Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die Geschichte des Schleswig- Holstein Konflikts 5
3. Der deutsch- dänische Krieg 7
4. Zwischen Krieg und Frieden 9
5. Der deutsche Krieg 14
6. Fazit 16
7. Quellen- und Literaturverzeichnis 18
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1. Einleitung
In der nachfolgenden Arbeit geht es um das Thema der sogenannten „Einigungskriege“. Dabei werden hier jedoch nur der deutsch- dänische und der preußisch- österreichische, der auch als der deutsche Krieg bezeichnet wird, behandelt. Es soll aber nicht um die militärischen Verläufe dieser beider Kriege gehen, sondern vielmehr um die Frage: Wie stellt sich die Zeit vor dem Beginn der Kampfhandlungen dar?, und speziell für den deutschen Krieg: Wie sah das Verhältnis der beiden deutschen Großmächte zwischen 1864 und dem Sommer 1866 aus?
Im 1. Kapitel werde ich knapp die historische Entwicklung der Schleswig- Holstein Frage darstellen. Dabei werde ich den Schwerpunkt auf die Zeit zwischen 1848 und 1864 legen. Anschließend betrachte ich sehr kurz den deutsch- dänischen Krieg und werde dabei auch auf die Londoner Verhandlungen im Frühjahr 1864 eingehen. Im folgenden 3. Kapitel komme ich zum Schwerpunkt der Arbeit, nämlich der Zeit zwischen den Kriegen und das preußischösterreichische Verhalten. Das letzte Kapitel der Arbeit befasst sich mit dem deutschen Krieg, wobei ich nur die Zeit bis zum Frieden von Prag im August 1866 erläutern werde. Die von mir oben aufgeworfenen Fragen, beantworte ich zusammenfassend im abschließendem Fazit.
Ich habe mich in dieser Arbeit darauf beschränkt, die Ereignisse und deren Zusammenhänge aus preußischer und österreichischer Sicht darzulegen, wobei das Hauptaugenmerk auf Preußen gerichtet ist. Des weiteren habe ich die anderen Großmächte, die deutschen Mittelstaaten und den Deutschen Bund weitestgehend ausgeklammert. Ich muss an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass es sich nur um sehr grob skizzierte Darstellungen handeln kann, da die Fülle des Stoffes sonst den Rahmen der Seminararbeit sprengen würde. Es gibt für dieses Thema eine große Menge an Literatur, wobei die Abhandlungen über den deutschen Krieg überwiegen. Besondere Bedeutung in der Forschung genießt dabei die Schlacht von Königgrätz, da durch sie nicht nur ein Krieg entschieden wurde, sondern auch der Dualismus in Deutschland zugunsten Preußens ein Ende fand.
Eine sehr ausführliche Darstellung zur Verfassungsgeschichte in dieser Zeit, bietet das Buch von Ernst- Rudolf Huber: Deutsche Verfassungsgeschichte. Huber beleuchtet dabei auch genau die Rolle des „Dritten Deutschland“. Ich muss aber auch erwähnen, dass mir nach meiner Literatursuche kein Buch bekannt ist, welches sich nur mit dem Thema „deutschdänischer und deutscher Krieg“ befasst. Es wird immer in den Zusammenhang Deutsche Geschichte von 1815 oder 1850 bis 1870 eingeordnet.
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Diese Einordnung ist zwar durch die Komplexität des Themas erklärbar, doch dadurch verliert
es auch etwas an Interesse, da so die Tiefe verloren geht.
Da ich in der Arbeit nicht weiter auf die Kriegsverläufe eingehe, habe ich an den
entsprechenden Stellen die dafür relevante Literatur genannt.
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2. Die Geschichte des Schleswig- Holstein Konflikts
Beim Schleswig- Holstein Konflikt geht es um die Frage in welcher Form diese beiden Gebiete mit Dänemark oder zum Deutschen Bund verbunden sind. Bereits 1460 wurde von Christian I, der Herzog von Schleswig und Graf von Holstein war, die Parole „up ewig ungedelt“ ausgegeben. Dies bedeutet, dass die beiden Herzogtümer nicht geteilt werden dürfen und die Parole sollte bis in die zweite Hälfe des 19. Jahrhunderts Bestand haben. Als es auf dem Wiener Kongress zur Neuordnung Europas kam, wurde nur Holstein Mitglied des Deutschen Bundes und trotzdem blieben beide Herzogtümer in Personalunion mit Dänemark verbunden.
Im Prozess um die beginnende Nationalstaatsbildung und der Revolution von 1848 wurde Schleswig am 21. April 1848 in den dänischen Staat einverleibt. Dieser Schritt wurde von Preußen nicht geduldet. Aus diesem Grund kam es zum Krieg zwischen Preußen und Dänemark und Schleswig wurde von preußischen Truppen besetz. Aber die Großmächte England und Russland intervenierten in diesem Krieg und zwangen Preußen zu einem Waffenstillstand. Preußen musste seine Truppen aus Schleswig zurückziehen und eine prodänische Regierung wurde eingesetzt. 1 Jedoch versuchte Preußen im April 1849 noch einmal durch kriegerische Mittel in den Besitz Schleswigs zu gelangen und scheiterte dennoch wieder am Druck Russlands.
Durch diese Erfahrungen gewannen die Staaten den Eindruck, dass sich dieses Problem nur auf einer europäischen Konferenz lösen lasse. Jene Konferenz fand 1850 in London statt und es wurde beschlossen, Schleswig in den dänischen Nationalstaat zu integrieren und Holstein beim Deutschen Bund zu belassen. In den beiden darauf folgenden Jahren 1851/52 kam es in London zu weiteren Verhandlungen um die Schleswig- Holstein Frage. Deren Ergebnisse wurden im zweiten Londoner Protokoll von 1852 festgehalten. Die wichtigsten Punkte daraus sind: keine völlige Eingliederung Schleswigs in den dänischen Staat, Hoheit über beide Herzogtümer bleibt bei Dänemark und Verzicht Friedrich VII von Augustenburg zugunsten von Christian von Schleswig- Holstein- Sonderburg- Glücksburg 2 , der sich später als Christian IX. ausrief.
Unterzeichner des zweiten Londoner Protokolls waren die fünf Großmächte: Russland, Preußen, Österreich, Frankreich, England sowie Dänemark, Schweden, Norwegen jedoch nicht der Deutsche Bund.
1 Nipperdey, Thomas: Deutsche Geschichte 1800- 1866. Bürgerwelt und starker Staat, 4. Aufl. München 1987, S. 624.
2 Brandt, Harm- Hinrich: Deutsche Geschichte 1850- 1870. Entscheidung über eine Nation. Stuttgart, Berlin, Köln, 1999, S.147.
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Arbeit zitieren:
Robert Küster, 2005, Einigungskriege 1864- 1866, München, GRIN Verlag GmbH
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