Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise 2
2 Formen und Strategien des Sourcing 3
2.1 Deutsche Banken in der Krise -
Uberblick und L osungskonzepte 3
2.2 Allgemeine Sourcing-Konzepte 6
2.3 Vorteile und Nachteile durch Outsourcing 8
2.4 Umsetzung des Sourcing 9
2.4.1 Zerlegung der Wertkette und Kerngesch aftsfokussierung 9
2.4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen und organisatorische Voraussetzungen 12
2.5 Dimensionen des IT-Sourcing 14
2.5.1 IT-Infrastruktur Outsourcing 14
2.5.2 Business Process Outsourcing 16
3 Befragung von mittelst andischen Banken im Leipziger Raum 19
3.1 Fragestellung der Untersuchung 19
3.2 Situation des ostdeutschen Bankenmarkts 20
3.3 Strukturierung und Klassifizierung der relevanten Befragungsgruppe 20
3.4 Hypothesen 21
3.5 Untersuchungsdesign 23
4 Zusammenfassung und Ausblick 24
A Frageb ogen 26
A 1 Vorfragebogen 26
A 2 Fragebogen 28
INHALTSVERZEICHNIS 2
B Adressen und Telefonnummern Leipziger Banken der relevanten Befra-
gungsgruppe 35
Zusammenfassung
¨ Hauptseminararbeit Thema 06: ” Uberbetriebliche Integration mittelst¨ andischer Banken“
Autor: Christian Ehlert
Inhalt: Die Seminararbeit befasst sich mit der ¨ uberbetrieblichen Integration von Banken. In anbetracht der Kosten- und Ertragskrise wird erl¨ autert wie diese Maßnahmen im Rahmen der Instrialisierung des Bankensektors als Effektivit¨ atssteigerungsmaßnahmen eingesetzt werden. Die wichtigsten Arten des Sourcing werden beschrieben und Vor- und Nachtei- le herausgestellt. Die Umsetzung von Sourcing-Strategien wird durch die Zerlegung der Wertkette, der Kerngesch¨ aftsfokussierung und rechtlicher sowie organisatorischer Voraus- setzungen erl¨ autert. Im Zweiten Teil wird eine Befragung mittelst¨ andischer Banken im Leipziger Raum ausgearbeitet und bis zur Umsetzung und Auswertung vorbereitet. Ziel der Befragung ist es herauszufinden, welche Kernkompetenzen die Banken herausstellen, welche Sourcingformen und -strategien angewandt werden, und welche Entwicklung der Partnerschaftsnetzwerke zuk¨ unftig angestrebt wird.
Literatur:
• Bankakademie: Kompendium Management in Banking & Finance, Bankakademie Ver-
lag, Frankfurt am Main 2004
• Kaib B. (Hrsg.): Outsourcing in Banken, Gabler, Wiesbaden 2003
• Lamberti, H.-J.: Industrialisierung des Bankgesch¨ afts. In: Die Bank, 6 (2004), S.370–
375
Schl¨ usselw¨ orter: Industrialisierung im Bankensektor, Sourcing, Outsourcing, Ausarbeitung einer Befragung im Leipziger Raum
Gliederung: 1. Einleitung
2. Formen und Strategien des Sourcing
3. Befragung von mittelst¨ andischen Banken im Leipziger Raum
4. Zusammenfassung und Ausblick
Kapitel 1
Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Deutsche Banken sind im Vergleich zur internationalen Konkurrenz nicht effizient genug. Rationalisierung und Kostendruck sind Stichworte, die in diesem Zusammenhang h¨ aufig fallen [(1), S. 370 (2), S. 1ff.]. Die Hintergr¨ unde hierf¨ ur sind vielf¨ altig, sie reichen von der gesteigerten Wettbewerbsintensit¨ at, einem Innovations- und Wachstumsdruck, bis hin zu erh¨ ohten Anforderungen einer Anpassung an rechtliche und politische Rahmenbedingun- gen. Aufgrund des globalisierten Wirtschaftssystems setzte ein Prozess stark steigender Handelsvolumina, eine Erosion der Gewinnmargen und k¨ urzere Produktlebenszyklen ein. Die schlechte Konjunkturentwicklung, die ¨ Anderung des Qualit¨ ats- und Kostenbewusstseins der Kunden und eine zunehmende Besetzung von profitablen Nischen durch Spezialisten taten ihr ¨ Ubriges, Banken vor die Herausforderung komplexer Restrukturierungsprozes- se zur Verbesserung der Cost Income Ratio zu stellen [(3), S.66]. In diesem langfristigen Strukturwandelprozess, der durch die Harmonisierung rechtlicher Rahmenbedingungen des europaweiten Finanzdienstleistungssektors seine n¨ achste Stufe erreicht, werden den deut- schen Banken innovative Strategiekonzepte abverlangt. Ziel ist es, den Vorsprung der in- ternationalen Konkurrenz durch Erreichen der ” kritischen Masse“ bei ¨ okonomischen Ska-
leneffekten aufzuholen [(4), S. 519ff.]. Hierbei wird auch von einer ” Bankgesch¨ afts“
1
gesprochen.
1 Begriff der Industrialisierung: ” gnifikante Zunahme der gewerblichen G¨ utererzeugung (sekund¨ arer Sektor) auf Kosten des Agrarbereichs (prim¨ arer Sektor). Diese Erzeugung von gewerblichen Masseng¨ utern erfolgt mit wachsendem Maschinen- einsatz in großgewerblicher, arbeitsteiliger Produktionsorganisation.“(5)
Einleitung 2
Im Zuge dessen wird in der Literatur eine ganze Palette verschiedener Sourcing-Strategien proklamiert. Die Unternehmen sollen sich, dem anhaltenden Managementtrend zufolge, mit allen zur Verf¨ ugung stehenden Mitteln auf ihre Kerngesch¨ afte fokussieren, um sich durch entstehende Wettbewerbsvorteile als Marktf¨ uhrer eines Sektors behaupten zu k¨ onnen. Durch eine Auslagerung (Outsourcing) soll hierbei die Profitabilit¨ at entlang der gesamten Wertsch¨ opfungskette gesteigert werden [(1), S. 370].
In dieser Seminararbeit wird speziell untersucht, in welcher Weise Banken ¨ uberbetriebliche Integrationsprojekte durch die gebr¨ auchlichsten Sourcing-Strategien realisieren. Dabei wer- den Chancen und Risiken herausgestellt. Außerdem wird auf die Frage der Anwendbarkeit und organisatorischen Vorrausetzungen der einzelnen Strategien eingegangen.
1.2 Vorgehensweise
Die Hausarbeit ist in zwei Teile gegliedert. Der erste, der theoretische Teil, gibt einen ¨ Uberblick ¨ uber den Zusammenhang der Situation deutscher Banken mit der sog. Industria- lisierung des Bankensektors. Es werden die allgemeinen Sourcing-Konzepte beschrieben und im Besonderen auf das Outsourcing von Informationstechnologie und Gesch¨ aftspro- zessen 2 eingegangen. Vor- und Nachteile werden herausgestellt und die Umsetzung einer
Sourcing-Strategie beleuchtet. Im zweiten, praktisch angelegten Teil, wird exemplarisch f¨ ur die ¨ uberbetriebliche Integration ostdeutscher Banken eine Befragung mittelst¨ andischer Geldinstitute im Leipziger Raum ausgearbeitet und bis zur Umsetzung vorbereitet. 2 Begriff des Gesch¨ aftsprozesses: ” und einem Kundennutzen stiftenden Output. G. k¨ onnen auf verschiedenen Aggregationsebenen betrachtet werden, z.B. f¨ ur die Gesamtunternehmung, einzelne Sparten- oder Funkionalbereiche.“(5)
Kapitel 2
Formen und Strategien des Sourcing
2.1 Deutsche Banken in der Krise - ¨
Uberblick und
L¨ osungskonzepte
Seit 2002 spricht die deutsche Wirtschaftspresse von einer ” Bankenkrise“. Untermauert durch ein schlechtes B¨ orsenklima verzeichneten die meisten Institute dramatische Ertrag- seinbr¨ uche und haben es vers¨ aumt, ihre Kostenstrukturen rechtzeitig an die ver¨ anderten Umfeldbedingungen anzupassen. Faule Kreditportfolios f¨ uhrten zu Forderungsausf¨ allen und wurden nur unzureichend bereinigt [(6), S. 7]. Die Literatur spricht trotz allem nicht von einer ” allgemeinen Systemkrise“, da die Solvenz- und Liquidit¨ atsgrunds¨ atze nicht von den deutschen Banken verletzt werden [(4), S. 522ff.].
Es liegt somit in Deutschland weder eine Solvenzkrise - wie in Japan - noch eine Liqui- ” dit¨ atskrise vor, wohl aber befinden sich die deutschen Kreditinstitute in einer akuten Kosten- und Ertragskrise und weisen damit ein generelles Strukturproblem auf.“ [(4), S. 522]
Den deutschen Banken wird damit ein massiver Restrukturierungsbedarf zum Aufschließen an den europ¨ aischen Branchenstandard attestiert. Die Wettbewerbsf¨ ahigkeit steht dabei auf dem Spiel und kann nur durch massive Prozess- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen wiedererlangt werden. Die angef¨ uhrte Literaur untermauert diese These durch eine Unter- suchung wichtiger Indikatoren und kommt dabei zu Ergebnissen, die in der nachfolgenden Abbildung 2.1 dargestellt werden.
Formen und Strategien des Sourcing 4
Abbildung 2.1: Indikatoren zur Untermauerung der These, dass sich der deutsche Banken- sektor in einer Strukturkrise befindet (Quelle: In Anlehnung an Bankakademie: Kompendi- um Management in Banking & Finance, 2004, S. 522-528)
Wege aus der Krise - die Industrialisierung des Bankensektors Die oben beschriebene Kosten- und Ertragskrise hat ihre Ursache in ver¨ anderten Struktur- und Rahmenbedingungen des Bankensektors. Zu ihrer ¨ Uberwindung durchlaufen viele Ban-
ken einen Transformationsprozess, dessen Motto lauten k¨ onnte: ”
siegen lernen“
[(7), S. 38].
Diese These verdeutlicht den Grundgedanken der sog. ” Industrialisierung im Bankensek-
tor“, basierend auf dem umfassendem Managementkonzept der ” S. 3], unter anderem in Kombination mit effizienten Zulieferorganisationen (just-in-time,
1
lean production: ” ... ist der sparsame und zeiteffiziente Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation bei allen Unternehmensaktivit¨ aten. Ziele: Optimierung der Produktivit¨ at der Produktionsfaktoren und der Qualit¨ at der Produkte sowie der Flexibilit¨ at des Produkti- onsapparates.“(5)
Formen und Strategien des Sourcing 5
Kanban) und Qualit¨ atsmanagementkonzepten wie Six Sigma und Kaizen [(6), S. 4]. Der Zusammenhang dieses Entwicklungstrends mit den maßgebenden Struktur- und Rahmen- bedingungen des Banksektors wird durch die folgende Grafik 2.2 verdeutlicht. Der Begriff des Transformationsprozesses, der hier im Sinne einer Rationalisierung, Opti-
Abbildung 2.2: Transformationsprozess bewirkt durch ver¨ anderte Rahmenbedingungen der Kreditinstitute (Quelle: In Anlehnung an Sokolovsky Z., Industrialisierung der Finanz- dienstleister, 2004, S. 7f.)
mierung, Reorganisation und Einf¨ uhrung neuer Technologien verstanden werden soll, wird durch verschiedene L¨ osungskonzepte charakterisiert [(6), S. 4]. Das strategische Ziel einer reduzierten Wertsch¨ opfungstiefe soll demnach unter anderem durch (Out)Sourcing herbei- gef¨ uhrt werden, da diese im Vergleich bei den Banken beispielsweise mit der Automobilin- dustrie als zu hoch bewertet wird 2 [(3), S. 1]. In dieser Hausarbeit wird das Outsourcing
fokussiert. Der folgende Abschnitt erl¨ autert ausf¨ uhrlicher dieses Konzept und schematisiert es im Bogen der allgemeinen Sourcing-Konzepte.
2 Im Lichte dieser Feststellung muss jedoch beachtet werden, dass bei einem Vergleich der Wertsch¨ opfungstiefe ¨ uber Branchen hinweg wenig Aussagen bez¨ uglich der Effizienz oder einer vorteilhaf- teren Unternehmensstruktur abgeleitet werden k¨ onnen. Durch Restrukturierungsmaßnahmen haben die Banken in letzter Zeit durchaus die Wertsch¨ opfungstiefe reduziert, wonach eine generelle R¨ uckst¨ andigkeit dieser Branche nicht mehr behauptet werden kann. Diese Gegen¨ uberstellung dient hierbei einer Orientierung an den bereits mittels Wandelprozessen in den 90er Jahren realisierten hohen Effizienz- und Profitabilit¨ ats- anforderungen der Autobauer [(8), S. 2ff.].
Quote paper:
Christian Ehlert, 2005, Überbetriebliche Integration mittelständischer Banken, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Outsourcing von Informationstechnologien im Bankensektor
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