Inhaltsverzeichnis:
1. Die Straßen im Mittelalter Seite 3- 4
1.2 Die Reisegeschwindigkeit Seite 5- 6
1.3 Probleme bei den Reisen am Seite 7- 8
Beispiel der Überquerung der Alpen
2. Die Königsstraßen Seite 9
2.2 Hauptverkehrswege Otto I. Seite 10
2.3 Allgemein wichtige Straßen Seite 11
im Mittelalter
3. Fazit Seite 12
4. Literaturverzeichnis
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1. Die Straßen im Mittelalter
Die Wege und Straßen, die im Mittelalter sowohl die Verbindung von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt als auch von Land zu Land bestanden, dienten nicht nur dem nachbarschaftlichen Verkehr, das heißt nicht nur zum Handel, sondern sie hatten auch eine bedeutende Rolle für Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion 1 . Auf ihnen reisten nicht nur die Händler, sondern sie wurden auch vom König und seinem Gefolge genutzt. Da es im Herrschaftsgebiet eines mittelalterlichen Königs, wie zum Beispiel Ottos I. keine Hauptstadt gab, reisten die Könige mit ihrem Gefolge von Stadt zu Stadt um dort ihre Herrschaft auszuüben und zu repräsentieren. Die Straßen im Mittelalter folgten meist dem Verlauf großer Flüsse des Rheins oder des Mains. So folgte zum Beispiel die Rheinstraße, ein bedeutender Verkehrsweg im Mittelalter, dem Verlauf des Rheins, entlang an den Städten Konstanz, Basel, Straßburg, Speyer, Worms, Mainz und Köln 2 . Diese Straßen waren in Regel nicht bepflastert und auch ihre Größe war nicht einheitlich geregelt. Straßen, die größere Bedeutung hatten, waren meist breiter als die weniger genutzten, denn die Königsstraßen wurden zum Beispiel vom König mitsamt seinem Gefolge genutzt, so dass diese breit genug sein musste. Beaufsichtigt wurden die Straßen vom zuständigen Grafen, der dafür zu sorgen hatte, dass Überfälle auf seinen Straßen nicht die Überhand nahmen. Auch konnte der Graf Zölle für die Benutzung „seiner“ Straße fordern, dies führte jedoch oft dazu, dass diese versuchten, sich an den Händlern und Reisenden zu bereichern, indem sie zumeist sehr hohe Abgaben forderten oder Waren der Händler einbehielten. Es gab also meist keine einheitliche Regelung über die Zollabgabe und somit bedeutete es für den Reisenden meist ein Risiko, Straßen zu benutzen, die bekannt waren für hohe Zölle oder für „habgierige“ Grafen. Deshalb nutzten viele Händler und Reisende Nebenstraßen der großen Straßen, um diesen Abgabe zu entgehen. Dort war die Gefahr eines Überfalls jedoch groß, denn diese Wege führten oft durch Wälder oder abgelegene Gebiete, in denen Räuber ein gutes Versteck hatten. Die großen Verkehrswege hingegen standen unter dem Schutz des Königs, was bedeutete, dass die Missachtung dieses Schutzes (zum Beispiel durch einen Überfall) die Todesstrafe bedeutete. Da es jedoch keine Bewachung der Straßen gab, gab es für den Reisenden nur zwei Möglichkeiten. Entweder er bewaffnete sich mit einem Schwert und konnte sich so im Falle eines Angriffes verteidigen, oder er reiste
1 Hans K Schulze: Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier, Berlin 1991, S. 81/82
2 Hans K. Schulze: Hegemoniales Kaisertum. Berlin 1991, S. 82/83
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unbewaffnet, konnte sich dann zwar nicht verteidigen, signalisierte den Anderen jedoch, dass er in Frieden und ohne „böse“ Absicht reiste. Das Reisen für den König auf diesen Straßen war für ihn eher ungefährlich, da er meist mit einem sehr großen Gefolge ritt, das im Falle eines Angriffes diesen verteidigen konnte.
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Arbeit zitieren:
Vanessa Malke, 2004, Verkehrsbedingungen im frühen Mittelalter, München, GRIN Verlag GmbH
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