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Professionelle Gesangsausbildung

Ein Einblick in die Thematik

Titel: Professionelle Gesangsausbildung

Hausarbeit , 2005 , 32 Seiten

Autor:in: Peter Lissner (Autor:in)

Musik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen des Seminars „Singen mit Jung und Alt - Grundlagen schulisch und außerschulisch orientierter Vokaldidaktik“ unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Hörmann stand als letzter Themenbereich des Semesters die „Professionelle Gesangsausbildung“(PGA) auf dem Programmplan. Da es sich hierbei um ein überaus umfangreiches Themengebiet handelt, kann im Rahmen dieses Referats nur ein kleiner Einblick in die Thematik aufgezeigt werden. So wurde beispielsweise auf den vielschichtigen Komplex der „Gesangsübungen“ komplett verzichtet und es muss deshalb auf die umfangreiche Fach- und Übungsliteratur verwiesen werden. In der Abhandlung wird der Einfachheit halber stets das männliche Genus verwendet. Die Informationen beziehen sich aber natürlich auf beiderlei Geschlechter. Ich bitte alle Leserinnen diesbezüglich um Nachsicht. Da weder in der zur Recherche verwendeten Literatur, noch im Internet eine Definition zur PGA aufzufinden war, versuchte ich den Terminus selbst begrifflich abzugrenzen und stieß dabei auf eine Reihe ungeklärter Fragen, die nun anstatt einer klassischen Begriffsklärung den Weg zum Thema ebnen sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist „Professionelle Gesangsausbildung“?

3. Ausbildung zum „Professionellen Sänger“

3.1 Voraussetzungen

3.2 Studium

3.3 Berufsmöglichkeiten

4. Lehrer und Schüler

5. Was ein Sänger können muss

6. Stimme als Instrument

7. Unterrichtsmodelle, Unterrichtselemente

8. Stimmtechnik, Gesangstechnik, Was muss gelernt werden?

8.1 Singen ist im wesentlichen Muskelarbeit

8.2 Technik

8.3 Training

8.4 Psyche

9. Exkurs Rock-, Popgesang

10. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Aspekte der professionellen Gesangsausbildung, um eine begriffliche Eingrenzung und ein tieferes Verständnis für die komplexen Lernprozesse und Anforderungen an professionelle Sänger zu entwickeln. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, welche Elemente für einen effizienten Ausbildungsweg notwendig sind und wie das komplexe Zusammenspiel von technischem Training, psychischer Belastbarkeit und der Lehrer-Schüler-Beziehung gelingt.

  • Strukturvoraussetzungen und Anforderungen an den professionellen Gesang.
  • Dynamik und Verantwortung in der Lehrer-Schüler-Beziehung.
  • Die Stimme als funktionelles Instrument und physiologisches System.
  • Techniken der Stimmbildung sowie Ansätze des Übungs- und Trainingsmanagements.
  • Besonderheiten des Rock- und Popgesangs im Vergleich zur klassischen Ausbildung.

Auszug aus dem Buch

8. Stimmtechnik, Gesangstechnik, Was muss gelernt werden?

Unter Stimmtechnik wird verstanden: „die Gesamtkoordination aller mechanisch-physiologischen (= Motorik), physikalisch-akustischen (=Phonation) und phonetisch-phonologischen (=Artikulation) Vorgänge zur Erzeugung der Stimme.“ (Fischer 1998, S.138).

Dazu zählt u.a. auch die Emission des gesungenen Tones, die Lehre von der richtigen Luftfunktion, die Atemkontrolle und Vieles mehr. Andererseits wird jedoch auch die Meinung vertreten, dass es gar keine Gesangs- bzw. Stimmtechnik gibt, da alles, was nicht vom Willen abhängig ist, wie z.B. die „Register“, nur eine sekundäre Bedeutung hat (vgl. Fischer 1998, S.138).

Der Lernvorgang beim Singen unterscheidet sich stark von Erkenntnissen auf kognitiver Ebene. Im kognitiven Bereich hat ein Lernerfolg in der Regel ein für alle mal Bestand. Beim Singen ist ein Lernerfolg wesentlich instabiler. Lernerfolge werden leicht wieder vergessen und müssen immer wieder neu erarbeitet werden. Diese Prozeßhaftigkeit und der Faktor Zeit spielen dabei eine entscheidende Rolle (vgl. Faulstich 1997, S.116f).

Der Lernvorgang beim Singen kann auch mit einer Wanderung verglichen werden: „besonders im bergigen Gelände geschieht es leicht, daß das Ziel mitunter dem Blick ganz entschwindet, der Weg aber dennoch weiterverfolgt werden muß im Vertrauen darauf, daß es der richtige ist. Darüber hinaus wechselt das Ziel (z.B. ein Berg) immer wieder sein Aussehen, je nach dem, aus welcher Entfernung und Perspektive man es betrachtet. Schließlich die Beschaffenheit des Weges: ein schwieriger Weg erfordert mehr Zeit und größere Aufmerksamkeit, so daß sich der Blick immer wieder vom Endziel ab- und dem nächsten Schritt zuwenden muß“ (Faulstich 1997, S.117).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Rahmen des Seminars „Singen mit Jung und Alt“ und führt in das umfangreiche Themengebiet der professionellen Gesangsausbildung ein.

2. Was ist „Professionelle Gesangsausbildung“?: Dieses Kapitel beleuchtet die begriffliche Doppeldeutigkeit von „professionell“ im Kontext der Gesangsausbildung und stellt offene Fragen zur Definition.

3. Ausbildung zum „Professionellen Sänger“: Hier werden die Voraussetzungen, der universitäre Ausbildungsweg und die vielfältigen Berufsmöglichkeiten für ausgebildete Sänger diskutiert.

4. Lehrer und Schüler: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle des Gesangslehrers, die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung sowie ethische und pädagogische Verantwortungsbereiche.

5. Was ein Sänger können muss: Die Anforderungen an einen professionellen Sänger, von der Beherrschung der akustischen Bedingungen bis zur psychischen Stabilität, werden hier zusammengefasst.

6. Stimme als Instrument: Hier wird die Stimme als komplexes, durch den Spieler verkörpertes Musikinstrument betrachtet, das auf dem Zusammenspiel vieler physiologischer Elemente basiert.

7. Unterrichtsmodelle, Unterrichtselemente: Dieses Kapitel stellt verschiedene didaktische Unterrichtsmodelle vor und definiert die Phasen einer gelungenen Unterrichtseinheit.

8. Stimmtechnik, Gesangstechnik, Was muss gelernt werden?: Es wird erläutert, was Stimmtechnik bedeutet, warum der Lernvorgang beim Singen einem ständigen Prozess unterliegt und welche Rolle die Muskulatur dabei spielt.

9. Exkurs Rock-, Popgesang: Ein Vergleich zwischen der klassischen Gesangsausbildung und der modernen Rock-/Pop-Praxis, der Gemeinsamkeiten in der stimmbildnerischen Grundlage aufzeigt.

10. Schluss: Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse aus dem Seminarplenum mit einer persönlichen Reflexion zur PGA als eigene Welt mit spezifischen Gesetzen.

Schlüsselwörter

Professionelle Gesangsausbildung, Stimmtechnik, Gesangslehrer, Vokaldidaktik, Stimmbildung, Muskelarbeit, Lehrer-Schüler-Beziehung, Indisposition, Phoniatrie, Rockgesang, Popgesang, Gesangstudium, Lernprozess, Stimminstrument, Selbstkontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, Anforderungen und didaktischen Strukturen der professionellen Gesangsausbildung im schulischen und außerschulischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Lehrenden und Lernenden, die Physiologie der Stimme, didaktische Modelle sowie die technischen und psychischen Aspekte der Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Begriff der „Professionellen Gesangsausbildung“ abzugrenzen und ein besseres Verständnis für das komplexe Gefüge aus Lehrer, Schüler, Lernzielen und methodischen Ansätzen zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung von Diskussionsthemen aus dem Seminar „Singen mit Jung und Alt“ unter Einbeziehung relevanter fachdidaktischer Werke.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Voraussetzungen für den Sängerberuf, die Lehrer-Schüler-Beziehung, technische Aspekte der Stimmbildung, psychologische Faktoren und einen Exkurs zum populären Gesang.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Stimmtechnik, Lehrer-Schüler-Beziehung, Muskelarbeit sowie die Unterscheidung zwischen klassischen und populären Gesangsstilen.

Wie unterscheidet sich Rock- und Popgesang von klassischer Ausbildung laut der Arbeit?

Obwohl die stimmbildnerische Grundlage oft ähnlich ist, erlaubt und fordert der Rock-/Popgesang eine stärkere klangliche Individualität („Ecken und Kanten“), während die klassische Ausbildung oft an einem ästhetischen Ideal ausgerichtet ist.

Warum wird das Singen mit einer Wanderung verglichen?

Der Vergleich dient dazu zu verdeutlichen, dass das Erlernen der Stimme ein prozesshafter Weg ist, bei dem das Ziel sich verändern kann und Geduld sowie Beharrlichkeit als notwendige Tugenden gelten.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Professionelle Gesangsausbildung
Untertitel
Ein Einblick in die Thematik
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Lehrstuhl für Musikpädagogik und -didaktik)
Veranstaltung
Singen mit Jung und Alt. Grundlagen schulisch
Autor
Peter Lissner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
32
Katalognummer
V46973
ISBN (eBook)
9783638440455
ISBN (Buch)
9783638659161
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Professionelle Gesangsausbildung Singen Jung Grundlagen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Lissner (Autor:in), 2005, Professionelle Gesangsausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46973
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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