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Verfasser : Andreas Mellenthin
1
Mai 2002
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1 Allgemeines 3
1.2 Was ist das BIP 3
1.3 Wie wird Wohlstand definiert 3
2. Probleme
2.1 statistische Mängel 4
2.1.1 Datenerhebung 4
2.1.2 Bewertung der staatl. Produktion 4
2.1.3 Inflation, Deflation und Wechselkurse 4
2.2 Unvollständigkeit 5
2.2.1 Nichtkompensierung von Umweltschäden mit deren Folgekosten 5
2.2.2 Wertansatz von sonstigen Reparaturkosten 6
2.2.3 Nichterfassung der Eigenleistungen privater Haushalte 6
2.2.4 Nichtberücksichtigung der Schattenwirtschaft 7
2.3 Aussagefähigkeitsmängel 7
2.3.1 Produktion und Einkommensverteilung 7
2.3.2 Nichtberücksichtigung der Zeitallokation 8
3. Alternativen 8
3.1 BIP-Verfeinerung und Erweiterung 8
3.2 Die Indexmethode 9
4. Fazit 10
5. Literaturangabe 11
2
1.Einleitung
1.1 Allgemeines
Für die Belange eines Staates, vor allem für dessen Strukturpolitik, ist es wichtig, etwas über die Wohlstandsituation und -entwicklung seiner Bevölkerung zu erfahren, denn der Staat als Repräsentant des Volkes wird daran gemessen, wie sehr er für das Wohl seines Volkes sorgt. Um dies nun zu ermitteln, braucht man gewisse Indikatoren, die alle Einflüsse auf die Wohlstandssituation berücksichtigen und Möglichkeiten bieten, es mit anderen Volkswirtschaften zu vergleichen. Ein Indikator, der meist für die Messung des Wohlstandes einer Gesellschaft herangezogen wird, ist das Bruttoinlandsprodukt.
1.2 Wofür steht das BIP
Das BIP stellt einen gesamtwirtschaftlichen Produktions- und Einkommensindikator dar. Betrachtet wird dabei die Produktion innerhalb der geographischen Grenzen eines Landes. Es ist dabei unerheblich, ob die Wirtschaftsleistung durch ausländische oder inländische natürliche oder juristische Personen erbracht wurde. Das BIP gibt gleichzeitig die inländischen Einkommen wieder, die im Zuge der Produktion entstanden sind. Eine Zunahme des BIP wurde in der Vergangenheit und wird auch heute noch verschiedentlich als Zunahme des Wohlstandes einer Bevölkerung interpretiert.
1.3 Wie wird Wohlstand definiert
Wohlstand lässt sich, zum Leid der Volkswirte, nicht mathematisch berechnen. Wohlstand ist viel mehr als die Menge des Geldes, welches man besitzt. Geld macht uns zwar glücklicher, jedoch auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Andere materielle Güter, wie z.b.: Autos, Fernseher, ein eigenes Haus und Urlaub, sowie immaterielle Faktoren, und da vor allem Freizeit und eine gesellschaftliche wie ökologische intakte Umwelt spielen eine wesentliche Rolle bei der Messung des Wohlstandes einer Person. Jedoch sind die Faktoren, die den Wohlstand widerspiegeln, auch nicht in jedem Land die gleichen, sondern unterscheiden sich in der Art oder Gewichtung der materiellen wie immateriellen Faktoren aufgrund unterschiedlicher gesellschaftlicher wie kultureller Normen und Wertvorstellungen sowie verschiedener geografischer Gegebenheiten. Ein Vergleich ist also nur mit gleichen Rahmenbedingungen sinnvoll. Somit lassen sich westliche Industrienationen sehr gut miteinander vergleichen, da sie identische materielle Wertvorstellungen besitzen und sich auch in den immateriellen nicht unterscheiden.
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Arbeit zitieren:
Andreas Mellenthin, 2002, BIP - kein Indikator für Wohlstandssituation und -entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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