andere; unter anderem usw. und so weiter vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
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1. Einleitung
Unternehmen sind durch die sich verändernde Markt- und Wettbewerbssituation zunehmend aufgefordert, erhöhte Anstrengungen zur Kostenreduzierung zu unternehmen. Deshalb ist ein effektives Kostencontrolling von hoher Bedeutung.
Die dadurch auftretenden folgenden Fragestellungen können durch die eingesetzten traditionellen Kostenrechnungssysteme häufig nicht beantwortet werden:
• Wie hoch sind die verursachungsgerechten Kosten der einzelnen Prozesse?
• Wo lassen sich betriebliche Prozesse optimieren und dadurch Kosten senken?
Die Prozesskostenrechnung versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Sie zählt zu den modernsten Systemen des Kostencontrollings.
Nach der einleitenden Erläuterung der Grundlagen der modernen Prozesskostenrechnung und der traditionellen mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung, wird diese Arbeit mit einem Vergleich der beiden Kostenrechnungssysteme fortgeführt. Darauf aufbauend wird die Bedeutung der beiden Kostenrechnungssysteme für die Planung eines Logistik - Dienstleistungsunternehmen dargestellt.
2. Prozesskostenrechnung
Dieses Kapitel thematisiert die Grundlagen der Prozesskostenrechnung. Dazu wird auf die Historie und Entwicklung dieser Kostenrechnungsmethode sowie Merkmale, Vorgehen, Einsatzgebiete, Ziele und Beurteilung eingegangen.
Bei der Prozesskostenrechnung handelt es sich um eine ergänzende Methode zur bestehenden Kostenrechnung. Bezüglich Planung, Steuerung und Verrechnung der Kosten indirekter Leistungsbereiche von Industrieunternehmen (z.B. Beschaffung, Logistik, Produktionsplanung und -steuerung, Instandhaltung, Qualitätssicherung, Auftragsabwicklung, Vertrieb, Rechnungswesen etc.). Außerdem findet sie Anwendung bei allen Verwaltungs- und Logistiktätigkeiten in Handels- und Dienstleistungs-
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unternehmen, Betriebs- und Verwaltungsbereichen von Banken und Versicherungen sowie in Behörden und öffentlichen Einrichtungen. 1
2.1 Historie und Entwicklung der Prozesskostenrechnung
Durch den erhöhten Kunden- und Wettbewerbsdruck, Produkte kostengünstiger, schneller, qualitativ besser und bedarfsgerechter zu fertigen, entstand in den Unternehmen eine zunehmende Leistungsvielfalt, die zu Veränderungen im innerbetriebl ichen Wertschöpfungsprozess führte. 2 Die stark angestiegenen fixen Gemeinkosten in den indirekten Bereichen hatten gravierende Auswirkungen, die sich auf die Verl agerung von Tätigkeiten vom direkten Leistungsbereich hin zu den indirekten Lei stungsbereichen zurückführen ließen. 3
Somit war eine am gesamten Wertschöpfungsprozess orientierte Kostenrechnung gefordert, was zur Entwicklung der Prozesskostenrechnung führte. 4
Erstmals tauchte die Prozesskostenrechnung im Jahre 1985 in dem von Miller / Vollmann erarbeiteten Beitrag „The hidden factory“ in den USA auf. Hierin wiesen sie einen in den letzten Jahren in der US-amerikanischen Wirtschaft wachsenden G emeinkostenanteil an den Gesamtkosten nach, welcher auf die indirekten Leistungsbereiche zurückzuführen sei. 5
Basierend auf den Ideen von Miller und Vollmann entwickelten ungefähr zwei Jahre später vor allem Johnson, Kaplan und Cooper ein Verfahren, das in der Literatur unter der Bezeichnung „Activity-Based-Costing“ (ABC) bekannt ist. 6 Dieses amerikanische Verfahren ist nicht ganz deckungsgleich mit dem der Prozesskostenrechnung in Deutschland. Zwar bezieht sich ABC ebenfalls auf den indirekten Bereich, darüber hinaus aber auch auf direkte Fertigungsgemeinkosten. 7
1 Vgl. Mayer, Konzeption und Anwendungsgebiete der Prozesskostenrechnung, 2001, S. 29.
2 Vgl. Däumler / Grabe, Prozesskostenrechnung, 2000, S. 128.
3 Vgl. Coenenberg / Fischer, Strategische Neuorientierung in der Kostenrechnung, 1991, S. 21.
4 Vgl. Glaser, Prozessorientierte Deckungsbeitragsrechnung, 1998, S. 5.
5 Vgl. Miller / Vollmann, The hidden Factory, 1985, S. 142 ff..
6 Vgl. Reckenfelderbäumer, Entwicklungsstand und Perspektiven der Prozesskostenrechnung, 1994,
S. 18; Kaplan / Cooper, Prozesskostenrechnung, 1999, S. 111.
7 Vgl. Mayer, Konzeption und Anwendungsgebiete der Prozesskostenrechnung, 2001, S. 29.
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Mit dem Artikel „Prozesskostenrechnung - Der neue Weg zu mehr Kostentransparenz und wirkungsvolleren Unternehmensstrategien“ von Horvath und Mayer, aufbauend auf den Ergebnissen von Johnson, Kaplan und Cooper, wird die Prozesskostenrechnung 1989 erstmals in Deutschland bekannt. 8
2.2 Merkmale der Prozesskostenrechnung
Die Prozesskostenrechnung weist Eigenschaften auf, die typisch für die Vollkostenrechnung sind. Es werden daher nicht nur die direkt zurechenbaren Einzelkosten, sondern auch die Gemeinkosten im Rahmen der Kalkulation auf die Kostenträger verrechnet.
Die Vollkostenkonzeption wird damit begründet, dass langfristig alle Kosten (auch die fixen Kosten) einem variablen Charakter entsprechen und daher auch für mittel- bis langfristige Entscheidungen relevant sind. 9 Daher dient die Prozesskostenrechnung auch der strategischen Entscheidungsfindung.
In Abbildung 4 werden die typischen Merkmale der Prozesskosten zusammenfassend in einer Übersicht dargestellt.
8 Vgl. Horvath / Mayer, Prozesskostenrechnung, 1989, S. 214 ff..
9 Vgl. Horváth / Mayer, a.a.O., 1989, S. 216.
10 Vgl. Reckenfelderbäumler, a.a.O., 1994, S. 23.
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Arbeit zitieren:
Benjamin Hoog, 2005, Die Bedeutung der Prozesskostenrechnung im Vergleich zur mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung für die Planung des Logistik-Dienstleistungsunternehmens, München, GRIN Verlag GmbH
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