Einf ührung
Inhaltsangabe
1 Einführung 3
2 Aufgaben der Schule 4
3 Gesellschaftlicher Wandel. 6
4 Belastete Schüler 8
5 Schule im Wandel 9
6 Neue Medien 10
7 Auswirkungen auf die Lehrerausbildung. 14
8 Resümee. 17
9 Literatur 18
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1 Einführung
Die vorliegende Ausarbeitung soll einen Einblick in den heutigen gesellschaftlichen Auftrag der Schule als „Institution“ geben. Des Weiteren soll sie die Schule als einen Ort zeigen, in dem eine Vielzahl von Individuen, hier im wesentlichen Lehrer, Schüler und ihr soziales Umfeld, einen großen Teil Ihres Lebens miteinander verbunden sind; die Lehrer als Vermittler, Wegweiser und Erzieher und die Schüler als Zuhörer und „Schutzbefohlene“, die auf das weitere Leben vorbereitet werden sollen und im Optimalfall auch vorbereitet werden wollen.
Zu Beginn werden die wesentlichen Aufgaben der Schule beschrieben, im Bezug auf den Bildungs- und den Erziehungsauftrag. Im Folgenden wird auf den Wandel der Gesellschaft eingegangen und seine Auswirkungen auf die Schüler in der heutigen Zeit. Wie die Schule diese Herausforderungen annehmen kann um Ihrem Auftrag auch heute noch gerecht zu werden, wird anschließend ebenfalls erörtert, wie auch das Einbringen der immer mehr allgegenwärtigen neuen Medien und deren Einbindung in den Lebens- und Unterrichtsalltag. Aspekte, die in der heutigen Lehrerausbildung zu berücksichtigen sind, werden im letzten Punkt betrachtet. Die Ausarbeitung schließt mit einem zusammenfassenden Resümee über das Thema und einer persönlichen Einschätzung der Referenten.
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2 Aufgaben der Schule
Die Schule in unserer Gesellschaft ist ein Teil unseres sozialkulturellen Systems. Sie ist, so wie wir sie heute kennen, mit unserer Kultur und unseren Wertevorstellungen gewachsen und hat sich stets den Bedürfnissen entsprechend angepasst. Sie soll zur Entfaltung und Entwicklung unserer G esellschaft und des Individuums beitragen, Ihr (vornehmlicher) Bildungs- und Erziehungsauftrag ist also einen Beitrag über die reine Stoffvermittlung hinaus, bei Schülerinnen und Schülern, sowie Bildungs- und Fortbildungsinteressierten Erwachsenen zu deren Entwicklung zu leisten.
Eine Entwicklung, welche die Schule und ihre Unterrichtsformen in der jüngsten Zeit geprägt hat ist, das von dem „alt bewährten“ Frontalunterricht 1 weggegangen wird, hin zu mehr Handlungsorientierung in allgemein- und berufsbildenden Schulen; weg von der reinen Vermittlung von (abfragbarem) Wissen, hin zu beruflich-, gesellschaftlich- und lebensrelevanten Kompetenzen. Diese Kompetenzen, bzw. Handlungskompetenzen werden in der Handreichung der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Erstellung von
Rahmenlehrplänen verstanden als „ die Bereitschaft und Fähigkeit des einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.“ Nach der Definition der KMK entfaltet sich Handlungskompetenz in den Dimensionen von Fachkompetenz, Personalkompetenz (Selbstkompetenz) und Sozialkompetenz, wobei e ine ausgewogene Fach-, Personal-, Sozialkompetenz die Voraussetzung für Methoden- und Lernkompetenz ist. All dies zu vermitteln ist neben dem Erziehungsauftrag Bestimmung der Schule.
Um Ihr Ziel zu erreichen ist es Aufgabe der Schule, die Persönlichkeit jedes einzelnen Heranwachsenden individuell zu fördern, Selbstverwirklichung, sowie Selbstbestimmung und Selbständigkeit im Denken sind dabei wichtige Aspekte. Es ist ebenfalls elementar zu lehren,
1 Frontalunterricht kann sein: Der Lehrer schreibt an und die Schüler schreiben ab, der Lehrer liest vor und die Schüler sprechen nach etc.
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wie Wissen erworben und genutzt werden kann (Lernkompetenz), um sich auch später selbstständig weiteres Wissen aneignen zu können und seine Kompetenzen weiter auszubilden. Ein wachsender Aufgabenpunkt ist es, die Familien-Erziehung zu unterstützen und zu ergänzen, um Defizite im heimischen Umfeld auszugleichen und dazu beitragen, dass junge Menschen „die Zustimmung zum Ich, dem Du und der Welt“ finden können.
In der folgenden Abbildung sehen wir ein vereinfachtes Bild der komplexen Beziehungen zwischen dem soziokulturellen, dem politisch-administrativen und dem ökonomischen System, welches Hilbert Meyer benutzt 2 , um den Standpunkt der Schule in der „Gesellschaft“ darzustellen, die er durch mindestens drei gesellschaftliche Subsysteme zu unterscheiden empfiehlt.
In Hilbert Meyers, von Jürgen Habermas und Claus Offe übernommenen Schema 3 , wird die Gesamtheit des Auftrages der Schule und Ihre Zusammenhänge „im großen“ zu verdeutlichen versucht.
2 siehe Meyer, Hilbert: Unterrichtsmethoden II: Praxisband S. 89 u. 90
3 Vergl. Habermas (1973, S.15)
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Arbeit zitieren:
Karsten Bettray, Daniel Ernst, 2003, Der Auftrag der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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