Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen 2
1. Vorwort 3
2. Merkmale von Megacities 4
2.1 Definitionsprobleme des Begriffs Megacity 4
2.2 Kennzeichen von Megacities Funktionale Primacy 5
2.3 Bevölkerungsentwicklung 6
3. Globale Verbreitung von Megacities 9
3.1 Megacity-Wachstum in Industrieländern 9
3.2 Wachstumstrends in den Entwicklungsländern 10
3.3 Zukünftige Aussichten 13
4. Entstehungsursachen von Megacities 15
4.1 Entstehungsgründe 15
4.2 Bevölkerungswachstum 17
4.2.1 Migration 17
4.2.2 Natürliches Bevölkerungswachstum 18
5. Folgen und Probleme 19
5.1 Die Wohnsituation in den Megacities 19
5.1.1 Marginalsiedlungen 19
5.1.2 Gated Communities 20
5.2 Wirtschaftliche Besonderheiten 21
5.3 Sonstige Probleme der Megacities 22
5.3.1 Umweltprobleme 22
5.3.2 Fehlende Infrastruktur 23
5.3.3 Verkehr 24
6. Fazit 25
7. Literaturverzeichnis 26
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
Abbildungen
Abbildung 1: Urbanisierungsgrad in den Ländern der Erde und
Megastadtwachstum von 1950-2015 S 6
Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung in Industrie- und
Entwicklungsländern S 7
Abbildung 3: Globale Verbreitung von Megastädten und ihre
Bevölkerungszahl im Jahr 2000 S 10
Abbildung 4: Wachstumsmuster von Megastädten von 1900-1991 S 10
Abbildung 5: Megacities 2015 globale Verbreitung S 13
Tabellen
Tabelle 1: Anzahl der Megastädte 2000 2005 und 2015 S 9
Tabelle 2: Bevölkerungsentwicklung in zwanzig Megastädten
der Welt S 12
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1. Vorwort
Überarbeitete Version
Das Thema der vorliegenden Hausarbeit lautet: „Ursachen der Entstehung von Megacities“. Die Arbeit ist in 6 Kapitel unterteilt. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Merkmale von Megacities. Es wird die Definitionsproblematik des Megacity-Begriffs erläutert, auf die „Funkionale Primacy“ eingegangen und als dritter Punkt die Bevölkerungsentwicklung betrachtet. Kapitel 3 befasst sich mit der Verbreitung von Megastädten in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern und den zukünftigen Trends der Entwicklung. Das 4. Kapitel wurde um die „Entstehungsgründe“ erweitert und geht auf die Ursachen des Bevölkerungswachstums ein. Kapitel 5 befasst sich mit den Folgen und den Problematiken von Megacities. Weiter wird auf die Probleme der Wohnsituation, wirtschaftliche Besonderheiten und sonstige Probleme der Städte eingegangen. Abschließend folgt mit Kapitel 6 ein Fazit.
Da diese Arbeit zu den einführenden Themen des Hauptseminars: „Megacities und Global Cities“ gehört, wird ein allgemeiner Überblick gegeben. Es werden vereinzelt Beispiele aus bestimmten Städten genannt. Aber es wird auf keine Stadt vertiefend eingegangen.
Die aktuellen statistischen Daten sind dem UN Bericht: „World Urbanisation Prospects. The 2003 Revision“ entnommen. Die Werte aus anderen (meist älteren) Quellen können daher gelegentlich abweichen.
Die Begriffe Megacity und Megastadt werden als Synonym verwendet.
3 3
2. Merkmale von Megacities
2.1 Definitionsprobleme des Begriffs „Megacity“
76 % der Menschen leben heute in Städten der Industrieländer, 40 % sind es in
den Schwellen- und Entwicklungsländern, bei steigender Tendenz. In zwei
Jahrzehnten wird auch dort jeder 2. in einer Stadt wohnen (Zehner 2001, S.4).
Bei der Verwendung des Begriffs „Megacity“ baut sich meist das Bild einer
„überfüllten“ Stadt, mit unzähligen marginalen Randsiedlungen, einer hohen
Einwohnerzahl, einer hohen Bebauungsdichte, schlechten und schwierigen
Verkehrs- und Wohnverhältnissen sowie gewaltigen Umweltproblemen auf
(Wehrhahn 2000, S. 105). Eine eindeutige Definition des Begriffs „Megacity“
gib es bis heute nicht, aber es gibt verschieden Kriterien, die zur Einordnung
von Städten in bestimmte Kategorien herangezogen werden. So erhält die
Einwohnerzahl eine wichtige Rolle bei der Definition von Megacities. Es
werden Städte mit mehr als 5 Mio., mehr als 8 Mio. oder mehr als 10 Mio.
Einwohnern zu dieser Kategorie gezählt. Diese Abgrenzung erfolgt nur nach
rein quantitativen Gesichtspunkten. Zusätzlich wird ein Mindestwert der
Einwohnerdichte, der bei mindestens 2.000 EW/km 2 liegen muss, als Abgrenzungskriterium für Megacities von einigen Autoren verwendet (Bronger
1996a, S. 115). Auch zählen verschiedene Autoren nur Städte mit
monozentrischer Struktur zu Megacities. Durch diese Merkmale werden z.B.
Regionen wie das Ruhrgebiet, einer polyzentrischen Agglomeration mit ca. 10
Mio. Einwohnern, aus der Kategorie Megacities ausgeschlossen (Kraas 2001,
S. 17). Die UN legte für ihre Statistiken 1970 einen Schwellenwert von 8 Mio.
Einwohnern fest. In den 1990er Jahren hob sie den Wert auf 10 Mio. an
(Antesberger 2004, S.9). Es ist gleichgültig, welcher absolute Grenzwert zur
Bestimmung herangezogen wird, im Laufe der Zeit muss er der
Bevölkerungsentwicklung angepasst werden.
Ein weiteres Problem besteht in der Datenerhebung und der Vergleichbarkeit
der einzelnen Länder. Die zur Verfügung stehenden Daten weisen
unterschiedliche Qualitäten auf, da z.B. die räumliche Abgrenzung einer Stadt
nicht einheitlich definiert ist oder aber auch die Bevölkerungszahlen nicht
exakt erfasst werden. Städtische Siedlungen sind nicht exakt abgrenzbar,
besonders im internationalen Vergleich ergeben sich daher Probleme. So
basieren viele Bevölkerungsangaben einiger Schwellen- und
Entwicklungsländer auf Fortschreibungen (China) oder Schätzungen
(Nordkorea). Dies wiederum führt zu weiteren Ungenauigkeiten in der
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Weiterbearbeitung der Daten (Zehner 2001, S. 4). Internationale Statistiken können nicht immer miteinander verglichen werden, da sie sich nicht auf die gleichen Bezugsflächen beziehen (Kraas 2001, S. 18). Durch die verschiedenen Stadtstrukturen der einzelnen Kulturerdteile ist die territoriale Ausdehnung der Städte und die damit einheitliche Flächengrundlage für Berechnungen nicht gegeben. Um statistisch genau und international vergleichend arbeiten zu können, müssten die Einwohnerzahlen immer im Bezug auf die jeweilig betrachtete Stadtfläche angegeben werden (Bronger 1996a, S. 115). Es ist ein großer Unterschied, ob die Einwohnerzahl der Agglomeration London (d.h. der Kernstadt und des daran anschließenden städtisch geprägten Umlandes, das oftmals in funktionaler Abhängigkeit mit der Kernstadt steht) angegeben wird, oder der Kernstadt London alleine.
2.2 Kennzeichen von Megacities – „Funktionale Primacy“
Einige Schlagworte sind charakteristisch für Arbeitslosigkeit, Rassenkonflikte, Umweltverschmutzung, hohe Bevölkerungsdichte, schlechte Bausubstanz, soziale Disparitäten, „gated communities“, Umweltprobleme, … (Borsdorf, A.; Zehner, K. 2005, S. 324). Ein wesentliches Merkmal von Megacities ist, wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, die große Bevölkerungsballung auf dichtem Raum mit enormer Flächenausdehnung (Kraas 2001, S.17). Darüber hinaus gibt es noch weitere Merkmale von Megacities. Die meisten Städte, die als Megacities bezeichnet werden, liegen heute in den Schwellen- bzw. Entwicklungsländern (ausführlicher wird auf die Verbreitung im 3. Kapitel eingegangen).
Viele der Megastädte in den Entwicklungsländern sind ausgeprägte Primatstädte. Sie weisen eine überproportional hohe Konzentration der nationalen Bevölkerung auf, d.h. sie gehören zu den größten Städte des Landes (bilden meist DIE größte Stadt). Andere Städte im Land sind dagegen fast bedeutungslos. Neben diesem Bevölkerungsüberschuss, nehmen diese Städte auch eine besondere Bedeutung in nationaler administrativer, politischer, wirtschaftlicher, sozialer, medizinischer und kultureller Funktion ein. Dirk Bronger prägte den Ausdruck: „Funktionale Primacy“ = nationalstaatliche Dominanz (Bronger 1996b, S. 77). Die Macht- und Entscheidungsstrukturen sowie unter anderem die wirtschaftliche Konzentration sind in den Ländern der
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3. Welt in diesen Städten oftmals viel ausgeprägter als in europäischen, nordamerikanischen oder japanischen Städten, wobei sich ihre Bedeutung meist nur auf die nationalstaatliche Ebene bezieht. Aber auch in europäischen Ländern (z.B. in Frankreich oder Großbritannien) konzentriert sich das wirtschaftliche und politische Geschehen des Landes verstärkt auf die jeweilige Hauptstadt. Bis heute hat aber noch keine Megacity der 3. Welt den Rang einer Global City (Weltstadt, wirtschaftliche Entscheidungszentrale) erreicht (Bronger 1996b, S.77). Eine Global City ist durch die Konzentration von Hauptquartieren transnational tätigen Unternehmen, die die vorhandenen Standortvorteile nutzen, durch einer Vernetzung von wirtschaftlichen, kulturellen, politischen und sozialen Institutionen und durch eine herausragende Stellung im Weltstädtesystem geprägt. Global Cities der Obersten Rangstufe sind London, New York und Tokio.
Als Beispiel für die „Funktionale Primacy“ und die damit verbundene Überkonzentration an nationalstaatlichen Einrichtungen führt D. Bronger die drei indischen Megastädte Bombay, Kalkutta und Delhi auf. Sie wiesen Mitte der 80er Jahre grade 3,9 % der indischen Bevölkerung auf. Aber 12,7 % der Universitätsstudenten, 15,5 % der Krankenhausbetten, 18,3 % des Produktionswertes der Industrie, 30,6 % des über Häfen abgewickelten Im- und Exportes, 34,3 % der Telefonanschlüsse, 39,9 % der PKW und 90,3 % des internationalen Flugverkehrs konzentrierten sich auf diese drei Metropolen. Doch noch typischer für die „Funktionale Primacy“ ist, dass 43,5 % der Einkommenssteuer ganz Indiens in diesen Städten erwirtschaftet wurde (Bronger 1996b, S.77). Vergleichende Zahlen für europäische Städte lagen leider nicht vor.
2.3 Bevölkerungsentwicklung
Da die Einwohnerzahl das entscheidende Kriterium zur Einordnung von Megacities in die Städtehierarchie ist, muss an dieser Stelle etwas zur Bevölkerungsentwicklung gesagt werden. Die Länder der 3. Welt sind durch ein hohes Bevölkerungswachstum gekennzeichnet. In Asien werden Ende des
21. Jahrhunderts mehr als 5 Mrd. Menschen leben. Das sind mehr als 1985 auf
der gesamten Welt. Indien wird China als bevölkerungsreichstes Land ablösen. Es wird ein Anstieg der indischen Bevölkerung von 2000 bis 2050 von 1,017 auf 1,531 Mrd. angenommen (Birg 2004, S. 107).
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Quote paper:
Corinna Wendt, 2005, Ursachen der Entstehung von Megacities, Munich, GRIN Publishing GmbH
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