Gliederung
I. Einleitung (S.3)
II. Selbstverständnis der Volkshochschulen (S.4 - 7)
II.1. Integration (S.4 - 5)
II.1.1. Notwendigkeit der modernen pluralistischen Welt (S.4)
II.1.2. Integration als historisch gewachsenes Selbstverständnis
(S.5)
II.2. Offenheit (S.5)
II.3. Das demokratische Prinzip (S.5 - 7)
II.3.1. Institutionelle und organisatorische Bedingungen (S.6)
II.3.2. Demokratische Legitimation (S.6)
II.3.3. Relative Autonomie (S.7)
II.3.4. Transparenz (S. 7)
III. Angebotsvielfalt (S.7 - 11)
III.1. Adressatenfreundliche Angebotsgestaltung (S.7)
III.2. Teilnehmerorientierte Veranstaltungen (S. 8)
III.3. Formelle Aspekte der Angebotsgestaltung (S.9)
III.4. Inhaltliche Aspekte der Angebotsgestaltung (S.9)
III.5. Konkrete Veranstaltungsformen einer voll ausgebauten
Volkshochschule (S.10)
IV. Teilnehmer und Mitarbeiter (S.11 - 13)
IV.I. Teilnehmer (S.11)
IV.2. Mitarbeiter (S.11)
V. Schluss (S.13 - 14)
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I. Einleitung
„Welche Einrichtungen im Bereich der Erwachsenenbildung kennen sie?“ Von 400 Passanten, die im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme der Gesellschaft für Konsumforschung befragt wurden, antworteten 75% mit Volkshochschule (Kett, Bildungszentrum Stadt Nürnberg, Programmheft des Sommersemesters 2001). Dies zeigt in aller Deutlichkeit welche Relevanz Volkshochschulen im Bewusstsein der Bevölkerung inne haben. Ist ein Bedarf an Bildung vorhanden und der Entschluss gefasst diesen durch eine Weiterbildungsmaßnahme zu befriedigen, dann ist für den Großteil der Bevölkerung die Volkshochschule der erste Anlaufpunkt. Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich versuchen das allgemeine Selbstverständnis der Volkshochschulen wiederzugeben. Es wird sich zeigen, dass die darin enthaltenen Zielsetzungen, die als Ziel an sich immer den Charakter einer ideellen Vorstellung integrieren, durch die oben angeführten Umfrageergebnisse, zum Teil auch in der Wirklichkeit umgesetzt sind. Weiter soll die aus dem Selbstverständnis resultierende Angebotsstruktur einer Volkshochschule näher betrachtet werden. Vielfalt, Offenheit und Integration sind hierbei Schlagwörter, deren Erklärungen dann folgen werden.
Im darauffolgenden Teil richte ich den Blick auf die Teilnehmerstruktur der Volkshochschulen. Wer besucht die Volkshochschulen? Zeigt sich eine homogene Teilnehmerstruktur oder gibt es bestimmte Gruppierungen, welche die sich in den Volkshochschulen bietenden Möglichkeiten der Weiterbildung bevorzugt nutzen? Zudem werde ich auch einen kurzen Blick auf die Mitarbeiter der Volkshochschulen werfen. Abschließend ergibt sich mit dem Blick auf die Zielsetzungen der Volkshochschulen auch ein Blick auf deren Perspektiven. Wohin verlagert sich die Schwerpunktsetzung von Volkshochschulen? Sind sie der Wirklichkeit, mit ihrem Selbstverständnis und der sich daraus ergebenden Angebotsgestaltung, überhaupt noch gewachsen? Ist eine Anpassung an eine immer mehr von Leistung und Effizienz gekennzeichnete Gesellschaft
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wünschenswert oder muss gerade die Volkshochschule eine Bastion sein, die sich dem Ansturm moderner Rationalitätsansprüche entzieht?
II. Selbstverständnis der Volkshochschulen (Vgl. Leitbilder der Volkshochschule Kiel, Volkshochschule Charlottenburg, DIE, 1997, S. 116 - 126)
II.1. Integration
II.1.1. Notwendigkeit der modernen pluralistischen Welt In einer pluralistischen Welt gibt es die Neigung bestimmten Gruppeninteressen den Vorzug gegenüber anderen zu geben. Die Volkshochschulen versuche n mit ihrer Maxime der Integration dieser Entwicklung gegenüberzutreten.
„Indem sie den Pluralismus bei sich selbst verwirklichen, bieten sie die Möglichkeit der Begegnung verschieden Denkender und unterschiedlich Lebender. Eine solche integrative Aufgabe, die dem Zwischen der Gruppen verschiedenster Art zugewandt ist, macht Volkshochschule zu einer Einrichtung interkultureller Bildung im weiteren Sinne“(Tietgens, 1990, S.59).
Mit dieser integrativen Funktion der Volkshochschulen ist eine Flexibilität der Angebote verbunden. Denn wenn die Volkshochschule im erläuterten Sinn, Stätte des integralen Verständnisses sein will, so erfordert der permanente Wandel der Gesellschaft eine hohe Anpassungsfähigkeit. Für die Volkshochschule bedeutet dies, dass sie sic h in ihren Angeboten auf die wechselnden Themen des gesellschaftlichen Lebens einstellen muss.
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II.1.2. Integration als historisch gewachsenes Selbstverständnis Die Maxime der Integration ist, neben der bereits aufgezeigten
Notwendigkeit der Moderne, ebenfalls im historischen Selbstverständnis der Volkshochschulen wiederzufinden. Bereits in der Weimarer Zeit, in der die Gründung von Volkshochschulen einen historischen Höhepunkt in Deutschland erreichte, ist die Überwindung von gesellschaftlichen Klassenkämpfen und politischen Weltanschauungen durch die Einbeziehung aller Volksschichten erklärte Zielsetzung. Durch das Bewusstmachen einer gemeinsamen Kultur- und Wissenstradition und durch die Förderung einer demokratischen Volkssolidarität wurde versucht den gesellschaftlich bzw. politisch getrennten Volksschichten eine Basis der Verständigung bereitzustellen (Vgl. Dohmen, Volkshochschulen, 1994, S. 407). Hierin findet sich neben den Erfordernissen einer globalen Welt, welche die nationalen und kulturellen Grenzen nicht mehr unbefragt hinnimmt, ein wesentlicher Aspekt, der die Aufnahme der Integration in die Zielsetzung der Volkshochschulen erklärt.
II.2. Offenheit „Die Volkshochschulen verstehen sich als öffentliche
Dienstleistungszentren, die ein flächendeckendes Weiterbildungsangebot für alle an Weiterbildung interessierten und zu interessierenden Bürgerinnen und Bürger in der Kommune zu gewährleisten haben“ (Ebd., S.409). Mit dieser prägnant kurzen Definition des grundsätzlichen
Selbstverständnisses der Volkshochschulen, ergeben sich mehrere zu berücksichtigende Aspekte. Als öffentliches Dienstleistungszentrum steht die Volkshochschule in der öffentlichen Verpflichtung, jedem die Möglichkeit zu bieten, Weiterbildungswünsche umzusetzen. Als politisch-
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Arbeit zitieren:
M.A. Mirko Jungkunz, 2004, Die Volkshochschulen - Erläuterungen zum Selbstverständnis zur Angebotsgestaltung zur Teilnehmerstruktur und zur allgemeinen Zielsetzung, München, GRIN Verlag GmbH
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