Vorwort
Es gibt schon viele Untersuchungen über die Pubertät. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Theoriebildung, möchte ich meine eigenen Erfahrungen und Untersuchungen zu dieser Thematik vorstellen.
Zudem ist es schwierig, ein so umfangreiches Thema in ein paar wenigen Sätzen zu dokumentieren. Daher habe ich auch nicht alle Probleme, die die Pubertät mit sich bringen, angesprochen.
Ich danke den drei Jugendlichen (Mädchen 11 und 17, Junge 14), die sich bereit erklärt haben, Fragen in einem Interview zu beantworten. Aus diesen drei Interviews lässt sich natürlich noch keine Statistik erstellen, auch keine zentrale Aussage formulieren. Dazu bedarf es weit mehr. Trotzdem ist es sehr interessant, was diese drei Jugendlichen in wenigen Worten - und unabhängig von einander - zu sagen haben.
Bellnhausen, 31.12.2003
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Einleitung 4
2. Pubertätsentwicklung 6
2.1. Sexuelle Aufklärung 7
2.2. Sexualität in der Pubertät 8
2.3. Persönlichkeitsentwicklung in der Pubertät 9
2.4. Veränderungen der Gefühle 10
2.5. Suchtprobleme in der Pubertät 11
3. Fragen/Methoden 13
3.1. Auswertung 13
4. Fazit Konsequenzen für die pädagogische Arbeit 14
5. Literaturverzeichnis 17
Anhang
Abkürzungsverzeichnis 18
Interviews 19
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1.Einleitung
Fängt Pubertät heutzutage früher an? Werden Kinder früher Jugendliche bzw. Erwachsene? Gibt es psychische und/oder physische Auswirkungen? Das sind Fragen, die mich sehr interessieren und mich dazu bewogen haben, eine Hausarbeit zu diesem Thema zu verfassen.
Als eine der schwierigsten Entwicklungsphasen gilt die Pubertät. In der Tat kann die Pubertät des Kindes sowohl für die ganze Familie, als auch für LehrerInnen und das gesamte soziale Umfeld sehr anstrengend werden. Die meisten Eltern (um hier nur ein soziales Umfeld zu nennen) erleben Zeiten der Ermüdung, Entmutigung bis hin zur Verzweiflung. Eine Menge an Verständnis, Toleranz und Vertrauen gegenüber ihrem Kind wird von ihnen abgefordert.
Die Phase der Pubertät ist nicht nur für die Eltern, sondern auch für das Kind schwierig. Denn es erlebt sie als eine Zeit der Unsicherheit und eine Zeit der großen Sprünge von der Kindheit in das Erwachsenenalter. Innere und äußere Veränderungen stürzen es in Unruhe, ja, sogar in Angst und manchmal in Verzweiflung. Es führt einen Kampf aus, bei dem es Unterstützung und viel, viel Liebe braucht.
„Jugend braucht Tugend“, sagt ein deutsches Sprichwort. „Alte Kuh gar leicht vergisst, dass sie ein Kalb gewesen ist“, meint ein anderes. Es geht um die Frage, wie Jugendliche eigentlich sind oder welchen Weg sie gehen. Viele Eltern vergessen oft, dass auch sie einmal Kinder und Jugendliche waren. Sie mussten ihren Weg finden und die Gewohnheiten ihrer Eltern hinter sich lassen. Auch sie brauchten die Unterstützung ihrer Eltern.
Die Situation der heute Jugendlichen ist jedoch ganz anderes, als die ihrer Eltern oder Großeltern. Es herrscht ein rasches Lebenstempo, alles ist teuer, die Risiken sind groß. Heute zählt: „Streng dich an, dass du gefällst, sei sexy, locker, setz’ dich durch, sei perfekt.“ Sie wissen schon sehr früh über alles Bescheid, ganz egal, ob es sich dabei um Sexualität, Scheidung, Kindesmissbrauch, Gewalt,...handelt. Dieses frühe Wissen wirkt sich auf den jungen Menschen aus.
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Darum ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern helfen und falls nötig, auch bei entsprechenden Einrichtungen Hilfe suchen. Als Eltern kann man sich heute keine Beiläufigkeit leisten.
Zunächst beschäftige ich mich mit der Pubertätsentwicklung (Körperveränderung und geistig-seelischer Entwicklung). Im darauf folgenden Kapitel führe ich eigene Untersuchungen anhand eines Interviews mit Jugendlichen durch und komme dann zu den Schlussfolgerungen und Konsequenzen für die pädagogische Arbeit.
2. Pubertätsentwicklung
Das Wort Pubertät kommt aus dem Lateinischen und heißt eigentlich „Mannbarkeit“, „Zeit der menschlichen Entwicklung zur Geschlechtsreife“. Das ist die Entwicklungsphase, in der aus Jungen Männer und aus Mädchen Frauen werden. Die Pubertät ist eine Zeit des Umbruchs, in der große körperliche und seelische Veränderungen ablaufen. Sie beginnt zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr. Mädchen kommen in der Regel ein bis zwei Jahre früher in die Pubertät, als Jungen. Die Pubertät dauert etwa 3-5 Jahre. Das Ende (Erreichen der vollen Geschlechtsreife) liegt bei Mädchen im Alter von 14-18 und bei Jungen von 16-20 Jahren.
Bei den Mädchen kommt es zunächst zum Wachstum der Gebärmutter; zirka 2 Jahre danach entwickelt sich die Brust (8-13 Jahre), dann die Schambehaarung (8-14 Jahre); die erste Regelblutung tritt mit 10-16 Jahren (zirka 2-2½ Jahre nach Beginn der Brustentwicklung; Mittel: 13 Jahre) ein. Sie ist anfangs unregelmäßig. Regelmäßig wird sie nach 6-24 Monaten.
Bei den Jungen ist die Pubertät schwerer definierbar. Die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale beginnt mit einer Größenzunahme der Hoden (10-13½ Jahre), dann folgen Schambehaarung (10-15 Jahre), Peniswachstum (ca. um 14 Jahre). Schließlich folgen sexuelles Verlangen, Stimmbruch und die Bildung reifer Samenzellen (vgl. www.akademie.de).
Gleichzeitig verändern sich bei beiden Geschlechtern die Körperproportionen. Seelische Veränderungen mit einer Hinwendung zum anderen Geschlecht und dem verstärkten Willen zur Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld prägen die Zeit des Erwachsenwerdens in starkem Maße.
Jeder Mensch ist anders. Mädchen und Jungen werden schon geschlechtsreif, bevor die gesamte körperliche und geistig-seelische Entwicklung abgeschlossen ist. Die körperliche und seelische Reifung kann bei dem einen früher oder später beginnen, schneller oder langsamer verlaufen. Es existiert kein fester Zeitpunkt für den Beginn des Erwachsenwerdens - und auch keiner für das Ende der Kindheit.
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Arbeit zitieren:
Sabine Klatt, 2003, Betrachtungen zur Pubertät, München, GRIN Verlag GmbH
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