II
Inhaltsverzeichnis
Anhangsverzeichnis. III
Symbolverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Theoretischen Grundlagen. 2
2.1 Natürliches Monopol. 2
2.2 Preisbildung im natürlichen Monopol. 3
2.3 Regulierung 4
2.3.1 Begriffsdefinition 4
2.3.2 Regulierungsziele und -methoden. 5
3 Methoden der kostenbasierten Regulierung 6
3.1 Einführung. 6
3.2 Rentabilitätsregulierung 6
3.3 Kostenzuschlagsregulierung. 8
3.4 Weitere ausgewählte Methoden 9
4 Wirkung der Rentabilitätsregulierung - Averch-Johnson-Modell 10
4.1 Einführung. 10
4.2 Auswirkung unterschiedlicher erlaubter Renditen auf das Verhalten regulierter
Unternehmen 11
4.3 kritische Betrachtung sowie Erweiterungsansätze 13
5 Ergebnisse. 14
5.1 Strategische Verhaltensanreize für regulierte Unternehmen. 14
5.2 Ausblick. 16
6 Anhang 17
7 Literaturverzeichnis 20
III
Anhangsverzeichnis
Anhang 1: Grafik zur Preisbildung im Monopol
Anhang 2: Grafik der Preisbestimmung über Grenzkosten im natürlichen Monopol Anhang 3: Grafik der Gewinnbeschränkung in dreidimensionaler Darstellung Anhang 4: Grafik der Gewinnbeschränkung mit Profit Hill in zweidimensionaler Darstellung Anhang 5: Grafik des Effektes der Reduzierung der fairen Rendite Anhang 6: Grafik der Auswirkung einer Änderung der Kapitalkosten Anhang 7: Darstellung der unter den Kapitalkosten liegende faire Rendite
IV
Symbolverzeichnis
C - Kosten - Zahl der Unternehmen i - (eingesetztes) Kapital K
- nichtkapitalisierter Inputfaktor (Arbeit) L m - Gewinnaufschlag - Preis p P, Π - Betriebsgewinn
b π , g Π - Gesamtgewinn
- Kapitalkosten auf (eingesetztes) Kapital r s - erlaubte, faire Rendite S - Subve ntion SÜ - sozialer Überschuss t - Zeitperiode V - Konsumentenrente w - Kosten für nichtkapitalisierten Inputfaktor (Lohn) x - Produktionsmenge
1
1 Einleitung
Öffentliche Regulierung ermöglicht es bei offensichtlich vorliegenden Marktversagen aktiv in Marktprozesse und in das Wirtschaftsgeschehen einzugreifen. 1
Gestörte Marktstrukturen können beispielsweise vorliegen, wenn die gesamte Produktion eines Marktes durch ein einziges Unternehmen zu geringeren Kosten herstellbar ist, als durch zwei oder mehrere Unternehmen (natürliches Monopol). 2
Versorgungsunternehmen (Gas, Wasser, Strom, Fernwärme), Transportunternehmen (Eisenbahn, Spedition) sowie Post- und Telekommunikationsunternehmen sind klassische Bespiele für natürliche Monopolunternehmen. 3
Unternehmen mit natürlichen Monopolstrukturen haben keinen Anreiz wohlfahrtsmaximal zu produzieren, da sie durch das Setzen eines höheren Preises verbunden mit einer geringeren Ausbringungsmenge ihren Gewinn (sog. Monopolgewinn) maximieren können - im Vergleich zur Wettbewerbssituation, in der immer wohlfahrtsmaximal produziert wird, d.h. in der der Preis den Grenzkosten entspricht. Verlangt ein mit anderen Unternehmen direkt im Wettbewerb stehendes Unternehmen einen höheren Preis, so verliert es die Nachfrage und scheidet aus dem Markt aus. 4
Ziel der Regulierungsinstanzen ist es, das gewinnmaximale Verhalten des Monopolisten zu unterbinden und den daraus resultierenden Wohlfahrtsverlust zu minimieren. Nicht die Produzentenrente sondern die Maximierung der Konsumentenrente steht im Vordergrund der Regulierungstätigkeit. 5
Welche Möglichkeiten bestehen für die Regulierungsinstanz das angesprochene Ziel (Korrektur des Marktversagens) zu erreichen? Welche strategischen Verhaltensweisen der regulierten Unternehmen lassen sich dabei beobachten?
Für die Durchführung dieser Aufgabe stehen der Regulierungsinstanz diverse Regulierungsmethoden zur Verfügung.
Eine Möglichkeit der Regulierung ist der Einsatz kostenbasierter Regulierungsmethoden, wie zum Beispiel die in Amerika übliche Rentabilitätsregulierung. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf der ihrer Wirkungen. Insbesondere werden die strategischen Verha ltensanreize, die sich für das regulierte Unternehmen ergeben, untersucht.
1 Vgl. Balzer-Schnurbus (1992), S. 2
2 Vgl. Borrmann/Finsinger (1999), S. 122f
3 Vgl. Noth (1994), S. 1 sowie Borrmann/Finsinger (1999), S. 8
4 Der Monopolmarkt ist hingegen durch mangelnden Wettbewerb kennzeichnet, d.h. das Monopolunternehmen kann nicht aus dem Markt gedrängt werden.
5 Vgl. Noth (1994), S. 1
2
Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Methode der kostenbasierten Regulierung, stellvertretend dargestellt durch die gebräuchlichste Form der Rentabilitätsregulierung, die Probleme, die aus dem Vorhandensein von Monopolen resultieren, nicht ausreichend lösen kann. Die asymmetrische Informationsverteilung zwischen der Regulierungsinstanz und dem reguliertem Unternehmen in Bezug auf Kosten- und Nachfragefunktion stellt das größte Problem dar. Das Setzen von geeigneten Anreizen zur wohlfahrtsmaximierender Produktion durch die Regulierungsinstanz ist nur sehr schwer möglich.
In einem ersten Schritt werden die theoretischen Grundlagen gelegt und die Begriffe natürliches Monopol und Regulierung definiert sowie die Preisgestaltung eines unregulierten Monopolisten vorgestellt.
Dann wird der Ansatz der kostenbasierten Regulierungsmethoden vorgestellt und diskutiert. Außerdem werden weitere Regulierungsmethoden kurz dargestellt. Das Verhalten eines unter Rentabilitätsregulierung stehenden Monopolisten anhand des Averch-Johnson-Modells 6 steht im Mittelpunkt des nächsten Abschnittes, der mit einer kritischen Betrachtung sowie ausgewählten in der Literatur angesprochenen Erweiterungsansätze abschließt.
In einem letzten Schritt werden die erarbeiteten Ergebnisse zusammengefasst. Dabei werden die strategischen Verhaltensanreize von regulierten Unternehmen dargestellt sowie ein Ausblick zukünftiger Regulierung gegeben.
2 Theoretischen Grundlagen
2.1 Natürliches Monopol
Ein natürliches Monopolunternehmen ist dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Produktion eines Marktes auf dieses eine Unternehmen konzentriert ist, da sich die angebotenen Güter und/oder Dienstleistungen 7 mit geringeren Kosten herstellen lassen als durch zwei oder me hrere Unternehmen. 8 Die Kostenfunktion eines natürlichen Monopolunternehmens weist die Eigenschaft der Subadditivität (vgl. F 1) auf:
6 Vgl. Averch/Johnson (1962)
7 Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird nur noch von produzierten Gütern die Rede sein. Hierunter sind auch Dienstleistungen zu verstehen.
8 Vgl. Balzer-Schnurbus (1992), S. 8
9 Vgl. Balzer-Schnurbus (1992), S. 8; Church/Ware (2000), S. 754; Noth (1994), S. 6; Borrmann/Finsinger (1999), S. 122; Bühler (2002), S. 22ff
3
Durch das Vorhandensein von economies of scale (Skaleneffekte) über alle Produktionsmengen hat das Unternehmen die Möglichkeit, im Vergleich zu anderen Unternehmen, bei geringeren Kosten auch zu geringeren Preisen seine produzierten Güter anzubieten. Dies drängt andere Anbieter aus dem Markt bzw. hindert potentielle Wettbewerber am Markteintritt. 10 Auf Grund mangelnder Konkurrenz sowie fehlender Substitutionsmöglichkeiten 11 ist der Monopolist in der Lage, den Absatzpreis so zu wählen, dass er seinen Gewinn maximiert.
Borrmann und Finsinger (1999) geben zu bedenken, dass es sich bei der Bezeichnung natürliches Monopol nicht zwingend um ein Monopol handeln muss. Die Bezeichnung besagt lediglich, „dass die Gesamtkosten der Produktion im Monopol am geringsten wären“ 12 . Es ist ohne weiteres möglich, dass eine Industrie, die ein natürliches Monopol darstellt, in der Realität aus zwei Anbietern besteht.
Weiter ist zu beachten, dass sich die Unternehmensvoraussetzungen bei einer Änderung der Nachfrage- und/oder der Kostenfunktion ändern und die natürliche Monopolstellung verloren gehen kann. 13
2.2 Preisbildung im natürlichen Monopol
Der Monopolmarkt ist durch mangelnden Wettbewerb auf der Anbieterseite gekennzeichnet, was dazu führt, dass das Monopolunternehmen das Verhalten konkurrierender Unternehmen bei der Preisfestsetzung nicht zu berücksichtigen braucht. 14 Daher setzt er seinen gewinnmaximalen Preis sowie die gewinnmaximale Menge, anders als in der Wettbewerbssituation, über Grenzerlöse und Grenzkosten fest. 15 Hierbei kommt es für die Konsumenten zu einem Wohlfahrtsverlust (deadweight loss) in Höhe des Dreiecks ABC der Abbildung 1 im Anhang. Das Quadrat ACDE stellt für den Monopolisten zusätzlichen Gewinn dar. Der Monopolist maximiert seinen Gewinn auf Kosten der Konsumentenrente, was zu einem allokativen Wohlfahrtsverlust führt. 16
10 Vgl .Noth (1994), S. 6
11 Vgl. Bester (2003), S. 25
12 Borrmann/Finsinger (1999), S. 123
13 Vgl. Borrmann/Finsinger (1999), S. 123
14 Vgl. Bester (2003), S. 25
15 Im vollständigen Wettbewerb bestimmt sich der Preis über die Grenzkosten, d.h. der Preis entspricht gerade den marginalen Kosten der Produktion.
16 Vgl. Balzer-Schnurbus (1992), S. 17
Arbeit zitieren:
Thorben Wicht, 2004, Regulierungsmechanismen - kostenbasierte Regulierung, München, GRIN Verlag GmbH
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