Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis. III
1 Standardisierungsorganisationen und die Integration in der Wirtschaftsinformatik 1
2 Grundlegende Begriffe und Definitionen. 3
2.1 Normen 3
2.2 Standards. 3
2.3 Standardisierungsdimensionen. 4
3 Standardisierungsorganisationen. 5
3.1 World Wide Web Consortium 6
3.2 Institute of Electrical and Electronic Engineers 8
3.3 Organization for the Advancement of Structured Information Standards 9
3.4 United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business. 11
3.5 Zusammenfassung 12
4 Anbietermacht und Standardisierung bei der Entwicklung von Web Services 14
5 Fazit und Ausblick 16
Anhang. IV
Literatur - und Quellenverzeichnis V
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Standardisierungsstrategie, Quelle: Eigene Darstellung...................................... 5 Abb. 2: Das Schichtenmodell der W3C Technologie. Quelle: W3C (2005): Technik, http://www.w3c.de/about/technology.html, 2005-06-14.......................................... 8 Abb. 3: Der WS T echnology Stack, Quelle: Speyerer, J. (2004): Web Services und Integration, in: FORWIN-Bericht, FWN-2004-009, Nürnberg, 2004 .................... 15
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Erläuterung der Bestandteile des W3C Schichtenmodells ................................. IV
Abkürzungsverzeichnis
ANSI American National Standards Institute DCOM Distributed Component Object Model DIN Deutsches Institut für Normung e.V. ebXML Electronic Business XML EDI Electronic Data Interchange EICTA European Information & Communications Technology Industry Association EDIFACT Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport HTTP Hypertext Transfer Protocol IEEE Institute of Electrical and Ele ctronic Engineers IPR Intellectual Property Rights IT Informationstechnologie OASIS Organization for the Advancement of Structured Information Standards OECD Organization for Economic Co-Operation and Development RDF Resource Description Framework RPC Remote Procedure Calls SOAP Simple Object Access Protocol UDDI Universal Description, Discovery and Integration UN/CEFACT United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business URI Uniform Resource Identifiers W3C World Wide Web Consortium WTO World Trade Organization WWW World Wide Web XML Extensible Markup Language
III
1 Standardisierungsorganisationen und die Integration in der Wirt-schaftsinformatik
Investitionen in Informationstechnologien bieten auf den ersten Blick einen großen Entscheidungsspielraum. Durch die relativ große Anzahl an Soft- und Hardwareherstellern ist der vermeintliche Anreiz für Anwender hoch, Investitionsentscheidungen allein aus kurzfristigen Kostengesichtspunkten zu treffen. Fällt die Auswahl auf ein proprietäres (herstellerabhängiges) Softwaresystem, verengt sich jedoch rasch der Entscheidungsspielraum des Anwenders, da Änderungen am bestehenden System nur vom Hersteller selbst durchgeführt werden können. Dies kann erhebliche Folgeinvestitionen nach sich ziehen. 1
Die historisch gewachsenen IT-Systemlandschaften müssen durch die zunehmende Komplexität innerhalb und zwischen Unternehmen zu einem effektiven und effizienten Gesamtsystem integriert werden. Unter den heutigen Gegebenheiten schließen sich Firmen zunehmend zu Netzwerken zusammen und führen weltweite Handelstransaktionen durch. Verkürzte Produktlebenszyklen und eine starke Kundenorientierung fordern beispielsweise im Supply Chain Management eine enge Vernetzung der Informations-und Kommunikationssysteme der Netzwerkpartner. 2 Nur durch eine standardisierte Schnittstelle zwischen heterogenen Systemlandschaften kann eine Prozessoptimierung erreicht werden. 3
Die Anwender befinden sich in einem Dilemma, wenn sie allgemeingültige Kommunikationsregeln einsetzen wollen. Einerseits ist der Nutzen neuer Technologien im Voraus nur schwer abschätzbar, wodurch Investitionsentscheidungen bis zum Eintreffen sicherer Informationen hinausgezögert werden. 4 Andererseits können diese Informationen nur generiert werden, wenn eine möglichst breite Basis installiert wurde (kritische Masse). Mit jedem zusätzlichen Teilnehmer, der die Technologie einsetzt, steigt der Gesamtnutzen der vernetzten Systeme. Standardisierungsorganisationen leisten einen
1 Hansen/Neumann, 2002, S. 147.
2 Supply Chain Management ist die effiziente und effektive Koordination von Geld-, Finanz-,
Güter- und Informationsflüssen innerhalb und zwischen Unternehmen. Vgl. Göpfert, 2000, S.
15f.
3 Vgl. Speyerer, 2004, online.
4 Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom sog. „Pinguin-Effekt“. Eine Gruppe hungr i-
ger Pinguine steht am Rand einer Eisscholle und hofft, dass die anderen als erste ins Wasser
springen, da sie selbst Angst vor Raubfischen haben. Erst wenn einige Pinguine im Wasser sind,
sinkt das Risiko und die übrigen Pinguine folgen nach. Vgl. Hess, 1993, S. 20f.
1
wichtigen Beitrag dabei den Informationsbedarf der risikoscheuen Akteure zu bedienen. Für die Hersteller von Informations- und Kommunikationssystemen spielen Standardi-sierungsorganisationen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Unternehmen haben generell ein großes Interesse daran, die eigenen Produkte zum Marktstandard zu erheben, um Differenzierungsvorteile zu generieren. Dieses Differenzierungsverhalten ist jedoch mit Risiken und Marktineffizienzen verbunden. Im Wettbewerb mit anderen Anbietern zählt nicht nur das primäre Leistungsvermögen einer Technologie, sondern auch deren Akzeptanz und Verbreitung beim Nutzer. Ohne Standardisierung ist die Position der einzelnen Anbieter oftmals nicht stark genug, um eine Technologie am Markt durchzusetzen. 5 Um diese Fragmentierung des Marktes einzudämmen, helfen Standardisierungsorganisationen hier ebenfalls. Hersteller sind zunehmend dazu übergegangen, Basistechnologien gemeinsam zu entwickeln und diese von einer neutralen Instanz veröffentlichen zu lassen. Die Entwicklungskosten und die damit verbundenen Marktrisiken werden auf mehrere Teilnehmer verteilt.
Diese Arbeit soll zeigen, dass Standardisierungsorganisationen für die Entwicklung und Diffusion einer Technologie eine bedeutende Rolle spielen. In Kapitel 2 erfolgt die Definition grundlegender Begriffe. Der Aufbau, die Arbeitsweise und die Aufgaben der wichtigsten Standardisierungsorganisationen im Bereich der Integration von Informations- und Kommunikationssystemen werden in Kapitel 3 beschrieben. Kapitel 4 zeigt dann die Relevanz und Konkurrenz unterschiedlicher Organisationen bei der Entwicklung von so genannten Web Services auf. Abschließend erfolgt ein Fazit.
5 Vgl. Hess, 1993, S. 23.
2
2 Grundlegende Begriffe und Definitionen
2.1 Normen
Normen werden von allgemein anerkannten Institutionen ausgearbeitet und veröffentlicht. Der Begriff der Normung beschreibt dabei „die planmäßige, durch die interessierten Kreise gemeinschaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und i mmateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit. Sie darf nicht zu einem wir tschaftlichen Sondernutzen einzelner führen. Sie fördert die Rationalisierung und Qualitätssicherung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung. Sie dient der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen. Sie dient außerdem einer sinnvollen Ordnung und der Information auf dem jeweiligen Normungsgebiet.“ 6
Durch die Normung wird folglich versucht, in einer Gemeinschaftsarbeit eine Vereinheitlichung zu erreichen um eine Grundlage für eine Ordnungs- und Leistungssteigerung zu schaffen. Nach ihrer Art können sie in Terminologie-, Prüf-, Produkt-, Verfahrens-, Dienstleistungs-, Schnittstellen- und Deklarationsnormen unterschieden werden. 7 Ein weiteres Unterscheidungskriterium von Normen ist deren regionale, nationale oder internationale Gültigkeit.
2.2 Standards
Von einem Standard spricht man im Allgemeinen, wenn etwas bestimmten Verhaltensregeln, Absprachen oder Normen entspricht. 8 Neben anerkannten Institutionen können jedoch auch Hersteller oder Interessengruppen Standards einführen und diese freiwillig anwenden. Man spricht in diesem Fall von so genannten De- facto-Standards. 9 Ebenso kann eine Vereinheitlichung technischer Konfigurationsmerkmale gemeint sein. Dieser Fall wird in der vorliegenden Arbeit in Bezug auf den Einsatz von Software-Komponenten bei der Integration heterogener Informations- und Kommunikationssysteme betrachtet.
6 DIN 820, 1994.
7 Vgl. o.V., 2005a, online.
8 Vgl. Hess, 1993, S. 18.
9 Vgl. o.V., 2005a, online.
3
Referenz- und Qualitätsstandards senken für die Käufer die Informationsbeschaffungskosten. Kompatibilitäts- oder Schnittstellenstandards verbessern hingegen die gemeinsame Nutzung von verschiedenen Komponenten eines technischen Systems. 10
2.3 Standardisierungsdimensionen
Bei der Standardisierung wird zwischen zwei Gestaltungsdimensionen unterschieden. Die erste Dimension befasst sich mit dem Grad der Standardisierung. 11 Hier legen Unternehmen fest, wie viele und welche Produktfunktionen standardisiert werden sollen, d.h. wie groß der Raum für eine Differenzierung gegenüber der Konkurrenz sein soll. Zusätzlich muss entschieden werden, zu welchen Produkten eine Kompatibilität aufgebaut werden soll. Besteht Kompatibilität, wird die Wechselbereitschaft zu einem neuen Standard erhöht.
Bei der zweiten Dimension handelt es sich um die Reichweite des Standards . 12 Dieses Entscheidungsfeld unterteilt sich in den Bereich der Anzahl und Bedeutsamkeit der Anbieter, die den neuen Standard adaptieren, sowie die Verbreitung des Standards bei den Anwendern.
Im Bereich der Anbieter stellt sich die Grundfrage, ob eine standardisierte Technologie überhaupt an die Wettbewerber weitergegeben werden soll. Kann jeder Anbieter den Standard uneingeschränkt nutzen, sieht man von Registrierungspflichten oder ähnlichem ab, spricht man von einem offenen Standard. Das Gegenteil dazu ist der geschlossene Standard, der die Hersteller beispielsweise vor Imitatoren schützen soll. Neben der Inkompatibilität der Produkte sichert die Einbettung bzw. Kapselung von Innovationen in ein bereits bestehendes (standardisiertes) Produkt den proprietären Standard. Dies war beispielsweise beim Internet Explorer der Firma Microsoft der Fall. Durch das Quasi-Monopol bei den Betriebssystemen konnte mit der Einbettung des Internet Ex-plorers in das Betriebssystem Windows 95 der vorherige Marktführer Netscape mit seinem Netscape Navigator vom Markt verdrängt werden. 13 Weitere Merkmale eines geschlossenen Standards sind Patente oder ähnliche Schutzrechte. Beispielsweise versucht derzeit die Computerindustrie durch die Industrievereinigung EICTA 14 unter dem Protest der Open-Source-Bewegung bei der EU-Kommission eine weit reichende Patentier- 10 Vgl.Johannes, 1999, online.
11 Vgl. Hess, 1993, S. 25.
12 Vgl. Hess, 1993, S. 27.
13 Vgl. Borchers, 2004, online.
14 European Information & Communications Technology Industry Association , www.eicta.org
4
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Michael Jaschek, 2005, Standardisierungsorganisationen: Konkurrenz und Relevanz, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Mehrmarkenstrategien - ein Erfolgsfaktor für Dienstleistungsunternehme...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Vordiplomarbeit, 35 Seiten
Michael Jaschek hat den Text Standardisierungsorganisationen: Konkurrenz und Relevanz veröffentlicht
Michael Jaschek hat einen neuen Text hochgeladen
Information System Concepts: An Integrated Discipline Emerging
Eckhard D. Falkenberg, Alexander A. Verrijn-Stuart, Kalle Lyytinen
Integrity and Internal Control in Information Systems
Strategic Views on the Need fo...
Margaret E. van Biene-Hershey, Leon A. M. Strous
Knowledge Sharing in the Integrated Enterprise
Interoperability Strategies fo...
Peter Bernus, Mark Fox
Information Systems: Modeling, Development, and Integration
Third International United Inf...
Jianhua Yang, Athula Ginige, Heinrich C. Mayr, Ralf-Detlef Kutsche
The Integrated Architecture Framework Explained
Why, What, How
Maarten Waage, Herman Hartman, Max Stahlecker, Jack van 't Wout, Aaldert Hofman
Auf dem Weg zur Integration Factory
Proceedings der DW2004 - Data ...
Joachim Schelp, Robert Winter
0 Kommentare