Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1 Erweiterte Sicht von Subjektivierung 3
2 Empirischer Zugang 4
2.1 Forschungsgegenstand 4
2.2 Forschungsfragen 4
2.3 Methodisches Vorgehen 4
3 Ministudie 5
4 Auswertung (Vertrauensarbeitszeit) 6
5 Wandel der Arbeitswelt 7
5.1 Wertewandel in der Gesellschaft 7
5.2 Entgrenzung von Arbeit 9
6 Veränderte Anforderungen an Frauen 10
7 Subjektiviertes Handeln im Bereich technisierter Arbeit 12
7.1 Prinzip der Vertrauensarbeitszeit 12
7.2 Subjektiviertes Arbeitshandeln 13
8 Erscheinungsformen von Subjektivität 14
8.1 Kompensatorische Subjektivität 15
8.2 Struk turierende Subjektivität 15
8.3 Reklamierende Subjektivität 16
8.4 Ideologisierte Subjektivität 17
Schluss 18
Literatur und Quellenverzeichnis 19
Anhang: Ministudie 20
Einleitung
„Neue T echnologien, neue Märkte und neue Formen der Arbeitsorganisation haben die Verfasstheit von Arbeit seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert“ 1 .
Der existierende und immer weiter fortschreitende Prozess der Subjektivierung im Arbeitsbereich verändert nicht nur die Arbeitswerte, sondern auch die Gesellschaft und das Leben.
Zur Klärung der folgenden Punkte soll die vorliegende Arbeit einen aufschlussreichen Einblick geben, wobei hierfür Personen zum selbigen Thema befragt werden.
Als Wiederholung und Einstieg sollen im ersten Kapitel einige definitorische Worte über Subjektivierung von Arbeit an das Thema heranführen. Im zweiten Kapitel werden die empirischen Grundlagen des Forschungsvorhabens vorgestellt. Dabei wird speziell auf den Forschungsgegenstand, die Forschungsfragen und das methodische Vorgehen eingegangen. Indessen richtet sich das Hauptaugenmerk im dritten Abschnitt auf das Interview selbst. Hier sollen die enormen Unterschiede zwischen subjektivierter und nicht- subjektivierter Arbeit aufgezeigt und im darauf folgenden Kapitel ausgewertet werden.
Im Anschluss daran soll sich unter Punkt fünf mit dem Wertewandel in der Gesellschaft theoretisch auseinandergesetzt werden und im sechsten Abschnitt die veränderten Anforderungen im Arbeitssektor, mit denen Frauen zunehmend vorlieb nehmen müssen.
Das siebte Kapitel zeigt die Veränderungen im technisierten Arbeitsbereich, um Behauptungen, die aus der Ministudie hervorgehen, zu verstärken. Den Abschluss bilden die verschiedenen Formen, in denen Subjektivität auftreten kann.
1 http://www.ta-akademie.de/deutsch/bestellungen/textelk/ab233.pdf
2
1 Erweiterte Sicht von Subjektivierung
Subjektivierung ging ihren Weg vom Störfaktor zum Erfolgsfaktor in der Organisation von Arbeit.
Subjektive Interpretationen, situative Entscheidungen, lokale Eigenständigkeit und Improvisation werden im heutigen Arbeitsprozess zunehmend ermöglicht, gefordert und gewinnbringend verwertet. 2 Neben objektiven Dimensionen von Wissensarbeit wie Qualifikationen, Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität rücken die subjektiven Dimensionen wie persönliches Engagement, Flexibilitäts- und Lernbereitschaft stärker in den Mittelpunkt. 3 Dies wird mit dem Begriff einer Subjektivierung von Arbeit belegt. Subjektivierung ist ein Vermittler von Subjekt und Gesellschaft, es geht also um Selbstbestimmung und die Bestimmung durch die Gesellschaft.
Subjektivierung von Arbeit ist ein Prozessbegriff. Er meint die Intensivierung von individuellen subjektiven Wechselverhältnissen zwischen Person und Betrieb. Das Ergebnis ist eine so genannte push-and-pull-Situation: Auf der einen Seite stehen die steigenden Ansprüche erwerbstätiger Menschen. Individuen tragen von sich aus mehr Subjektivität in die Gestaltung ihres Arbeitsprozesses und ihres Lebens hinein. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach Subjektivität seitens der Arbeit vor allem auf Grund veränderter betrieblicher Strukturen, die mit dem Wertewandel der Gesellschaft einhergehen. 4 Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als der Arbeitsalltag regelmäßig kontrolliert wurde und genau geplant war, erhält nun menschliche Subjektivität einen deutlich steigenden positiven Stellenwert. Individuelle Handlungen und Deutungen von Subjekten im Arbeitsprozess rücken in den Entwicklungstendenzen qualifizierter Erwerbsarbeit weiter in den Vordergrund.
2 Moldaschl, München 2002 - Klappentext
3 http://www.ta-akademie.de/deutsch/bestellungen/textelk/ab233.pdf
4 Moldaschl, München 2002, S. 58
3
2 Empirischer Zugang
2.1 Forschungsgegenstand
Diese Hausarbeit ist durch Anregung des im Sommersemester 2005 an der FSU Jena stattgefundene Seminar „Arbeitspolitik im internationalen Vergleich“ nach der Grundlage des von Maike Schulz und Claudia Felsch gehaltenen Referats „Flexibilisierung und Subjektivierung von Arbeit“ vom 04.07.2005 entstanden.
2.2 Forschungsfragen
Die nachstehenden Ausführungen sind mit dem Ziel entstanden, auf folgende Fragen, die sich mit Beginn dieser Arbeit stellten, Antwort zu geben: Wo sind wesentliche Unterschiede zwischen subjektivierter nicht-subjektivierter Arbeit erkennbar? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus den verschiedenen Arbeitszeitregelungen für die jeweiligen Mitarbeiter?
2.3 Methodisches Vorgehen
Das methodische Vorgehen zur Beantwortung der eingangs gestellten Forschungsfragen umfasst die Durchführung von zwei Interviews. Es soll überprüft werden, inwieweit die Befragten durch ihre Äußerungen der Thematik entsprechende theoretische Annahmen beispielhaft widerspiegeln oder ihnen widersprechen. Betont werden muss, dass aufgrund der fehlenden Repräsentativität der Untersuchung die Interviewantworten in keiner Weise als Grundlage zur Verifikation oder Falsifikation diesbezüglicher Hypothesen dienen können. Obgleich die geringe Anzahl an Interviewpartnern eine Verallgemeinerung der Aussagen nicht zulässt, ist zumindest eine Tendenz erkennbar, welche es ermöglicht, das zur Verfügung stehende Literaturmaterial am konkreten Beispiel zu überprüfen und diesbezügliche Vermutungen anzustellen.
4
3 Ministudie
Um empirische Daten zum Thema Flexibilisierung und Subjektivierung von Arbeit zu gewinnen, wird eine Ministudie in einem Umfang von zwei Befragungen durchgeführt. Diese umfasst drei Bereiche, die mit den eingangs gestellten Forschungsfragen korrelieren. Anliegen ist es – exemplarisch an den Befragten –, Regelungen des Arbeitsverhältnisses und eventuell auftretende Unterschiede zu erforschen.
1. Persönliche Angaben
Name: ……………………………………………………………………….. Geburtsjahr: ……………………………………………………………………….. Geschlecht: ………………………………………………………………………..
2. Berufliche Angaben
Ausgeübter Beruf: ……………………………………………………………….. Regelung der Arbeitszeit: ……………………………………………………………….. Bezahlung: ………………………………………………………………..
3. Persönliche Anmerkungen
………………………………………………………………..……………………………… ………………………………..……………………………………………………………… ..………………………………………………………………..………………………….… …………………………………..…………………………………………………………… (Vorteile, Nachteile, usw.)
5
Arbeit zitieren:
Claudia Felsch, 2006, Subjektivierung von Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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