Universität Duisburg-Essen
Standort Essen
SS 2005
Kurs: Landeskunde NRW
Umweltverschmutzung in NRW
von
Julia Parschmann
Semester: 6
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... S. 2
2. Umweltverschmutzung in NRW ... S. 2
2.1 Luft ... S. 2
2.2 Wasser ... S. 3
2.3 Lärm ... S. 4
3. Das Lärmprojekt einer Frankfurter Grundschule ... S. 5
4. Institutionen zum Umweltschutz ... S. 6
4.1 Staatliche Institutionen zum Umweltschutz ... S. 6
4.2 Private Institutionen zum Umweltschutz ... S. 6
5. Abschließendes Fazit ... S. 7
1. Einleitung
Unter dem Oberthema‚ Umweltverschmutzung in Nordrhein-Westfalen’ habe ich die Bereiche Luft, Wasser und Lärm bearbeitet. Zu letzterem Thema gebe ich einen groben Überblick über ein Lärmprojekt einer Frankfurter Grundschule. Es stellt ein anschauliches Beispiel für die Einbettung des Themas im Unterricht dar. Abschließend möchte ich kurz die bedeutendsten Institutionen zum Umweltschutz, sowohl staatlicher, als auch privater Natur, darstellen.
2. Umweltverschmutzung in NRW
Das Land Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahrzehnten einiges für den Umweltschutz getan. Anfangs, besonders durch den Bergbau im Ruhrgebiet, weit verbreitete Luft-, Wasser- und Lärmbelästigungsquellen haben durch Einführung von Reinhalteplänen, Gesetzen und Richtlinien und eine generell weiter entwickelte Technik eine deutliche Verbesserung der Umweltlage geführt. Auf Näheres möchte ich in den folgenden Abschnitten eingehen.
2.1 Luft
Es lassen sich sieben Hauptluftbelastungsstoffe ausweisen, die durch mangelnde Luftreinheit die Gesundheit aller Lebewesen stark beeinflussen. Dazu gehören das hauptsächlich von der Industrie ausgeworfene Schwefeldioxid (SO2), das Ozon (O3), und die von Kraftfahrzeugen produzierten Schadstoffe Stickstoffoxid (NO2), Feinstaub (Partikel / PM10), Kohlenmonoxid (CO), Benzol und Blei im Schwefelstaub (Pb)1. Messwerte der Stadt Essen verzeichnen mittlerweile eine deutliche Verbesserung der Lufthygiene, im Vergleich zu den vergangenen zwanzig Jahren. So wird dort betont, dass der Schwefeldioxidgehalt in den letzten zwei Jahrzehnten um 85 % gesunken sei2. Vergleicht man im Anhang Abb. 1 und 2 aus den Jahren 1966 und 1971 wird deutlich, wie rapide an einer Luftverbesserung gearbeitet wurde und noch gearbeitet wird. Während sich im Jahr 1966 die sehr stark belasteten Gebiete östlich des Rheins und quer durch das Ruhrgebiet entlang der gesamten Emscherzone zogen, findet man dort schon 1971 deutliche Verbesserungen. Ein Hauptbelastungsgebiet liegt noch im Bereich Duisburg. An dieser Stelle tritt nicht nur die Verkehrslage, sondern auch die Schwerindustrie auf, die eine Luftverschmutzung fördert1.
Durch strenge Regelungen und Vorschriften bei Filteranlagen, sowohl im Kfz-Bereich, als auch in der Industrie, lassen sich mittlerweile positivere Luftmessergebnisse erreichen.
Sieht man die Schwebstaubbelastung im Jahresvergleich, wie im Anhang in Abb. 3 gezeigt wird, wird eine Verbesserung sichtbar2. In Deutschland haben zahlreiche Städte die erlaubten 35 Tage der Feinstaubhöchstgrenze von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Jahresmittelwert bereits erreicht, zum Teil sogar überschritten. Es wird in Zukunft erweiterte Maßnahmen gegen Luftbelastungsstoffe geben um unsere Luft sauberer werden zu lassen.
2.2 Wasser
Betrachtet man die Gewässergüte der Flüsse und Kanäle Nordrhein-Wesfalens im Jahrzehntevergleich von 19743, 1985 und 19954 sticht vor allem die Emscher durch ihre konstante übermäßige Verschmutzung hervor. Innerhalb dieser 21 Jahre konnte dort keine Verbesserung erreicht werden. In Abb. 4 sind jedoch noch weitere Flussabschnitte mit übermäßiger Verschmutzung zu sehen, wie etwa Teile des Rheins bei Dinslaken, Duisburg und Dormagen, Teile der Lippe bei Dorsten, Marl, Haltern und Lünen, so wie die Hälfte der Wupper, beginnend bei Wuppertal bis hin zur Mündung in den Rhein. Auch Teile der Niers und Seseke sind deutlich verschmutzt. Betrachtet man dagegen Abb. 5 aus dem Jahr 1985, scheinen alle eben genannten Flussabschnitte, mit Ausnahme der Emscher, eine Güteverbesserung zu verzeichnen. Auch die Wupper ist auf dem Weg der Säuberung. Verschlechtert haben sich Teile der Ibbenbürener Aa, die auch in Abb. 6 aus dem Jahr 1995 in den stark verschmutzten Bereich fällt. Freizeitanlagen, sowie Strandbäder, die Nutzung von Motorbooten, Campingplätzen und die Möglichkeit zur Fischerei tragen einen großen Beitrag zur Belastung der Ruhr und anderer Flüsse und Kanäle bei. Die Schifffahrt ist ein weiterer Punkt, die durch den Bau von Anlegestellen und den unvermeidbaren Kraftstoffverlust die Gewässer belastet.
[....]
1 Internet: www.lua.nrw.de
2 http://www.essen.de/Deutsch/Lebenslagen/ Umwelt/Luftbericht.htm
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1 Lob, Reinhold (1979): Umweltprobleme im Ruhrgebiet. Blutenberg-Verlag: München. S. 9
2 Broschüre (2004): MUNLV des Landes NRW: Saubere Luft für NRW! Die neue Luftqualitätsrichtlinie der EU
3 Lob, Reinhold (1979): Umweltprobleme im Ruhrgebiet. Blutenberg-Verlag: München. S. 16
4 Internet: www.lua.nrw.de
Arbeit zitieren:
Julia Kloiber, 2005, Umweltverschmutzung in NRW, München, GRIN Verlag GmbH
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