Gliederung
Abk ürzungsverzeichnis Seite 3
1. Einleitung Seite 4
1.1 Begründung und Entstehung der
amerikanischen Rechnungslegung US-GAAP Seite 4
1.2 Aufbau und Vorschriften der US- GAAP (House of GAAP) Seite 5
1.2.1 Komponenten des Jahresabschlusses nach US-GAAP Seite 7
1.2.2 Komponenten des Jahresabschlusses nach HGB Seite 8
1.3 Bilanzierungsdiskrepanzen in der interessenorientierten Bewertung Seite 8
2. Darstellung der Informationspolitik und Gläubigerschutzfunktion Anhand des EK
2.1 Unterschiede der EK Bewertung
in den Rechnungslegungssystemen Seite 10
2.1.1 Veränderungsrechnung des Eigenkapitals Seite 11
2.1.2 Dividenden Seite 12
2.1.3 Kapitalrücklage Seite 14
2.1.4 Gewinnrücklagen Seite 15
3. Fazit Seite 16
4. Literaturverzeichnis Seite 18
2
Abkürzungsverzeichnis
AICPA American Institute of Certified Public Accountants
AktG Aktiengesetz
APB Accounting Principles Board
ARB Accounting Research Bulletins
CAP Committee on Accounting Procedures
CPA Certified Public Accountants
DIV Dividenden
EK Eigenkapital
FAS Financial Accounting Standards
FASB Financial Accounting Standards Board
FK Fremdkapital
GAAP Generally Accepted Accounting Principles
GoB Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
GuV Gewinn-und Verlust
HGB Handelsgesetzbuch
JA Jahresabschluß
NYSE New York Stock Exchange
SA Securities Act
SAB Staff Accounting Bulletin
SEA Securities Exchange Act
SEC Securities and Exchange Commission
SFAC Statements of Financial Accounting Concepts
US United States
3
1. Einleitung
1.1 Begründung und Entstehung amerikanischen Rechnungslegung US-GAAP
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise und des Börsenkraches 1929 wurde der steigende Bedarf an Rechnungslegungsvorschriften größer. In America wurden auf Bundesebene sieben Gesetzte zum Schutze des Wertpapierhandels für kleinere Kapitalgeber erlassen 1 , welche in Zukunft ähnliche Vorkommnisse verhindern sollten.
Ein wichtiger Bereich dabei war die Neuformulierung der Bilanzvorschriften 2 . Die anschließende Differenzierung zwischen dem Kontinentaleuropäischen und dem angloamerikanischen 3 Bilanzierungsvorschriften wurden durch die unterschiedlichen Gesetzgebungen geprägt.
Da in Kontinentaleuropa 4 ein stark kodifiziertes Recht (Code law) vorherrscht, welches sich auszeichnet durch langwierige Gesetzgebungsverfahren und geringe Flexibilität erkennt man die Anlehnung an die statische Bilanzlehre. Die statische Bilanzkonzeption stellt vorrangig auf die zeitpunktbezogene Ermittlung des Vermögens und der Schulden ab 5 , orientiert sich also an der Vergangenheit. Dem gegenüber steht das im angloamerikanischen Raum dominierende
Gewohnheitsrecht (Common law), wonach die Rechtssprechung durch Gerichte die zentrale Rechtsquelle bildet. Ein Gericht ist demnach angehalten, dass es für eine richterliche Einzelfallentscheidung (case law) einen dem entsprechenden sucht 6 . Präzedenzfall Da diese Einzelfallentscheidungen verschiedene
Interessengruppen berücksichtigt und somit die Anpassungsfähigkeit an geänderte Bedürfnisse gewährleistet. Folglich wird die dynamische Bilanztheorie der Forderung nach einer je nach konkretem Abbildungsziel periodengerechten Erfolgsermittlung des in einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteten Gewinns gerecht 7 .
1 Vgl. Glormann, Bilanzrating von US- GAAP Abschlüssen( 2001) S.14
2 Vgl. Dangel, Hofstetter, Otto, Analyse von Jahresabschlüssen nach US-GAAP und IAS (2001) S.12
3 umfasst USA, Dänemark, Kanada, Australien, GB und Staaten des Commonwealth
4 umfasst Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Schweden und Japan
5 Vgl. Das Konzept einer Kapitalmarktorientierten Rechnungslegung (Schmidt, 2000) S.65
6 Vgl. Bilanzrating von US- GAAP Abschlüssen(F. Glormann, 2001) S.11
7 Vgl. Das Konzept einer Kapitalmarktorientierten Rechnungslegung (Schmidt, 2000) S.56
4
Im Jahr 1933 begann ein Dialog zwischen der NYSE und AICPA in folge der stetig steigenden betrügerischen Unternehmenszusammenbrüchen. Dieser Dialog endete schließlich in der Verabschiedung des Securities Act 1933 (SA) und Securities Exchange Act 1934 (SEA) und trug einen entscheidenden Teil zur Gründung der Securities and Exchange Commission (SEC) bei 8 .
Abbildung 1: Entwicklung der US-GAAP
SEC ist eine von der amerikanischen Regierung eingesetzte
Börsenaufsichtsbehörde, zur Kontrolle des fairen Wertpapierhandels mittels SEA und bei erstnotierten Wertpapieren regelt die SA die Informationspflicht 9 .
1.2 Aufbau und Vorschriften der US-GAAP ( House of GAAP)
Die verschiedenen Ebenen der GAAP lassen sich gemäß ihrer Bedeutung in eine hierarchische Ordnung bringen, die gemeinhin als House of GAAP bezeichnet wird und in Abbildung 2 dargestellt ist 10 .
8 Vlg. Internationales Rechnungswesen (Müller, 2001) S.43
9 Vlg. KPMG, Rechnungslegung nach US-amerikanischen Grundsätzen, a.a.O.,S.4f
10 Vgl. Keitz Immaterielle Güter in der internationalen Rechnungslegung S.101; KPMG, Rechnungslegung nach US-
amerikanischen Grundsätzen, S.3; Meyer/Spreiter, Die Rechnungslegung in den USA, S.516
5
Die unterste Ebene des House of GAAP, ist für die Konformität des
Jahresabschlusses am bedeutendsten. Lediglich bei der Verpflichtungsebene führt die Nichtbeachtung zu einer Verweigerung der qualified opinion des JA durch den Wirtschaftsprüfer 12 .
Bei strittigen Rechnungslegungsfragen sind zuerst die Prinzipien und Normen der Verpflichtungsebene zu beachten, die aus den FAS und den Interpretations des FASB sowie aus Verlautbarung der Vorläufer Organisation FASB bestehen. Können diese nicht zu einer Lösung des Problems beitragen, so wird auf die Veröffentlichung der nächst höheren Stufe, der Empfehlungsebene, verwiesen. Zu den Empfehlungen, die eine den verpflichtenden Vorschriften vergleichbare Wertigkeit besitzen, gehören die Industry Guides, die Statements of Position und die Accounting Interpretations des AICPA und die Technical Bulletins des FASB 13 . Existieren zu einem Rechnungslegungsproblem weder verbindliche Regelungen noch Empfehlungen, so wird auf die in der Praxis vorherrschenden
11 Vgl. Bilanzrating von US- GAAP Abschlüssen(F. Glormann, 2001) S.29
12 Vgl. Bilanzrating von US- GAAP Abschlüssen(F. Glormann, 2001) S.29
13 Vgl. KPMG, Rechnungslegung nach US-amerikanischen Grundsätzen, S.3
6
Arbeit zitieren:
Kai Roddeck, Christoph Guiard, Frank Engel, 2002, Darstellung der Informationsfunktion und Gläubigerschutzfunktion des Jahresabschlusses nach US- GAAP mit Bezug auf das HGB, München, GRIN Verlag GmbH
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