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Untersuchung ausgewählter Geschäftsvorfälle im liberalisierten Strommarkt auf Vollständigkeit und Eindeutigkeit der Regelungen

Titel: Untersuchung ausgewählter Geschäftsvorfälle im liberalisierten Strommarkt auf Vollständigkeit und Eindeutigkeit der Regelungen

Diplomarbeit , 2005 , 136 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom Betriebswirtin Anna von Blittersdorff (Autor:in)

VWL - Fallstudien, Länderstudien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich in erster Linie mit dem liberalisierten Strommarkt und den Veränderungen und Auswirkungen, die die Liberalisierung für die Marktteilnehmer mit sich gebracht hat. Dafür wurden die existierenden Marktspielregeln mit den relevanten Gesetzen und Verordnungen untersucht. Die durch den liberalisierten Markt entstandenen Geschäftsvorfälle wurden geprüft um Schwachstellen in der Abwicklung und Lücken in der momentanen Gesetzgebung aufzudecken. Dabei stellte sich heraus, dass der Wettbewerb trotz achtjährigem Bestehen noch lange nicht zur Zufriedenheit aller Marktteilnehmer funktioniert. Im Laufe der Untersuchung wurden die Notwendigkeit eines wettbewerbsgerechten gesetzlichen Rahmens und die zusätzliche Einführung einer Regulierungsinstanz immer deutlicher. Die zurzeit noch in Überarbeitung befindliche Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes soll als Arbeitsgrundlage für die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post dienen, in deren Zuständigkeitsbereich zukünftig auch die Regulierung des deutschen Energiemarktes fällt. Die unterschiedlichen Marktteilnehmer wie auch diverse Verbände und Interessensvertretungen erhoffen sich vom neuen Energiewirtschaftsgesetz mehr Verbindlichkeit der Marktspielregeln und bessere Bedingungen für den Wettbewerb. Jedoch lassen sich die zum Teil sehr unterschiedlichen Standpunkte der Marktteilnehmer nur schwer vereinbaren und behindern somit schnelles Voranschreiten des Wettbewerbs auf dem deutschen Strommarkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Liberalisierung des deutschen Strommarktes

1.2 Die Akteure im liberalisierten Markt

1.3 Die neuen Geschäftsvorfälle

1.4 Ziel der Diplomarbeit

1.5 Gang der Untersuchung

2. Übersicht und Analyse der Institutionen und Marktspielregeln

2.1 Energiewirtschaftliche Vereinigungen

2.1.1 Verband der Elektrizitätswirtschaft e. V. (VDEW)

2.1.2 Verband der Netzbetreiber- e. V. beim VDEW (VDN)

2.1.3 Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

2.1.4 Verband der Verbundunternehmen und Regionalen Energieversorger in Deutschland e. V. (VRE)

2.1.5 Bundesverband neuer Energieanbieter (BNE)

2.1.6 Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.-Berlin (BDI)

2.1.7 Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V. (VIK)

2.1.8 Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)

2.1.9 Bundesverband der Energieabnehmer (VEA)

2.1.10 Weitere Verbände und Vereinigungen und Ministerien

2.2 EU–Richtlinie 96/92/EG (RiLi 96/92)

2.3 Beschleunigungsrichtlinie 2003/54/EG

2.4 Energiewirtschaftliche Gesetze und Verordnungen Status Quo

2.4.1 Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz)

2.4.2 Stromsteuergesetz (StromStG)

2.4.3 Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft–Wäre–Kopplung (Krafft–Wärme–Kopplungsgesetz)

2.4.4 Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare–Energien–Gesetz EEG)

2.4.5 Verordnung über Konzessionsabgaben für Strom und Gas Konzessionsabgabenverordnung (KAV)

2.4.6 Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV)

2.5 Energiewirtschaftliche Regelungen

2.5.1 Verbändevereinbarung II plus

2.5.2 Netz Codes

2.5.2.1 Transmission Code

2.5.2.2 Distribution Code

2.5.2.3 Metering Code

2.5.3 Best-Practice-Empfehlungen

2.5.3.1 Anwendungsgrenze für Lastprofile im synthetischen Lastprofilverfahren

2.5.3.2 Ein- und Auszüge (von Stromkunden)

2.5.3.3 Fristen für Lieferantenwechsel und Kriterien zu Lieferstellenidentifizierung

2.5.3.4 Datenformate und Vorlage von Originaldokumenten

2.5.4 Projektgruppe Datenaustausch und Mengen-bilanzierung (DUM): künftiges Kapitel 5 der in Arbeit befindlichen Richtlinie zu Datenaustausch und Mengenbilanzierung

2.6 Geplante Erneuerungen der Gesetze und Verordnungen

2.6.1 Entwurf eines Gesetzes zur Neufassung des Energiewirtschaftsrechts (EnWG)

2.6.2 Entwurf einer Netzzugangsverordnung (NZV)

2.6.3 Entwurf einer Netzentgeltverordnung( NEV)

2.6.4 Entwurf der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitäsversorgung in Niederspannung (AvBelt Netzanschluss)

2.6.5 Entwurf der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsbelieferung von Tarifkunden (AVBelt Tarifkunden)

3. Geschäftsvorfälle und deren Schwachstellen

3.1 Übersicht Standardgeschäftsvorfälle

3.1.1 Lieferantenwechlsel

3.2 Kündigung des Stromliefervertrages beim bisherigen Lieferanten

3.2.1 Detaillierte Beschreibung

3.2.2 Mögliche Probleme und Schwachstellen

3.2.3 Vollständigkeit und Verbindlichkeit der Regelungen

3.3 Anmeldung eines Kunden

3.3.1 Detaillierte Beschreibung

3.3.2 Mögliche Probleme und Schwachstellen

3.3.3 Vollständigkeit und Verbindlichkeit der Regelungen

3.4 Abmeldung eines Kunden

3.4.1 Detaillierte Beschreibung

3.4.2 Mögliche Probleme und Schwachstellen

3.4.3 Vollständigkeit und Verbindlichkeit der Regelungen

3.5 Übergreifendes Thema Datenaustausch

3.5.1 Datenaustauschformate

3.5.2 Transferwege

3.5.3 Probleme und Schwachstellen bei Datenaustausch- formaten und Transferwegen

3.5.4 Vollständigkeit und Verbindlichkeit der Regelungen

4. Zukünftige mögliche Entwicklungen

4.1 Notwendigkeit zusätzlicher gesetzlicher Regelungen und Verordnungen

4.2 Rolle des Regulators und der EU Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Postwesen (RegTP)

4.3 Mögliche Dienstleistungen zur Vereinfachung des Wechselprozesses

4.4 Europaweiter Wettbewerb

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht ausgewählte Geschäftsvorfälle im liberalisierten deutschen Strommarkt, um Schwachstellen in der Abwicklung sowie Lücken in der aktuellen Gesetzgebung aufzudecken. Das primäre Ziel ist es, den Regulierungsbedarf zur Sicherung eines fairen und effizienten Wettbewerbs zu ermitteln und zukünftige Entwicklungen sowie die Rolle einer Regulierungsinstanz zu beleuchten.

  • Analyse der Akteure, Institutionen und Marktspielregeln im Stromsektor
  • Untersuchung kritischer Geschäftsvorfälle wie Lieferantenwechsel, Kündigung, Anmeldung und Abmeldung
  • Evaluierung der Vollständigkeit und Verbindlichkeit bestehender gesetzlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen
  • Beleuchtung der Herausforderungen durch Datenaustausch und Prozessstandardisierung
  • Diskussion über zukünftige regulatorische Entwicklungen und europäische Marktentwicklungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Detaillierte Beschreibung

Spätestens sechs Wochen vor dem gewünschten Belieferungstermin des Kunden sollte dieser mit allen erforderlichen Daten und Informationen aus dem neuen Stromliefervertrag im System des neuen Lieferanten angelegt werden.

Wenn vom Kunden gewünscht, wird dessen bisheriger Stromliefervertrag daraufhin vom neuen Lieferanten bei seinem Vorversorger gekündigt. Die Kündigung stellt eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung dar und kann auch im Auftrag eines Dritten ausgesprochen werden. Der Kunde hat aber grundsätzlich auch die Möglichkeit selbst bei seinem bisherigen Lieferanten zu kündigen.

Soll die Kündigung im Auftrag des Kunden vom neuen Lieferanten ausgesprochen werden, muss der Kunde seinen neuen Lieferanten gemäß § 167 Abs. I BGB beauftragen in seinem Namen zu kündigen. Hierfür bedarf es gemäß § 174 BGB einer Originalvollmacht des Kunden, da der Vorversorger die Kündigung sonst aufgrund der mangelnden Originalvollmacht ablehnen kann.

Eine Variante kann sein, dass der Kunde bei Vertragsabschluss eine so genannte Auftragskarte unterschreibt, die die Vollmacht für den neuen Lieferanten bereits beinhaltet. Da die Vollmacht in diesem Fall schon in den Vertrag integriert ist, muss der neue Lieferant seinen Originalvertrag mit dem Kunden an den Vorversorger schicken, um die Originalvollmacht vorzulegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Liberalisierung des deutschen Strommarktes seit 1998, führt die neuen Marktteilnehmer ein und erläutert die daraus resultierenden Geschäftsvorfälle bei Kundenwechseln.

2. Übersicht und Analyse der Institutionen und Marktspielregeln: Das Kapitel analysiert die Rollen verschiedener Verbände und Institutionen sowie die bestehenden Rechtsgrundlagen und Empfehlungen, die den liberalisierten Strommarkt strukturieren.

3. Geschäftsvorfälle und deren Schwachstellen: Dieser Teil untersucht detailliert die Abwicklung von Standardgeschäftsvorfällen wie Kündigung, Anmeldung und Abmeldung und deckt Schwachstellen in Prozessen und Regelungen auf.

4. Zukünftige mögliche Entwicklungen: Das abschließende Kapitel diskutiert den Bedarf an neuen gesetzlichen Regelungen, die Rolle einer Regulierungsbehörde und die Herausforderungen einer europäischen Marktintegration.

Schlüsselwörter

Strommarkt, Liberalisierung, Lieferantenwechsel, Netznutzung, Energiewirtschaftsgesetz, Kündigung, Anmeldung, Abmeldung, Marktspielregeln, Datenaustausch, Regulierungsbehörde, Wettbewerb, Stromliefervertrag, Netzbetreiber, Standardisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Geschäftsvorfälle, die im liberalisierten deutschen Strommarkt auftreten, insbesondere bei Lieferanten- bzw. Kundenwechseln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Analyse der Marktstruktur, die Rolle von Verbänden, bestehende Gesetze und Verordnungen sowie die Identifizierung von Schwachstellen in den operativen Abwicklungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Unklarheiten und Probleme bei Kundenwechseln innerhalb der EnBW AG aufzudecken, den zusätzlichen Regelungsbedarf zu ermitteln und zukünftige Entwicklungen im Markt zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Analyse von Gesetzen, Verordnungen und Best-Practice-Empfehlungen sowie auf einer Reihe von Experteninterviews mit Fachleuten der EnBW.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Institutionen und Rahmenbedingungen analysiert. Danach erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Prozesse Kündigung, Anmeldung und Abmeldung sowie die Herausforderungen des Datenaustauschs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liberalisierung, Lieferantenwechsel, Netznutzung, Energiewirtschaftsgesetz, Marktspielregeln, Datenaustausch und Regulierungsbehörde.

Welche Rolle spielt die Vollmacht im Kündigungsprozess?

Die Vollmacht ist rechtlich entscheidend, da ohne eine Originalvollmacht nach § 174 BGB der Vorversorger eine Kündigung im Auftrag Dritter oft ablehnt, was den Wechselprozess verzögert.

Warum stellt die dezentrale Vertriebsaufstellung ein Problem dar?

Sie führt dazu, dass Kündigungen an falsche, regional zuständige Niederlassungen geschickt werden, was zu zeitlichen Verzögerungen und einer Nicht-Bearbeitung durch den Vorversorger führen kann.

Ende der Leseprobe aus 136 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Untersuchung ausgewählter Geschäftsvorfälle im liberalisierten Strommarkt auf Vollständigkeit und Eindeutigkeit der Regelungen
Hochschule
Hochschule Pforzheim
Note
1,3
Autor
Diplom Betriebswirtin Anna von Blittersdorff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
136
Katalognummer
V48691
ISBN (eBook)
9783638453172
ISBN (Buch)
9783656519959
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Untersuchung Geschäftsvorfälle Strommarkt Vollständigkeit Eindeutigkeit Regelungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Betriebswirtin Anna von Blittersdorff (Autor:in), 2005, Untersuchung ausgewählter Geschäftsvorfälle im liberalisierten Strommarkt auf Vollständigkeit und Eindeutigkeit der Regelungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48691
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Leseprobe aus  136  Seiten
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