EDM - Engineering Data Management 09.06.05
INHALTSVERZEICHNIS
1 Begriffsdefinition Seite 1
2 Betriebswirtschaftlicher Hintergrund Seite 2
2.1 Problemstellung Seite2
2.2 Zielsetzungen Seite 2
3 Stand der Technik Seite 4
3.1 Technische Anforderungen an das ED-MSystem Seite 4
3.2 Realisierung und Einführung eines EDMS Seite 6
4 Anwendungsbeispiel: EDM in der Krankonstruktion Seite 8
5 Zusammenfassung und Ausblick Seite 9
6 Literaturverzeichnis Seite 10
Anhang Seite 12
A Bewertung der Quellen aus eigener Sicht
B Glossar
EDM - Engineering Data Management
1 Begriffsdefinition
Nach [EIG-99, S. 02] ist „Engineering Data Management (EDM) eine informationslogistische Infrastruktur im Produktentwicklungsprozess. „…“ Der Prozess der Entwicklung und Konstruktion wird stärker zielgerichtet und dadurch wesentlich beschleunigt. EDM erlaubt es, alle entwicklungs- und produktionsrelevanten Daten zu verwalten und automatisch an diejenigen Personen zu verteilen, die sie benötigen“
[EIG-99, S. 02] sagt auch, dass für das Engineering Data Management gleichbedeutend der Begriff „Produkt Data Management“ gebraucht wird und im Englischensprachraum anstelle von EDM verwendet wird.
[MAR-97, S. 20] definiert indessen EDM aus dem Umfeld von EDM-Systemen bezogen auf den Konstruktionsprozess mit seinen Hauptphasen, Klären der Aufgabenstellung, Konzipieren, Entwerfen und Detaillierung. Demnach verfolgen EDMS das Konzept einer integrierten Datenbank. Dessen Ziel es ist, eine für alle CAx-Systeme gemeinsam nutzbare Datenbank zum Aufbau, Austausch und zur Weiterverarbeitung aller Daten einer Produktbeschreibung (Engineering Daten) zu realisieren. Als Engineering Daten werden alle Daten bezeichnet, die im Verlauf des Produktenstehungsprozesses verwendet oder erzeugt und für die Weiterverarbeitung gespeichert werden. Die Voraussetzung zur Integration verschiedener CAx-Systeme ist die systemtechnische Unabhängigkeit von EDM-Systemen in heterogenen Hardwarelandschaften.
EDM - Engineering Data Management
2 Betriebswirtschaftlicher Hintergrund
2.1 Problemstellung
Höhere Anforderungen der Kunden an die Produkte, kürzer werdende Produktlebens- und Innovationszyklen, zunehmende Dezentralisierung von Produktionsstätten in billig Lohnländer zur Minimierung der Lohnnebenkosten und die Globalisierung der Märkte führen zu dynamischer Umstrukturierung der Aufbauorganisationen und zu Anpassungen der Prozesse. Um diesen geforderten Marktgegebenheiten zu entsprechen, ist der Wandel zu schlanken, flexiblen Unternehmen erforderlich. [vgl. VDI-K00, S.236]
Das Erreichen der Kosten-, Zeit- und Qualitätsziele erfordert einen tief greifenden Wandel der Produktentwicklungsprozesse und der Konstruktionsumgebungen. Die Rationalisierung der Prozesse erhöht den Informationsbedarf und die durchgängige Prozessorientierte Unterstützung durch Informationstechnologien. [vgl. VDI-L00, S.168] Der wachsende Bedarf an Informationen induziert einen hohen Datenfluss der wiederum eine immer größer werde Menge an Daten mit sich bringt. Die Informationsmengen (Datenmengen) müssen verwaltet und strukturiert werden. „Ein unternehmensweiter Know-how-Speicher entsteht“, der von einem Wissensmanager/-ingenieur organisiert und verwaltet werden muss. [EIG-99, S.02] Die Problematik besteht darin, dass einzelne Abteilungen eines Unternehmens zumeist unterschiedliche DV-Anwendungen verwenden und somit eine heterogene DV-Landschaft zu Grunde liegt, die die Datenkommunikation zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen aufgrund mangelnder Infrastrukturen sowie unzureichenden Datenschnittstellen erschweren. Weiterhin problematisch, ist es, die Aktualität der Daten sicherzustellen und auftretende Inkonsistenten (Widersprüche), sowie Redundanzen (Mehrfachauftreten) zu vermeiden bzw. zu kontrollieren. [vgl. VDI-K00, S. 237]
2.2 Zielsetzungen
Das EDM-System als Kern des Produktlebenszyklusmanagement hat zum Ziel, die Informationsverteilung zu verbessern, die Produktionsdurchlaufzeiten zu ver- dichten und durch bessere Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen beteilig-
EDM - Engineering Data Management
ten Instanzen die bei der Entstehung, Konstruktion und dem Vertrieb eines Produktes beteiligt sind, die Wertschöpfung zu erhöhen. [vgl. CAD-04, S.62] [vgl. BULL-03, S. 899] Dazu gehören Ingenieure aber auch Lieferanten und Kunden. „Durch Methoden eines durchgängigen Konfigurationsmanagements wird EDM/PDM zum Backbone eines vollständigen Lifecycle Management.“ [BULL-03, S. 899]
Weiterhin muss ein EDM-System Schnittstellen zu Erzeugersystemen wie CAD (Computer Aided Design) aber auch zu Webapplikationen im Inter- oder Intranet bereitstellen.
Arbeit zitieren:
Nekisha Haring, 2005, EDM - Engineering Data Management, München, GRIN Verlag GmbH
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