Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis II
1 Zur Bedeutung des Supply Chain Management in der Computerindustrie 1
2 Grundlegende Begriffe und Definitionen. 1
2.1 Konzept des Supply Chain Management 1
2.2 Entwicklungstrends im Logistikmarkt 3
2.3 Abgrenzung und Charakteristika der Computerindustrie 5
3 Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Supply Chain Gestaltung in der Computerindustrie 7
3.1 Informationsflusssysteme 7
3.2 Phasenorientierte Gliederung des physischen Materialflusses 9
3.2.1 Beschaffungslogistikstrategie 9
3.2.2 Produktionslogistikstrategie 12
3.2.3 Distributionslogistikstrategie 14
3.2.4 Entsorgungslogistikstrategie 15
3.3 Zukünftige Herausforderungen. 16
4 Fazit. 17
Literatur - und Quellenverzeichnis 18
- I -
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Einordnung des SCM in die Integrationsbereiche der E -Logistik. Quelle: Eigene
Darstellung in Anlehnung an Straube, 2004, S. 94. ............................................................... 8 Abb. 2: Alternative Lieferketten und Planungskonzeptionen. Quelle: Eigene Darstellung in
Anlehnung an Beckmann, 2004, S. 35. ............................................................................... 11
Abkürzungsverzeichnis
APS Advanced Planning and Scheduling System CM Contract Manufacturer CPFR Collaborative Planning Forecasting and Replenishment CRM Customer Relationship Management DV Datenverarbeitung EB Electronic Business ERP Enterprise Resource Planning EU Europäische Union HP Hewlett-Packard IBM International Business Machines Inc. IuK Information und Kommunikation IT Informationstechnologie KAEP Kundenauftragskoppelungspunkt MES Manufacturing Execution System OEM Originial Equipment Manufacturer OMS Order Management System PC Personal Computer PPS Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme RAM Random Access Memory RFID Radio Frequenz Identifikation SC Supply Chain SCM Supply Chain Management SCP Supply Chain Planning TMS Transport Management System URL Universal Resource Locator WMS Warehouse Management System
- II -
1 Zur Bedeutung des Supply Chain Management in der Computerindustrie
Die Herstellung moderner Computersysteme ist einem stetigen Wandel unterworfen, der zu einer Disintegration der Wertschöpfungskette geführt hat. Die Computerindustrie war bis zu Beginn der 1980er Jahre durch eine Vielzahl von Herstellern gekennzeichnet, die eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette besaßen. Durch mangelnde Standardisierung von Architekturen, Komponenten und Systemen konnte b is dahin keine Zulieferindustrie entstehen. Dies änderte sich erst grundlegend, nachdem ein Standard in der Hard- und Software gefunden worden war. Seither ist es den Herstellern möglich, sich in der Wertschöpfungskette auf die eigenen Kernkompetenzen zu spezialisieren. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, wie diese unternehmensübergreifenden Prozesse im dynamischen Umfeld der Computerindustrie durch das Supply Chain Management koordiniert werden können.
Im folgenden Kapitel 2 erfolgt als ersten Schritt eine Einführung in das Gebiet des Supply Chain Management und eine Abgrenzung der Computerindustrie. In Kapitel drei wird die Umsetzung der Supply Chain anhand der Informations- und Güterflüsse beschrieben und diskutiert. Abschließend zeigt ein Ausblick die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten auf.
2 Grundlegende Begriffe und Definitionen
2.1 Konzept des Supply Chain Management
Die Begriffe „Supply Chain“ (SC) und “Supply Chain Management” (SCM) sind seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses im Bereich der Logistik und auch des allgemeinen Managements gerückt. Diese Begriffe meinen die Abfolge von Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette, die für eine erfolgreiche Versorgung von Kunden notwendig sind. 1 Aus der Perspektive des SCM fo lgt die Logistik einem prozessorientierten Ansatz, der sich von einer funktionalen Gestaltung unterscheiden lässt. 2 Neben der Prozessgestaltung wird ein ganzheitliches Logistiksystem konzipiert. Diese integrierte Betrachtung umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle effizienter und effektiver Güter-, Informations, Geld- und Finanzflüsse innerhalb und zwischen Unternehmen. 3 Nur in wenigen Fällen erstreckt sich die SC über alle Wertschöpfungsstufen vom Lieferanten des Lieferanten bis zum
1 Vgl. Klaus/Krieger, 2004, S. 507.
2 Vgl. Baumgarten, 2004, S. 51.
3 Vgl. Beckmann, 2004, S. 4; Vgl. Göpfert, 2005, S. 26 ff.
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Kunden des Kunden. Die Grenzen der SC sind dann erreicht, wenn der Kreis der strategischen Partner verlassen und die Transaktion von zuvor anonymen Partnern über den Marktpreismechanismus abgewickelt wird. Kennzeichen der interorganisationalen SC ist die auf Vertrauen begr ündete und mit Verträgen abgesicherte langfristige Kooperation zwischen rechtlich und wirtschaftlich unabhängigen Wertschöpfungspartnern in einem Unternehmensnetzwerk. Unternehmensnetzwerke bilden neben dem Markt und der Hierarchie eine neue eigenständige dritte Koordinationsform. 4 In Netzwerken hat sich die Koordinierung durch ein fokales Unternehmen durchgesetzt, jedoch ist auch eine Zusammenarbeit nach dem Einstimmigkeit sprinzip möglich. Die Hauptmotive für unternehmensübergreifende SC liegen in der Realisierung von langfristigen Wettbewerbsvorteilen durch Kosten-, Zeit- und Qualitätsverbesserungen. 5 Um Kosten zu senken, können Sicherheitsbestände reduziert werden. Dazu muss jedoch eine Transparenz über die Nachfrage der Endkunden geschaffen werden, um die sich vom Endkunden her „aufschaukelnden“ Mengenschwankungen in komplexen Distributionsketten einzudämmen (Bullwip-Effekt). 6 Übliche Versorgungs- und Distributionsketten erzeugen bei kleinen Schwankungen auf der Stufe der Endverbraucher großvolumige Schwankungen auf den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen. Ursache von Verzögerungen ist einerseits die Verzögerung bei der Übermittlung von Auftragsinformationen sowie die Verzögerung in der Fertigung und bei der Auslieferung der Produkte. Zum anderen erfolgt die prognosebasierte Dimensionierung der Auftrags- und Bestellgrößen für jede Wertschöpfungsstufe autonom. Es wurde nachgewiesen, „...dass der Bullwip-Effekt eine Konsequenz des rationalen Verhaltens von Wertschöpfungspartnern innerhalb eines ungenügend synchronisie rten Logistikprozesses zur Leistungserstellung ist.“ 7 Das für den einzelnen rationale Verhalten soll durch das überge-ordnete SCM in ein ganzheitliches rationales Prozessverhalten aller B eteiligten überführt werden. Diese Philosophie kommt vor allem in der Automobilindustrie zum Tragen. Dort erfolgt die Anlieferung nach dem Prinzip des Just-In-Time oder der Weiterentwicklung des Just-In-Sequence. In der Computerindustrie wurde die flussorientierte Denkweise ebenfalls umgesetzt.
4 Auf dem Markt erfolgt die Koordination der Marktteilnehmer über den Marktpreismechanismus. In
der Hierarchie dient als Durchsetzungsmechanismus von Entscheidungen das Weisungsrecht. Bei Un-ternehmensnetzwerken hingegen erfolgt die Koordination ökonomischer Aktivitäten durch Vertrauen
und deren Durchsetzung mittels Reputation. Eventuelle wirtschaftliche Äbhängigkeiten und Machta-
symmetrien zwischen den Partnern bleiben davon unberührt. Vgl. Achenbach/Gerum/Opelt 1998, S.
266-270.
5 Vgl. Göpfert, 2005, S. 92; Vgl. Schulte, 2005, S. 15.
6 Vgl. Beckmann, 2004, S. 6f.; Vgl. Klaus/Krieger, 2004, S. 80.
7 Straube, 2004, S 39.
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2.2 Entwicklungstrends im Logistikmarkt
Das wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Umfeld ist einem stetigen Wandel unter-worfen. Zu den in der Literatur immer wieder angeführten Wirkungsfaktoren auf die Logistik zählen die voranschreitende Globalisierung der Märkte, das Outsourcing, die Verbreitung von IuK-Technologien, eine stärker werdende Kundenorientierung, verkürzte Produktlebenszyklen und die Veränderung in den ökologisch-politischen Rahmenbedingungen. Zur wichtigsten Veränderung gehört die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft sräume. 8 Für viele Unternehmen ist es heute möglich, die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb eines Produktes auf verschiedenen Erdteilen durchzuführen. Die ehemals regionale oder länderbezogene Orientierung von Unternehmen wird in jüngster Zeit durch die Organisation in global agierenden Netzwerken ersetzt. Die strategischen Partner versuchen darin, durch eine Segmentierung der Wertschöpfungskette und der Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen Wettbewerbsvorteile zu erlangen. 9 In den vergangen Jahren haben durch den Abbau von Zöllen oder Maßnahmen gleicher Wirkung, die Liberalisierung von Märkten und die Bildung gemeinsamer Wirtschaftsräume die globalen Warenströme stetig zugenommen, wodurch sich die Logistikbranche in einem anha ltenden Wachstumstrend befindet. 10 Mit dieser Entwicklung steigen jedoch auch zugleich die Wettbewerbsintensität und Komplexität logistischer Leistungen an. 11
Verbunden mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen vergeben die Unternehmen zunehmend bisher selbst erstellte Leistungen durch Outsourcing 12 an Dritte. Insbesondere Logistikleistungen werden an Dienstleister vergeben, die durch Spezialisierungs- und Verbund-vorteile Kostenvorteile bieten. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass Unternehmen nur strategisch unbedeutende Wertschöpfungsaktivitäten auslagern, um nicht die eigene Wettbewerbsposition zu gefährden.
Der Fortschritt in der Informationstechnologie hat die zunehmende globale Ausrichtung der Logistik begleitet und unterstützt. Nur durch die Entwicklung leistungsstarker Computer und die Nutzungsmöglichkeiten von virtuellen Netzwerken war es möglich, Informationen zw ischen komplexen Abläufen und Systemen innerhalb kürzester Zeit kostengünstig weltweit in Echtzeit auszutauschen. In Bezug auf die Koordinierung der SC sind moderne IuK-Systeme daher unverzichtbar. Hervorzuheben sind die Handlungsmöglichkeiten, die unter dem Begriff
8 Vgl. Göpfert, 2005, S. 206.
9 Vgl. Baumgarten/Zadek, 2000, S. 130.
10 Vgl. Wehking, 2002, S. 36f.
11 Vgl. Pfohl, 2000, S. 186.
12 Abgeleitet von outside und resourcing, deutsch: Fremdbeschaffung.
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Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Michael Jaschek, 2005, Supply Chain Management in der Computerindustrie, München, GRIN Verlag GmbH
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