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Ursachen von Vergessen

Title: Ursachen von Vergessen

Term Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Heiko Fischer (Author)

Psychology - General
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Summary Excerpt Details

Neben der Seminarveranstaltung „Forschungsprobleme der Allgemeinen Psychologie“ stellt die Grundlage dieser Hausarbeit die Thematisierung >Ursachen von Vergessen< dar.
In der Vergangenheit wurden im Rahmen dieser Aufgabenstellungen verschiedenste Untersuchungen und Versuche durchgeführt in deren Folge sich sehr unterschiedliche Theorien zum Vergessen herausgebildet haben. Aus diesem Grund sollen im Rahmen dieser Hausarbeit die wichtigsten zwei Theorien, die Zerfallstheorie und im Schwerpunkt die Interferenztheorie, näher beleuchtet werden.
Zusätzlich möchte ich weitere Faktoren, die das Vergessen bewirken können, aufzeigen.
Der erste Abschnitt soll hierzu den Leser in die Problematik einführen und im Weiteren eine der ersten Untersuchungen zum menschlichen Gedächtnis behandeln.
Im anschließenden Hauptteil der Arbeit werde ich auf die entscheidenden Theorien eingehen und anhand von Beispielen und Untersuchungen darstellen. Ferner möchte ich auch an dieser Stelle auf zusätzliche Faktoren, die das Vergessen bewirken können, eingehen.
Im letzten Teil der Hausarbeit werde ich versuchen ein abschließendes Fazit zu finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchungen zum Vergessen

2.1 Die Vergessenskurve nach Ebbinghaus

3. Theorien des Vergessens

3.1 Zerfallstheorie

3.2 Interferenztheorie

3.3 Zusätzliche Faktoren, die das Vergessen bewirken

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Ursachen des menschlichen Vergessens. Ziel ist es, die wichtigsten psychologischen Theorien, insbesondere die Zerfallstheorie und die Interferenztheorie, darzustellen und durch empirische Experimente zu erläutern sowie weitere einflussreiche Faktoren auf den Gedächtnisverlust zu beleuchten.

  • Die Vergessenskurve nach Hermann Ebbinghaus
  • Die Zerfallstheorie des Gedächtnisses
  • Proaktive und retroaktive Interferenz
  • Experimentelle Untersuchungen von Elizabeth Loftus sowie Tulving und Psotka
  • Zusätzliche Einflussfaktoren wie Hemmung und kognitive Vermeidung

Auszug aus dem Buch

3.2 Interferenztheorie

Die Interferenztheorie besagt, „dass das Vergessen dadurch verursacht wird, dass neu hinzukommende Gedächtnisinhalte mit dem Behalten des ursprünglichen Gedächtnisinhalts interferieren.“ Die Begrifflichkeit >Interferieren< bedeutet in diesem Zusammenhang anders ausgedrückt, dass die Gedächtnisinhalte dabei überlagert, überschnitten oder von anderen Inhalten ersetzt werden.

Hinsichtlich der Interferenz lassen sich zwei verschiedenen Arten unterscheiden. Diese sind:

1. die proaktive Interferenz und

2. die retroaktive Interferenz.

Bei der proaktiven Interferenz werden, im Gegensatz zur retroaktiven Interferenz, neu zu erlernende Gedächtnisinhalte durch ältere, schon vorhandene Informationen, beeinflusst.

Als ein geeignetes Beispiel hierfür dient eine Untersuchung aus dem 19. Jahrhundert von Hugo Munsterberg. Dabei untersuchte er seine Reaktion, als er seine Uhr, die er normalerweise immer in einer Hosentasche trug, in die andere wechselte. Hierbei zeigte sich, dass jedes Mal, wenn er nach der Uhrzeit schauen wollte, er instinktiv in die falsche (ursprüngliche) Tasche fasste, statt der neuen. Die proaktive Interferenz beschreibt damit, dass früher Gelerntes nachfolgend zu Lernendes stört. Sie ist im Gegensatz zur retroaktiven Interferenz vorwärtsgerichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der psychologischen Ursachen des Vergessens ein und skizziert den Aufbau der Hausarbeit sowie die behandelten Theorien.

2. Untersuchungen zum Vergessen: Hier wird der historische Kontext der Gedächtnisforschung beschrieben und insbesondere die bahnbrechende Vergessenskurve von Hermann Ebbinghaus analysiert.

3. Theorien des Vergessens: Das Kapitel bietet einen detaillierten Überblick über die Zerfallstheorie und die Interferenztheorie sowie ergänzende psychologische Faktoren wie Hemmung und kognitive Vermeidung.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Vergessen ein multifaktorieller Prozess ist, der sich nicht auf eine einzige Theorie reduzieren lässt, und empfiehlt weitere wissenschaftliche Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Allgemeine Psychologie, Vergessen, Gedächtnisforschung, Ebbinghaus, Vergessenskurve, Zerfallstheorie, Interferenztheorie, proaktive Interferenz, retroaktive Interferenz, kognitive Vermeidung, Gedächtnisspuren, Lernprozesse, Abrufstörungen, Motivation, Gedächtnispsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Theorien und empirische Befunde zu den Ursachen des menschlichen Vergessens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Gedächtnisforschung, den Theorien des Spurenzerfalls und der Interferenz sowie weiteren Faktoren wie Hemmung und Verdrängung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beleuchtung der zwei Haupttheorien (Zerfall vs. Interferenz) und die Aufzeigung weiterer Ursachen für das Vergessen im Rahmen der Allgemeinen Psychologie.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse klassischer psychologischer Werke und führt zur Illustration der Theorien wichtige empirische Experimente an, wie z.B. von Ebbinghaus, Loftus oder Tulving und Psotka.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Vergessenskurve nach Ebbinghaus die Zerfallstheorie, die proaktive und retroaktive Interferenz sowie Phänomene wie die reaktive Hemmung und kognitive Vermeidung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Vergessenskurve, Zerfallstheorie, Interferenztheorie, Gedächtnisspuren, Abrufstörung und kognitive Psychologie.

Was versteht man unter der proaktiven Interferenz?

Dies bezeichnet den Effekt, dass bereits vorhandene, ältere Informationen das Erlernen oder Behalten neuer Gedächtnisinhalte stören.

Wie unterscheidet sich die retroaktive Interferenz von der proaktiven?

Während die proaktive Interferenz vorwärtsgerichtet ist, beschreibt die retroaktive Interferenz die rückwärtsgerichtete Beeinflussung: Neu gelernte Informationen stören den Abruf bereits früher gespeicherter Inhalte.

Was besagt die Zerfallstheorie?

Die Zerfallstheorie (decay theory) postuliert, dass Gedächtnisspuren rein zeitabhängig verblassen und erodieren, wenn sie nicht durch neue Informationen oder andere Prozesse beeinflusst werden.

Was ist mit dem Begriff „Kognitive Vermeidung“ gemeint?

Dies beschreibt ein motiviertes Vergessen oder eine absichtliche Verdrängung von Inhalten, die vom Individuum als unangenehm, angstbesetzt oder belastend empfunden werden.

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Details

Title
Ursachen von Vergessen
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Heiko Fischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V48413
ISBN (eBook)
9783638451314
Language
German
Tags
Ursachen Vergessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Fischer (Author), 2004, Ursachen von Vergessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48413
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