Inhaltsverzeichnis
1 Vorüberlegungen. 1
2 Fachdidaktische und fachwissenschaftliche Ansätze 2
2.1 Das Prinzip „fächerübergreifenden Unterrichts“ 2
2.2 Formen „fächerverbindenden Arbeitens“ 3
3 Der WZG- und Mathematikunterricht im 7. Schuljahr. 5
4 Die Situation der Klasse 6
5 Durchführung des Unterrichts. 7
6 Mathematik und WZG im „fächerverbindenden Arbeiten“ 8
6.1 Vorüberlegungen 8
7 Beschreibung exemplarischer Stunden. 9
7.1 Einführung und Übungsstunden der Ganzen Zahlen anhand des Themas Europa 9
7.2 Das Klima in Europa 11
7.3 Ganze Zahlen durch Experimente erfassen. 12
7.4 Klimadiagramme lesen, interpretieren und zeichnen. 13
8 Resümee 15
9 Literaturverzeichnis 16
1 Vorüberlegungen
„Die Hausarbeit muss sich auf Ihren Unterricht beziehen!“, diese Worte der Pädagogikleiterin verhärteten sich in meinem Kopf. Immer und immer wieder hatte ich mir überlegt, über was ich schreiben könnte; aber mir wollte einfach keine zündende Idee kommen. Ein pädagogisches Thema! Viele hatten schon in den Ferien Themen gefunden: Differenzierung, Umgang mit Störungen... all das stand hoch im Kurs. Sollte ich auch - nein lieber nicht, oder vielleicht doch? Diese verflixte Themenfindung, wenn mir das schon so schwer im Magen lag, wie soll es dann erst werden, wenn ich die Arbeit schreiben muss?
Langsam kam mir ein Gedanke: warum sollte ich nicht versuchen, zwei Fächer, die im Grunde nicht allzu viel gemein hatten, zu verbinden? Vielleicht konnte ich dabei selbst ein paar Dinge entdecken.“
So ähnlich haben sich die Vorüberlegungen zu dieser Arbeit in meinem Kopf abgespielt. Daraus entstand dann der Titel „Fächerverbindendes Arbeiten in einer 7. Klasse am Beispiel Europa“. Nachdem ich erfahren hatte, dass ich in diesem Schuljahr eine 7. Klasse in den Fächern WZG und Mathematik unterrichten würde, stellte ich Überlegungen an, wie ich diese beiden Fächer verbinden könnte. Gerade diese beiden Fächer werden oft isoliert betrachtet, aber meines Erachtens ge hören WZG und Mathematik genauso mit den übrigen Stunden verbunden wie alle anderen Fächer auch. Mir ist durchaus bewusst, dass man nicht bei jeder Thematik und in jeder Stunde eine Verknüpfung finden kann, und dass diese beiden Fächer relativ gut aus dem übrigen Fächerverbund herausgelöst und von einem anderen Kollegen unterrichtet werden können. Gerade deshalb wollte ich versuchen, diese beiden „Außenseiter“ zu kombinieren und füreinander zu gebrauchen. Viele Inhalte des Mathematikunterrichtes, z.B. die natürlichen, die ganzen und die dezimalen Zahlen, lassen sich im WZG-Unterricht wiederfinden. Häufig benutzen wir die mathematischen Unterrichtsstellen öfter als dies teilweise im Fachunterricht möglich ist. In meiner vorliegenden Arbeit möchte ich diese unbewussten Trainingsstellen aufzeigen und einen Erfahrungsbericht über das Arbeiten in meiner 7. Klasse geben.
2 Fachdidaktische und fachwissenschaftliche Ansätze
2.1 Das Prinzip „fächerübergreifenden Unterrichts“
Bevor ich zu dem Hauptteil meiner Arbeit k omme, möchte ich versuchen fachwissenschaftliche und fachdidaktische Ansätze des Prinzips „fächerübergreifenden Unterrichts“ aufzuzeigen.
Der Idee „fächerübergreifenden Unterrichts“ liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die methodischen Fachdisziplingrenzen nicht mit den lebensweltlichen Erfahrungen der SchülerInnen zusammenfallen. Auf der Suche nach Erklärungsansätzen hierfür begegnet man immer wieder dem Begriff der „Ganzheit“ oder „Ganzheitlichkeit“. Der Begriff der „ganzheitlichen Erfahrung“ wird hier dem fachspezifischen Lernen gegenübergestellt. Komplexe Phänomene werden also zunächst als „Ganzes“ wahrgenommen und dann in ihre Einzelkomponenten zerlegt. In dem nachfolgendem Erkenntnisprozess wird diese Erkenntnis dann in Einzelkomponenten zergliedert. Hinter dem Begriff der Ganzheit verbirgt sich somit der Anspruch, unterschiedliche Fachperspektiven miteinander zu vernetzen.
Northemann 1 definiert „fächerübergreifenden Unterricht“ folgendermaßen: „Ein fächerübergreifender Unterricht vereinigt bei der Betrachtung komplexer Sachverhalte die Sichtweisen verschiedener traditioneller Schulfächer und wendet ihre Methoden verbunden auf sie an: Er versucht, der vorgegebenen Komplexität seiner Gegenstände durch eine vielseitig aspektierende Betrachtungsweise didaktisch zu entsprechen.“
Ebenso verstehen auch Dörmer und Obermaier 2 unter „fächerübergreifendem Unterricht“ die Verbindung der Inhalte und Ziele eines Unterrichtsfaches mit den Inhalten und Zielen anderer Unterrichtsfächer. Hieraus wird der Anspruch abgele itet, dass bestimmte komplexe Themengebiete von verschiedenen Fächern bzw. von verschiedenen fachlichen Ansatzpunkten her betrachtet und bearbeitet werden müssen. Je nach Thematik werden die beteiligten Disziplinen mit einbezogen. Hierbei stützt sich der „ fächerübergreifende Unterricht“ auf die jeweiligen Arbeitsmethoden und das Spezialwissen der Einzelfächer. Die Zusammenführung der beiden Felder, Wissen und Arbeitsmethoden, sollte dabei nicht additiv, sondern vernetzt erfolgen. Nur so können thematische B eziehungen und Verknüpfungen hergestellt werden.
1 Northemann, W.: Fächerübergreifender Unterricht , 1970, S. 837.
2 Dörmer, U., Obermaier, G.: Fächerübergreifender Unterricht/Fachübergreifender Unterricht, 1999, S. 42-43.
2.2 Formen „fächerverbindenden Arbeitens“
In Verbindung mit dem häufig verwendeten Begriff des „fächerübergreifenden Unterrichts“ ist es in den vergangenen Jahren zu einer Vielzahl von Begriffen gekommen, die alle den Anspruch haben, eine bestimmte Form der Fächerzusammenarbeit begrifflich zu fassen. In Anlehnung an Obst und Kirchberg 3 werden hier aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich die vier wichtigsten Formen unterschieden:
Fachunterricht: Das Einzelfach bestimmt mit seinen fachlichen Methoden und Inhalten den
Gegenstand und die Abfolge des Unterrichts. Nach wie vor hat das Schulfach eine zentrale Stellung in unserem Schulwesen. Es bietet den Rahmen, in welchem außerschulische Stoffe und Probleme zu Be reichen schulischen Lernens werden.
Fach- oder fächerübergreifender Unterricht: Wie beim Fachunterricht bestimmt hier das Einzelfach mit seiner Fachstruktur den Unterricht. Fach- oder fächerübergreifender Unterricht innerhalb eines Faches ist dann zu leis ten, wenn in Bezug auf ein Thema auch Erkenntnisse anderer Fächer notwendig sind, um überfachliche Zusammenhänge zu erschließen. So könnte beispielsweise bei der Behandlung des Themas „Europa“ ein Schülerreferat über die historische Entwicklung der EU info rmieren und so Grundlagenwissen für geographische und geschichtliche Betrachtungen sichern.
Fächerverbindender Unterricht: Dieses Konzept setzt nicht bei den Einzelfächern an, sondern bei Überlappungen und Schnittmengen zwischen den Fächern. Ein gemeinsames Thema wird aus der Perspektive der jeweiligen Fächer parallel bearbeitet. Ein solches Beispiel für „fächerverbindenden Unterricht“ ist in Abschnitt ???ß aufgeführt.
Überfachlicher Unterricht: Bei dieser ausgeprägtesten Form der Fächerzusammenführung wurden die Fachstrukturen der Einzelfächer komplett aufgegeben. An ihrer Stelle steht nun ein ungefächertes Vorgehen nach Lernbereichen.
Die unterschiedlichen Begriffe sollen den Grad der Integration der einzelnen Inhalte zum Ausdruck bringen. Die folgende Abbildung soll sowohl eine Zusammenfassung, als auch eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Formen „fächerverbindenden Arbeitens“ zeigen:
3 Kirchberg, G.: „Fächerübergreifender“ Geographieunterricht, 1998, S. 2-8.
Arbeit zitieren:
Andrea Verso, 2006, Fächerverbindendes Arbeiten in einer 7. Klasse am Beispiel Europa, München, GRIN Verlag GmbH
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Führungs- und Organisationsaspekte eines Internationalen Managements -...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 23 Seiten
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Romanistik - Französisch - Linguistik
Seminararbeit, 20 Seiten
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