Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 3
2. Der Begriff der Beruflichkeit in Deutschland 4
3. Der Strukturwandel von der Industriegesellschaft zu einer 6
Dienstleistungsgesellschaft
3.1 Merkmale des Strukturwandels 6
3.2 Mögliche Perspektiven und Entwicklungen 9
4. Probleme und Konflikte zwischen den Interessengruppen 11
5. Fazit 14
Literaturverzeichnis 15
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1. Einleitung
Es ist nicht zu verleugnen, dass sich in Deutschland ein Wandel von der traditionellen Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft vollzieht. Bei diesen Veränderungen ist auch die Beruflichkeit, mit dem für Deutschland kennzeichnenden dualen Ausbildungssystem betroffen. Dieses System der dualen Ausbildung und auch das damit verbundene Berufsverständnis muss ständig den Neuerungen angepasst werden, um nicht den Anschluss im gesamten Wirtschaftsgefüge von Europa und der gesamten Welt zu verlieren.
Ich möchte mit dieser Hausarbeit auf genau diesen Wandel der Beruflichkeit im Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft eingehen.
In einem ersten Abschnitt möchte ich den Begriff der Beruflichkeit näher erläutern und diesen im Gefüge von Berufen und dem System der dualen Ausbildung in Deutschland darstellen.
Im folgenden Abschnitt wird der Strukturwandel von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft näher beleuchtet. Hierbei werden mit Hilfe mehrerer Quellen der Übergang und vor allem deren Merkmale skizziert und die Unterschiede beider Abschnitte der Gesellschaftsentwicklung dargestellt.
In einem zweiten Teil dieses Abschnittes möchte ich dabei mögliche Perspektiven und Entwicklungen näher betrachten. Hier werde ich gesondert auf eine Quelle von Robert B. Reich eingehen.
Nach diesen Darstellungen möchte ich schließlich auf die verschiedenen Probleme, die durch den Strukturwandel hervorgerufen werden näher eingehen. Ich werde dabei versuchen auf die unterschiedlichen Anliegen der Interessenverbände einzugehen und mannigfache Sichtweisen schildern.
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2. Der Begriff der Beruflichkeit in Deutschland
Den Begriff der Beruflichkeit kann man im Allgemeinen in Deutschland, aufgrund der historischen Entwicklung von anderen Ländern abgrenzen. Die berufstätigen Menschen in Deutschland haben ein anderes Berufsverständnis, als vergleichsweise Menschen in den USA. Der Begriff lässt sich nicht einfach in die englische Sprache übersetzen. Die Bezeichnung >job<, als Ausübung einer Tätigkeit, ist mit dem Begriff des Berufes in Deutschland nicht gleichzusetzen.
Diesen kann man eher als eine soziale Organisation von Arbeit verstehen. Dabei ist dies eine Organisationsform, die sich in verschiedenen Fähigkeits-, Kompetenz- und Arbeitskraftmustern ausdrückt. Die dabei entstehenden, verschiedenen Berufsbilder, die durch z.B. Gewerkschaften oder Tarifverträge institutionalisiert und damit auch vereinheitlicht sind, unterliegen permanenten Veränderungen. Diese Veränderungen können durch verschiedene Interessengruppen, die von den Arbeitnehmern über Gewerkschaften bis hin zu den Unternehmen und deren Interessenverbänden reichen, verursacht werden.
Den Berufsbildern und Berufsnormen müssen auch die dementsprechenden Ausbildungsgänge entgegenkommen, die durch das duale Ausbildungssystem in der Bundesrepublik Deutschland gewährleistet werden. Damit erhält jeder Beruf und die zugehörige Berufsausbildung eine Verechtlichung, die in den Berufsbildern und deren Normen niedergeschrieben ist. Neben diesem „Prinzip der Berufbezogenheit der Ausbildung“ 1 , sind auch die dementsprechenden Einkommenserwartungen und Karrierewege durch die Berufsbilder vorgegeben.
Abgesehen von diesen Aspekten, bleiben aber auch die Argumentationen, dass der Beruf, wie bei dem Begriff >einer normalen Tätigkeit< als materielle Basis der Lebensführung dient, auch eine sinnvolle Daseinsgestaltung bietet und das Individuum seine gesellschaftliche Position anhand seines Berufes rechtfertigt. Damit wird der Beruf Basis, um das Ansehen und den Status innerhalb der Gesellschaft zu verdeutlichen und zu legitimieren.
In diesen Bereich hat sich der Leiter der Abteilung Arbeitsmarkt im Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen und Universitätsprofessor Dr. Gerhard Bosch sehr 1 Mayer, Karl Ulrich: Arbeit und Wissen: Die Zukunft von Bildung und Beruf, in: Kocka, J./Offe, C. (Hg.)
(2000): Geschichte und Zukunft der Arbeit, Campus, Frankfurt am Main, S. 394
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umfassend beschäftigt. Gerhard Bosch wurde 1947 in Bamberg geboren und studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie.
In seiner Veröffentlichung „Bildung und Beruflichkeit in der Dienstleistungsgesellschaft“ aus dem Jahr 2001 spricht er über drei Anker von Beruflichkeit in der Arbeitswelt 2 .
Bei diesen drei Ankern in der Beruflichkeit geht Bosch als erstes vom Individuum, beziehungsweise dem Beschäftigten aus. Weiter muss die Beruflichkeit nach Bosch in der Arbeitsorganisation und im Produktmarkt verankert sein. Er begründet dies, dass sich die beruflichen Arbeitsmärkte nur dort entwickeln, wo nach Produkten nachgefragt wird und in diesem Zusammenhang auch nach Qualität dieser Produkte. Ferner können die beruflichen Potentiale nur durch die Arbeitsorganisation entfaltet werden, die somit eine wichtige Grundlage vom Arbeitgeber für die Beruflichkeit darstellt. Die Beschäftigten oder auch die Individuen planen dabei ihren beruflichen Werdegang und damit auch ihre materielle Basis der Lebensführung, anhand vorgefertigter und verechtlichter Berufsbildern.
Durch diese Darstellungen wird deutlich, dass die Beruflichkeit und damit der Beruf einen entscheidenden Stellenwert innerhalb der Gesellschaft besitzt. Mehrere Interessengruppen wirken auf dieses Gesamtgefüge der Beruflichkeit ein und somit sollte jede Veränderung innerhalb dieses Gefüges zum Mittelpunkt der Interessen der Gesellschaft werden.
2 Vgl Bosch, G., 2001: Bildung und Beruflichkeit in der Dienstleistungsgesellschaft, in:
Gewerkschaftliche Monatshefte 1/2001, S. 37
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Quote paper:
Heiko Fischer, 2003, Wandel der Beruflichkeit im Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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