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Interkulturelle Kompetenzen

Titel: Interkulturelle Kompetenzen

Hausarbeit , 2005 , 34 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom Kaufmann Ali El-Khatib (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Interkulturelle Kompetenz gewinnt vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache an Bedeutung, dass sich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen nicht mehr in kulturell homogenen Umwelten, sondern unter kulturell sehr heterogenen Bedingungen vollziehen. Multinationale Unternehmen haben schon lange erkannt, dass sie für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mitarbeitern verschiedener kul-tureller Herkunft innerhalb des nationalen Unternehmens auf deren Werte und Normen Rücksicht nehmen müssen. Ebenso wichtig ist dies für Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen aus anderen Kulturen.

Interkulturelle Begegnungen sind heute nicht etwas, das man befürworten oder ablehnen kann. In der modernen Gesellschaft ereignen sie sich täglich massenhaft. Das Risiko eines Konfliktes, das aus der Unkenntnis der jeweils fremden Kultur entsteht, wird dadurch jedoch nicht geringer. Umso wichtiger ist es daher, das eigene Denken, Erleben und Handeln als kulturabhängig zu begreifen und somit zu lernen, dass es neben der eigenen Weltsicht andere Werte und Handlungsmuster gibt, die weder besser noch schlechter sind als die Kultur, in die man hineingeboren wurde. Im Zuge dieses Lernprozesses entwickeln Menschen interkulturelle Kompetenz, die die Grundlage für interkulturelle Kooperation darstellt.

In dieser Arbeit wurden zunächst die Grundbegriffe Kultur und interkulturelle Kompetenz geklärt. Anhand der international bekannten Studie von Hofstede konnten anschließend fünf Dimensionen gezeigt werden, in denen kulturelle Unterschiede sichtbar werden. Hofstedes Begriffe unterstützen meines Erachtens die Entwicklung interkultureller Kompetenz, da man mit ihrer Hilfe interkulturelle Begegnungen neu interpretieren kann. Einige Beispiele haben dann gezeigt, in welchen Bereichen dies für eine interkulturelle Unternehmensführung bedeutsam ist. Ebenso wichtig erschien es mir, neben der Wirtschaft weitere gesellschaftliche Bereiche vorzustellen, in denen interkulturelle Kompetenz heute gefragt ist. Die Beispiele aus dem Schulsystem, der Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen sowie der Altenpflege machen deutlich, wie vielfältig die Bereiche sind, in denen Menschen un-terschiedlicher kultureller Prägung zusammenkommen.

Das Fazit dieser Arbeit lautet:

Interkulturelle Kompetenz ist nicht nur notwendig, sie zahlt sich auch aus, ob nun direkt in höheren Umsätzen und Profiten oder „nur“ in einem besseren menschlichen Zusammenleben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fundamente und Begriffsabgrenzungen

2.1. Der Begriff „Kultur“

2.2. Kulturdefinitionen und Kulturstandards

3. Interkulturelle Kompetenz

4. Interkulturelle Kompetenz im wirtschaftlichen Handeln

4.1. Kulturdimensionen

4.1.1. Machtdistanz

4.1.2. Unsicherheitsvermeidung

4.1.3. Individualismus versus Kollektivismus

4.1.4. Maskulinität versus Femininität

4.1.5. Langfristige versus kurzfristige Orientierung

4.2. Interkulturelle Unternehmensführung

4.2.1. Zielfindung und Zielerreichung

4.2.2. Zeitverständnis

4.2.3. Führungsstil

4.2.4. Mitarbeiterbeurteilung

4.2.5. Motivation

5. Interkulturelle Kompetenz in sozialen Einrichtungen

5.1. Interkulturelle Kompetenz in der Schule

5.2. Interkulturelle Kompetenz in Clearing-Stellenund Heimen

5.3. Interkulturelle Kompetenz in Alten- und Pflegeheimen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung interkultureller Kompetenz im Kontext einer zunehmend heterogenen Gesellschaft und globalisierten Arbeitswelt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie interkulturelle Missverständnisse entstehen, welche theoretischen Modelle (insbesondere nach Geert Hofstede) zur Analyse kultureller Differenzen dienen und wie diese Kompetenz in unterschiedlichen beruflichen sowie sozialen Handlungsfeldern erfolgreich angewendet werden kann.

  • Grundlagen und Definitionen des Kulturbegriffs
  • Analyse kultureller Dimensionen zur Erklärung von Verhalten
  • Interkulturelle Herausforderungen in der Unternehmensführung
  • Transfer der Problematik auf soziale Einrichtungen (Schule, Pflege, Clearing)
  • Bedeutung der Kompetenzentwicklung als dauerhafter Lernprozess

Auszug aus dem Buch

3. Interkulturelle Kompetenz

Für eine interkulturelle Begegnung ist es bedeutend, die unbewussten kulturellen Muster „sichtbar“ zu machen. (Vgl. Blom/Meier 2004: 39). Erst das Wissen der eigenen Werte und Normen befähigt, neben der bloßen Wahrnehmung des Fremden, diese auch einzustufen und in Beziehung zu dem Bekannten zu setzen - ohne jedoch gleich zusagend oder ablehnend zu bewerten. Zunächst ein Beispiel:

„Die Verhandlungen verliefen sehr mühsam. Der Araber lud den Niederländer zu sich nach Hause ein. Der Niederländer jedoch nahm die Einladung nicht an. Er entschuldigte dies damit, dass er zeitlich unter Druck stehe. Endlich kam es dann zum Vertragsabschluss. Der Vertragsabschluss war für das Unternehmen, für das der Niederländer arbeitete, von herausragender Bedeutung. Es handelte sich hier schließlich um einen Millionenvertrag. Der Niederländer unterschrieb den Vertrag unverzüglich und zeigte sich zufrieden. Er lehnte sich zurück, kreuzte ein Bein über das Andere und übergab nun dem Araber den Vertrag mit seiner linken Hand. Überraschend aber lehnte es der Araber ab, mit dem Niederländer einen Vertrag einzugehen und unterzeichnete diesen folglich nicht.“ (Blom/Meier 2004: 65).

Während des Vertragsabschlusses ist es im vorliegenden Fall zu Missverständnissen gekommen: Für den Araber war es mehr als nur unfreundlich, dass sein Vertragspartner die Einladung abgelehnt hat, was sogar einer Beleidigung gleichzusetzen ist. Araber gehen nämlich erst zum Geschäftlichen über, wenn sich auf privater Ebene eine Vertrauensbeziehung entwickelt hat. Diese Vertrauensbeziehung entsteht durch das Teilen des Brotes beim gemeinsamen Essen. In der „arabischen Kultur“ wird die linke Hand als unkeusch angesehen. „Araber gehen davon aus, dass Geschäfte, die mit der linken Hand abgeschlossen werden, Unglück nach sich ziehen.“ (Blom/Meier 2004: 66). Beim Kreuzen der Beine zeigten die Fußsohlen des Niederländers in die Richtung des Arabers, was in der arabischen Kultur als fehlender Respekt aufgenommen wird (vgl. Blom/ Meier 2004: 66).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation des Autors für das Thema und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich kultureller Konflikte und deren Bewältigung.

2. Fundamente und Begriffsabgrenzungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Kultur aus den Sozialwissenschaften herangezogen, um eine für die Arbeit relevante Arbeitsdefinition zu erarbeiten.

3. Interkulturelle Kompetenz: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von Fallbeispielen, wie kulturelle Muster unbewusst zu Missverständnissen führen und definiert die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz.

4. Interkulturelle Kompetenz im wirtschaftlichen Handeln: Der Hauptteil erläutert auf Basis von Hofstedes Kulturdimensionen den Einfluss nationaler Prägungen auf Managementmethoden und Unternehmensführung.

5. Interkulturelle Kompetenz in sozialen Einrichtungen: Das Kapitel überträgt die Relevanz interkultureller Kompetenz auf öffentliche und soziale Sektoren wie Schulen, Heime und die Altenpflege.

6. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz als lohnende Investition in das menschliche Miteinander.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Kultur, Geert Hofstede, Kulturdimensionen, Unternehmensführung, Interkulturalität, Multikulturalität, Sozialisation, Wertvorstellungen, Konfliktlösung, Soziale Einrichtungen, Managementmethoden, Globalisierung, Kommunikation, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der interkulturellen Kompetenz, ihrer theoretischen Fundierung und ihrer praktischen Bedeutung in der modernen, globalisierten Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Kulturbegriffs, der Anwendung von Kulturdimensionen nach Hofstede sowie der praktischen Relevanz in Wirtschafts- und Sozialbereichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass interkulturelle Kompetenz überall dort essenziell ist, wo Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft aufeinandertreffen, um Konflikte zu vermeiden und Kooperation zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien, insbesondere jener von Geert Hofstede, um kulturelle Unterschiede systematisieren zu können.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Kultur das Handeln in Organisationen beeinflusst (Unternehmensführung) und zeigt den Transfer dieser Erkenntnisse auf den Bildungs- und Pflegebereich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff der interkulturellen Kompetenz prägen Begriffe wie Kulturstandards, interkulturelles Management, Werte und Normen sowie Kommunikation die theoretische Diskussion.

Welche kulturellen Dimensionen sind für die Führung besonders relevant?

Besonders die Dimensionen Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung und der Individualismus-Kollektivismus-Index beeinflussen maßgeblich, wie Mitarbeiter motiviert und Aufgaben delegiert werden.

Wie lässt sich ein interkultureller Konflikt in der Altenpflege vermeiden?

Konflikte können vermieden werden, indem interkulturell geschulte Fachkräfte auf die spezifischen religiösen und kulturellen Empfindsamkeiten der Migrantengeneration in der Pflege gezielt Rücksicht nehmen.

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Details

Titel
Interkulturelle Kompetenzen
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,3
Autor
Diplom Kaufmann Ali El-Khatib (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
34
Katalognummer
V48606
ISBN (eBook)
9783638452700
ISBN (Buch)
9783638659840
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interkulturelle Kompetenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Kaufmann Ali El-Khatib (Autor:in), 2005, Interkulturelle Kompetenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48606
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Leseprobe aus  34  Seiten
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