Danksagung
Ohne die großartige Unterstützung meines betreuenden Professors Dr. rer. nat. Jan-Wilhelm Fischer wäre es mir nicht möglich gewesen, diese Arbeit anzufertigen.
Ein weiteres herzliches Dankeschön gilt meinen Vorgesetzten und Arbeitskollegen Rudi Thurn, Rüdiger Czieschla, Rüdiger Kopf, Andreas Dages, Jürgen Rinderle, Salome Zapf, um nur einige wenige zu nennen, welche mich tatkräftig unterstützten und auch bei Rückschlägen immer ein offenes Ohr hatten.
Besonderer Dank gilt Herrn Thomas (Firma Cisco Systems), der mir stets qualitativ hervorragenden Support gab. In diesem Zusammenhang möchte ich auch Herrn Gering und Herrn Gajsek von NKNetworks danken. Der Support war stets erstklassig.
Weitere produktive Diskussionen wurden mit weiteren Personen geführt, die es zu nennen gilt:
Herr Meindinger (BADEN IT), Herr Wolf (Telekom IT Systems), Herr Hastler sowie Frau Spiegel (FH Fulda), Novell Support Team, Björn Althun und andere.
Ich möchte mich entschuldigen, falls ich eine oder mehrere Personen, die mir Support gaben, nicht erwähnt habe.
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. V
Abk ürzungsverzeichnis VII
1 Einleitung. 1
2 Hardware Equipment. 3
2.1 Wireless Accesspoint. 3
2.2 USB-Netzwerkadapter 4
2.3 PCMCIA Wireless-Netzwerkadapter 6
2.4 WLAN NIC Adapter. 6
2.5 VPN Router. 7
2.6 RADIUS-Server 8
3 Standards der drahtlosen Datenübertragung im Frequenzband 2,4 GHz bzw.
5 GHz 9
3.1 IEEE 802.11. 9
3.1.1 IEEE 802.11a 10
3.1.2 IEEE 802.11b 10
3.1.3 IEEE 802.11c 11
3.1.4 IEEE 802.11d 11
3.1.5 IEEE 802.11e 11
3.1.6 IEEE 802.11f 12
3.1.7 IEEE 802.11g 12
3.1.8 IEEE 802.11h 12
3.1.9 IEEE 802.11i 13
3.1.10 IEEE 802.11n 13
3.2 IEEE 802.15.1. 14
3.3 HIPERLAN/1. 14
3.4 HIPERLAN/2. 15
3.5 HomeRF (weiterer 2,4 GHz Standard) 15
4 Gängige Sicherungsmechanismen und deren Funktionsweisen 16
4.1 MAC Adressfilter 16
4.1.1 Vorteile 16
4.1.2 Nachteile 16
4.2 SSID 17
4.2.1 Vorteile 17
I
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
4.2.2 Nachteile 18
4.3 DHCP. 18
4.3.1 Vorteile 19
4.3.2 Nachteile 19
4.4 WEP. 19
4.4.1 Vorteile 22
4.4.2 Nachteile 22
4.4.3 WEPplus 22
4.5 WPA. 22
4.5.1 Vorteile 23
4.5.2 Nachteile 24
4.6 WPA2. 24
4.6.1 Vorteile 25
4.6.2 Nachteile 25
4.7 VPN 25
4.7.1 PPTP. 26
4.7.1.1 Vorteile 26
4.7.1.2 Nachteile 27
4.7.2 L2TP. 27
4.7.2.1 Vorteile 27
4.7.2.2 Nachteile 27
4.7.3 IPSec. 28
4.7.3.1 Vorteile 29
4.7.3.2 Nachteile 29
4.7.4 SSL 29
4.7.4.1 Vorteile 29
4.7.4.2 Nachteile 30
5 Authentifikation, Autorisation und Abrechnung (AAA) 31
5.1 Authentifikation 31
5.2 Autorization. 32
5.3 Accounting 32
6 Protokolle 33
6.1 ASCII 33
6.1.1 Vorteil 33
II
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
6.1.2 Nachteil 33
6.2 PAP. 33
6.2.1 Vorteil 34
6.2.2 Nachteil 34
6.3 CHAP. 34
6.4 EAP. 34
6.4.1 LEAP 34
6.4.1.1 Vorteil 35
6.4.1.2 Nachteil 35
6.4.2 EAP-TLS 35
6.4.3 EAP-TTLS 35
6.4.4 PEAP. 36
7 Angriffsarten 37
7.1 Brute-Force Attack 37
7.2 Directionary Attack. 37
7.3 Denial of Services Attack 38
7.4 Sniffing. 39
7.5 MAC Spoofing. 40
7.6 Replay Attack. 40
7.7 Man-in-the-middle-Attack. 40
8 Mögliche Angriffsarten bei folgender Absicherung 42
8.1 WEP. 42
8.2 SSID 45
8.3 MAC-Adresse 47
8.4 WPA. 50
8.5 WPA2. 51
8.6 VPN 51
9 Hardware-Bestandsaufnahme der Stadt Freiburg 52
10 Kostenanalyse. 54
10.1 Kostenanalyse für die Entscheidung „für“ oder „gegen“ WLAN 54
10.2 Kostenanalyse der verschiedenen Absicherungsmethoden 56
10.2.1 WEP, WPA und WPA2 im PSK-Modus 56
10.2.2 WPA- und WPA2-Verschlüsselungsverfahren im Enterprise-Modus
mit einem eingekauften RADIUS-Server 58
III
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
10.2.3 WPA- und WPA2-Verschlüsselungsverfahren im Enterprise-Modus
mit einem Freeradius. 60
10.2.4 VPN-Verschlüsselungsverfahren mit dem RADIUS-Server
von Novell 62
11 Implementierungsempfehlung 65
11.1 Problematik der Stadt Freiburg i.Br. 65
11.2 Empfohlener Lösungsansatz 65
11.3 Eingeführte Lösung. 67
11.4 Erfahrung und Problematik während der Implementierung. 68
12 Fallbeispiele und Empfehlungen 71
12.1 Implementierungsbeispiel der FH Offenburg 71
12.2 Implementierungsbeispiel der FH Fulda 72
12.3 Implementierungsbeispiel der Universität Freiburg. 73
12.4 Empfehlung von Cisco Systems 74
12.5 Empfehlung der BSI. 74
13 Rechtliches. 75
14 Gesundheitsaspekt. 77
15 Zukunftsaussicht und persönliches Fazit. 78
Literaturverzeichnis IX
IV
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Übersicht über ausreichende und unzureichende abgesicherte
WLAN
Abbildung 2: Landkarte der Region Freiburg mit Einzeichnung von WLA-N
Accesspoints und
Abbildung 3: Cisco Accesspoint 1200 Series
Abbildung 4: Wireless-USB-Netzwerkstick DWL-122 der Firma D-Link
Abbildung 5: WLAN-Netzwerkadapter Sinus 154 XR der T-Com
Abbildung 6: WLAN-PCMCIA-Netzwerkadapter WG511 der Firma Netgear
Abbildung 7: WLAN NIC Adapter WMP11 der Firma Linksys.
Abbildung 8: VPN Router VPN3000 Series Conectrator der Firma Cisco
Abbildung 9: Eingeschaltete SSID-Broadcast-Funktion
Abbildung 10: Ausgeschaltete SSID-Broadcast-Funktion
Abbildung 11: Schematische Darstellung der IP-Vergabe via DHCP
Abbildung 12: Blockschaltbild von WEP.
Abbildung 13: WEP, SPA und 802.11i im Vergleich.
Abbildung 14: Screenshot WEP-Schlüssel.
Abbildung 15: Screenshot AirSnort bei Beginn des „mitsnifferns“
Abbildung 16: Screenshot AirSnort nach ermitteltem WEP-Schlüssel
Abbildung 17: Screenshot AirSnort bei Beginn des „mitsnifferns“
Abbildung 18: Screenshot AirSnort nach ermitteltem WEP-Schlüssel
Abbildung 19: Scannen der vorhandenen WLAN-Netzwerke mit Kismet
Abbildung 20: Scannen eines Clients mit der sendenden Netzwerkkennung.
Abbildung 21: Ermittelte Netzwerkkennung eines Accesspoint, der keine
Netzwerkkennung sendet
Abbildung 22: Screenshot original MAC-Adresse.
Abbildung 23: Screenshot Syntax um die Netzwerkkarte „runterzufahren“
Abbildung 24: Screenshot Neueingabe der MAC-Adresse.
Abbildung 25: Screenshot Syntax, um Netzwerkkarte neu zu starten
Abbildung 26: Screenshot mit neuer MAC-Adresse
Abbildung 27: LAN-Topologie der Stadtverwaltung Freiburg i. Br.
Abbildung 28: Kostenanalyse für die Installation eines kabelgebundenen
Netzwerkes.
V
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Abbildung 29: Kostenanalyse für die Installation eines kabellosen Netzwerkes... 55 Abbildung 30: Kostenanalyse bei WEP-, WPA- oder WPA2-Verschlüsselung im PSK-Modus .................................................................................. 57 Abbildung 31: Kostenanalyse bei der WPA- und WPA2-
Abbildung 32: Kostenanalyse bei der WPA- und WPA2-
Abbildung 33: Kostenanalyse bei der VPN-Verschlüsselungsverfahren mit Novell RADIUS Server .................................................................. 63 Abbildung 34: Kanalwahl von WLAN bei überlappenden Frequenzbereichen ..... 70 Abbildung 35: LAN-Topologie der FH Offenburg.................................................. 72 Abbildung 36: LAN-Topologie der FH Fulda......................................................... 73
Anlagenverzeichnis
Anlage 1: Angebot von CISCO Systems über ein ACS Server………………….XIII
VI
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Abkürzungsverzeichnis
ACL Access Control Liste
AES AIEE AP ATM BRAN BSI Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
BSIG CRC DFS DHCP DoS DRDoS Distributed Reflected Denial of Services
eDir ESSID ETSI GHz HipeLan HomeRF HTTP https IDS IEEE IP
VII
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
QoS RAM
RC4 Algorithmus Ron's Cipher 4 Algorithmus
RCF RSA SLES SSID SSL StGB TKIP TLS TTLS UMTS USB VPN Virtual Private Network
WEP Wi-Fi WPA WwiSE Worldwide Spectrum Efficiency-Gruppe
VIII
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
1 Einleitung
WLAN ist ein drahtloses lokales Netzwerk, welches zur Übertragung von Daten bestimmt ist.
Diese Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema „WLAN -Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung“. Es soll einen Ausblick über verfügbare Technologien, Absicherungsmethoden sowie kostenseitig einen Überblick schaffen, welche bei einer solchen Implementierung auftreten können. Es handelt sich hierbei um eine technische als auch betriebswirtschaftliche Arbeit.
Durch die Medien wird gezeigt und demonstriert, dass aktuell ein Aufklärungsbedarf im Bereich Absicherung von AP besteht. Dies ist nicht nur im privaten Haushalt der Fall, sondern auch besonders in Firmen. Eine Studie von Ernst & Young des Jahres 2002 bzw. 2003 zeigt, dass es mehr Firmen gibt, die eine unzureichende Absicherung oder gar keine verwenden, als Firmen, die ausreichend abgesichert sind. Die dargestellte Grafik untermauert diese Aussage.
Abbildung 1: Übersicht über ausreichende und unzureichende abgesicherte WLAN
1 Vgl. E & Y, S. 15
1
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Nicht nur ein solcher Zustand ist sehr bedenklich und durchaus gefährlich, auch ein durch das BadenIT Unternehmen durchgeführter „Wardriving“-Versuch ergab erstaunliche Aufschlüsse.
Auf der Landkarte der Freiburger i. Br. Umgebung ist ersichtlich, dass das oben erläuterte Phänomen nicht nur auf Firmen, sondern auch in verstärktem Maße auf private Haushalte zutrifft.
Abbildung 2: Landkarte der Region Freiburg mit Einzeichnung von WLAN-Accesspoints und deren SSID
In diesem Zusammenhang war es dem Autor in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Freiburg i. Br. möglich, ein Projekt, welches sich der Implementierung und Absicherung eines Accesspoint in einem Sitzungssaal widmet, ins Leben zu rufen.
Es sollen nicht nur technologische und wirtschaftliche Aspekte beleuchtet werden, sondern auch die alltäglichen Probleme, welche im Laufe der Implementierung auftreten können und aufgetreten sind.
2
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
2 Hardware Equipment
Um ein Wireless-LAN-Netzwerk aufzubauen und in ein bestehendes Netzwerk zu integrieren, werden verschiedene Komponenten benötigt. Das folgende Kapitel soll einen Überblick über die verschiedenen Komponenten geben, welche benötigt werden, um ein bestehendes Netzwerk WLAN-fähig zu erweitern.
Die in diesem Kapitel aufgeführten Geräte werden nicht zwingend für jede Art der Implementierung sowie Absicherung benötigt, finden jedoch, in der späteren Ausarbeitung, Verwendung.
2.1 Wireless Accesspoint
Wireless Accesspoint, kurz AP, bedeutet übersetzt so viel wie drahtloser Zugangspunkt oder Basisstation.
Der Wireless Accesspoint modelliert die kabelgebundenen Netzwerkdaten in Funkdaten und ist somit die Schnittstelle zwischen „Festnetz“ und Funknetz. 2 Die Modulation ist nur eine Hauptaufgabe.
Eine weitere Hauptaufgabe ist, dass sich kabellose Endgeräte an den Accesspoint anmelden können. Der Wireless Accesspoint ist eine aktive Netzwerkkomponente, d. h., es kann Netzwerkdaten, im Vergleich zu passiven Netzkomponenten, verarbeiten 3 und ist meist eine Kombination aus Switch und/oder Router. Der unten abgebildete Accesspoint ist ein „reiner“ Accesspoint der Firma Cisco Systems (Airport 1200 Serie). Er kann an einen Switch oder Router angeschossen werden.
Ein Wireless Accesspoint ist im OSI-Schichten-Modell im Link Layer (Layer 2) angesiedelt, auch wenn er andere Funktionalitäten wie DHCP oder Routing besitzt.
2 Markt + Technik 2004, S. 71
3 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Accesspoint [01.08.2005]
3
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Abbildung 3: Cisco Accesspoint 1200 Series 4
2.2 USB-Netzwerkadapter
Wireless-Funknetzwerkkarten sind heutzutage sehr oft in Laptops intern verbaut, z. B. bei Centrino™ Laptops. Im Fall, dass ein älteres Notebook oder ein Desktop nachträglich für WLAN aufgerüstet werden soll, besteht die Möglichkeit, einen Wireless USB-Stick zu verwenden. Diese haben verschiedene Vorteile:
- kein Öffnen des Gerätes nötig, dadurch kein eventueller Garantieverlust
- schnelle Implementierung durch Anstecken an einen USB-Port
- oft keine Treiberinstallation notwendig durch Plug’n’Play von Windows
- durch Ausstecken und Mitnahme ist ein WLAN-USB-Netzwerkadapter universell einsetzbar
4 http://cisco.com/en/US/products/hw/wireless/ps430/index.html [01.08.2005]
4
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Abbildung 4: Wireless-USB-Netzwerkstick DWL-122 der Firma D-Link 5
Der in Abbildung 5 dargestellte WLAN-USB-Netzwerkadapter besitzt die gleiche Funktionalität wie ein USB Stick, ist aber in ein größeres Gehäuse integriert. Durch seine zwei Antennen ist eine bessere Signalstärke realisierbar.
Abbildung 5: WLAN-Netzwerkadapter Sinus 154 XR der T-Com 6
5 Vgl. http://www.dlink.de/?go=jN7uAYLx/oIJaWVUDLYZU93ygJVYKOhST9vhLPG3yV
3oV4h5kP98f8p8Nqtn6Do6VHqqnHtB84sNFN7k3aHgJkYYt+s= [01.08.2005]
6 http://www.telefon-ocker.de/cgi-bin/his-webshop.pl?f=NR&c=N160984&t=temartic [01.08.2005]
5
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
2.3 PCMCIA Wireless-Netzwerkadapter
Der PCMCIA Standard wurde bereits 1990 eingeführt. 7 Die allgemeinen Vorteile sind mit denen der USB Wireless-Netzwerkadapter vergleichbar bzw. identisch. Ein Vorteil des PCMCIA-Adapters gegenüber einem USB Netzwerkadapterlösung besteht darin, dass die PCMCIA-Netzwerkkarte fast vollständig in dem Laptop „verschwindet“ und somit die Möglichkeit eines unbeabsichtigten „Abbrechens“ oder Verbiegens der Netzwerkkarte verringert wird.
Ein Nachteil solcher Karten ist darin zu sehen, dass nicht jeder Laptop und schon gar nicht jeder Desktop einen solchen Kartensteckplatz bereitstellt.
Abbildung 6: WLAN-PCMCIA-Netzwerkadapter WG511 der Firma Netgear 8
2.4 WLAN NIC Adapter
Der WLAN NIC Adapter ist für Desktop Computer vorgesehen. Es wird eine freie PCI-Schnittstelle benötigt. Der PCI-Standard wurde 1992 definiert und ist somit in allen gängigen Desktop-Computern zu finden. 9 Diese Art von Adapter sind das Pendant zu den im PCMCIA-WLAN-Netzwerkkarten im Laptopsegment. Ein Einsatz in einem Notebook ist nicht
7 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/PCMCIA [01.08.2005]
8 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/9a/Ng-WG511-cl.jpg [01.08.2005]
9 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Peripheral_Component_Interconnect [01.08.2005]
6
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
möglich, da ein freier PCI-Slot nicht zur Verfügung steht. Eventl. besteht die Möglichkeit, eine solche Karte in einer Dockingstation eines Laptops unterzubauen.
Somit ist diese Art von WLAN-NIC-Adapter nur für den Desktopbereich einsetzbar.
Abbildung 7: WLAN NIC Adapter WMP11 der Firma Linksys
2.5 VPN Router
Der VPN Router hat die Aufgabe, eine Gateway bereitzustellen und einen Tunnel zu einem Client aufzubauen. VPN Server können sowohl authentifizieren als auch autorisieren (Vgl. Kapitel 5). In der Regel wird die Authentifikation über einen RADIUS-Server realisiert, um eine doppelte Authentifikationsdatenbank in einem vorhandenen Netzwerk zu vermeiden.
Eingesetzt werden VPN Server auf Hardwarebasis, wie in Abbildung 7 gezeigt, oder durch eine Software wie z. B. Securepoint Firewall & VPN Server 10 realisiert. Die letztere Möglichkeit wird auf einem herkömmlichen Desktop PC aufgespielt, welcher anschließend als VPN Server agiert.
10 http://www.securepoint.de/ [01.08.2005]
7
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
Abbildung 8: VPN Router VPN3000 Series Conectrator der Firma Cisco
2.6 RADIUS-Server
RADIUS kommt aus dem Englischen und bedeutet „Remote Authentication Dial-In User Service“. 1997 wurde dieses Protokoll im Paper RFC 2138 und RFC 2139 veröffentlicht. Es ist ein Server-Client Protokoll, welches zur Authentifizierung verwendet wird.
In einem späteren Kapitel wird auf die verschiedenen Art der Authentifikation und der Autorisation eingegangen (Kapitel 5). Frei verfügbare Software sind Freeradius 11 und Winradius 12 .
Freeradius verwendet Linux (SLES) und Winradius nutzt Windows (98 / 2000 / Me / NT und XP) als Plattform.
Die Protokolle, die eingesetzt werden können, sind in Kapitel 6 beschrieben.
11 http://www.freeradius.org/ [01.08.2005]
12 http://www.softandco.com/a/7399/winradius.html [21.07.05]
8
WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung
3 Standards der drahtlosen Datenübertragung im
Frequenzband 2,4 GHz bzw. 5 GHz
Kapitel 3 befasst sich mit den zurzeit gängigen Standards im Bereich WLAN sowie deren Alternativen.
Die IEEE Standards wurden von dem Institute of Electrical and Electronics Engineers Standards Association entworfen und verabschiedet. Die IEEE ist heute mit 360.000 Mitgliedern in 175 Ländern der größte technische Berufsverband. Er entstand 1963 aus dem Zusammenschluss der Ingenieurverbände American Institute of Electrical Engineers (AIEE) und Institute of Radio Engineers (IRE). 13 Weitere wichtige Standards der IEEE sind:
- IEEE 1394 (Firewire)
- IEEE 802 (LAN/WAN)
- IEEE 1284 (Parallele Schnittstelle)
3.1 IEEE 802.11
Diese erste Version des 802.11 Standard wurde 1997 verabschiedet. Ihr genutztes Frequenzband beträgt 2,400 GHz bis 2,485 GHz und ist dadurch in Deutschland sowie in meisten anderen Ländern lizenzfrei verfügbar. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt brutto 1 bzw. 2 Mbit/s. Durch die Problematik der Übertragsgeschwindigkeit wird dieser Standard nicht mehr eingesetzt und ist nicht weit verbreitet. 14
13 Vgl. http://ieee.org/portal/site/mainsite/menuitem.818c0c39e85ef176fb2275875bac26c8/
index.jsp?&pName=corp_level1&path=about/whatis&file=index.xml&xsl=generic.xsl
[01.08.2005]
14 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/802.11 [01.08.2005]
9
Arbeit zitieren:
Sascha Kopp, 2005, WLAN - Implementierung und Integration eines Accesspoints unter besonderer Berücksichtigung der Verbindungsabsicherung, München, GRIN Verlag GmbH
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