Gliederung
Abk ürzungsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Der Deutsche Fußballbund (DFB) 2
2.1 Von den Anfängen bis zum größten Sportverband der Welt 2
2.2 Organisation und Satzung-die Ziele des DFB. 3
2.3 Werbepartner des DFB und Konflikte mit Werbepartnern der
Bundesligisten. 4
3. Der Ligaverband und die deutsche Fußballliga 5
3.1 Deutsche Fußballliga - Organisation und Satzung 5
3.2 Das Bosman-Urteil und die Folgen für die Vereine und die
Nationalmannschaft. 7
3.3 Jugendarbeit als Zukunft für Verein und Nationalmannschaft. 8
4. Die Nationalmannschaft 10
4.1 Geschichtlicher Abriss. 10
4.2 Ökonomische Kriterien für den Einsatz der Nationalmannschaft. 10
4.3 Die moderne Nationalmannschaft. 12
5. Schlussbetrachtung 14
Anhang. IV
Literaturverzeichnis. V
I
Abkürzungsverzeichnis
DFB Deutscher Fußballbund DFL Deutsche Fußballliga DSB Deutscher Sportbund EuGH Europäischer Gerichtshof FIFA Fédération Internationale de Football Association UEFA Union of European Football Associations O.V. Ohne Verfasser WM Weltmeisterschaft ZDF Zweites Deutsches Fernsehen
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Das Organigramm des deutschen Fußballs...........................................6 Abbildung 2: Die Zuschauerzahlen in der Fußball-Bundesliga. ..................................7
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Einnahmen des DFB im Jahr 2002 .............................................................3 Tabelle 2: Ausgaben des DFB im Jahr 2002 ...............................................................4
I
1. Einleitung
„Sie wird immer des Deutschen liebstes Kind sein.“ 1
Die Deutsche Fußballnationalmannschaft fesselt Millionen von Fernsehzuschauern an die TV-Geräte, wenn es um die Welt- oder Europameisterschaft geht. Spieler der Nationalmannschaft erreichen höhere Einschaltquoten im Fernsehen als Spiele der Champions-League. Die Riesenleinwände in deutschen Großstädten während der Fußball-Europameisterschaft 2004 besuchten mehr als 100.000 Zuschauer, die Fernsehsender erreichen mit Übertragungen deutscher Länderspiele regelmäßig Rekordergebnisse. Hinter den Kulissen ist aber ein Machtkampf entfacht. Die Bundesligisten, die schon längst nicht mehr eingetragene Vereine sondern Wirtschaftsunternehmen bzw. Aktiengesellschaften (Borussia Dortmund) sind, wollen an der Geldmaschine Nationalmannschaft kräftig mitverdienen. Sie stellen die Nationalspieler quasi kostenlos ab und müssen eine Verletzung des Spielers in Kauf nehmen, bzw. sehen machtlos zu, wenn der DFB durch Werbemaßnahmen an dem Eigentum der Vereine verdient. Häufig werben Nationalspieler für Unternehmen, die direkte Konkurrenten des Vereinswerbepartners sind. Zudem bemängeln die Bundesligisten die Schwerfälligkeit und mangelnde Flexibilität des größten Sportverbandes der Welt.
Die unterschiedlichen Interessen zwischen der Bundesliga und dem DFB werden am Beispiel der Nationalmannschaft deutlich. Vereine sind an leistungsstarken Mannschaften interessiert und verpflichten nach dem Bosman-Urteil vorwiegend ausländische Spieler. Verbände sind daran interessiert, international wettbewerbsfähige Mannschaften mit deutschen Spielern aufstellen zu können und viele Länderspiele zu absolvieren, da die Nationalmannschaft die Haupteinnahmequelle des DFB ist (Büch, 2001). Insofern stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch zeitgemäß ist, Nationalmannschaften zu haben, wenn es exzellente Vereinsmannschaften gibt, die international erfolgreich spielen. Ist es noch zeitgemäß, dass die Nationalmannschaft unter dem Dach des DFB spielt, oder müsste nicht nach der Ausgliederung der Bundesliga vom DFB zur Deutschen Fußballliga auch die Nationalmannschaft folgen?
Im ersten Teil der Arbeit wird dabei der DFB als Institution vorgestellt, indem unter anderem geklärt wird, wie sich der DFB finanziert, welchen Zweck er verfolgt und welchen Stellenwert die Nationalmannschaft hat. Folgerichtig werden im zweiten Teil der Arbeit die neu gegründete Deutsche Fußballliga (DFL) beschrieben, der
1 Berti Vogts am 31.3.1997 im ZDF Sportstudio
1
rasante Aufstieg der Bundesliga erörtert, die Probleme rund um das Bosman-Urteil diskutiert und die Probleme rund um die Jugendarbeit erarbeitet, um einen Hintergrund für die Nationalmannschaft zu haben, die im vierten Abschnitt Teil der Arbeit ist. Neben einer geschichtlichen Einführung werden hier ökonomische Aspekte der Nationalmannschaft berücksichtigt. Der Autor versucht einen Blick in die Zukunft zu werfen und erläutert, wie die Zukunft der Nationalmannschaft aussehen kann und unteren welchen Voraussetzungen die Vereine weiter bereit sind Spieler abzustellen. Im Schlussteil werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.
2. Der Deutsche Fußballbund (DFB)
2.1 Von den Anfängen bis zum größten Sportverband der
Welt
Die Geburtsstunde des DFB schlug am 28. Januar 1900 in Leipzig. Die Vertreter von 86 Vereinen gründeten den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Aus den 86 Vereinen sind in der mittlerweile 100-jährigen Geschichte etwa 27.000 geworden, in denen rund 6,3 Millionen Menschen aktiv und passiv am Ball sind. Der DFB ist der größte Fachverband im Deutschen Sportbund (DSB) und zählt zu den größten Mitgliedern im Fußball-Weltverband (FIFA).
Seit der Gründung im Jahre 1900 hat der DFB neun Präsidenten gehabt: Prof. Dr. Ferdinand Hueppe (1900-1904), Friedrich-Wilhelm Nohe (1904-1905), Gottfried Hinze (1905-1925), Felix Linnemann (1925-1945), Dr. Peco Bauwens (1949-1962), Dr. Hermann Gösmann (1962-1975) sowie Dr. h.c. Hermann Neuberger (1975-1992). Egidius Braun aus Aachen trat beim Bundestag 1992 die Nachfolge von Hermann Neuberger an (Weskamp, 2000). Am 28. April 2001 übernahm Gerhard Mayer-Vorfelder aus Stuttgart das Amt des DFB-Präsidenten. Die Zentralverwaltung des DFB, die Geschäftsstelle mit rund 100 hauptamtlichen Mitarbeitern, befindet sich in Frankfurt am Main (DFB, 2005).
Der Profi-Fußball wurde in Deutschland 1963 mit der Gründung der Bundesliga eingeführt. Damit stellte sich auch für den DFB die Herausforderung, wirtschaftliche Eigendynamik zu entwickeln, um den Sport zu fördern. Der DFB gehört zu den wenigen Verbänden, die ihren Etat ohne öffentliche Mittel finanzieren, sondern lediglich eine Unterstützung für die Jugendarbeit erhalten (Braun, 2000).
2
2.2 Organisation und Satzung-die Ziele des DFB
Die w ichtigste Aufgabe des DFB ist die Ausübung des Fußballsports in Meisterschaftsspielen und Wettbewerben der Spielklassen der Regional- und Landesverbände und der Lizenzligen. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Einheit des deutschen Fußballs (DFB, 2005b). Der DFB ist Mitglied der UEFA und FIFA. Da diese Verbände nur einen Verband pro Land dulden, genießt der DFB eine Art Monopolstellung (Väth, 1994). Aufgrund dieser Mitgliedschaften ist der DFB den Bestimmungen dieser Verbände unterworfen und zur Umsetzung d er Entscheidungen seiner Organe verpflichtet.
Der DFB verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke (DFB, 2005b). Die Mittel des DFB dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile oder sonstige Zuwendungen aus den Mitteln des DFB. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des DFB fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Der DFB bestreitet seine Ausgaben insbesondere aus Erträgen der Länderspiele, durch Beiträge aus Mitgliedschaft und aus den in § 42 der DFB-Spielordnung aufgeführten Bundesspielen sowie sonstigen Beiträgen und durch sonstige Einnahmen. Die Beiträge werden vom Vorstand festgelegt. Abbildung 1 zeigt die Posten der Einnahmen und Ausgaben des DFB im Jahr 2002 und die prozentuale Verteilung. Die Bilanz ist ausgeglichen. Die Einnahmen und Ausgaben betrugen 61,3 Millionen Euro (Kraft/Hase, 2004). Rund 80 Prozent des Jahres-Etats spielt das Flaggschiff des Verbandes ein. Vor allem bei den Preisgeldern zeichnet sich eine Gewinn-Explosion ab (Vgl. O.V., 2003). Bei der WM 2002 und der EM 2004 betrug der Reingewinn für den DFB jeweils rund zwei bis drei Millionen Euro, doch schon bei der WM in zwei Jahren im eigenen Land könnte sich dieser Betrag mehr als verdoppeln.
Einnahmen:
Tabelle 1: Einnahmen des DFB im Jahr 2002
3
Arbeit zitieren:
Jan Frenzel, 2005, Die Fußballnationalmannschaft zwischen wirtschaftlichen Verbands- und Ligainteressen, München, GRIN Verlag GmbH
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