Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Non Profit Organisationen im Wandel. 2
2.1 Besonderheiten von Non Profit Organisationen im Deutschland 2
2.2 Wandlungsdruck auf Non Profit Organisationen. 3
3 Die Resource Dependence Theorie 3
3.1 Grundmodell der Resource Dependence Theorie 4
3.1.1 Die Abhängigkeit der Unternehmen von ihrer Umwelt 6
3.1.2 Die Unsicherheit der Umwelt. 7
3.2 Implikationen für das Verhalten von Organisationen. 9
4 Anwendungen der Resource Dependence Theorie auf das Verhalten von Non
Profit Organisationen 10
4.1 Empirische Untersuchung zur Resource Dependence Theorie 11
4.2 Erklärungskraft der Resource Dependence Theorie bezüglich des Verhaltens von
Non Profit Organisationen 12
5. Schlussbetrachtung 15
Literaturverzeichnis IV
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Determinanten der Abhängigkeit.
Abbildung 2: Determinanten der Unsicherheit der fokalen Organisation.
Abbildung 3: Gesamtmodell der Ressource Dependence Theorie
III
1 Einleitung
„Pauschalpreise setzen Kliniken unter Druck“ 1 , „Krankenhäuser sparen durch Einkaufsgemeinschaften“ 2 oder „Berlins Universitäten verlieren 10000 Studienplätze“. 3 Immer wieder liest man in den Zeitungen davon, dass verschiedene Non Profit Organisationen Probleme bekommen. Dabei hat die wirtschaftliche und soziale Bedeutung von Non Profit Organisationen in Deutschland in den letzten Jahren erheblich zugenommen. 4 Dies hat zur Folge, dass dem so genannten Drittem Sektor 5 nun eine gesteigerte Aufmerksamkeit aus der Politik und der Wirtschaft zu Teil wird. 6
In den letzten Jahren unterlagen viele Organisationen dieses Sektors einem enormen Anpassungsdruck. 7 Dies lässt sich mit der in diesem Sektor besonders stark ausgeprägten Ressourcenabhängigkeit der Organisationen erklären. Während die Anforderungen an die Non Profit Organisationen ständig steigen, gehen die Ressourcenzuflüsse im selben Maße zurück. Dazu kommt die ve rstärkte Deregulierung des Non Profit Sektors, die in Deutschland zurzeit vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich zu beobachten ist. 8
Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entwickelten Pfeffer und Salancik eine Theorie, die die Gestaltung und das Verhalten von Organisationen vor dem Hinter-grund der Ressourcenabhängigkeit erklären sollte. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, inwieweit die Veränderung von Non Profit Organisationen mithilfe dieser Theorie erklärt werden kann.
Dazu werden im zweiten Kapitel zunächst kurz die Besonderheiten der Non Profit Organisationen in Deutschland angesprochen und der besondere Anpassungsdruck dargestellt, dem die Organisationen zurzeit unterliegen. Anschließend werden in Kapitel 3 die Grundzüge der Resource Dependence Theorie dargestellt. Dabei wird auch auf mögliche Implikationen für das Handeln der Organisationen eingegangen. Kapitel 4 widmet sich der Darstellung einer empirischer Arbeit zum Thema Non Profit Organisationen und
1 Siehe Kotlorz (2004).
2 Siehe Posny (2002).
3 Siehe Köhler (2004).
4 Vgl. Anheier (2000), S. 15.
5 Unter dem Begriff Dritter Sektor werden Organisationen subsumiert, die weder dem Markt noch dem staatlichen Verwaltungsapparat zuzuordnen sind (vgl. Neumann (2005), S. 1). Diese Zusammenfassung zu einem Sektor ist nicht ganz unproblematisch, weil Non Profit Organisationen recht heterogen sind. Dennoch setzt sich diese Bezeichnung immer mehr durch (vgl. Badelt (2000), S. 32ff.; Nährlich (2005), S. 227f.).
6 Vg l. Badelt (2000), S. 31.
7 Vgl. Ridder/Bruns/Neumann (2004), S. 31.
8 Vgl. Badelt (2000), S. 31; Ridder/Bruns/Neumann (2004), S. 31.
1
Ressourcenabhängigkeit, bevor im le tzten Kapitel eine Schlussbetrachtung mit anschließendem Ausblick erfolgt.
2 Non Profit Organisationen im Wandel
Non Profit Organisationen in Deutschland weisen im internationalen Vergleich einige Besonderheiten auf. Im Rahmen der Übernahme europäischer Richtlinien und von Veränderungen der Umweltbedingungen finden derzeitig vermehrt Anpassungsprozesse in Non Profit Organisationen statt.
2.1 Besonderheiten von Non Profit Organisationen in Deutschland
Dem Non Profit Sektor werden alle Organisationen zugewiesen, „die formal organisiert sind im Sinne einer feststellbaren institutionellen Dauerhaftigkeit, selbstverwaltet sind, nicht-gewinnorientiert arbeiten, nicht formal-rechtlich Teil der Hoheitsverwaltung und staatliche Anstalten bilden und in deren organisatorischen Verhalten und Mitgliedschaft dem Prinzip der Freiwilligkeit eine entscheidende Rolle zugewiesen ist.“ 9 Es lassen sich zwei große Gruppen von Non Profit Organisationen unterscheiden. Die erste Gruppe erbringt soziale Dienstleistungen, die zweite Gruppe bilden die Vereine. 10
Der deutsche Non Profit Sektor hebt sich im internationalen Vergleich vor allem dadurch ab, dass beispielsweise zentrale Bereiche der Beziehungen zwischen dem öffentlichen und einigen Organisationen Non Profit Sektor hoch strukturiert sind. So zeichnet sich die Situation des Sektors durch drei Prinzipien aus: Das Subsidaritätsprinzip, das Selbstverwaltungsprinzip und das Prinzip der Gemeinwirtschaft. 11
Non Profit Organisationen unterscheiden sich in vielfältiger Weise von For Profit Unternehmen. So finanzieren Non Profit Organisationen ihre Arbeit aus verschiedenen Que llen. Zu nennen sind hier beispielsweise öffentliche Zuwendungen, Spenden, Beiträge, Gebühren und Entgelte für Leistungen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Einflussnahme externer Akteure auf die Non Profit Organisation. Die finanzielle Unter-
9 SieheAnheier/Salomon (1992), S. 45. Hierbei bedeutet Selbstverwaltung, dass es sich um eine eigenständige juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts handeln muss, die Entscheidungen selbständig treffen kann. Nicht-gewinnorientiert bedeutet, dass erzielte Erträge nicht an Eigner, Teilhaber oder Mitglieder ausgeschüttet werden dürfen. Freiwillig sollen die Organisationen in dem Sinne sein, als Zwangsorganisationen ausgeschlossen sind (vgl. Nährlich (2005), S. 226f.).
10 Vgl. Seibel (1997), S. 23.
11 Vgl. Anheier (1997), S. 30 ff. Auf den Seiten 31ff. werden die drei Prinzipien genauer dargstellt; auf-grund der gebotenen Kürze wird hier auf eine Darstellung verzichtet.
2
stützung der Organisation ist häufig zweckgebunden, so dass die Entscheidungsspie lräume eingeschränkt sind und beispielsweise von staatlichen Bestimmungen abhängen. 12
2.2 Wandlungsdruck auf Non Profit Organisationen
Es lassen sich mehrere verschiedene Richtungen ermitteln, aus denen ein Anpassungsdruck auf Non Profit Organisationen ausgeübt wird. Besonders der immer noch hohe, aber stetig abnehmende Einfluss des Staates auf diesen Sektor und somit die Abhängigkeit des Sektors vom Staat zeichnen sich als die größte Triebkraft bei der Veränderung von Non Profit Organisationen aus. Die abnehmenden finanzielle Leistungsfähigkeit der öffentlichen Kostenträger sowie die strukturelle Krise der öffentlichen Haushalte dür ften einer der Hauptgründe sein, warum immer mehr Organisationen unter Druck geraten. 13 Eng hiermit verbunden sind die Notwendigkeit eines sparsamen und effizienten Einsatzes besonders öffentlicher Mittel sowie die angestrebte Ausgliederung aus dem Strukturrahmen des öffentlichen Prozesses. 14 Als weitere wichtige Ursache lassen sich die Liberalisierungstendenzen aufgrund europäischer Richtlinien sowie die Deregulierung des Non Profit Sektors anführen. Die Europäische Union strebt an, Monopole und protektionistische Strukturen aufzuheben. 15 Die Deregulierung des Non Profit Sektors führt dazu, dass verstärkt private Unternehmen Dienstleistungen anbieten, die zuvor von Non Profit Organisationen angeboten worden sind. Dadurch erwächs t neben der stetig steigenden Anzahl an Konkurrenten aus dem Non Profit Sektor weitere Konkur renz. 16 Des Weiteren findet die demographische Entwicklung noch Erwähnung, wenn von den Triebkräften der Veränderungen von Non Profit Organisationen gesprochen wird. 17
3 Die Resource Dependence Theorie
Die Resource Dependence Theorie ist - im Gegensatz zur angloamerikanischen Diskussion - in der deutschsprachigen Organisationsforschung relativ wenig verbreitet, obwohl ihre Erklärungskraft als relativ hoch angesehen wird. 18 Bekannt geworden ist sie durch die Arbeit von Pfeffer und Salancik „The external control of organizations : a resource
12 Vgl. Nährlich (1998), S. 228.
13 Vgl. Ridder/Bruns/Neumann (2004), S. 33; Eckardstein/Zauner (2002), S. 548; Badelt (2002), S.669f.
14 Vgl. Eckardstein/Zauner (2002), S. 548f. Staatliche und kommunale Aufgaben werden verstärkt in die Eigenverantwortung der Zivilgesellschaft zurückdelegiert (vgl. Eckardstein/Zauner (2002), S. 549).
15 Vgl. Ridder/Bruns/Neumann (2004), S. 32.
16 Vgl. Eckardstein/Zauner (2002), S. 549; Anheier (2000), S. 19f.; Badelt (2002), S. 678f.
17 Vgl. Anheier (2000), S. 18; Ridder/Bruns/Neumann (2004), S. 33. Die zunehmende Alterung der Gesellschaft erfordert eine Anpassung der Leistungen der Non Profit Organisationen an diese Entwicklung.
18 Vgl. Nienhüser (2004), S. 88, Knyhausen-Aufseß (1997), S. 453.
3
Arbeit zitieren:
Dipl.-Ök. Alexandre Fuljahn, 2005, Veränderungen von Organisationen vor dem Hintergrund von Ressourcenabhängigkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unternehmensnetzwerke als Reaktion auf die Umwelt: Potentiale und Risi...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 16 Seiten
Prozessoptimierung der Auftragsbearbeitung in einem mittelständischen ...
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Diplomarbeit, 97 Seiten
Lehr- und Lerntheorien - Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivi...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Wettbewerbsstrategien (Core Competences von Hamel Prahalad)
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Wissenschaftlicher Aufsatz, 45 Seiten
Motivation von Mitarbeitern -Motivationstheorien-
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 16 Seiten
Aussagewert der Principal-Agent-Theorie für die Beschreibung, Erklärun...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 29 Seiten
Modifizierte Zinsschranke: Vergleich mit US-amerikanischen Earnings St...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 76 Seiten
Die Resource Dependence Perspektive im Kontext der Innovation
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 55 Seiten
Ressourcenorientierte Unternehmensführung
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 13 Seiten
Kernkompetenzen und ihr Beitrag zur ressourcenorientierten Unternehmen...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 98 Seiten
Alexandre Fuljahn's Text Veränderungen von Organisationen vor dem Hintergrund von Ressourcenabhängigkeiten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Alexandre Fuljahn hat den Text Veränderungen von Organisationen vor dem Hintergrund von Ressourcenabhängigkeiten veröffentlicht
Alexandre Fuljahn hat einen neuen Text hochgeladen
Veränderungen in Organisationen
Stand und Perspektiven
Rudolf Fisch, Andrea Müller, Dieter Beck
Implementing Corporate Governa...
Patrick S. Renz, Werner A. Müller, Martina Bihn
Reorganisation im Non-Profit-Sektor
Modernisierungsstrategien am ...
Manfred Moldaschl, Andreas Hinz, Thomas Wex
Balanced Scorecard in Verwaltung und Non-Profit-Organisationen
Andreas Georg Scherer, Jens Alt
0 Kommentare