Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Symbolverzeichnis. IV
1 Einleitung 1
2 Herleitung der Mincer Earning Function. 2
2.1 Schooling-Function 2
2.2 Human Capital Earning Function. 4
3 Analyse verschiedener Einkommensfunktionen 5
4 Erweiterte Mincer Earnings Function 7
4.1 Anwendungsbeispiel 1972 7
4.2 Anwendungsbeispiel 2004 9
4.3 Kritische Würdigung 11
5 Schlussbetrachtung 13
Literaturverzeichnis. IV
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ergebnisse einer erweiterten Mincer Lohnregression 1972.............. 8
Abbildung 2: Private Bildungserträge in Deutschland: Bruttolohnregression für
Symbolverzeichnis
Derzeitiges Alter A: ALTER: Lebensalter in Jahren ALTERQ: Quadriertes Lebensalter in Jahren Alter zur Zeit der Einsschulung B: C t : monetäre Höhe der Humankapitalinvestitionen in Periode t E t : Potentielles Einkommen in t FST: Familienstand (1 = verheiratet) GESCHL: Geschlecht (1 = Mann) KINDER: Anzahl der Kinder unter 16 Jahren im Haushalt lnY: Logarithmus des jährlichen Einkommens QUALI1: Kein Schulabschluss; Hauptschul- oder Realschulabschluss ohne abgeschlossene Lehre QUALI2: Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Lehre; Abitur ohne abgeschlossene Lehre QUALI3: Abitur mit abgeschlossener Lehre QUALI4: Fachhochschul- oder Hochschulabschluss NAT: Nationalität (1 = Ausländer) ÖFFD: Beschäftigung im Öffentlichen Dienst (1 = Ja) OST: Region (1 = Ostdeutschland) r: Rendite für Humankapitalinvestition R 2 : Bestimmtheitsmaß r s : Rendite für „Schooling“ r p : Rendite für „Post-schooling“ S: Anzahl Schuljahre s t : Zeitanteil für Humankapitalinvestitionen t: Berufserfahrung UG1: Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern UG2: Unternehmen mit 21 bis 200 Mitarbeitern UG3. Unternehmen mit 201 bis 2 000 Mitarbeitern UG4: Unternehmen mit mehr als 2 000 Mitarbeitern Y t : Effektives Einkommen zum Zeitpunkt t
IV
1 Einleitung
Jacob Mincer wurde 1922 in Polen geboren. 1 Seine ökonomische Arbeit an der Columbia University in Amerika, die er verspätet nach Verfolgung und Konzentrationslager begann 2 , wurde stark durch die enge Zusammenarbeit mit Gary S. Becker, der mit seinem Buch „Human Capital“, die Grundlagen der produktivitätssteigernden Humankapitaltheorie geschaffen hat, stimuliert und forciert. 3 Investitionen in Humankapital erhöhen nach Ansicht der Human-kapitaltheorie 4 die individuelle Arbeitsproduktivität, wodurch das individuelle Einkommen steigt. Der Titel seiner Dissertation von 1957 „A Study of Personal Income Distribution“ zielte bereits deutlich in die Richtung seiner zukünftigen Forschungsarbeit. Mincer begann seine Forschung in einer Zeit in der das öffentliche Interesse an den Problemen der Einkommensverteilung gering war. 5 In einem Aufsatz aus dem Jahre 1958 erklärt Mincer Einkommensunterschiede anhand durch den Grad der Schulbildung. 6 Mincer stellte ein Einkommens-Erfahrungs-Profil mit einer linearen Beziehung zwischen den beiden Variablen Alter und Einkommen vor. 7 Ein Aufsatz von Mincer aus dem Jahre 1962 stellt die erste systematische, Analyse von Training-on-the-job 8 als weitere Determinante des Einkommens-wachstums innerhalb des Arbeitslebenszyklus dar. 9 Mincer hatte so nicht nur ein theoretisches Gerüst erstellt, sondern eine empirische Formulierung hergeleitet, die ihn mit entsprechendem Datenmaterial in die Lage versetzte, Einkommens-funktionen zu schätzen. Die Erweiterung seiner „Schooling-Function“ durch Erfahrung wird in der Veröffentlichung „Schooling, Experience and Earnings“ im Jahr 1974 als die „Human Capital Earnings Function“ präsentiert 10 , die durchaus als ein Meilenstein der empirischen Volkswirtschaftslehre angesehen werden kann. 11
1 Vgl. o.V. (2002), S. 599.
2 Vgl. Heckman, J. J. (2003), S. 247.
3 Vgl. Chiswick, B. (2003), S. 347.
4 Für eine kurze Übersicht der historischen Ausgangspunkte von Humankapitaltheorien sei auf
Polachek, S. (2003a), S. 274-275 verwiesen.
5 Vgl. Fuchs, V. R. (1974), S. xv.
6 Vgl. Heckman, J. J. (2003), S. 246.
7 Vgl. Mincer (1958), S 301. Diese Beziehung relativiert er im Laufe seiner Forschung dahinge-
hend, dass ein erheblicher Unterschied zwischen den Variablen Alter und Erfahrung besteht.
8 In einer ersten Schätzung liegt die Bildungsrendite für ein Jahr On-the-job-training zwischen 9%
und 13%. Hierzu sei auf Mincer, J. (1962), S. 66 verwiesen.
9 Vgl. hierzu und im Folgenden Heckman, J. J. (2003), S. 246.
10 Vgl. Mincer (1974), S. 2.
11 Vgl. Heckman, J. J./Lochner, L. J./Todd, P. E. (2002), S.1.
1
In der vorliegenden Arbeit geht es darum die theoretische Herleitung der „Human Capital Earnings Function“ in zwei Schritten darzustellen, d.h. wie wurde sie entwickelt, mit der Zeit weiterentwickelt und anwendungsorientiert modifiziert. Im Laufe der Arbeit soll also die Frage geklärt werden, wie weit uns die „Human Capital Earnings Function“ nach 31 Jahren gebracht hat, bzw. welchen Einfluss die eigentlich simple Gleichung auf die empirische Forschung nehmen konnte und wie relevant ist sie noch heute für die Wissenschaft ist. Im zweiten Kapitel wird die „Schooling-Function“ und darauf aufbauend die typische „Human Capital Earnings Function“ mit geeigneten Parametern hergeleitet. Im dritten Kapitel werden geschätzte Einkommensfunktionen einer näheren Analyse unterzogen. Darüberhinaus werden Erweiterungsmöglichkeiten der Earning-Function dargelegt. In Kapitel vier werden zwei Anwendungs-beispiele aus den Jahren 1972 und 2003 analysiert und einer kritischen Würdigung unterzogen. In der Schlussbetrachtung werden die Erkenntnisse und Hauptaussagen dieser Arbeit zusammengefasst.
2 Herleitung der Mincer Earning Function
2.1 Schooling-Function
Im ersten Schritt wird ein Modell hergeleitet, dass nur die Schulbildung als Humankapitalinvestition in seine Formel einschließt. 12 Die Annahme ist die, dass das potentielle Einkommen in der nächsten Periode vom potentiellen Einkommen, von den individuellen Humankapitalinvestitionen und der dazugehörigen Humankapitalrendite in den Vorperioden abhängt. 13 E 1 = E 0 + rC 0 E 2 = E 1 + rC 1 = E 0 +rC 0+ rC1 Im Allgemeinen ergibt sich: − 1 t E t = E 0 + r ∑
C .
i
= 0 i
Die Humankapitalinvestitionsausgaben C t (in $) ergeben sich in jeder Periode aus der Differenz zwischen dem potentiell möglichen und dem tatsächlichen Einkommen. C t = E t - Y t
12 Vgl. Mincer, J. (1974), S. 8.
13 Vgl. hierzu und im Folgenden Polachek, S./Siebert, S. W. (1993), S. 72.
2
Arbeit zitieren:
Kai Eickhof, 2005, Jacob Mincer's Human capital Earning Function - Theoretische Herleitung, Analyse und aktuelle Anwendung, München, GRIN Verlag GmbH
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