3
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D S L W H O 7 K H P D
(LQOHLWXQJJ
6S ODTXDWLVFKH3UR HVVHH
5HOLHIELOGXQJJGXUFKKIOXYLDOHH3UR HVVH
3.1 Klimazonen 6
3.2 Belastungsverhältnis 7
3.3 Schweb und Geröll und ihr Fließverhalten 9
3.4 Erosionsarbeit des fließenden Wassers 9
3.4.1 Walzenbildung 9
3.4.2 Schleifmittel 11
3.4.3 Kavitationskorrosion 11
3.4.4 Seitenerosion 11
3.5 Fluviale Akkumulation und Sedimentation 12
/DXIHQWZLFNOXQJJ
4.1 Erosionsbasis und Gefällskurve 13
4.2 Der ideale typische Flussverlauf 14
4.2.1 Gestreckte Flüsse 14
4.2.2 Verzweigte Wildflüsse 15
4.2.3 Mäanderbildung 15
4.2.3.1 Flussmäander 16
4.2.3.1.1 Mäanderbruch 16
4.2.3.2 Talmäander 17
4.2.4 Schwemmkegel 17
4
5.1 Talentstehung 18 5.2 Periglaziale Terrassensysteme 19 5.3 Talformen und Klassifizierungen 21
$EELOGXQJVYHU]HLFKQLV /LWHUDWXUYHU]HLFKQLVV
3
1. (LQOHLWXQJJ
Unter fluvialen Prozessen werden die formbildenden Vorgänge des fließenden Wassers in der subaerischen Reliefssphäre verstanden. Da sie auf die Formbildung von außen her wirken, gehören sie den exogenen Prozesse an, unter denen sie eine enorm große Rolle spielen: Die unterschiedlichen Tallandschaften der Erde sind zum einen aus tektonischen Verschiebungen entstanden, welche zu den endogenen Prozessen gehören, und zum anderen aus den fluvialen Prozessen, bei denen sich ein Fluss je nach umgebender Gesteinsart in das Relief einschneidet, das losgelöste Material abträgt und schließlich an anderer Stelle ablagert. Fluviale Prozesse stehen in gegenseitiger Abhängigkeit mit den spülaquatischen Hangschuttzulieferungen, mit dem Verlauf des Flusslängsprofils und -querprofils und der Gesteinsumgebung. Da die Intensität der Formbildung dabei immer von den im Laufe der Erdgeschichte ständig wandelnden klimatischen Rahmenbedingungen festgelegt wurde, existiert heute eine große Anzahl an verschiedenst geformten Tälern.
Die genannten Vorgänge und Faktoren sollen in der vorliegenden Hausarbeit unter besonderer Berücksichtigung der Ausführungen von Hartmut LESER (1995) näher beleuchtet und erklärt werden.
4
2. 6SODTXDWLVFKH3UR]HVVHH
Das hier interessierende Georelief ist der Hang, dessen Boden durch 'HQXGDWLRQ, also auf flächenhafte Weise abgetragen werden kann, und nach anschließender Bodenerosion am Unterhang, d.h. durch Tiefernagung, in den Vorfluter, meist in Form eines Bachs fließt.
Folgende Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, damit der aquatische Hangabtrag durch Spülung stattfinden kann:
• Das Relief muss aus feinkörnigen bindigen Lockergesteinen bestehen, z.B. aus Feinsand, Schluff oder feuchtem Ton. • Das Bodengefüge muss locker und / oder fein sein. • Es muss Vegetationsfreiheit oder mindestens Vegetationsarmut herrschen. • Exzessive Niederschlags- oder Schneeschmelzereignisse müssen passieren.
Als 5HJOHU in diesem Faktorengefüge funktioniert die Hangneigung und die ([SRVLWLRQ, wobei für die aquatischen Spülprozesse relativ geringe Neigungsstärken von etwa 3ÛÛELVVÛÛDXVUHLFKHQ 1
Ausschlaggebend ist außerdem eine hohe 1LHGHUVFKODJVLQWHQVLWlW: Man unterscheidet Starkregen, Dauerregen oder starke Schneeschmelzen von einem plötzlichen Starkregen, der im Gegensatz zu den erst genannten Fällen nur selten zu einem Hangabtrag führt.
Bei einem Stark- bzw. Dauerregen kann davon ausgegangen werden, dass toniges Substrat am Oberhang langsam durchtränkt wird. Dabei vertiefen sich Wasserleitbahnen durch Erosion, welche darauf wiederum durch Spüldenudation verfließen. Im Mittel- und Unterhang konzentriert sich der Hangabfluss in wenige, kräftige Stränge (teilweise aber auch flächenhaft), was durch konkave Wölbungsbereiche des Hangs, durch Hangmulden oder durch bereits bestehende linienhafte Erosionsformen bewirkt wird. Die Akkumulation, d.h. die Aufschüttung des transportierten Verwitterungsmaterials, geschieht schließlich im Vorfluter, welcher das Material dann weiterschleppen wird (vgl. Abb. 1) Bei andauerndem
1 vgl. LESER 1995 118
5
Starkregen kann der Hang auch durch gravitatives Gleiten zum Erdschlipf abstürzen.
Die durch die erosiven Prozesse tiefeingerissenen und markanten Spülfurchen werden als 5DFKHOQ bezeichnet, welche ganze Rachellandschaften bilden können. 1 Steilhängige Racheln in ariden bis semihumiden Gebieten können durch die hohe Sonnenstrahlungsintensität scharfe Grate bilden, welche dann, bei eintretendem Regenfall sowohl hangabwärts als auch auf die Grate selbst, ein Sägeblattprofil hervorstehen lassen. Seine Zähne werden mit der Zeit in Steilkegel aufgelöst, welche schließlich zu (UGS\UDPLGHQ heranwachsen. 2 Man unterscheidet hier zwischen den decksteinlosen Erdkegeln (in semihumiden bis ariden Gebieten) und den breiteren Erdsäulen (im dauernd niederschlagsreichen Klimabereich). Die Schleppkraft der spülaquatischen Prozesse ist deutlich geringer als jene der Fluvialprozesse, was auf die geringere und nur episodische Wasserführung zurückzuführen ist. Trotzdem spielen sie eine tragende Rolle in der Reliefierung durch fluviale Erosion und Akkumulation, da sie dem Fluss in Form von Hangschutt eine beträchtliche Menge an Schleifmittel liefern.
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1 vgl. LESER 1995 119
2 vgl. LESER 1995 120
6
3. 5HOLHIELOGXQJJGXUFKKIOXYLDOHH3UR]HVVHH
3.1 Klimazonen
Das fließende Wasser gilt als die bedeutendste formbildende Kraft auf der Erdoberfläche. Die fluviale Formbildung wird durch die Fließintensität geregelt, welche wiederum von Wassermenge und jahreszeitlichem Auftreten in den jeweiligen Klimaten abhängt. Grob kann die Wasserführung bzw. die Niederschlagsintensität der verschiedenen Klimazonen wie folgt beschrieben werden:
In allen Klimazonen steht für die fluviale Arbeit unterschiedlich viel und verschieden beschaffenes Verwitterungsmaterial bereit, das von den Flüssen aufgenommen und im Flussbett für die Tiefererosion sowie Akkumulations-vorgänge benötigt wird. 1
1 vgl. LESER 1995 121
Arbeit zitieren:
2002, Fluss und Tal - Erosion und Akkumulation, München, GRIN Verlag GmbH
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