Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Augustinus - Die Idee des gerechten Krieges

Title: Augustinus - Die Idee des gerechten Krieges

Term Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Michael Gärtner (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Einleitung

In meiner Arbeit werde ich die Theorie über den gerechten Krieg des Augustinus näher beleuchten. Augustinus war einer der vier großen Kirchenlehrer und gilt - mit Hilfe der antiken Philosophie - als Urheber der "bellum justum" Lehre. Die "bellum justum" Doktrin beschäftigt sich mit den theoretischen Aspekten der Führung eines gerechten Krieges. Augustinus ist in einer Zeit der sich wandelnden Werte aufgewachsen; zu seinen Lebzeiten wurde Rom - die ewige Stadt - von den Barbaren des Alarich zerstört. Äußerlich erholte sich Rom schnell von dieser Niederlage, doch es hatte seinen Glanz, seinen Ruf der Unbesiegbarkeit eingebüßt. Bis in die Zeit des Augustinus war es Ansicht jedes Gebildeten, dass die Geschichte der Menschheit im römischen Reich ihre Vollendung erreicht hatte.

Die Idee des gerechten Krieges veränderte sich im Rahmen der Entwicklung der abendländischen-christlichen Tradition. Heute spricht niemand mehr von einem gerechten Krieg, sondern bestenfalls nur von "friedensschaffenden oder friedenssichernden Maßnahmen" aber auch nur im Rahmen eines UN Mandates.
Die wichtigste Quelle wird in meiner Arbeit das Buch "de civitate dei" von Augustinus sein, welches er 426 vollendet hat.
Im Bereich der Sekundärliteratur möchte ich besonders das Buch "The Just War In The Middle Ages" von F. H. Russell herausheben, da es äußerst konkrete und vielfältige Denkanstöße für die Bearbeitung des Themas geliefert hat. Ich habe jedoch auch versucht, andere Meinungen und zum Teil auch Forschungsschwerpunkte, in die Hausarbeit miteinfließen zu lassen, so weit dies in dem vorgegebenen Rahmen möglich war, da so, meiner Meinung nach, ein runderes Bild erreicht wird, was mir hoffentlich gelungen ist.

Von allen Internetadressen möchte ich besonders die Seite der Encyclopedia Britannica herausheben, die mir in vielen Fällen der mittelalterlichen Begriffswelt weitergeholfen hat.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Augustinus – Wer war er?

3. Der gerechte Krieg

4. Die Idee des gerechten Krieges bei Augustinus

5. Die weitere Entwicklung des gerechten Krieges im Mittelalter

6. Schlußbetrachtung – Gibt es heute noch einen gerechten Krieg?

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

7.1. Quellenverzeichnis

7.2. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie des „gerechten Krieges“ (bellum iustum) bei Augustinus von Hippo, beleuchtet deren historische Entstehung in der Spätantike und setzt sie in den Kontext der abendländisch-christlichen Tradition sowie moderner völkerrechtlicher Fragestellungen.

  • Die Biografie und das philosophisch-theologische Wirken des Augustinus.
  • Die konzeptionelle Einordnung des „bellum iustum“ innerhalb der Schriften des Augustinus.
  • Die Transformation der Kriegstheorie im Mittelalter und der Einfluss auf spätere Rechtsdenker.
  • Die kritische Reflexion des Konzepts eines „gerechten Krieges“ in der heutigen Zeit.

Auszug aus dem Buch

4. Die Idee des gerechten Krieges bei Augustinus

Das römische Reich der Spätantike war kein in sich ruhendes und gesichertes Staatsgebilde, innere Unruhen hatten ebenso eine destabilisierende Wirkung wie ein zunehmender Druck auf die Reichsgrenzen, vor allem durch die Alamannen und die Goten. Nicht erst durch die Zeitgenossen Augustinus war deshalb das Gefühl der Unsicherheit bestimmend. Und doch bedeutete es eine Erschütterung größten Ausmaßes, als die Goten Rom im Jahre 410 belagerten, in die Stadt eindrangen, und sie plünderten. Der Fall Roms war eine Mahnung, dass alles Irdische, selbst das Höchste untergehen kann. „Das Gut des Friedens ist derart groß, dass auch im Bereich der irdischen und vergänglichen Dinge nichts lieber gehört, nichts sehnlicher begehrt und letztendlich nichts besseres gefunden werden kann.“ Der Friedensbegriff nahm für Augustinus eine zentrale Rolle ein. Das Friedensthema durchzieht das gesamte Werk von Augustinus, am ausführlichsten wird es aber im XIX. Buch de civitate dei beschrieben. In erster Linie geht er hierbei von der Stadt Gottes aus, es gibt aber darüber hinaus eine weitgreifende, auch politische Elemente einschließende Friedenstheorie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thematik des bellum iustum bei Augustinus und Einbettung in den historischen Kontext der Spätantike.

2. Augustinus – Wer war er?: Biografie des Kirchenlehrers, sein sozialer Aufstieg und die Bedeutung seiner Gnadenlehre sowie Rhetorik.

3. Der gerechte Krieg: Historische Herleitung des Begriffs aus biblischen, griechischen und römischen Traditionen.

4. Die Idee des gerechten Krieges bei Augustinus: Analyse der augustinischen Friedenstheorie und der Bedingungen für ein bellum iustum im Rahmen der civitas-Vorstellung.

5. Die weitere Entwicklung des gerechten Krieges im Mittelalter: Betrachtung der Wandlung des Begriffs, insbesondere unter dem Einfluss von Thomas von Aquin und den Kreuzzügen.

6. Schlußbetrachtung – Gibt es heute noch einen gerechten Krieg?: Kritische Diskussion zur Anwendbarkeit des Konzepts in der Moderne sowie der Wandel von der Theologie zum Völkerrecht.

7. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Augustinus, Bellum iustum, Gerechter Krieg, Friedensethik, Spätantike, De civitate dei, Kirchenlehre, Mittelalter, Völkerrecht, Thomas von Aquin, Friedensstiftung, Politische Theologie, Historische Philosophie, Konflikttheorie, Kriegführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophischen und theologischen Grundlagen der Theorie des „gerechten Krieges“ bei Augustinus und verfolgt deren Einfluss auf die mittelalterliche Geschichte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Kriegsethik von der Antike über die Spätantike bis hin zur modernen völkerrechtlichen Perspektive.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Ursprung des augustinischen Konzepts des gerechten Krieges herauszuarbeiten und dessen Wandel im Kontext historischer Friedensvorstellungen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Augustinus' Hauptwerk „de civitate dei“ und relevanter geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Person Augustinus, die Herleitung des Konzepts in der Tradition, die spezifische Auslegung durch Augustinus selbst sowie die mittelalterliche Weiterentwicklung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie bellum iustum, Friedensethik, Augustinus und die geschichtliche Säkularisierung der Kriegstheorie definiert.

Warum war der Fall Roms für Augustinus von so großer Bedeutung?

Der Fall Roms im Jahr 410 markierte für Augustinus das Ende der Vorstellung von der ewigen, unbesiegbaren Stadt und diente als Anstoß für seine tiefergehende Friedenstheorie in „de civitate dei“.

Gibt es einen Unterschied zwischen einem gerechten und einem heiligen Krieg?

Ja, laut der Arbeit besteht der wesentliche Unterschied darin, dass der gerechte Krieg die Friedensherstellung zum Ziel hat, während der heilige Krieg primär auf die Unterwerfung oder Vernichtung von Feinden im Namen einer Religion abzielt.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Augustinus - Die Idee des gerechten Krieges
College
University of Münster  (Historisches Seminar)
Course
Proseminar
Grade
2
Author
Michael Gärtner (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V4793
ISBN (eBook)
9783638129305
Language
German
Tags
Augustinus Gerechter Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Gärtner (Author), 2002, Augustinus - Die Idee des gerechten Krieges, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4793
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint