Innovative Cluster - Chancen und Risiken für KMU I
Inhaltsverzeichnis Seite
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Problemstellung und Gang der Arbeit 1
2. Begriffliche Grundlagen 1
2.1 Die kleinen und mittleren Unternehmungen in Deutschland 1
2.1.1 Begriff der KMU 1
2.1.2 Bedeutung und Charakteristika des deutschen Mittelstandes 2
2.2 Der Cluster 3
2.2.1 Definition von Clustern 3
2.2.2 Der innovative Cluster 6
2.2.3 Entstehung, Entwicklung und Niedergang von Clustern 6
3. Die KMU als Bestandteil eines Clusters 8
3.1 Aktuelle Rahmenbedingungen und Entwicklungen 8
3.2 Positive Aspekte der Clusterzugehörigkeit für die KMU 9
3.3 Negative Aspekte der Clusterzugehörigkeit für die KMU 10
3.4 Konsequenzen der Clusterzugehörigkeit für die KMU 11
4. Fazit und Ausblick 12
Literaturverzeichnis 14
Innovative Cluster - Chancen und Risiken für KMU II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung AR Aufsichtsrat BDI Bundesverband der deutschen Industrie BIP Bruttoinlandsprodukt BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Bsp. Beispiel bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise ca. circa D. Deutschland dt. deutsch evtl. eventuell etc. et cetera ext. extern ggf. gegebenenfalls hinsichtl. hinsichtlich Hrsg. Herausgeber i.d.R. in der Regel IfM Institut für Mittelstandsforschung Bonn insb. insbesondere ital. italienisch Jh. Jahrhundert KMU kleine und mittlere Unternehmungen mögl. möglich niederl. niederländisch opt. optimal polit. politisch S. Seite sog. so genannt u.a. unter anderem v.a. vor allem Vgl. Vergleiche z.B. zum Beispiel
Innovative Cluster - Chancen und Risiken für KMU
Abbildungsverzeichnis Seite
Abb. 1: Karikatur zum Umgang mit Innovationen im Mittelstand
Abb. 2: Größenkategorisierung der Unternehmungen in Deutschland
Abb. 3: Darstellung beispielhafter Unternehmungen des dt. Mittelstandes
Abb. 4: Kennzahlen für die Bedeutung des Mittelstandes in der dt. Volkswirtschaft
Abb. 5: Diamant nach Porter: Quellen standortbezogener Wettbewerbsvorteile
Abb. 6: Cluster wettbewerbsfähiger Industrien in Deutschland
Abb. 7: Italienischer Schuh- und Modecluster
Abb. 1: Karikatur zum Umgang mit Innovationen im Mittelstand
Quelle : Schade, C (2001), S
Innovative Cluster - Chancen und Risiken für KMU 1
1. Problemstellung und Gang der Arbeit
Kleine und mittlere Unternehmungen (KMU) in Deutschland sind in den vergangenen Jahren vermehrt Gegenstand der Diskussion in Politik und Gesellschaft geworden. Sie werden als das Rückgrat der dt. Wirtschaft beschrieben, da sie die Unternehmungen sind, die den Großteil der Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und den überwiegenden Teil des BIP produzieren. 1 Aufgrund wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Veränderungen sehen sich die KMU neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Vor diesem Hintergrund sei die Frage diskutiert, ob die Zusammenarbeit mehrerer Unternehmungen unter Einschluss örtlicher Institutionen in einem sog. Cluster sinnvoll ist. Im Rahmen dieser Arbeit werden zunächst KMU definiert und das System des Clusters ausführlich vorgestellt. Dabei erscheint es aufgrund seiner hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung sinnvoll, auf den dt. Mittelstand abzustellen. Ausgehend von diesen Grundlagen wird der Bezug zu aktuellen Entwicklungen hergestellt, um im Anschluss Vor-und Nachteile einer Clustermitgliedschaft für KMU darzustellen. Abschließend folgt eine Zusammenfassung sowie ein Ausblick auf die künftige Bedeutung der Cluster.
2. Begriffliche Grundlagen 2.1 Die kleinen und mittleren Unternehmungen in Deutschland 2.1.1 Begriff der KMU
Grundlage der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit KMU ist die Strukturierung des Unternehmungsbestandes nach Größenklassen. Gebräuchlich ist eine Kategorisierung, bei der Unternehmungen nach quantitativen Kriterien in drei Klassen eingeteilt werden. Verwendet werden die pragmatischen Kriterien Beschäftigtenzahl und Umsatz (Abb. 2).
Abb. 2: Größenkategorisierung der Unternehmungen in Deutschland 2
Obwohl diese Kategorisierung kleine und mittlere Unternehmungen voneinander trennt, ist es gängige Praxis, diese unter dem Begriff Mittelstand zusammenzufassen. 3 Nachfolgend werden daher die Begriffe KMU und Mittelstand ebenfalls synonym verwendet. Zusätzlich zu diesen quantitativen Kriterien werden oft qualitative Kriterien hinzuge- 1 Vgl. Günterberg, B. / Wolter, H.-J. (2002), S. 21-23.
2 Quelle: Internetseiten des IfM Bonn (2002). Nach dieser Definition gab es in Deutschland im Jahre 2000 rund 3,3 Mio. mittel-
ständische Unternehmungen. Beachte: Hierbei werden Unternehmungen, Einzelunternehmen sowie Betriebe / Freie Berufe /
Gewerbetreibende nicht unterschieden. Den 3,3 Mio. Mittelständlern standen rund 5.800 Großunternehmungen gegenüber.
3 Zur Gängigkeit dieser Sprachregelung vgl. z.B. Kayser, G. (1986), S. 19-20.
Innovative Cluster - Chancen und Risiken für KMU 2
zogen, da obige Kategorisierung dem Begriff Mittelstand nicht vollständig gerecht wird und viele konstituierende Merkmale des Mittelstandes qualitativer Natur sind. 4 Wichtige Kriterien sind die Einheit von Eigentum, Haftung und Leitung sowie der Führungsstil, Familienbesitz bzw. Konzernunabhängigkeit. 5 Eine qualitative Abgrenzung erscheint sinnvoll, wenn man sich verdeutlicht, dass eine im Familienbesitz befindliche und durch Eigentümer geführte Unternehmung mit mehr als 499 Beschäftigten nicht mit einer DAX30-Unternehmung vergleichbar ist. Einige solcher Bsp. sind in Abb. 3 dargestellt.
Abb. 3: Darstellung beispielhafter Unternehmungen des dt. Mittelstandes 6
Daher bemerkt Glouchevitch (1992) richtig: „In the eyes of most Germans, however, this definition is too restrictive; many companies with sales in the DM 500 million
range ... proudly refer themselves as being ‘of the Mittelstand’, if only in spirit” 7 .
2.1.2 Bedeutung und Charakteristika des deutschen Mittelstandes
Die mittelständische Wirtschaft ist in Marktwirtschaften von großer Bedeutung. 8 Durch einen Vergleich der Beiträge zum BIP kann erkannt werden, dass in keinem anderen Land in Europa Klein- und Mittelbetriebe so wichtig sind wie in der dt. Volkswirtschaft. Gründe für die große Anzahl von KMU sind nicht nur ökonomischer (z.B. geringere Anforderungen hinsichtl. Mitbestimmung), sondern auch außerökonomischer, gesellschaftlicher Natur (z.B. werden Unternehmer-Motivationsfaktoren wie Unabhängigkeit und Gestaltungsbedürfnis nur in kleinen Einheiten wirksam). 9 Die ökonomische Bedeutung des dt. Mittelstandes verdeutlichen folgende Kennzahlen:
4 Vgl. Pfohl, H.C. (1997), S. 1-25.
5 Vgl. Pfohl, H.C. (1997), S. 5 sowie Günterberg, B. / Wolter, H.-J. (2002), S. 21-23.
6 Quelle: Eigene Recherchen, Internetseiten der Unternehmungen sowie Datenbanken.
7 Glouchevitch, P. (1992), S. 57. Oft wird in der angelsächsischen und amerikanischen Literatur heute auf eine Übersetzung des
Begriffs Mittelstand („German Mittelstand“) verzichtet, um darzustellen, dass es sich hier insb. um ein dt. Phänomen handelt.
8 Vgl. Albach, H. (1983), S. 870. Albach formuliert: „Die mittelständischen Unternehmen sind die Marktwirtschaft.“.
9 Vgl. ausführlich Mugler, J. (1995), S. 35-99. Dies sei auch als Begründung für die Anmerkung unter Fußnote 7 verstanden.
Arbeit zitieren:
Tom Sieber, 2004, Innovative Cluster - Chancen und Risiken für KMU, München, GRIN Verlag GmbH
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