I
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Vorgehensweise 2
2 Hauptteil 3
2.1 Angebot und Nutzung von Online-Zeitschriften 3
2.1.1 Formen der Internetangebote von Zeitschriftenverlagen. 3
2.1.2 Nutzung von Online-Medien 4
2.2 Untersuchungen zum zukünftigen Verhältnis von Print- und Online-
Zeitschriften. 4
2.3 Fallstudien. 7
2.3.1 Zur Vorgehensweise bei den Fallstudien. 7
2.3.2 Spiegel.de 8
2.3.3 Fitforfun.de 9
2.3.4 heise.de. 11
3 Schluss. 14
3.1 Zusammenfassende Betrachtung: Gefährdet das Internet die (Print-)
Zeitschriften ? 14
3.2 Fazit und Ausblick 15
4 Quellenverzeichnis 17
1 Einleitung 1
1 Einleitung
"[Es] ergibt sich gewissermaßen als ein Grundgesetz der Entwicklung des Nachrichtenwesens, dass die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauernd verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden, andere
1.1 Problemstellung
Internetmedien stehen zunehmend im Interessensgebiet von Kommunikationswissenschaft und Medienpraxis. Unter dem Stichwort „Medienkonvergenz“ wird der Effekt beschrieben, dass die Medien angesichts der technischen Entwicklungen immer näher zusammenrücken, und die neuen Medienangebote dadurch andere Funktionalitäten übernehmen. 2 Ihre Grenzen verschwimmen immer mehr, so dass bewährte Erkenntnisse aus der Kommunikationswissenschaft auf dem Prüfstand stehen. Allein die Abgrenzung, was als ein Medium zu bezeichnen sei, und wodurch es sich auszeichnet und von anderen Medien unterscheiden lässt, gerät zu einer schwierigen Aufgabe.
Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang häufig genannt wird, ist „Crossmedialität“. Hierunter versteht man eine Kooperation oder Verbindung zwischen Angeboten verschiedener Medientypen, 3 oder anders ausgedrückt ein Gesamtangebot, das über Mediengrenzen hinweg verteilt ist. Im Rahmen der beiden verwandten Themengebiete „Konvergenz“ und „Crossmedia“ bzw. „Crossmedialität“ soll in dieser Arbeit das Verhältnis zwischen Print und Online untersucht werden. Bisherige Beiträge w enden sich häufig dem Themen-Bereich der Online-Tageszeitungen zu. Da jedoch auch die Zeitschriftenverlage ein breites Internetangebot haben, und sich gerade aufgrund der fehlenden Tagesaktualität und des im allgemeinen eher unterhaltenden Inhaltes von Zeitschriften andere Rahmenbedingungen ergeben, soll hier der Frage nachgegangen werden, wie das
1 Aus: Riepl 1913, S. 5
2 Vgl. Hasebrink et al. 2004, S. 10
1 Einleitung 2
Verhältnis zwischen Zeitschriften und ihren Internet-Auftritten beschaffen ist. Es soll festgestellt werden, ob das Online-Medium das Print-Objekt substituiert oder sich komplementär dazu verhält. Eine dritte Möglichkeit, die ebenfalls geprüft werden soll, besteht theoretisch darin, dass sich Print- und Online-Angebot neutral gegenüberstehen.
Unter Online-Zeitschriften sollen hierbei im Folgenden Online-Auftritte bezeichnet werden, deren Muttermedium eine Zeitschrift aus dem Print-Bereich ist. Es soll sich dabei nicht um eine Eins-zu-eins-Kopie in elektronischer Form, also um ein so genanntes „e-paper“, handeln, sondern um einen inhaltlich gestalteten Internet-Auftritt.
1.2 Vorgehensweise
Die folgenden Untersuchungen nehmen in erster Linie Bezug auf die Print- bzw. Online-Angebote von Publikumszeitschriften, da Fachzeitschriften sowohl von ihrer Leserschaft als auch von den Rahmenbedingungen her in vielen Punkten anderen Anforderungen genügen müssen als Publikumszeitschriften.
Zunächst soll eine inhaltliche Grundlegung stattfinden, indem zuerst auf die Formen der Angebote von Online-Zeitschriften eingegangen wird, und dann die Nutzung von Online-Medien betrachtet wird.
Dann wird anhand von vorliegenden Nutzer- und Expertenbefragungen skizziert, wie das zukünftige Verhältnis zwischen Print- und Online-Zeitschriften aussehen wird respektive kann.
Als nächstes wird die eingangs formulierte mittels dreier Fallstudien untersucht. Es wird dabei überprüft, inwieweit die Erkenntnisse des theoretischen Teils in den Fallbeispielen wieder zu finden sind.
Im Schlussteil werden die Ergebnisse der Untersuchungen noch einmal zusammengefasst und zu einem Fazit gebracht. Schließlich folgt noch ein kurzer Ausblick.
3 Vgl.Neuberger 2003, S. 40
2 Hauptteil 3
2 Hauptteil
2.1 Angebot und Nutzung von Online-Zeitschriften
2.1.1 Formen der Internetangebote von Zeitschriftenverlagen
Derzeit hat fast jede Zeitschrift einen eigenen Internetauftritt - der Umfang und die Qualität des Angebotes variieren allerdings von Titel zu Titel. Man kann jedoch festhalten, dass das Angebot der Zeitschriftenverlage im Rezipientenmarkt im Vergleich zu dem der Zeitungsverlage deutlich breiter ist. 4
In Bezug auf das Angebot in dem Ursprungsmedium, der Print-Ausgabe der Zeitschrift, unterscheiden sich die jeweiligen Internet-Auftritte in ihrer Eigenständigkeit und ihrer Funktion für den Verlag. Neuberger (2003) 5 differenziert die „Formen intermediären Handelns von Medienanbietern“ auf der Angebotsebene wie folgt: Die einfachste Form - die Urform - ist die „Imitation“, also die direkte Kopie der formalen und inhaltlichen Elemente in das neue Medium Internet. Unter diese Ange-botsform fällt das reine „e-Paper“, das allerdings in diesem Rahmen nicht näher betrachtet werden soll.
6 Zeitschriften „Transfer“, also eine Mehrfachverwertung der vorhandenen Inhalte, die „Kombination“ als Verknüpfung und
4 Vgl. Sjurts 2002, S. 328
5 Vgl. Neuberger 2003, S. 37 ff.
6 Quelle: eigene Darstellung in leichter Anlehnung an Neuberger 2003, S. 38
2 Hauptteil 4
Ergänzung der unterschiedlichen Angebote einer Medienmarkenfamilie und die „crossmediale Werbung“, also die Nutzung eines Mediums als Werbeträger für ein anderes Medium. Abbildung 1 zeigt diese Formen des intermediären Angebotes in Bezug auf (Online-) Zeitschriften im Überblick.
2.1.2 Nutzung von Online-Medien
Die Online-Nutzung hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Das ist unbestritten. Doch in welchem Maße sie zugenommen hat und zunehmen wird, und wer überhaupt als Online-Nutzer zu betrachten ist, ist noch ein recht unscharfer Punkt. In einschlägigen Untersuchungen wird zum Teil schon als Online-Nutzer definiert, wer in den letzten zwölf Monaten das Internet genutzt hat. 7 Eine solche Betrachtung wäre in Bezug auf klassische Medien undenkbar: Es wäre so, als würde man jemanden als Zeitungsleser einstufen, der innerhalb des letzten Jahres einmal eine Zeitung gelesen hat.
Trotz dieser Unschärfe lassen sich aus den bisherigen Befragungen deutliche Trends ableiten. Schweiger (2004) hat sechs Studien aus den Jahren 2001 bis 2004 zusammengestellt. Je nach Untersuchung bewegt sich der Anteil der Online-Nutzer zwischen 31,8 und 55,7 Prozent - das Internet hat sich also in jedem Falle zu einem Massenmedium mit einer großen Rezipientenschaft entwickelt. Auch speziell die Nutzung von Online-Zeitschriften hat einen großen Anteil der Bevölkerung erreicht: Die ARD/ZDF-Online-Studie 2004 hat ergeben, dass 50 Prozent der Online-Nutzer schon einmal auf dem Onlineangebot einer Zeitung oder Zeitschrift gesurft haben. 8 In die gleiche Richtung gehen die Ergebnisse der „WWW-Benutzer-Analyse W3B“ 9 aus dem Jahr 2000: Sie zeigen, dass 27,5 Prozent der Nutzer „regelmäßig“ Online-Zeitschriften nutzen. Dieser Anteil übertrifft die Nutzerzahlen von Online-Tageszeitungen (17,9 Prozent) deutlich.
2.2 Untersuchungen zum zukünftigen Verhältnis von Print-
und Online-Zeitschriften
Nachdem mit einer kurzen Betrachtung der Angebotsseite und der Nutzung der Online-Zeitschriften die grundlegenden Rahmenbedingungen dargelegt worden sind, soll nun gegenübergestellt werden, was bisherige Untersuchungen zum zukünftigen
7 Vgl. Schweiger 2004, S. 94 ff.
8 Vgl. Van Eimeren et al. 2004, S. 363
9 Die Studie wurde von der Fittkau & Maaß GmbH durchgeführt. Vgl. Fittkau 2002
Arbeit zitieren:
Sonja Pölig, 2004, Konvergenz zwischen Print und Online: Substituieren Online-Zeitschriften ihr Print-Pendant, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Printmedien online - crossmediale Konzepte der Tageszeitungen im Inter...
Eine Analyse der erfolgreichen...
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Hausarbeit, 18 Seiten
Auswirkungen des Online-Angebotes von Zeitschriften: Der intermediäre ...
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Bachelorarbeit, 63 Seiten
Die Kultivierungshypothese George Gerbners
Medien / Kommunikation - Forschung und Studien
Hausarbeit, 23 Seiten
Die Inszenierung von Ludwig XIV. im Vergleich zur heutigen Werbung und...
Seminararbeit, 19 Seiten
Evaluationsforschung: Qualitative und Quantitative Ansätze
Seminararbeit, 13 Seiten
Journalismus aus Sicht der Cultural Studies und der Systemtheorie
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Seminararbeit, 19 Seiten
Die Operationalisierung von parasozialer Interaktion. Ein Vergleich zw...
Medien / Kommunikation - Forschung und Studien
Seminararbeit, 23 Seiten
Umberto Boccioni - Urformen der Bewegung im Raum
Kunst - Uebergreifende Betrachtungen
Hausarbeit, 18 Seiten
Handlungstheorie vs. Systemtheorie - ein kommunikationstheoretischer V...
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Seminararbeit, 17 Seiten
John Stuart Mill - wirtschafts- oder sozialliberal ?
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 18 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Medienmarken als Erfolgsfaktor - Zusatzgeschäfte als strategische Opti...
Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
Diplomarbeit, 124 Seiten
Turnierentlohnung und Anstrengung der Sportler - Golf und andere Beisp...
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Seminararbeit, 22 Seiten
Sonja Pölig hat den Text Konvergenz zwischen Print und Online: Substituieren Online-Zeitschriften ihr Print-Pendant veröffentlicht
Sonja Pölig hat einen neuen Text hochgeladen
Print and Online Newspapers in Europe: A Comparative Analysis in 16 Co...
Richard van der Wurff, Edmund Lauf
Annual Review of Law and Social Science, Vol. 4: Print and Online
Reviews Annual, John Hagan
Pfenninger and Fowler's Procedures for Primary Care: Expert Consult - ...
Expert Consult - Online and Pr...
John L. Pfenninger, Grant C. Fowler
0 Kommentare