INHALTSVERZEICHNIS
1. ) Einleitung Seite 1
2. ) Motivation Seite 2
3. ) Die Bedeutung der Motivation für den Unterricht Seite 4
3.1) Die Unterrichts- bzw. Lernsituation Lehr- und Seite 6
Lernmaterialien
3.2) Die Lerngruppe Seite 7
3.3) Der Lehrer Seite 9
3.4) Motive und Zielsetzungen des Lerners Seite 10
3.5) Einstellungen des Lerners Seite 12
4. ) Resümee Seite 14
5. ) Literaturverzeichnis Seite 16
1.) EINLEITUNG
Der Begriff Motivation wird im alltäglichen Sprachgebrauch sehr häufig verwendet. Nahezu jeder kann sich etwas unter diesem Begriff vorstellen. Diese Vorstellungen sind allerdings oft sehr vage und es ist nicht leicht, den Begriff richtig zu definieren. Gerade in Bezug auf die Schule und in diesem Fall den Fremdsprachenunterricht spielt Motivation jedoch eine große Rolle, was es nötig macht, genau darüber Bescheid zu wissen. Aus diesem Grund möchte ich die vorliegende Arbeit mit einer kurzen Definition des Begriffes beginnen. Weiterhin werde ich darstellen, warum die Motivation der Schüler für den Unterricht so bedeutsam ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich den Begriff Motivation in einzelne Faktoren gliedern, was allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, da das sicher den Rahmen der Arbeit gesprengt hätte. Es werden vor allem die Faktoren dargestellt, die sich auf den Lehrer und die Unterrichtsumgebung beziehen. Folglich hat der Lehrer, soweit er die Bedeutung des jeweiligen Faktors in Bezug auf die Demotivierung eines Kindes erkannt hat, die Möglichkeit, an diesem etwas zu ändern und somit günstig auf den Lernerfolg des Schülers einzuwirken.
Somit kann diese Arbeit als Anstoß dienen, die Bandbreite der Motivation eines Schülers zu überblicken und damit nach den Ursachen einer eventuellen Lernschwäche zu forschen.
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2.) MOTIVATION
Da der Begriff Motivation sehr geläufig ist, wird er vielfach und gerne benutzt, um bestimmte Verhaltensweisen in einem Wort zu erklären.
Besonders im schulischen Kontext stellt die Motivation oft einen Erklärungsversuch für Erfolg oder Misserfolg von Schülern dar. „This reflects our intuitive […] belief that during the lengthy and often tedious process of mastering a foreign/second language (L2), the learner’s enthusiasm, commitment and persistence are key determinants of success or failure.“ (Dörnyei 2003, S. 5) Somit bildet der Begriff Motivation also eher einen Überbegriff über verschiedene Eigenschaften und Einstellungen eines Lerners, die den Lernerfolg günstig beeinflussen. Er steht für vielfältige kognitive und emotionale Prozesse, die eine Selbststeuerung zielgerichteten Verhaltens ermöglichen. Dazu gehören unter handlungsbegleitende Emotionen Lernmotivation wird somit häufig als ein Sammelbegriff für alle emotionalen und kognitiven Prozesse verstanden, die dem Lernenden helfen etwas Neues zu Lernen (vgl. Stangl 2004). Beim Motivationsprozess werden verschiedene Motive aktiviert; das menschliche Handeln wird praktisch in Gang gesetzt. Dies kann sowohl durch Umwelteinwirkung geschehen, als auch durch zentrale Impulse durch die Person selbst oder aus der Beziehung des Individuums zu seiner Umwelt (vgl. Reisener 1989, S. 13).
Folglich unterscheidet man die extrinsische von der intrinsischen Motivation. Man spricht von extrinsischer Motivation, wenn das Motiv des Handelns außerhalb der Beziehung des Lernenden zum Lernstoff liegt, aber veranlassend oder verstärkend auf die Lernmotivation einwirkt.
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Das wäre beispielsweise der Fall, wenn Schüler nur lernen um Noten, Lob oder Prestige zu erlangen. Der intrinsisch motivierte Lerner dagegen lernt aus Interesse, Freude oder Bedürfnis. Er wird also direkt vom Lernstoff angetrieben. Erreicht wird das Interesse durch die Anwendung des Erlernten. Der Lerner kann dadurch für sich Vorteile ziehen oder empfindet es als besonders bedeutsam für die persönliche Lebensgestaltung (vgl. Stangl 2004).
Die Grenzen zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation sind fließend. So weist Edmondson darauf hin, dass
„[…] eine 'extrinsische' Motivation gar keinen Einfluss auf den Lernerfolg ausüben kann, außer wenn dieser extrinsische Reiz von Lernenden 'intern' registriert wird. Ebenso gilt, daß höchstwahrscheinlich jeder 'intrinsische' Reiz, Einstellung oder Motivation eine bzw. mehrere 'extrinsische' Quellen oder sogar Ursachen haben muß“ (Edmondson 1996: 73).
Wenn man es jedoch genau nimmt, gibt es „die Motivation“ gar nicht. Es handelt sich bei diesem Begriff lediglich um ein hypothetisches Konstrukt – etwas, auf dessen Existenz aus verschiedenen beobachtbaren Indikatoren geschlossen wird. Der Terminus subsumiert eine große Bandbreite an verschiedenen Motiven, die nicht unbedingt viel gemeinsam haben müssen, außer dass sie die Verhaltensweise einer Person beeinflussen können. Weiterhin entsteht Motivation bei unterschiedlichsten Motiven, weswegen man prinzipiell ebenfalls nicht von „der Motivation“ sprechen kann. Warum man im allgemeinen, und auch in dieser Arbeit, trotzdem den Begriff „Motivation“ benutzt, liegt auf der Hand: Der Terminus beschreibt auf einfache Weise eine höchst komplexe Sache (vgl. Dörnyei 2003, S. 1f).
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3.) DIE BEDEUTUNG DER MOTIVATION FÜR DEN
UNTERRICHT
Wie schon erwähnt, sind die Motive, die einen Lerner zum Motiviert-Sein führen, von Person zu Person recht unterschiedlich. Jeder Schüler hat einen anderen persönlichen Hintergrund und somit auch andere Beweggründe zu lernen – oder auch das Lernen zu verweigern. Einige Kinder benötigen keine direkte Hilfe um Spaß am Lernen zu finden, bei anderen ist das sehr wichtig. Gerade für lernschwache Kinder, die des öfteren Rückschläge und Enttäuschungen erleben müssen, können motivierende Strategien sehr hilfreich sein. Es ist wichtig, dass Lehrer und Erzieher ab dem Schulbeginn oder sogar noch früher erkennen, wie wichtig die richtige Motivation für Schüler ist. Somit lassen sich Lernschwächen eventuell sogar vermeiden beziehungsweise eindämmen.
„Das Ausmaß des Lernerfolges eines Schülers kann in einer einfachen Formel ausgedrückt werden: Lernerfolg ist das Produkt aus investierten Mitteln (z.B. Arbeitszeit, kognitive Fähigkeiten, bisherigen Erfahrungen) und dem motivationalen Faktor (Interesse, Sympathie, Freude etc.). […]Der Schluss ist leicht zu ziehen: geht einer der beiden Faktoren gegen Null, dann wird auch der Lernerfolg gegen Null gehen. Da in der Schule durch die Rahmenbedingungen - die Anwesenheit des Schülers, die zu leistenden Aufgaben - zumindest der Mittelfaktor nicht wesentlich divergiert, wird der Lernerfolg vom zweiten Faktor gesteuert.“ (Stangl 2003, S. 9)
Sicherlich berücksichtigt Stangl mit dieser Formel nicht alle Faktoren des schulischen Lernerfolgs und legt zu viel Gewicht auf den Einfluss der Motivation. Denn streng genommen würde seine Aussage bedeuten, dass man mit genügend Motivation kognitive Defizite quasi neutralisieren kann, was sicher nicht ohne weiteres möglich ist. Man sollte jedoch anerkennen, dass
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Maike Wörsching, 2005, Die Bedeutung der Motivation für das Fremdsprachenlernen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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