Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Was ist Kreativität 1
2. Die Funktionen von Kreativitätstechniken 3
3. Die verschiedenen Kreativitätstechniken 3
4. Drei Kreativitätstechniken im Detail 4
3.1. Die Lexikon-Methode 4
4.1.1. Die Vorgehensweise 4
4.1.2. Der Zeitbedarf 5
4.1.3. Die Teilnehmeranzahl 5
4.1.4. Die Beurteilung 5
4.2. Die Kopfstand-Technik 5
4.2.1. Die Vorgehensweise 6
4.2.2. Der Zeitbedarf 6
4.2.3. Die Teilnehmeranzahl 6
4.2.4. Die Beurteilung 6
4.3. Die sechs Hüte des Denkens 7
4.3.1. Die sechs Hüte 7
4.3.2. Die Vorgehensweise 8
4.3.3. Der Zeitbedarf 8
4.3.4. Die Teilnehmeranzahl 8
4.3.5. Die Beurteilung 8
5. Literaturverzeichnis 9
Kreativitätstechniken
1. Was ist Kreativität?
Ob im Bereich der Bildung, der Arbeitswelt, des Alltags, der Kunst oder der Psychologie, jeder versteht unter Kreativität etwas anderes. Auch Wissen- schaftler geben zu, dass sich Kreativität nicht endgültig definieren lässt 1 . Ed- ward de Bono, Erfinder zahlreicher Kreativitätstechniken hat ein Modell ent- worfen, um den Zusammenhang zwischen konventionellem und kreativen Denken zu verdeutlichen. Dieses Modell des “lateralen Denkens“ soll anhand einer Geschichte erklärt werden:
Die Geschichte mit den Kieselsteinen
Es spielt in einer Zeit, als die Menschen wegen Schulden noch im Kerker gelandet sind. Ein Händler in Köln hat das Unglück, einem Geldverleiher viel Geld zu schulden. Sein Schiff mit den Waren ist verschollen und er weiß nicht wie er das Geld zurückzahlen soll.
Der Geldverleiher, ein hässlicher, feister Kerl, will die Tochter des Händlers zur Frau. Der Geldverleiher macht dem Händler folgenden Vorschlag: "Ich erlasse dir alle Schulden, wenn ich deine Tochter zur Frau bekomme." Da der Händler und seine Tochter über den Vorschlag entsetzt sind, macht der Geldverleiher folgendes Angebot: "Lassen wir die Vorsehung entschei- den. Ich gebe in einen Beutel einen schwarzen und einen weißen Kiesel- stein. Deine Tochter zieht einen der beiden Steine. Zieht sie den schwarzen, muss sie mich heiraten und deine Schulden sind getilgt, zieht sie den wei- ßen, dann ist sie frei und deine Schulden sind dir erlassen. Weigert sie sich, dann gehst du ins Gefängnis und wirst bei Wasser und Brot darben." Die Beiden willigen ein, weil sie keinen Ausweg sehen. Während sie sich be- raten, bückt sich der Verleiher und hebt zwei Kieselsteine auf. Die Tochter des Händlers kann erkennen, dass der Verleiher zwei schwarze Kieselsteine in den Beutel gibt.
1 Vgl. Wack, Otto G. und Georg Detlinger und Hildegrad Grothoff: kreativ sein kann jeder. 2.
Aufl. Hamburg 1998, S.11.
1
Dann bittet er das Mädchen, den Stein zu ziehen, der über ihr und das Schicksal des Vaters entscheidet.
Was würden Sie an der Stelle des unglücklichen Mädchen machen? Wozu würden Sie ihr raten?
Man möge annehmen, dass eine genaue logische Analyse zu einer Lösung führt. Diese Art des Denkens ist das nach vorne gerichtete lineare Denken, durch das sich drei Handlungsmöglichkeiten ergeben:
1. Das Mädchen soll sich weigern, einen Stein zu nehmen.
2. Das Mädchen soll zeigen, dass zwei schwarze Steine im Beutel liegen
und damit den Geldverleiher als Betrüger entlarven.
3. Das Mädchen soll einen schwarzen Stein ziehen, sich selbst opfern und
damit den Vater vor dem Gefängnis bewahren.
Keiner dieser Vorschläge ist besonders hilfreich: Nimmt sie keinen Stein, dann geht der Vater ins Gefängnis, nimmt sie einen, muss sie den Geldver- leiher heiraten. Entlarvt sie den Geldverleiher, führt es bestenfalls dazu, dass sie eine fünfzigprozentige Chance bekommt.
Laterales Denken bedeutet, logische Hindernisse zu überwinden, indem das Problem auf neue Weise formuliert wird. Das Denken wird also auf den Stein gerichtet, der im Beutel zurückbleibt.
Die Tochter steckt ihre Hand in den Beutel und zieht einen Stein heraus. Oh- ne ihn zu zeigen, ließ sie ihn sofort fallen, wo er zwischen all den anderen schwarzen und weißen Kieselsteinen verschwindet. “Oh, wie ungeschickt von mir“, sagt sie. “Aber das macht nichts, denn wir brauchen ja nur in den Beutel zu schauen, um zu sehen, welcher Stein übrig ist.“
Laterales Denken heißt, quer zu den Mustern, den Hauptbahnen unseres Denkens zu gehen. Hat man die Aufmerksamkeit erst mal auf den “anderen Stein“ gelenkt, erscheint die Lösung im Nachhinein völlig logisch. Man fragt sich, warum man darauf nicht früher gekommen ist. Man kann Kreativität also lernen, indem man lernt sich aus den Hauptbahnen unseres Denkens her-
2
Arbeit zitieren:
Miriam Zollner, 2004, Kreativitätstechniken, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Kreativitätstechniken und ihre theoretische Fundierung
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Hauptseminararbeit, 32 Seiten
Dekonstruktivistische Architek...
Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
Hausarbeit, 23 Seiten
Die Auswirkungen von CRM auf das Marketing-Controlling eines divisiona...
Hauptseminararbeit, 21 Seiten
Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 20 Seiten
Verantwortung und Erinnerung im Rahmen von Entscheidungsprozessen
Psychologie - Sozialpsychologie
Seminararbeit, 19 Seiten
Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Ein kurzer Überblick
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit, 17 Seiten
Phasen im Entwicklungsprozess einer Organisation
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 19 Seiten
Kreativität im Unternehmen - Schaffung einer kreativitätsfördenden Unt...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 24 Seiten
Coaching von Führungskräften - Virtuelles Coaching
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 17 Seiten
Erinnerung und Gedächtnis: Die Konzepte von Halbwachs, Assmann & C...
Hausarbeit, 29 Seiten
Möglichkeiten der Bewertung kreativer Leistungen
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 24 Seiten
Markenallianzen: Erkenntnisse empirischer Studien im Überblick
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 22 Seiten
Miriam Zollner hat den Text Kreativitätstechniken veröffentlicht
Miriam Zollner hat einen neuen Text hochgeladen
Lernen an Stationen in der Sekundarstufe I: Lern- und Arbeitstechniken
5./6. Schuljahr. Kopiervorlage...
Hansjörg Laub, Ellen Baumbusch, Roland Bauer
Lesetraining: Lern- und Arbeitstechniken in den Klassen 3-6
Mit Vorlese-Übungen und Kopier...
Frank Müller
Kreativitätswerkzeuge - Kreati...
Hendrik Backerra, Christian Malorny, Wolfgang Schwarz
Perspektiven Transzendental-PH Nomenologischer Forschung: F R Ludwig L...
K. Held, U. Claesges
0 Kommentare