Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Begriffsbestimmungen. 4
2.1. Angst und Furcht. 4
2.2. Angst 5
2.2.1. Zustandsangst 5
2.2.2. Ängstlichkeit 6
2.3. Leistungs- bzw. Prüfungsangst 7
3. Wie entsteht Angst? 9
3.1. Psychoanalytische Theorie nach Freud 9
3.1.1. Erste Angsttheorie Freuds 9
3.1.2. Zweite Angsttheorie Freuds 10
3.2. Lerntheoretische Angsttheorie. 11
3.3. Kognitionspsychologische Angsttheorie 11
3.3.1. Allgemein. 11
3.3.2. Theorie nach Lazarus 12
3.4. Anwendung der Theorien auf die Prüfungsangst. 13
4. Abschließende Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis 17
1
1. Einleitung
„Wie immer das sein mag, es steht fest, dass das Angstproblem ein Knotenpunkt ist, an welchem die verschiedensten und wichtigsten Fragen zusammentreffen, ein Rätsel, dessen Lösung eine Fülle von Licht über unser ganzes Seelenleben ergießen müsste.“
Freud
Angst, das Gefühl kennt wohl jeder: Schüler plagt die Prüfungsangst, anderen graut es vor Schlangen, Spinnen und ähnlichem.
Angst gehört zu unserem täglichen Leben, ist fester Bestandteil dessen.
Angst ist zeitlos, das einzige was sich ändert sind die Angstauslöser und die Reaktionen, die entstehen, um dem unangenehmen Gefühl der Angst aus dem Weg zu gehen.
Angst warnt uns vor Gefahren, die von allem, was neu und unbekannt ist, ausgehen. Sie ermöglicht dem Menschen, sich mit voller Aufmerksamkeit gefährlichen Situationen zu stellen und solche zu meistern. Angst kann unsere Handlungen blockieren, aber andererseits auch motivierend wirken, sie zu bewältigen.
Der Mensch wird immer wieder neuen, unvertrauten und damit angstauslösenden Situationen gegenüber stehen.
In diesen Zusammenhang ist auch die Angst vor der Schule einzuordnen.
Schule stellt an das Kind neue Anforderungen und erzeugte bei Kindern schon immer Angst. Nimmt Schulangst jedoch krankhaften Charakter an, kann es für wirkungsvolle Gegenmaßnahmen schon zu spät sein.
2
Hier soll unte rsucht werden, wie sich die Prüfungsangst entwickelt und unter welchen Gesichtspunkten ihre Entstehung erklärbar ist. Die in der Überschrift schon gefallenen Begriffe der Angst und der Leistung sollen näher untersucht und erläutert werden. Ausgehend von der begrifflichen Klärung soll auf die theoretischen Grundlagen der Angst aufmerksam gemacht werden. Dabei ist es wichtig unterschiedliche Ansätze zu berücksichtigen, die die Angstentstehung unter verschiedenen Voraussetzungen beleuchten.
3
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Angst und Furcht
Die Differenzierung zwischen Angst und Furcht wird in einer Vielzahl von Angstdefinitionen verschiedener Autoren getroffen.
Begrifflich werden Angst und Furcht im täglichen Sprachgebrauch oft synonym benutzt, wobei beide Bezeichnungen für eine emotionale Erregung im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Gefahr stehen.
Furcht bezieht sich auf etwas Konkretes - beispielsweise eine Furcht vor Hunden, nachdem jemand gebissen wurde. Angst dagegen ist weitläufig und bezieht sich auf nichts Bestimmtes. Sie kann auftreten, wenn man sich allein in einer unbekannten dunklen Gegend befindet. 1
Nach Freud sind Angst und Furcht zu unterscheiden. Angst erfolgt ohne Auslöser, also objektlos, in Erwartung einer Situation. Furcht ist auf ein Objekt gerichtet. Sie wird von Freud auch als Realangst beschrieben. 2
Schwarzer definiert Angst als ein Phänomen, dem wir täglich begegnen und das unser Verhalten beeinflusst. Alle Menschen sind davon betroffen, sie unterscheidet sich lediglich in der Art der Angstauslöser. 3
Ein Angstzustand stellt sich dann ein, wenn man eine für sich als bedrohlich eingeschätzte Situation wahrnimmt. Angsteinflößend sind dabei die Situationen, die etwas Neues, Unvertrautes und noch nicht Erfahrenes fordern.
1 Angst (Philosophie)."Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001
2 Bierhoff, Herner, 2002, S. 16
3 Schwarzer, 2000, S. 11 ff.
Arbeit zitieren:
Anika Timm, 2004, Hintergründe zur Entstehung von Prüfungsangst, München, GRIN Verlag GmbH
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