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Die Beeinflussung von Konjunkturdaten auf die Bedeutung des Risikos als Pricing Factor von deutschen Aktien

Title: Die Beeinflussung von Konjunkturdaten auf die Bedeutung des Risikos als Pricing Factor von deutschen Aktien

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 29 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andre Merz (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Hintergrund dieser Arbeit ist die Annahme, dass die meisten Investoren lediglich Erwartungen darüber bilden, ob eine Anlage in das Wertpapier A heute besser ist als eine Anlage in das Wertpapier B. Der Autor vermutet, dass u. a. die aktuellen Konjunkturdaten eine nicht zu vernachlässigende Beeinflussung auf die Investitionsentscheidungen verursachen. Unter dieser Prämisse sollten dann aber zyklische Wertpapiere in der vorhersehbaren Rezession, gemessen anhand Daten eines Wirtschaftsinstitutes, geringere Renditen als nicht zyklische Wertpapiere haben. Im Boom sollten die Renditen dagegen höher sein. Dieses Ergebnis ist dann aber nicht mit der vorherrschenden Kapitalmarkttheorie vereinbar, da lt. Definition ein höheres Risiko immer mit einer höheren Rendite einhergehen sollte.
Um die Untersuchung vornehmen zu können, werden zunächst die wesentlichen Inhalte und Defizite / Marktanomalien der vorherrschenden Kapitalmarkttheorie sowie Erklärungsansätze hierfür herausgearbeitet, um darauf aufbauend ein Modell aufzustellen, das die empirische Prüfung der Annahme unter Einbeziehung von Konjunktur- und Aktienmarktdaten deutscher Blue Chips von Januar 1995 - Dezember 2002 im weiteren Verlauf der Arbeit ermöglicht. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz näher eingegangen. Schließlich werden die Ergebnisse nochmals zusammengefasst und Überlegungen hinsichtlich der Konsequenzen dieser Ergebnisse für die vorherrschenden Anlagestrategien angestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit

2. Kapitalmarkttheoretische Bewertungsmodelle

2.1 Theoretische Grundlagen

2.2 Kapitalmarktmodelle und ihre empirische Gültigkeit

2.2.1 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)

2.2.2 Die Arbitrage Pricing Theory (APT)

2.3 Anomalien auf Aktienmärkten

2.3.1 Anomalien hinsichtlich der Effizienzthese

2.3.2 Kennzahlanomalien

2.3.3 Temporäre Anomalien

2.4 Erklärungsansätze für Anomalien auf Aktienmärkten

3. Modellbildung

3.1 Der ifo Geschäftsklima-Index

3.2 Der risikofreie Einmonats-Zins

3.3 HDAX

3.3 Entwurf eines Zweifaktorenmodells

4. Empirische Untersuchung

4.1 Konstruktion der Aktienportfolios

4.2 Daten

4.3 Ergebnisse

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Studienarbeit untersucht, ob die relativen Preise deutscher Blue Chips primär durch ihr systematisches Risiko bestimmt werden oder ob kurzfristige Erwartungsschwankungen, wie sie sich in Konjunkturdaten widerspiegeln, einen signifikanten Einfluss ausüben.

  • Kapitalmarkttheoretische Bewertungsmodelle (CAPM und APT)
  • Anomalien auf Aktienmärkten und deren Ursachen
  • Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz
  • Konstruktion und empirische Prüfung eines Zweifaktorenmodells
  • Einfluss des ifo Geschäftsklima-Index auf Aktienrenditen

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Die Arbitrage Pricing Theory (APT)

Ross ist mit seiner APT eben auf dieses Problem eingegangen. Bei dieser Theorie können die Renditen nicht nur über einen fiktiven Faktor, sondern über beliebig viele ökonomische Einflussfaktoren bestimmt werden. Als systematische Faktoren gelten dabei Größen wie: Zinssätze, Zinsspreads, Inflation, Wechselkurse, Outputniveau, Ölpreis und z. B. Konjunkturfaktoren. Während das CAPM noch auf dem Einfaktorenmodell basiert, hat sich die APT also zum Mehrfaktorenmodell entwickelt. Der große Spielraum bei der Auswahl dieser Faktoren bietet aber nicht nur Vorteile, so entsteht hierdurch zwar eine große Flexibilität, der hohe Schätzaufwand und die Unspezifizierbarkeit der Risikofaktoren stehen aber als Nachteile an erster Stelle. Eine weitere Gefahr ist die von Scheinzusammenhängen. So lässt sich zwar vielleicht relativ einfach ein statistisch signifikanter Zusammenhang erkennen (wie z. B. zwischen der Geburtenrate und der Anzahl von Störchen im Land), zur Darstellung struktureller, kausaler Zusammenhänge dienen diese jedoch offensichtlich nicht.

Zu Beginn muss daher festgehalten werden, dass es generell nur bedingt möglich ist, komplexe Systeme, wie z. B. den Finanzmarkt, komplett in einem Modell zu erfassen. Der Zweck der Modellbildung besteht vielmehr in der Herausarbeitung der grundsätzlichen, ökonomisch wichtigen Verbindungen, die dann, evtl. auch von Störungen beeinflusst, die kennzeichnenden Entwicklungen erklären, bzw. vorhersagen können.

Die APT stützt sich nicht wie das CAPM auf die Portfoliotheorie, sondern beruht auf Arbitragemechanismen, die dafür Sorge tragen, dass Arbitrageaussichten im Markt festgestellt und sofort egalisiert werden.

Ebenfalls im Gegensatz zum CAPM geht die APT von weit weniger restriktiven Bedingungen aus. Vor allem wird auf die Annahme, dass alle Investoren das Marktportfolio halten, wird verzichtet.

Die Gemeinsamkeit mit dem CAPM liegt u. a. darin, dass lediglich das systematische Risiko des Wertpapieres zur Bewertung relevant ist, während das unsystematische Risiko durch Diversifikation eliminiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Psychologie der Börse und Darstellung der Forschungsfrage, ob systematisches Risiko oder Erwartungsschwankungen die Preisbildung beeinflussen.

2. Kapitalmarkttheoretische Bewertungsmodelle: Analyse der theoretischen Grundlagen sowie Erläuterung der Modelle CAPM und APT und der Existenz von Marktanomalien.

3. Modellbildung: Definition der verwendeten Indikatoren, insbesondere des ifo Geschäftsklima-Index und des risikofreien Zinses, sowie Herleitung des Zweifaktorenmodells.

4. Empirische Untersuchung: Methodische Vorgehensweise bei der Konstruktion der Aktienportfolios und Erläuterung der verwendeten Datenbasis für den Untersuchungszeitraum.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Vorteile des APT-Ansatzes gegenüber dem klassischen CAPM und Einordnung der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Aktienmärkte, Kapitalmarkttheorie, CAPM, Arbitrage Pricing Theory, Behavioral Finance, Marktanomalien, ifo Geschäftsklima-Index, Konjunkturdaten, Systematisches Risiko, Portfolio-Konstruktion, Blue Chips, Renditeerwartung, Effizienzthese, Zweifaktorenmodell, Börsenpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Konjunkturdaten auf die Preisbildung von deutschen Aktien unter Berücksichtigung systematischer Risikofaktoren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft klassische Kapitalmarkttheorien mit modernen Erkenntnissen der Behavioral Finance und empirischen Modellbildungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Renditen deutscher Blue Chips durch das systematische Beta-Risiko oder primär durch kurzfristige Erwartungsschwankungen erklärt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitatives Zweifaktorenmodell entwickelt und empirisch anhand von Aktienrenditen und ifo-Konjunkturdaten überprüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Bewertungsmodelle, die Definition der Modellvariablen sowie die empirische Analyse der Aktienportfolios.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kapitalmarkttheorie, APT, Marktanomalien, ifo Geschäftsklima-Index und systematisches Risiko.

Warum wird der ifo Geschäftsklima-Index als Variable gewählt?

Er dient als prominenter Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, um den Einfluss von Konjunkturerwartungen auf das Investorenverhalten zu messen.

Welche Rolle spielt die Behavioral Finance in dieser Arbeit?

Sie wird als notwendige Ergänzung diskutiert, um Marktbewegungen zu erklären, die durch klassische Modelle des "homo oeconomicus" nicht ausreichend erfasst werden können.

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Details

Title
Die Beeinflussung von Konjunkturdaten auf die Bedeutung des Risikos als Pricing Factor von deutschen Aktien
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Course
Kapitalmarkttheoretische Bewertungsmodelle
Grade
2,3
Author
Andre Merz (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V46838
ISBN (eBook)
9783638439367
Language
German
Tags
Beeinflussung Konjunkturdaten Bedeutung Risikos Pricing Factor Aktien Kapitalmarkttheoretische Bewertungsmodelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Merz (Author), 2004, Die Beeinflussung von Konjunkturdaten auf die Bedeutung des Risikos als Pricing Factor von deutschen Aktien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46838
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