Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Lernbegriff 4
2.1 Definitionen des Lernens 5-7
2.2 Abgrenzung pädagogischer und psychologischer Lernbegriff 7-8
3. Neue Lehr- und Lernkulturen S.9
3.1 Was sind Lernkulturen? 9-10
3.2 Welche Lernkulturen lassen sich unterscheiden 10-12
4. Auswahl und Gestaltung von Lernorten 13-14
4.1 Neue Lernorte 14
4.2 Beispiel: Lernzentren in England 15
5. Schlussbetrachtung 16
Literaturverzeichnis S. 17
Anhang: Erklärung über Selbstständigkeit 18
Ausgef üllter Leistungsschein
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1. Einleitung
Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Dieser Prozess beginnt mit der Geburt und endet erst mit dem Tod. Über die Jahrhunderte hat es immer wieder Definitionen gegeben, welche versuchten, dass zu beschreiben was allgemein unter Lernen verstanden wird. Dieser Begriff ist jedoch so vielfältig und beinhaltet in sich derartig viele Beschreibungsmöglichkeiten, dass eine allgemeingültige Definition unmöglich erscheint. Ziel dieser Arbeit soll es somit auch nicht sein, eine s olche Definition zu wagen, sondern vielmehr im zweiten Kapitel verschiedene Definitionen des Lernen gegenüberzustellen und in ihren historischen Kontext einzuordnen. Im Unterkapitel 2.2 wird eine klare Abgrenzung zwischen dem psychologischen und dem pädagogischen Lernbegriff vorgenommen. Kapitel drei dieser Arbeit befasst sich mit aktuellen Lehr- und Lernkulturen. Durch sich verändernde Selbstverständnisse des Lernbegriffs entwickeln sich auch unterschiedliche Lernkulturen. Ziel soll es hier sein unterschiedliche Kulturen zu identifizieren und deren Inhalte zu beschreiben. Im vierten Kapitel werde ich zuerst beschreiben welche Kriterien berücksichtigt werden müssen um Lernorte adäquat zu wählen und anschließend auf das Praxisbeispiel der Lernzentren aus England eingehen. Im fünften Kapitel werde ich die Arbeit mit einer Schlussbetrachtung und einem Fazit beschließen. Zur Erarbeitung wurde im wesentlichen Literatur von Dr. Stefanie Fuleda (Erwachsenenbildung im Dialog mit Psychologie, ein interdisziplinärer Beitrag für eine subjektorientierte Lern und Bildungskultur in der Trias Individuum, Gesellschaft und Wissenschaft), Horst Siebert (Selbstgesteuertes Lernen und Lernberatung), Peter Dehnbostel (Lernen, Wissensmanagement und berufliche Bildung) sowie Ulrike Heuer (Neue Lehr- und Lernkulturen in der Weiterbildung) verwand.
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2. Der Lernbegriff
Lernen ist ein sehr häufig und in den verschiedensten Lebenslagen und Situationen verwandter Begriff. Meistens assoziiert man unwillkürlich eine bildende Institution wie die Schule oder Hochschulen mit lernen. In den meisten Fällen sind diese Assoziationen dann negativ behaftet. Lernen wird sehr häufig als eine Art fremdbestimmter Prozess empfunden der nur sehr bedingt selbst steuerbar ist. (vgl. Fuleda 2000, S. 54ff) Wesentlichen Einfluss auf den Lernbegriff hat zum einen, die Umwelt und zum anderen die Genetik. Je nach Zeitgeist und wissenschaftlicher Erkenntnis überwiegt zeitweise einmal die Genetik oder die Umwelt wenn es um den elementareren Einfluss auf den Lernprozess geht. Die genetische Komponente des Lernens verändert sich mit zunehmendem Alter. Es kommt zu verlangsamten Übertragungsprozessen zwischen den Nervenbahnen und somit zu einem verschlechterten Lernprozess. In diesem Zusammenhang stellt sich heute die Frage in wieweit Lernerfolg bereits genetisch vorbestimmt ist und zu welchem Teil die Umwelt einen wesentlichen Einfluss auf das Lernen hat. Was aber ist nun unter Lernen zu verstehen? „Die Aneignung von theoretischem Wissen zählt sicherlich dazu, als auch der Erwerb von motorischen Fähigkeiten“
(www.plassmann.de/dipl/einleitung.htm) Im Alltäglichen Gebrauch verstehen wir unter Lernen eher die Aneignung von Inhalten, womit hier Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gemeint sind. Lernen bedeutet also auch eine Veränderung unserer Verhaltensweisen aufgrund von Erfahrungen. Hier sind die alltäglichsten Vorgänge und Situationen zu nennen. So zum Beispiel das Autofahren, Essen mit Messer und Gabel oder auch das Sprechen. (vgl. www.plassmann.de/dipl/einleitung.htm) Neben diesen praktischen Beispielen fallen aber auch Handlungen die wir aus Erfahrungen heraus gemacht haben in den Bereich der Lernprozesse. So stehen wir aus Erfahrung früher auf, um pünktlich auf der Arbeit zu sein, wenn der Verkehr montags erfahrungsgemäß sehr stark ist. Lernen ist somit ein häufig unbemerkt stattfindender Prozess, der uns täglich begleitet und welcher ständig abläuft.
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2.1 Definitionen des Lernens
Aufgrund der Mannigfaltigkeit der möglichen Lernprozesse und einem sich ständig ändernden Einfluss der Umwelt oder der Genetik auf den Lernprozess ist es nicht möglich eine einzige umfassende Definition, dessen was unter Lernen zu verstehen ist, zu geben. Daher ist die zentrale Aufgabe des Erwachsenenbildners die Formulierung eines Lernverständnisses. (vgl. Fuleda 2000, S. 56f) Trotz der Notwendigkeit für sich selbst eine Verständnis dessen was man selbst unter Lernen versteht zu schaffen, sollen hier nun einige ausgewählte Definitionen von Lernen dargestellt werden. Unbestreitbar ist, dass am Ende eines Lernprozess eine jeweils neue Qualität des Wissens zu einer speziellen Problematik steht. Hierzu schreibt Rosemarie Wilke „Das Wort „Lernen“ geht auf die gotische Bezeichnung für „ich weiß“ (lais) und das indogermanische Wort für „gehen“ (lis) zurück. Die Herkunft des Wortes deutet bereits darauf hin, dass Lernen ein Prozess ist, bei dem man einen Weg zurücklegt und dabei zu Wissen gelangt.“ (Mielke 2001, S. 11) Hier wird Lernen als eher aktiver und selbstgesteuerter Prozess verstanden. Der Lerner selbst hat einen wesentlichen Einfluss auf die Lerninhalte die er aufnimmt. Genauso lassen sich in der Literatur jedoch auch Beispiele für Lernen als passiven und fremdgesteuerten Prozess finden. „In der Geschichte des abendländischen Denkens prägten sich relativ früh zwei (konkurrierende) Auffassungen von Lernen aus. Für Platon bedeutet Lernen Wiedererinnerung, und zwar der Ideen, die die Seele immer schon in sich trägt und die anlässlich konkreter Sinneseindrücke reaktiviert werden. …Für Aristoteles ist die Seele eine tabula rasa (eine leere Tafel), auf die Sinneseindrücke eingetragen werden; Lernen bedeutet so gesehen, Aufnahme und Speicherung von Sinnesdaten. Diese Auffassung lässt sich über Locke, Hume, den englischen Empirismus, den Behaviorismus bis zu gegenwärtigen Konditionierungstheorien verfolgen“ (Böhm 2000, S. 342) Hier hat der Lerner wenig bis gar keinen Einfluss auf den Lerninhalt und nimmt lediglich Informationen auf.
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Arbeit zitieren:
Sebastian Schlör, 2004, Der Lernbegriff im Kontext neuer Lernkulturen, München, GRIN Verlag GmbH
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