Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Allgemeines

Legasthenie im Kindesalter

Titel: Legasthenie im Kindesalter

Zwischenprüfungsarbeit , 2003 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tamara Di Quattro (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Lesen und Schreiben sind grundlegende Kulturtechniken und von zentralem Stellenwert für die Bewältigung der Anforderungen, die das moderne Leben an den Menschen stellt. Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können, weil sie Legasthenie haben, sind in ihrer schulischen, beruflichen und sozialen Integration gefährdet. Eine Legasthenie kann zu Deutsch als so genannte Leserechtschreibschwäche bezeichnet werden, kurz sagt man auch LRS. Sie muss für ein Kind aber nicht zu einem Problem werden, das sich derartig auswirkt, denn bei richtiger Behandlung und angemessenen Maßnahmen ist Legasthenie kein Schicksal, welches man hoffnungslos hinnehmen muss. Eltern und Lehrer sollten und müssen in einem solchen Fall unterstützende Hilfe leisten. Legasthenische Kinder sind weder dumm noch faul, sie haben lediglich ein Lernproblem, welches das Lesen und Schreiben betrifft und brauchen in diesem Bezug deshalb mehr Zeit und Hilfe als andere normal entwickelte Kinder. Es ist wichtig, dass die Eltern das Kind mit diesem Problem ernst nehmen und es so akzeptieren, viel Verständnis und viel Geduld aufbringen, und das zumeist verletzte Selbstwertgefühl ihres Kindes stärken. Vor allen Dingen aber ist es für die Entwicklung von bedeutendem Interesse, dass das Kind geliebt wird und sich auch so fühlt, und dies stets unabhängig von seinen Leistungen. Sich ausgiebig zu informieren als betroffene Eltern, über die Störung selbst, über Fördermöglichkeiten und Rechte, ist unerlässlich. Liebevolle und interessierte Eltern schaffen Bedingungen für eine optimale Entwicklung ihres Kindes.

Ebenso hat Schule als Lern- und Bildungsstätte dafür Sorge zu tragen und es als Pflicht und Aufgabe anzusehen, auf dieses Phänomen in angemessener Art und Weise zu reagieren, zumal Legasthenie keine Seltenheit ist. Es müssen alle Voraussetzungen geschaffen werden, die nötig sind, dass jedes Kind eine echte Chance erhält, dass jedes Kind bestmöglich gefördert wird. Nur all zu oft sind Kinder mit Legasthenie allein aufgrund dieser Schwäche Selektionsprozessen ausgeliefert, die eine Erfolg versprechende berufliche Zukunft zerstören bzw. erheblich behindern und erschweren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zum Schriftspracherwerb

1.2 Zum Begriff Legasthenie

1.3 Abgrenzung

2. Beschreibung der Störung

2.1 Erscheinungsform

2.2 Vorschulische und primäre Begleitstörungen

2.3 Sekundäre Begleitstörungen und Psyche

3. Epidemiologie, Verlauf und Prognose

3.1 Epidemiologie

3.2 Prognose und Verlauf

4. Diagnostisches Vorgehen

5. Erklärungsansätze

5.1 Genetische Erklärungsansätze

5.2 Nichtgenetische Erklärungsansätze

5.3 Neuropsychologische Erklärungsansätze

A) Dysfunktion sprachlicher Informationsverarbeitung (Phonembewusstsein)

B) Dysfunktion visueller Informationsverarbeitung

6. Intervention

6.1 Früherkennung und Frühbehandlung

6.2 Hilfe aus dem Elternhaus (wie Eltern helfen und vorbeugen können)

6.3 Schulische Förderung

A) Aufgaben und Pflichten der Schule

B) Hilfe im Unterricht

C) Gesonderter Förderunterricht

6.4 Außerschulische Förderung (Kosten/sozialrechtliche Bestimmungen/Therapie)

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein fundiertes Verständnis für Legasthenie im Kindesalter zu schaffen, wobei die verschiedenen Facetten der Störung, ihre Ursachen sowie effektive Interventionsmöglichkeiten in Schule und Elternhaus im Vordergrund stehen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die ganzheitliche Unterstützung betroffener Kinder durch ein Zusammenspiel von gezielter pädagogischer Förderung und elterlicher Begleitung.

  • Phänomenologie und klinische Symptomatik der Legasthenie
  • Epidemiologische Daten und langfristige Prognosefaktoren
  • Neuropsychologische und genetische Erklärungsmodelle
  • Strategien zur schulischen Diagnostik und Förderung
  • Beratung und unterstützende Maßnahmen im familiären Umfeld

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Lesen und Schreiben sind grundlegende Kulturtechniken und von zentralem Stellenwert für die Bewältigung der Anforderungen, die das moderne Leben an den Menschen stellt. Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können, weil sie Legasthenie haben, sind in ihrer schulischen, beruflichen und sozialen Integration gefährdet. Eine Legasthenie kann zu Deutsch als so genannte Leserechtschreibschwäche bezeichnet werden, kurz sagt man auch LRS. Sie muss für ein Kind aber nicht zu einem Problem werden, das sich derartig auswirkt, denn bei richtiger Behandlung und angemessenen Maßnahmen ist Legasthenie kein Schicksal, welches man hoffnungslos hinnehmen muss. Eltern und Lehrer sollten und müssen in einem solchen Fall unterstützende Hilfe leisten. Legasthenische Kinder sind weder dumm noch faul, sie haben lediglich ein Lernproblem, welches das Lesen und Schreiben betrifft und brauchen in diesem Bezug deshalb mehr Zeit und Hilfe als andere normal entwickelte Kinder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Legasthenie als Leserechtschreibschwäche, betont die Bedeutung frühzeitiger Hilfe durch Eltern und Schule und hebt hervor, dass die Störung bei korrekter Behandlung kein unumgängliches Schicksal darstellt.

2. Beschreibung der Störung: In diesem Kapitel werden die vielfältigen Symptome beim Lesen und Rechtschreiben sowie vorschulische und sekundäre Begleitstörungen detailliert erläutert.

3. Epidemiologie, Verlauf und Prognose: Das Kapitel behandelt die Verbreitung der Störung in verschiedenen sozialen Schichten sowie die langfristigen schulischen, beruflichen und sozialen Auswirkungen für Betroffene.

4. Diagnostisches Vorgehen: Hier werden die Kriterien für eine fundierte Basis- und Zusatzdiagnostik sowie notwendige Ausschlusskritierien bei der Feststellung einer Legasthenie beschrieben.

5. Erklärungsansätze: Es werden genetische, nichtgenetische und neuropsychologische Theorien vorgestellt, die versuchen, das heterogene Syndrom der Legasthenie zu erklären.

6. Intervention: Dieses umfassende Kapitel bietet Strategien für die Früherkennung, die Förderung durch das Elternhaus, schulische Unterstützungsmaßnahmen und therapeutische Ansätze der außerschulischen Förderung.

Schlüsselwörter

Legasthenie, LRS, Schriftspracherwerb, Leseschwäche, Rechtschreibschwäche, Phonologische Bewusstheit, Diagnostik, Förderung, Intervention, Elternhaus, Schule, Lernstörung, Teilleistungsschwäche, Frühbehandlung, Therapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Thema Legasthenie im Kindesalter, wobei sowohl die theoretischen Grundlagen der Störung als auch praktische Interventionsansätze beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Erscheinungsformen der Legasthenie, deren diagnostische Erfassung, die wissenschaftlich diskutierten Ursachen sowie vielfältige Fördermaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie betroffene Kinder durch ein koordiniertes Vorgehen von Eltern und Schule bestmöglich gefördert und in ihrer psychischen Entwicklung gestärkt werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klinischer und pädagogischer Erkenntnisse sowie auf etablierte diagnostische Klassifikationsschemata wie DSM-IV und ICD-10.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Symptomatik, die Epidemiologie, diagnostische Vorgehensweisen, die Genese der Störung sowie einen ausführlichen Teil zu Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Legasthenie, Leserechtschreibschwäche (LRS), Schriftspracherwerb, Frühdiagnostik und eine ganzheitliche Förderstrategie.

Warum ist die phonologische Bewusstheit für das Verständnis der Legasthenie so wichtig?

Die phonologische Bewusstheit ist eine entscheidende Voraussetzung für den Schriftspracherwerb. Legastheniker weisen hier häufig signifikante Defizite auf, die es ihnen erschweren, Laute in Wörtern zu identifizieren und diese korrekt zu verarbeiten.

Welche Rolle spielt das Elternhaus bei der Therapie?

Das Elternhaus ist essenziell für den Erfolg einer Therapie. Es geht vor allem darum, das Kind anzunehmen, Druck abzubauen, positive Erfolgserlebnisse zu schaffen und eng mit Lehrkräften sowie Therapeuten zu kooperieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Legasthenie im Kindesalter
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,0
Autor
Tamara Di Quattro (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V46966
ISBN (eBook)
9783638440394
ISBN (Buch)
9783638841689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Legasthenie Kindesalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Di Quattro (Autor:in), 2003, Legasthenie im Kindesalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46966
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum